Der Weg ist das Ziel
Verfasst: 2. Februar 2014, 17:01
Hallo vielmals,
Ursache für gastroenterologische Krankheiten, Krankheiten, die die Verdauung, die Nährstoffverwertung, also die Aufnahme von lebensnotwendigen Bausteinen betreffen, sind, das behaupte ich, psychosomatischer Natur. Insofern sie nicht von, wie andere behaupten, Gendefekten oder Fehlbildungen, mechanischen Reizen wie Steine in den Abflussgängen oder ähnliches verursacht werden.
Sicher ist es einfach und bequem, dem Leidenden Alkoholmißbrauch, Nikotinabusus und einen schlechten Charakter zu unterstellen. So steht es ja auch überall ganz oben in den entsprechenden Informationen über Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Wenn nicht bis dahin, haben die Patienten ab dieser Bewertung ein schlechtes Gewissen. Natürlich haben Alkohol und Nikotin Auswirkungen auf den Organismus. Sind aber sicher nicht Ursache für die Krankheiten. Alkoholiker haben eine entsprechende seelische Vita. Und diese ist auch nicht Ursache, sondern sie gibt Aufschluß über eigentliche Ursachen dieser Krankheit oder andere spezifische Krankheiten. Entgegen unserer akademischen Weißkittelweisheiten wußten die einfachen Menschen schon vor hunderten von Jahren um den Zusammenhang von Seele und Bauch. Dies schlägt sich in vielen sprachgebräuchlichen Wendungen nieder (cholerisch, da kommt mir die Galle hoch, das finde ich zum Kotzen, aus dem Bauch heraus ...).
Als ich die Pankreatitis, die chronische, bekam, mußte ich mir von Ärzten Sprüche wie "Du sozialschmarotzender Nichtsnutz" oder demütigende Beleidigungen mir "Alki" und ähnliches gefallen lassen. Man stelle sich vor: Mit unerträglichen Schmerzen, Schweiß auf der Stirn, mehr oder weniger ohnmächtig, steh ich an der Wand im Wartezimmer einer Praxis, kein Sitzplatz mehr frei ... Der Arzt, Dr. Stroß aus Neuss, der mir einige Monate vorher gegen meinen Zustand Mittelchen gegen Blähungen verschrieben hatte, kommt und motzt mich an, ich solle gefälligst nicht seine Wand beschmutzen. Oder: Am Tropf im Krankenhaus, wo man mich für einen hochprozentigen Simulanten hält, schleppe ich mich in ähnlichem Zustand mit Fusionsständer zum Schwesternzimmer, um um Schmerzmittel zu betteln. Kriege die verärgerte Antwort, daß ich gefälligst warten solle, bis ihrereiner fertig sei mit Abendessen. In Heidelberg stieß mir ein Neurologe, OBWOHL ich ihn darauf hinwies, daß ich Schmerzpatient sei, zur Drainage einer postoperativen Komplikation, mehrfach ohne angemessene Betäubung verschieden starke Metallrohre in den Bauch. Als ich unter Tränen schrie, lachte er mich aus, ich solle mich nicht so anstellen.
Könnte hier weitere Beispiele für meine Erfahrungen aufzählen ... Z.B. im evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf, wo ich mich wegen einer ERCP aufhielt. Vor dem Eingriff wurde ich gefragt, ob ich einverstanden sei mit der Implantation eines Stents in den Pankreasgang. Ich lehnte dankend ab. Man muß sich vorstellen, daß ich nur im Krankenhaus war, wenn ich mir nicht mal mehr mit Morphium weiterhelfen konnte. Also am Ende meiner Kräfte war. Als es nun zur Untersuchung kam, ich auf einer Edelstahlunterlage mit entsprechender Körperhaltung "platzgenommen" hatte, kam die zuständige Ärztin mit dem von mir unterzeichneten Formular in den Händen in den Raum und raunzte mich, der ich mich nun wirklich in einer sehr unvorteilhaften Lage befand, daß ich direkt gehen könne, wenn ich der Implantation nicht sofort zustimmen würde. So ließ ich mich tatsächlich nötigen, mir einen Fremdkörper einsetzen zu lassen.
Das alles halte ich für typisch westliche Medizin und deren Ausübung. Nur, was meßbar ist, also belegbar, ist relevant. Jeder Arzt hat seinen separierten fachbezogenen Microbereich. Alles darüber hinaus erregt i.d.R. nicht mal sein Interesse.
Während meiner vielen KH-Aufenthalte hab ich viele Leidensgenossen kennengelernt und meine Chance genutzt, diese zu interviewen. Alles in Allem waren sie alle empfindlicher als z.B. ihre Ärzte und "normale Menschen". Viele hatten in ihrer Jugend mit Mißhandlung zu tun.
Inzwischen gibt´s auch im Westen Erkenntnisse, die das Neandertalerwissen wissenschaftlich unterlegen. Es gibt einen Zusammenhang, sogar einen physischen: den NERVUS VAGUS, zwischen Bauch und Gehirn.
Im Folgenden der Film:
http://www.youtube.com/watch?v=um5oy-qP ... r_embedded
Viel Spaß beim Guggen
Finde, daß er uns dabei helfen kann, unsere Krankheit in ihrer Gesamtheit nachzuempfinden; uns einen neuen Zugang zu unseren Bauchgehirn zu eröffnen, vielleicht sogar einen Weg, mit ihm zu kommunizieren. Ich glaube daran.
