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Bauchspeicheldrüsenkopftumor
Verfasst: 4. August 2014, 07:49
von Veronica
Hallo liebe Leidensgenossen,
ich hatte vor ein paar Tagen schon einmal meine Geschichte eingestellt, aber leider nur wenig Zuschriften erhalten. Ich versuch es noch einmal. Ich wurde vor 4 Wochen abrupt aus einem aktiven Leben katapultiert, mitten in einem Umzug. Diagnose Bauchspeicheldrüsenkarzinom. Whippleoperation erfolgte mit R1 und dann nach 3 Wochen Entlassung ohne jeglichen Funken Hoffnung auf Überleben. Weder von den Prof., noch von den Ärzten oder Seelsorgern. Selbst der Krankenhauspsychologe meinte nur, ich soll mir noch ein schönes kurzes Restleben machen. Jetzt gehe ich am Mittwoch auf eine Reha und danach soll eine Chemo erfolgen. Mir geht es selbst jetzt zuhause ganz fürchterlich. Ich habe keinerlei Interesse unsere noch nicht halb fertige Wohnung zumindest mental fertig einzurichten. Ich klammere mich wie eine Ertrinkende an meine Familie, die unter dem Druck bald zusammenbricht und ich kann nur noch daran denken, dass ich bald tot bin. Bitte kann mir jemand schreiben, ich bin echt verzweifelt
Grüße Veronica
Re: Bauchspeicheldrüsenkopftumor
Verfasst: 4. August 2014, 15:29
von Sheygetz
Du hast mir eine Email geschrieben, das ich dir schreiben solle, allerdings keinerlei Frage oder Thema angegeben. Auch in deinen beiden Threads hier, gibt es nur generalisierte Bitten um Antwort, ja Hilferufe möchte man sagen. Aber was soll man dir als Wildfremder in einem Forum schreiben ohne konkrete Fragestellung?
Mit einem Thema "Bauchspeicheldrüsentumor" kannst du in einem Forum, wo es eh nur um BSDK geht, nicht wirklich Aufmerksamkeit erregen, dito mit "Zuhörer gesucht". Formuliere ein konkretes Thema, dann wirst du auch mehr Resonanz erhalten. Aber: Du möchtest, daß dir jmd, der dich und deine ganze Krankengeschichte überhaupt nicht kennt, dir "ein kleines bisschen Hoffnung" macht. Sorry, aber wie fundiert könnte das denn sein? Wenn du operiert wurdest und der Befund der Pathologie vorliegt, gibt es nicht mehr wirklich viel Spielraum für "Irrtümer" oder so. Und Wunderheilungsgeschichten ... ?
Du bist in einer schrecklichen Situation. Du hast aber offenbar eine Familie, die dir helfen kann (und du solltest evt. weniger darüber nachdenken, wie du sie weiter "bemutterst" (Vater, Enkel, Wohnung einrichten). Du kannst Psychoonkologen aufsuchen--wenn der im KH dir nicht liegt, sag es ihm und er soll dir einen niedergelassenen Kollegen vermitteln. In dir geht es offenbar ziemlich drunter & drüber, du brauchst jmd. der dir sortieren hilft.
Denk nach vorn, proaktiv: Du brauchst eine dir verständliche, nachvollziehbare, detaillierte Einschätzung deiner Situation. Nur dann kannst du selber entscheiden. Wenn du sterben mußt, wie willst du sterben bzw. vorher noch leben? Willst du vorher alle möglichen Therapien über dich ergehen lassen, mit der evt. "Erfolgs"chance, ein paar Monate länger "durchzuhalten"? Vielleicht ist es ja auch ganz reizvoll, sich noch einmal in der Einrichtung des Hauses zu "verwirklichen". Hast du die optimale medizinische Betreuung? Du schreibst überhaupt nicht, wo du in Behandlung warst und welche Überlegungen du daran vorher verwendet hast. BSDK ist schon recht speziell und selten; ich kriege immer zuviel, wenn ich von Leuten höre, die sich halt im lokalen Kreis-KH unters Messer gelegt haben. Das würde ich niemals tun, aber die sagen dann, ich wollte, dass die Familie es nicht so weit hat, mich zu besuchen. So ist, wie wir im Rheinland sagen, halt jeder Jeck anders.
Ich selber bin hier nur in einem Thema aktiv geworden--da ging es aber um ein quasi politisches Thema, nämlich aus dem eigenen Frust heraus die Ärzte und die Medizin in Bausch und Bogen zu verdammen. In einem anderen Forum--Krebs-Kompass--hatte ich öfter geschrieben. Aber auch dort überwiegen "gefühlige" Themen, die nicht die meinen sind. Sachinformationen, Interpretationshilfe für Befunde u. ä., deswegen habe ich diese Foren aufgesucht, gibt es eher wenig. Für Seelsorge und Lebenshilfe ist das m. E. nicht der richtige Ort. Mir gingen die ständigen "Ich drück dich" Beiträge jedenfalls gehörig auf den Zeiger, wenn ich ehrlich bin.
Hendrik
Re: Bauchspeicheldrüsenkopftumor
Verfasst: 4. August 2014, 16:06
von Anne.OE
hallo Veronica;
du hast mir eine e-mail geschickt mit der bitte, mich bei dir zu melden.
Das mache ich natürlich gern in der hoffnung, dir irgendwie helfen zu können.
Bitte stelle mir so viele fragen wie du möchtest, ich versuche dann aus meiner sicht und aus meiner erfahrung (was die OP und das leben danach betrifft), zu antworten.
Bis dahin.... lieben gruß
Anne.OE