Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Anneliespdm
Beiträge: 3
Registriert: 21. April 2014, 09:20

Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Anneliespdm »

Hallo und einen schönen Ostermontag,

Kurzgeschichte:
Ohne Vorahnung und mitten aus dem Leben heraus am Dienstag den 1.4 nach CT die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen erhalten.

Dieses Forum im Netz gefunden.

Mailkontakt am Mittwoch den 2.4 mit Herrn Prof. Dr. Siech in Aalen.

Rückruf durch den Professor am Donnerstag den 3.4.

Hinfahrt Aalen am Freitag den 4.5 - Gespräch mit Professor Siech und Aufnahme im Ostalbklinikum am gleichen Tag.

Weitere Diagnostik am Freitag den 5.5 CT, MRT und so.

Nochmal Diagnostik am Montag den 7.4 Magenspiegelung.

Dienstag OP, erst Schlüsselloch dann komplett offen bei Tumorgröße 5x6 cm. Tumor raus, BS-Drüse fast ganz weg, Niere ein wenig, das Kunstwerk dauerte 6 Stunden.

Mittwoch bis heute geht´s mir immer besser, esse Vollkost und laufe rum. Schmerzen sind natürlich stark und teilweise unerträglich - mir wird geholfen.

Freitag soll ich entlassen werden. Wohne in Potsdam.

Jetzt zur Frage: Ich brauche Erfahrungaustausch wegen der Reha und was dann so kommt. Schreibt mal wqas und Danke im Voraus.

Ich, Jürgen hab das für meine Frau geschrieben. Sie bekommt die Mails direkt, Lange Antworten sind auf einem S3 mini aber recht umständlich. Gruß
Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Kaba18 »

Hallo Jürgen, (hallo Annelies?)
schön dass es Dir nach der OP ganz gut geht. Steht bei Dir keine Chemo an..?
Habt ihr schon die komplette Histologie erhalten wegen Tumorstadium / weitere
Therapieempfehlung?
Bei meinem Mann (45) war es nach der OP (5.3.14) so, dass er keine Reha wollte und ihm auch
mehr oder weniger davon abgeraten wurde, so nach dem Motto "junge Leute erholen sich am besten
zuhause". Das war auch gut so, es wäre ihm psychisch nicht gut in der Reha gegangen. Allerdings ist das Ansichtssache und stark vom Patienten abhängig. Wenn Deine Frau eine Reha möchte, wird sie sicher einige Gleichgesinnte treffen und auch ernährungstechnisch etwas lernen können. Wenn sie das aber nicht möchte, ist sie vielleicht zuhause besser aufgehoben. Könntest Du sie denn evtl. zur Reha begleiten..? Und - wie geht es DIR damit?
Bei uns läuft am Mittwoch die zweite Chemo, die erste hat mein Mann ganz gut weggesteckt, ist eine Mono-Therapie mit Gemcitabine und die ist wohl relativ gut verträglich. Ist Deine Frau nun Diabetikerin? Bei meinem Mann wurde die komplette Drüse entfernt und somit ist er Volldiabetiker, die Einstellung ist nicht ganz so einfach aber machbar. Zur Ernährung nach so einer OP könnte man ambulant bzw. vom Onkologen verordnet eine Ernährungsberatung machen. Es kann sein dass Deine Frau einige Dinge nicht mehr verträgt, muss aber nicht so sein.
Was genau wurde für eine OP bei Deiner Frau gemacht? Wurde der Magenausgang erhalten oder der Zwölffingerdarm? Liebe Grüße.
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Anneliespdm
Beiträge: 3
Registriert: 21. April 2014, 09:20

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Anneliespdm »

Hallo Kaba,
ja - Annelies ist richtig. Den kompletten histologischen Befund haben wir, Chemo soll wohl nicht sein, weil wir von den bösen Krebsen den weniger aggressivsten erwischt haben. Weitere Therapie wird erst am Freitag, dem Tag der Entlassung besprochen. Meine Frau will die Reha also die Anschlussheilbehandlung AHB auch wegen der möglichen Ernährungsumstellung. Geht ja auch nur 3 Wochen und für zu Hause ist immer noch Zeit. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen ist sicher auch hilfreich. Begleitung ist zur Reha nicht möglich, ich hatte am Tag der Diagnoseeröffnung meinen ersten Arbeitstag in einer neuen Firma, durfte mich aber bis jetzt durchweg um meine Frau kümmern. 600 Km von Potsdam nach Aalen sind auch nicht ohne. Bin gestern Nacht zurückgekommen. hab die Strecke jetzt schon 4x durch. Insulinproduktion ist wohl OK. Ist auch für mich nicht verständlich weil wenn 2/3 der BSD weg sind - wie funktioniert das dann??? Die OP war was ganz besonderes, der Professor Siech aus Aalen hat genau mit uns darüber gesprochen und erklärt wie er den Tumor, der sich schon etwas um so eine dicke Vene oder Ader gelegt hatte, freugeschaufelt hat. Erst mit Schlüssellochtechnologie geschaut was da so abgeht und dann auf und organerhaltend operiert. Das Klinikum dort hat ein Referenzzentrum für diese Bauchspeicheldrüsensachen und operiert weitesgehend minimal und unter Schonung der angrenzenden Organe. Zufällig war am Sonntag, dem Tag zwischen Diagnostik und OP ein Vortrag von zwei Professoren von der Ostalbklinik an der Volkshochschule in Aalen - organisiert durch den AdP e.V. Da ging es genau um den Krebs der BSD und die OP im Schlüssellochverfahren. Toll wie das gemacht wird.

