Diagnostische Abklärungen bei exokr. Pankreasinsuffizienz
Verfasst: 1. November 2013, 00:06
Hallo an alle,
Ich wende mich an Euch, weil ich mit meinen Ärzten irgendwie nicht weiter komme.
Zur Vorgeschichte: Ich bin 42 Jahre alt und musste vor ca. 1,5 Jahren eine Postexpositionsprophylaxe gegen hiv durchmachen (4 Wochen lang Truvada und Kaletra). Es hat keine hiv-Ansteckung stattgefunden, aber seit dieser Therapie kämpfe ich mit einer sehr lähmenden Erschöpfung. Weitere Symptome sind gleichzeitig aufgetaucht und haben in den letzten Monaten zugenommen: heller, weicher Stuhl, teils mit unverdauter Nahrung, manchmal flüssig; starke Blähungen, auch nachts; trüber, manchmal öliger Urin nach etwas reichhaltigerem Essen, zurzeit ca. 2-3 Mal in der Woche; erhöhte Blutfettwerte.
Im Januar 2013 hatte ich einen Elastase-Wert von 167, bei leicht erhöhter Amylase und regelrechter Lipase. Es wurde zuerst eine Pankreasinsuffizienz vermutet; diese Piste wurde aber erstmal nicht weiter verfolgt. Seit drei Monaten haben sich die Symptome deutlich verschlimmert. Daraufhin wurden eine Gastroskopie, ein Ultraschall und ein CT des Abdomen gemacht. Ohne Befund bzgl. des Pankreas; auf der Leber fand man einen "von Meyenburg Komplex". Vor sechs Wochen habe ich außerdem Mundsoor bekommen, der nach der Behandlung mit einem Antimykotikum wieder wegging.
Da die Symptome nicht besser wurden, hat man mir geraten, mal auszuprobieren ob die Einnahme von Kreon etwas verändert. Und tatsächlich, ich habe 5 Tage lang zu jeder Mahlzeit 1 Kapsel Kreon 40000 genommen und meine Verdauung normalisierte sich schlagartig (der Urin bleibt allerdings immer noch trüb und ölig).
Ich weiß jetzt nicht, wie ich weiter verfahren soll. Einerseits bin ich froh, dass das Kreon hilft, andererseits kenne ich die Ursache meiner Beschwerden ja immer noch nicht. Ist es denn möglich, dass eine Pankreasinsuffizienz rein funktionell ist (also auch ohne Entzündung o.ä.)? Kann die kurzzeitige Einnahme der (starken) hiv-Medikamente Schaden angerichtet haben? Ich habe halt Angst, dass da etwas Schlimmeres vorliegen könnte - obwohl die bildgebenden Verfahren nichts nachweisen konnten. Allerdings wurde der "von Meyenburg Komplex" nicht näher untersucht (im Internet lese ich, dass man diese Gewebebildungen durch eine Biopsie differentialdiagnostisch von Lebertumoren/-metastasen unterscheiden müsste). Und der Mundsoor hat die Ärzte nur dahingehend beunruhigt, dass nochmal ein hiv-Test gemacht wurde (negativ). Aber ist es nicht so, dass Mundsoor eben auch bei Diabetes vorkommen kann? Das könnte ja dann wieder auf eine Pankreasproblematik deuten.
Meine Ärzte meinen, ich hätte ein chronisches Erschöpfungssyndrom.... Ich bin mit dieser Diagnose unzufrieden, weil ich doch sehr physische Beschwerden habe. Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychiater und außerdem wird noch eine Darmspiegelung gemacht, um nachzusehen ob ein entzündliches Darmgeschehen (Crohn o.ä.) vorliegt.
Wie soll ich weiter Vorgehen? Was würdet ihr mir raten? Über eure Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße,
Bastian.
Ich wende mich an Euch, weil ich mit meinen Ärzten irgendwie nicht weiter komme.
Zur Vorgeschichte: Ich bin 42 Jahre alt und musste vor ca. 1,5 Jahren eine Postexpositionsprophylaxe gegen hiv durchmachen (4 Wochen lang Truvada und Kaletra). Es hat keine hiv-Ansteckung stattgefunden, aber seit dieser Therapie kämpfe ich mit einer sehr lähmenden Erschöpfung. Weitere Symptome sind gleichzeitig aufgetaucht und haben in den letzten Monaten zugenommen: heller, weicher Stuhl, teils mit unverdauter Nahrung, manchmal flüssig; starke Blähungen, auch nachts; trüber, manchmal öliger Urin nach etwas reichhaltigerem Essen, zurzeit ca. 2-3 Mal in der Woche; erhöhte Blutfettwerte.
Im Januar 2013 hatte ich einen Elastase-Wert von 167, bei leicht erhöhter Amylase und regelrechter Lipase. Es wurde zuerst eine Pankreasinsuffizienz vermutet; diese Piste wurde aber erstmal nicht weiter verfolgt. Seit drei Monaten haben sich die Symptome deutlich verschlimmert. Daraufhin wurden eine Gastroskopie, ein Ultraschall und ein CT des Abdomen gemacht. Ohne Befund bzgl. des Pankreas; auf der Leber fand man einen "von Meyenburg Komplex". Vor sechs Wochen habe ich außerdem Mundsoor bekommen, der nach der Behandlung mit einem Antimykotikum wieder wegging.
Da die Symptome nicht besser wurden, hat man mir geraten, mal auszuprobieren ob die Einnahme von Kreon etwas verändert. Und tatsächlich, ich habe 5 Tage lang zu jeder Mahlzeit 1 Kapsel Kreon 40000 genommen und meine Verdauung normalisierte sich schlagartig (der Urin bleibt allerdings immer noch trüb und ölig).
Ich weiß jetzt nicht, wie ich weiter verfahren soll. Einerseits bin ich froh, dass das Kreon hilft, andererseits kenne ich die Ursache meiner Beschwerden ja immer noch nicht. Ist es denn möglich, dass eine Pankreasinsuffizienz rein funktionell ist (also auch ohne Entzündung o.ä.)? Kann die kurzzeitige Einnahme der (starken) hiv-Medikamente Schaden angerichtet haben? Ich habe halt Angst, dass da etwas Schlimmeres vorliegen könnte - obwohl die bildgebenden Verfahren nichts nachweisen konnten. Allerdings wurde der "von Meyenburg Komplex" nicht näher untersucht (im Internet lese ich, dass man diese Gewebebildungen durch eine Biopsie differentialdiagnostisch von Lebertumoren/-metastasen unterscheiden müsste). Und der Mundsoor hat die Ärzte nur dahingehend beunruhigt, dass nochmal ein hiv-Test gemacht wurde (negativ). Aber ist es nicht so, dass Mundsoor eben auch bei Diabetes vorkommen kann? Das könnte ja dann wieder auf eine Pankreasproblematik deuten.
Meine Ärzte meinen, ich hätte ein chronisches Erschöpfungssyndrom.... Ich bin mit dieser Diagnose unzufrieden, weil ich doch sehr physische Beschwerden habe. Ich habe nächste Woche noch einen Termin bei einem Psychiater und außerdem wird noch eine Darmspiegelung gemacht, um nachzusehen ob ein entzündliches Darmgeschehen (Crohn o.ä.) vorliegt.
Wie soll ich weiter Vorgehen? Was würdet ihr mir raten? Über eure Erfahrungen und Tipps würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße,
Bastian.