Gruß, Michael
Ursache für gastroenterologische Krankheiten, Krankheiten, die die Verdauung, die Nährstoffverwertung, also die Aufnahme von lebensnotwendigen Bausteinen betreffen, sind, das behaupte ich, psychosomatischer Natur. Insofern sie nicht von, wie andere behaupten, Gendefekten oder Fehlbildungen, mechanischen Reizen wie Steine in den Abflussgängen oder ähnliches verursacht werden.
Sicher ist es einfach und bequem, dem Leidenden Alkoholmißbrauch, Nikotinabusus und einen schlechten Charakter zu unterstellen. So steht es ja auch überall ganz oben in den entsprechenden Informationen über Bauchspeicheldrüsenentzündungen. Wenn nicht bis dahin, haben die Patienten ab dieser Bewertung ein schlechtes Gewissen. Natürlich haben Alkohol und Nikotin Auswirkungen auf den Organismus. Sind aber sicher nicht Ursache für die Krankheiten. Alkoholiker haben eine entsprechende seelische Vita. Und diese ist auch nicht Ursache, sondern sie gibt Aufschluß über eigentliche Ursachen dieser Krankheit oder andere spezifische Krankheiten. Entgegen unserer akademischen Weißkittelweisheiten wußten die einfachen Menschen schon vor hunderten von Jahren um den Zusammenhang von Seele und Bauch. Dies schlägt sich in vielen sprachgebräuchlichen Wendungen nieder (cholerisch, da kommt mir die Galle hoch, das finde ich zum Kotzen, aus dem Bauch heraus ...).
Als ich die Pankreatitis, die chronische, bekam, mußte ich mir von Ärzten Sprüche wie "Du sozialschmarotzender Nichtsnutz" oder demütigende Beleidigungen mir "Alki" und ähnliches gefallen lassen. Man stelle sich vor: Mit unerträglichen Schmerzen, Schweiß auf der Stirn, mehr oder weniger ohnmächtig, steh ich an der Wand im Wartezimmer einer Praxis, kein Sitzplatz mehr frei ... Der Arzt, Dr. Stroß aus Neuss, der mir einige Monate vorher gegen meinen Zustand Mittelchen gegen Blähungen verschrieben hatte, kommt und motzt mich an, ich solle gefälligst nicht seine Wand beschmutzen. Oder: Am Tropf im Krankenhaus, wo man mich für einen hochprozentigen Simulanten hält, schleppe ich mich in ähnlichem Zustand mit Fusionsständer zum Schwesternzimmer, um um Schmerzmittel zu betteln. Kriege die verärgerte Antwort, daß ich gefälligst warten solle, bis ihrereiner fertig sei mit Abendessen. In Heidelberg stieß mir ein Neurologe, OBWOHL ich ihn darauf hinwies, daß ich Schmerzpatient sei, zur Drainage einer postoperativen Komplikation, mehrfach ohne angemessene Betäubung verschieden starke Metallrohre in den Bauch. Als ich unter Tränen schrie, lachte er mich aus, ich solle mich nicht so anstellen.
Könnte hier weitere Beispiele für meine Erfahrungen aufzählen ... Z.B. im evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf, wo ich mich wegen einer ERCP aufhielt. Vor dem Eingriff wurde ich gefragt, ob ich einverstanden sei mit der Implantation eines Stents in den Pankreasgang. Ich lehnte dankend ab. Man muß sich vorstellen, daß ich nur im Krankenhaus war, wenn ich mir nicht mal mehr mit Morphium weiterhelfen konnte. Also am Ende meiner Kräfte war. Als es nun zur Untersuchung kam, ich auf einer Edelstahlunterlage mit entsprechender Körperhaltung "platzgenommen" hatte, kam die zuständige Ärztin mit dem von mir unterzeichneten Formular in den Händen in den Raum und raunzte mich, der ich mich nun wirklich in einer sehr unvorteilhaften Lage befand, daß ich direkt gehen könne, wenn ich der Implantation nicht sofort zustimmen würde. So ließ ich mich tatsächlich nötigen, mir einen Fremdkörper einsetzen zu lassen.
Das alles halte ich für typisch westliche Medizin und deren Ausübung. Nur, was meßbar ist, also belegbar, ist relevant. Jeder Arzt hat seinen separierten fachbezogenen Microbereich. Alles darüber hinaus erregt i.d.R. nicht mal sein Interesse.
Während meiner vielen KH-Aufenthalte hab ich viele Leidensgenossen kennengelernt und meine Chance genutzt, diese zu interviewen. Alles in Allem waren sie alle empfindlicher als z.B. ihre Ärzte und "normale Menschen". Viele hatten in ihrer Jugend mit Mißhandlung zu tun.
Inzwischen gibt´s auch im Westen Erkenntnisse, die das Neandertalerwissen wissenschaftlich unterlegen. Es gibt einen Zusammenhang, sogar einen physischen: den NERVUS VAGUS, zwischen Bauch und Gehirn.
Im Folgenden der Film:
http://www.youtube.com/watch?v=um5oy-qP ... r_embedded
Viel Spaß beim Guggen
Finde, daß er uns dabei helfen kann, unsere Krankheit in ihrer Gesamtheit nachzuempfinden; uns einen neuen Zugang zu unseren Bauchgehirn zu eröffnen, vielleicht sogar einen Weg, mit ihm zu kommunizieren. Ich glaube daran.
Gruß, Michael