Mein Leiden mit der "exokrinen Pankreasinsuffizienz"
Verfasst: 20. November 2013, 14:28
Hallo zusammen,
ich habe soeben dieses Forum entdeckt und als Geschädigter möchte ich gerne meine Geschichte mit Euch teilen.
Ich bin 37 Jahre, männlich, 190cm groß und normal gebaut. Im September 2011 wurde bei mir eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz festgestellt. Die ersten Symptome dafür hatte ich schon 2-3 Jahre zuvor, sie aber nie wirklich ernst genommen. Ich habe damals gedacht, ich hätte eine Laktoseintolleranz, da ich morgens regelmäßig Müsli gegessen habe (und immer noch esse) und ich danach 1-2 Mal am Tag Durchfall hatte. Ich habe halt die ganze Zeit an diese Intolleranz-Geschichte gedacht, ehe ich mich dann aufraffte und im September zu der Gastroenterologischen Praxis nach Bochum fuhr. Dort wurde eine eventuelle Lakotoseintolleranz erst mal überprüft, mit dem Ergebnis, dass ich diese nicht habe. Bei einer Stuhlprobe kam dann heraus, dass meine Bauchspeicheldrüse nicht mehr vernünftig arbeitet. Außerdem wurde noch Blut entnommen und eine Darmspiegelung gemacht. Ansonsten keine weitere Untersuchungen. Seitdem nehme ich Pangrol 40000 mit sehr mäßigem Erfolg. Vor allem zerbreche ich mir seit langem den Kopf, was der Auslöser meiner Erkrankung ist, aber dazu später mehr.
Ich möchte der Vollständigkeit halber einen kurzen Abstecher in meine Vergangenheit unternehmen.
Früher war ich sozusagen ein "Lebemann", ich habe das Leben in all seinen Facetten genossen. Ich war am WE gerne auf Parties, bei denen ich mal mehr, mal weniger Alkohol zu mir genommen habe. Während der Woche hielt ich mich meistens zurück. Wenn dann mal 1 Flasche abends, war aber nicht die Regel. Die Regel war, dass ich häufig am WE getrunken habe. Außerdem habe ich mir nie Gedanken um gesunde Ernährung gemacht. Ich war und bin teilweise immer noch jemand, der auch Fast Food gerne verspeist. Ich weiß, dass sowohl übermäßiger Alkoholkonsum, wie auch ungesundes Essen zu der Krankheit führen können. Ich würde mich aber nie als jemanden bezeichnen, der Alkoholiker war oder Alkohol im Massen getrunken hat. Denke, ein Alkoholmissbrauch ist schon etwas anderes, als regelmäßig am WE mit Alkohol feiern zu gehen, oder ?
Jedenfalls wäre dieser Alkoholkonsum der einzige mir erklärbare Grund, warum die Krankheit gerade mich heim gesucht hat. Ich hatte nie Geschwüre, nie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, nie regelmäßig Medikamente genommen, keine OP's. Meine Blutwerte waren auch immer ok. Natürlich kann es ein genetischer Defekt sein, dies wurde bisher nicht überprüft, aber in meiner Familie hat oder hatte niemand diese Erkrankung. Ich möchte also einfach nur wissen, woher ich diese Erkrankung habe und niemand kann mir helfen.
Ich habe oben bereits geschrieben, dass ich früher ein Lebemann war und gerne getrunken/Fast-Food/deftiges Essen gegessen hat. Ich möchte mir einen Teil dieser "Lebensfreude" nicht nehmen lassen und lebe seit Feststellung der Erkrankung beinahe so weiter wie bisher. Gut, die Party-WE haben merklich nachgelassen. Wenn, dann trinke ich vielleicht 1 Mal im Monat richtig und während der Woche (bei Fussball im TV) 1-2 Flaschen Bier. Fast Food möchte ich mir auch nicht nehmen lassen. Es hat bei mir im Kopf definitiv noch nicht Klick gemacht und ja, mir ist bewußt, dass bei meiner Erkrankung Alkohol tabu ist und auch eine fettarme Ernährung angeraten wird, aber ich möchte mich in meinem Leben nicht so beschneiden lassen und gerne das Leben weiter genießen.