Danke für deine schnelle Antwort und seid tapfer Ihr beiden. Gruß Jürgen
Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Kaba18 »

Hallo zurück, auch bei uns ist das so ein seltener und angeblich weniger aggressiver Tumor. Trotzdem soll mein Mann die Chemo machen, weil er wider Erwarten doch relativ schnell nach der ersten OP einen erneuten Tumor hatte. Wisst ihr zufällig, wie genau deer Tumor deiner Frau heißt???? Waren bei Euch Lymphknoten befallen bzw. Metastasen? Da gibt es so eine Reihe von Buchstaben und Zahlen, die das aussagen (R0 oder 1, pM pN und so weiter, G 1 - 4 oder sowas). Bei uns ist es ein "sehr hellzelliges Adeno-Carcinom" was man eigentlich in der Niere / Prostata findet... weniger als 1% aller Pankreastumore haben diesen Typ. Welcher ist es bei Euch? Alles Gute für Euch.
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
Anneliespdm
Beiträge: 3
Registriert: 21. April 2014, 09:20

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Anneliespdm »

Hallo Kaba,

die schlimmsten Zeiten in den 2 Wochen bisher haben wir mit Spass und Jux überstanden. Damit soll nicht schluss sein. ((((Wisst ihr zufällig, wie genau deer Tumor deiner Frau heißt????)))) Oh wir haben dem Teil keinen Namen gegeben. Nun doch im ernst: Lymphknoten sind auch welche raus - Milz auch. Die Nummern interessieren uns nicht so, wir nehmen den von der Natur geschaffenen Zustand an. Der Professor konnte helfen, nun ist ein neuer Zustand da. Der ist wie er ist. Keine Fragen wie hätte man oder was würde wenn, sondern der Zustand ist da und wird sich auch verändern positiv oder negativ. Und dann gibs auch irgendeine Lösung. Für uns sind die Zahlen und Buchstaben was es nun war oder ist Nebensache. Der Arzt kennt diese und benutzt das um mit einem anderen Arzt zu kommunizieren. Gehts uns besser wenn wir nun statt G3 doch nur oder fürchterlicherweise G2 haben??? ich weiß auch nich was jetzt besser wäre bei den G Zahlen. Meine Frau weniger, aber ich hab sehr viel im Internet rumgesucht und finde zwar die Infos und Fakten sehr hilfreich, aber zu jedem einzelnen kranken Menschen gehört ein ganz persönlicher einzelner Krebs, den gilt es zu killen und über den muss ich nicht per Nachstudium alles wissen. Nur was es ist, wie er sich meldet, was für Sauereien er anrichtet und wie er halt zur Strecke gebracht werden kann. Es keimt eben doch besondere Hoffnung auf, wenn man erfährt, dass ein hellzelliges "besser" wäre als ein anderes. Und dann hofft man und grübelt und dann die Frage warum gerade bei mir und so. Das wollen wir lassen. Ich glaube, das nach der Hilfe vom Professor wieder viel mehr Tage übrig sind und diese wollen wir genießen. Jetzt erst mal mit manchmal wirklich starken Schmerzen und später dann besser und möglicherweise dann wieder wie früher. Daran glauben wir und so werden wir auch leben.

Hat hier jemand Erfahrung in der REHA Graal Müritz ??????

Gruß für Euch und alle anderen
schikki04
Beiträge: 34
Registriert: 22. März 2014, 02:53

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von schikki04 »


hallo Annelies,

sorry, dass ich erst jetzt schreibe, habe euren beitrag erst gerade eben entdeckt.

ich hatte im aug. 2012 eine whipple in hd. danach habe ich eine gemcetabinechemo mit 12 zyklen durchgezogen und danach eine andere nach der ersten anwendung abgebrochen. zur zeit bin ich zum zweiten mal in einer klinik fuer hyperthermie und die behandlung hier tut meinem koerper unheimlich gut. ich denke man kann einen aufenthalt hier auch als reha laufen lassen. der verantwortliche hier aus der verwaltung ist da sehr hilfsbereit und checkt das alles mit der krankenkasse. ich bin in einer bkk die die kosten uebernimmt, was aber leider nicht bei allen kassen so ist.
lest mal meine beitraege dazu wenn ihr lust habt. ich habe schon mehr oder weniger ausfuehrlich darueber geschrieben und beantworte auch gerne noch weitere fragen dazu.

viele gruesse auch an potsdam. seit ich krank bin waren wir schon dreimal in dieser schoenen stadt und haben uns ein klein bisschen in sie verliebt. vielleicht heiraten wir sogar demnaext dort!

viele gruesse aus dem schwabenlaendle und guads naechdle,
Schikki

Kaba18
Beiträge: 180
Registriert: 9. Juli 2012, 08:38

Re: Reha nach der OP - wer kann mir Tip´s geben

Beitrag von Kaba18 »

Hallo Christian, auch wir haben bereits geschrieben und du kennst unsere Geschichte. Ich schließe mich schikki an. Nicht mehr lange rum doktern, lass die op machen. Es wird dir nach der Heilung wahrscheinlich vorkommen wie ein neues Leben. . Mit den evtl kleinen Einschränkungen wirst du gut zurecht kommen! ! Lass uns wissen was geworden ist. Alles Gute für dich!
Liebe Grüße

Kaba

"Zeiten ändern Dich" (Bushido)
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