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strarkes Oberbauch/Magendrücken nach dem Essen

Verfasst: 8. April 2014, 16:20
von Hortensienbusch
Hallo liebe Forengemeinde,

ich wende mich jetzt nochmal hilfesuchend an euch.

Bei mir wurde eine Autoimmunpankreatitis vermutet (Igg-4-Erhöhung). Diese konnte nicht bestätigt werden, da die Biopsie und auch die Endosonografie nicht wegweisend waren. Die Bauchspeicheldrüse sieht wohl vollkommen in Ordnung aus(der Pankreaskopf stellt sich wohl echoärmer dar, aber ansonsten alles ok).
Es sind sämtliche Untersuchungen gelaufen: Magenspiegelung 2x, diverse Ultraschalluntersuchungen, MRCP und CT, Blutuntersuchungen (Lipase meistens nur diskret erhöht) und Elastase war bei 164. Ich war übrigens auch in zwei Pankreaszentren.

Jetzt zu meiner Frage, wenn man eine exokrine Pankreasinsuffizienz hat:

Hat man nach jeder Nahrungsaufnahme ein schmerzhaftes Druckgefühl in der Magengrube? Manchmal auch nur, wenn ich was getrunken habe. Ständiges Rülpsen gehört auch dazu.

Ich frage deshalb, weil ich mittlerweile echt ratlos bin, was meine Beschwerden betrifft und die Ärzte wohl auch.
Mich würde interessieren, wo genau die Schmerzen von der Bauchspeicheldrüse sein müssten... (nach meiner Biopsie waren sie nämlich ganz woanders links oberhalb des Bauchnabels, also nicht dort, wo ich sonst die Schmerzen habe. :roll: )


Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ihr Erfahrungen diesbezüglich habt.


Ratlose Grüße; Hortensienbusch

Re: starkes Oberbauch/Magendrücken nach dem Essen

Verfasst: 12. Juni 2014, 16:41
von nbu
Hallo!

Also ich hatte vor einem Jahr ähnliche Symptome: Bauchschmerzen nach Mahlzeiten, Völlegefühl, Übelkeit, häufiges Rülpsen - alles so 1-2 Stunden nach dem Essen. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass ich einen (zum Glück) noch kleinen Tumor AUSSEN am Duodenum hatte, der die Nahrungspassage behindert hat, so dass sich die Nahrung im Magen gestaut hat. Bei zwei Magenspiegelungen (eine mit Biopsie) und CT ist er nicht entdeckt worden.

Im Kreiskrankenhaus hat man dann versucht die Passage mit einem Ballon-Stent zu weiten, wobei der Darm riss und anschließend in den Bauchraum blutete. Zusätzlich floss Darminhalt aus. Es entwickelte sich eine Peritonitis. Da die Ärzte im KKH mich nicht weiter behandeln wollten, wurde ich auf Verlangen meiner Ehefrau in die Medizinische Hochschule Hannover verlegt (mit Rettungswagen!) und dort sofort operiert. Da die Entzündung aber schon weit fortgeschritten war, mussten nach und nach Duodenum, Pankreas, Milz und Gallenblase entfernt werden. Währenddessen lag ich fast zwei Monate im "künstlichen Koma".
Zu meinem Glück wurde in der MHH der Tumor entdeckt und konnte vollständig entfernt werden.

Soweit ich das verstanden habe, sind Tumore an dieser Lokalisation selten und werden deshalb wohl auch mit den Standardmethoden nicht bzw. erst spät entdeckt.

Viele Grüße!

Frage eines Physiotherapeuten: Hat die Erkrankung irgendwelche Auswirkungen auf Ihr psychisches Befinden?
Antwort: Ich lass mich doch von so einer Sch...krankheit nicht unterkriegen!

Re: strarkes Oberbauch/Magendrücken nach dem Essen

Verfasst: 13. Juni 2014, 00:39
von Hortensienbusch
Hallo nbu,

danke recht herzlich für deine Antwort! :-)

Mensch..., da hast du ja wirklich Schlimmes erlebt/überlebt! :roll:
Das klingt ja furchtbar.

Bei mir ist es so, dass ich morgens, wenn ich nüchtern bin überhaupt keine Symptome habe und nach dem Frühstück meistens auch noch alles ok ist. Doch im Laufe des Tages bekomme ich diese drückenden Oberbauch/Hinter-Brustbein-Schmerzen, die auch in die Brustwirbelsäule ausstrahlen, bis zwischen die Schulterblätter.
Mittlerweile bekomme ich auch Schmerzen, wenn ich nichts esse, d.h., wenn ich stundenlang nichts zu mir nehme kriege ich die Probleme auch und eben auch sofort nach dem essen oder schon während dessen...
Übelkeit habe ich allerdings nicht.

Wie genau wurde dieser Tumor denn bei dir festgestellt, bzw. mit welcher Untersuchung?

Ich hoffe dir geht es einigermaßen gut!


Herzliche Grüße sendet dir: Hortensienbusch :hallo:

Re: strarkes Oberbauch/Magendrücken nach dem Essen

Verfasst: 13. Juni 2014, 09:52
von nbu
Hallo!

Soweit ich weiß, wurde der Tumor bei mir erst bei den Operationen entdeckt - diese Erkenntnis nützt in Deinem Fall also nichts. Als bei mir erste Symptome auftauchten, vermutete ich (auch aufgrund weiterer Umstände), dass ich mir den Magen durch Lebensmittel verdorben hatte und habe vorübergehend auf Schonkost umgestellt. Dummerweise hat das dann auch immer erstmal geholfen, weil die Schonkost durch die verengte Darmpassage gepasst hat.
Nach Deiner letzten Schilderung unterscheiden sich die Symptome aber doch deutlich von meinen.

Mir geht es jetzt wieder gut bis auf die Tatsache, dass ich halt Insulin spritzen und immer Kreon nehmen muss - es gibt Schlimmeres als das.

Ich hoffe die Ursache Deiner Beschwerden wird bald aufgeklärt und läßt sich beheben!

Viele Grüße