Meine Bauchspeicheldrüse hat mittlerweile gut 90% ihrer Funktion eingebüßt, ich nehme vor den Hauptmahlzeiten je eine Pille Pangrol 40000. Mal hilft es, den Fettstuhl zu vermeiden, mal nicht. Ich habe die Hoffnung mittlerweile aufgegeben, dass die Erkrankung heilbar ist. Habe auch noch nie etwas diesbezüglich gehört. Ich hätte aber gerne gewußt, was mir im Endeffekt blühen kann, wenn ich so weiter mache (in Bezug auf Alkohol und fettigem Essen) ?
Was ist, wenn die Bauchspeicheldrüse komplett zu 100% versagt ? Reicht es, dann weiter Pangrol zu sich zu nehmen ? Oder was würde dann passieren ?
Ich habe - nebenbei bemerkt - auch nichts an Gewicht abgenommen, sondern eher zugenommen. Deshalb frage ich mich, warum nehme ich dabei nicht ab, obwohl ich 1 Mal am Tag Fettstuhl habe. Kann es also sein, dass es vielleicht keine Insuffizienz ist, sondern - vereinfacht gesagt - dass z.B. die Bauchspeicheldrüse "einfach nur" verstopft ist und sie deshalb nicht genügend Enzyme zur Nahrungsverwertung ausscheiden kann. Wie gesagt, eine Darmspiegelung wurde bereits gemacht, war aber unauffällig. Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, dass es noch etwas anderes sein kann, als diese chronische Erkrankung.
Ich bin am überlegen, eine Magenspiegelung zu machen, die mir auch von meiner Ärztin angeraten wurde, aber ich frage mich, was das bringen soll. Außerdem habe ich gelesen, dass ein MRT sinnvoll sein kann. Ich frage mich aber auch hier nach dem Sinn des Ganzen. Vielleicht kann mich mal jemand aufklären.
Vielen lieben Dank
ich habe soeben dieses Forum entdeckt und als Geschädigter möchte ich gerne meine Geschichte mit Euch teilen.
Ich bin 37 Jahre, männlich, 190cm groß und normal gebaut. Im September 2011 wurde bei mir eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz festgestellt. Die ersten Symptome dafür hatte ich schon 2-3 Jahre zuvor, sie aber nie wirklich ernst genommen. Ich habe damals gedacht, ich hätte eine Laktoseintolleranz, da ich morgens regelmäßig Müsli gegessen habe (und immer noch esse) und ich danach 1-2 Mal am Tag Durchfall hatte. Ich habe halt die ganze Zeit an diese Intolleranz-Geschichte gedacht, ehe ich mich dann aufraffte und im September zu der Gastroenterologischen Praxis nach Bochum fuhr. Dort wurde eine eventuelle Lakotoseintolleranz erst mal überprüft, mit dem Ergebnis, dass ich diese nicht habe. Bei einer Stuhlprobe kam dann heraus, dass meine Bauchspeicheldrüse nicht mehr vernünftig arbeitet. Außerdem wurde noch Blut entnommen und eine Darmspiegelung gemacht. Ansonsten keine weitere Untersuchungen. Seitdem nehme ich Pangrol 40000 mit sehr mäßigem Erfolg. Vor allem zerbreche ich mir seit langem den Kopf, was der Auslöser meiner Erkrankung ist, aber dazu später mehr.
Ich möchte der Vollständigkeit halber einen kurzen Abstecher in meine Vergangenheit unternehmen.
Früher war ich sozusagen ein "Lebemann", ich habe das Leben in all seinen Facetten genossen. Ich war am WE gerne auf Parties, bei denen ich mal mehr, mal weniger Alkohol zu mir genommen habe. Während der Woche hielt ich mich meistens zurück. Wenn dann mal 1 Flasche abends, war aber nicht die Regel. Die Regel war, dass ich häufig am WE getrunken habe. Außerdem habe ich mir nie Gedanken um gesunde Ernährung gemacht. Ich war und bin teilweise immer noch jemand, der auch Fast Food gerne verspeist. Ich weiß, dass sowohl übermäßiger Alkoholkonsum, wie auch ungesundes Essen zu der Krankheit führen können. Ich würde mich aber nie als jemanden bezeichnen, der Alkoholiker war oder Alkohol im Massen getrunken hat. Denke, ein Alkoholmissbrauch ist schon etwas anderes, als regelmäßig am WE mit Alkohol feiern zu gehen, oder ?
Jedenfalls wäre dieser Alkoholkonsum der einzige mir erklärbare Grund, warum die Krankheit gerade mich heim gesucht hat. Ich hatte nie Geschwüre, nie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, nie regelmäßig Medikamente genommen, keine OP's. Meine Blutwerte waren auch immer ok. Natürlich kann es ein genetischer Defekt sein, dies wurde bisher nicht überprüft, aber in meiner Familie hat oder hatte niemand diese Erkrankung. Ich möchte also einfach nur wissen, woher ich diese Erkrankung habe und niemand kann mir helfen.
Ich habe oben bereits geschrieben, dass ich früher ein Lebemann war und gerne getrunken/Fast-Food/deftiges Essen gegessen hat. Ich möchte mir einen Teil dieser "Lebensfreude" nicht nehmen lassen und lebe seit Feststellung der Erkrankung beinahe so weiter wie bisher. Gut, die Party-WE haben merklich nachgelassen. Wenn, dann trinke ich vielleicht 1 Mal im Monat richtig und während der Woche (bei Fussball im TV) 1-2 Flaschen Bier. Fast Food möchte ich mir auch nicht nehmen lassen. Es hat bei mir im Kopf definitiv noch nicht Klick gemacht und ja, mir ist bewußt, dass bei meiner Erkrankung Alkohol tabu ist und auch eine fettarme Ernährung angeraten wird, aber ich möchte mich in meinem Leben nicht so beschneiden lassen und gerne das Leben weiter genießen.
Meine Bauchspeicheldrüse hat mittlerweile gut 90% ihrer Funktion eingebüßt, ich nehme vor den Hauptmahlzeiten je eine Pille Pangrol 40000. Mal hilft es, den Fettstuhl zu vermeiden, mal nicht. Ich habe die Hoffnung mittlerweile aufgegeben, dass die Erkrankung heilbar ist. Habe auch noch nie etwas diesbezüglich gehört. Ich hätte aber gerne gewußt, was mir im Endeffekt blühen kann, wenn ich so weiter mache (in Bezug auf Alkohol und fettigem Essen) ?
Was ist, wenn die Bauchspeicheldrüse komplett zu 100% versagt ? Reicht es, dann weiter Pangrol zu sich zu nehmen ? Oder was würde dann passieren ?
Ich habe - nebenbei bemerkt - auch nichts an Gewicht abgenommen, sondern eher zugenommen. Deshalb frage ich mich, warum nehme ich dabei nicht ab, obwohl ich 1 Mal am Tag Fettstuhl habe. Kann es also sein, dass es vielleicht keine Insuffizienz ist, sondern - vereinfacht gesagt - dass z.B. die Bauchspeicheldrüse "einfach nur" verstopft ist und sie deshalb nicht genügend Enzyme zur Nahrungsverwertung ausscheiden kann. Wie gesagt, eine Darmspiegelung wurde bereits gemacht, war aber unauffällig. Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, dass es noch etwas anderes sein kann, als diese chronische Erkrankung.
Ich bin am überlegen, eine Magenspiegelung zu machen, die mir auch von meiner Ärztin angeraten wurde, aber ich frage mich, was das bringen soll. Außerdem habe ich gelesen, dass ein MRT sinnvoll sein kann. Ich frage mich aber auch hier nach dem Sinn des Ganzen. Vielleicht kann mich mal jemand aufklären.
Vielen lieben Dank