Vernichtende Schmerzattacken 1x jährl - chron. Pankreatitis?
Verfasst: 26. November 2014, 20:29
Hallo liebe Forenmitglieder,
ich habe mich hier registriert, weil ich verzweifelt bin und auf ein wenig Klarheit mit eurer Hilfe hoffe. Ich bin 50 Jahre alt, 160 cm, 62 kg.
Seit ca. 2009 - etwa einmal pro Jahr, überfallen mich absolut vernichtende Schmerzattacken im Bauchraum. Aber wirklich nur einmal pro Jahr, danach ist wieder alles gut. Zuletzt waren die Attacken:
April 2012
Februar 2013
Juni 2014
Ich habe währenddessen keine Übelkeit, kein Erbrechen, keinen Durchfall. Ich könnte vom Magen-Darm her essen, habe sogar während der Attacke nach den vielen Stunden so eine Art Hungergefühl, da die Schmerzen sehr anstrengend sind. Wegen der starken Schmerzen ist aber an Essen natürlich nicht wirklich zu denken.
Keine Schmerzen in Rücken oder Schultern, keine Schmerzwellen, keine Koliken.
Einen Zusammenhang mit Essen kann ich nicht herstellen.
Seit Frühjahr 2011 ernähre ich mich komplett vegan, also kann´s auch keine Lactoseintoleranz sein. Ein Jahr kompletter Verzicht auf Kaffee hat nichts geholfen, seit dem trinke ich wieder ein, zwei Tassen am Tag.
Beschreibung Schmerz:
Die Schmerzen nehmen erst ganz langsam über 6 – 8 Stunden zu, zunächst eher in Oberbauch und Magengegend.
Die stärksten Schmerzen dauern dann 24 – 48 Stunden und betreffen den ganzen Bauchraum, vor allem eher mittig und rechts unten, schwer zu sagen.
Kompletter Bauchraum verkrampft, schlimmste Schmerzen, nicht in Wellen, keine Koliken, sondern ganz konstant zunehmend, auch brennend.
Folgende Schmerzmittel – auch gleichzeitig eingenommen - brachten mir keinerlei Erleichterung:
800 mg Ibuprofen, 2 x 10 mg/500 mg Buscopan Dragees, 1 Buscopan Zäpfchen, 30 Tropfen Novaminsulfon 500 oder Novaminsulfon gespritzt durch Arzt.
Besonders schlimm ist es dann in Rückenlage.
Die letzten ca. 12 Stunden kann ich nur noch seitlich sitzen, knien oder vornüber gebeugt sein. Manchmal kann ich dann auch auf dem harten Boden auf dem Rücken liegen.
Schlafen ist vor Schmerzen nicht möglich. Jede Drehung des Körpers bringt ein paar Sekunden Erleichterung vom unerträglichen Schmerz.
Wenn die schlimmste Schmerzattacke nach 12 – 36 Stunden abnimmt, konzentriert sich der Schmerz zunehmend auf ein kleineres Areal im rechten Unterbauch, ziemlich weit außen.
Rechtes Bein anheben tut weh, Druck auch; dies zwei, drei Tage lang, gleicht einem Muskelkater.
Untersuchungen:
Mein Hausarzt hatte mich während der akuten Attacke 2013 mit Verdacht auf Blinddarm ins KH überwiesen, keine Entzündung, nichts gefunden, Diagnose Ausschluss Appendizitis .
15.06.2012 Magenspiegelung ohne Befund.
2014 Darmspiegelung, Blasenspiegelung, gyn. Untersuchung, Fruktosetoleranztest, Lungenfunktionstest, umfangreiche Blutuntersuchungen ohne Befund. Keinerlei Unverträglichkeiten oder Allergien festgestellt usw.
Ultraschalluntersuchungen durch verschiedene Ärzte ergaben keinen Hinweis z. B. auf Gallensteine oder Nierensteine.
Die Schmerzattacke 2014 war zum ersten Mal von etwas erhöhter Temperatur 38°C begleitet.
Nach etwa drei Tagen bin ich jeweils vollkommen davon erholt, nur noch etwas Reißen in der Bauchmuskulatur bei bestimmten Bewegungen. Danach ist der Spuk vorbei und ich habe keine nennenswerten Probleme in Bauch, Magen oder Darm. Bis zur nächsten Attacke.
In den letzten Monaten kommt jetzt aber scheinbar doch eine Unverträglich oder Ähnliches hinzu bei gewissen Lebensmitteln. Jetzt bemerke ich, dass es mir viel besser geht, wenn ich Weizenprodukte, also auch Brot und Nudeln, seit etwa drei Monaten weg lasse. Dafür vertrage ich Kartoffeln, Amaranth, Hirse und Quinoa ausgezeichnet. Aber deshalb schreiben ich eigentlich nicht hier, damit kann ich sehr gut leben.
Ich ernähre mich gesund, viel Obst und Gemüse, selten Süßigkeiten, dann Edelbitterschoki, da vegan, und trinke auch sehr wenig Alkohol, nur mal bei Festen ein, zwei Gläser Wein oder Sekt, ein paar Mal im Jahr, ansonsten gar nicht.
Stuhlgang habe ich regelmäßig einmal täglich am Morgen, die Konsistenz ist breiig, nicht geformt, nicht flüssig, normal riechend. Ich selbst empfinde es nicht als Durchfall, sondern völlig normal.
Familienanamnese:
Vater: Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bruder des Großvaters väterlicherseits: Leberkrebs
Schwester der Großmutter mütterlicherseits: Leberkrebs
Als nächste Untersuchung steht nun ein MRCP zur Abklärung chronische Pankreatitis, Pankreas divisum, Gallenwegsanomalie an. Angenommen wird eine mittelschwere Pankreasinsuffizienz aufgrund irgendeines Blutwertes, ich weiß nicht mehr, welcher. Dieser könne aber wegen des breiigen Stuhls auch verfälscht sein, meinte der Arzt. Ich fühle mich aber überhaupt nicht krank, ganz im Gegenteil.
Ich habe leider erst für Mitte Januar 2015 einen MRCP-Termin bekommen!!!
Jetzt mache ich mich wahnsinnig verrückt, ob es sich hier wirklich um eine chronische Pankreatitis handeln könnte?! Und muss nun Weihnachten und Silvester mit der Ungewissheit verbringen.
Bitte, kann mir vielleicht jemand sagen, ob sich meine beschriebenen Beschwerden, die nur einmal jährlich kommen, nach einer Pankreatitis anhören?
Vielen lieben Dank an den Menschen, der mir antwortet!
ich habe mich hier registriert, weil ich verzweifelt bin und auf ein wenig Klarheit mit eurer Hilfe hoffe. Ich bin 50 Jahre alt, 160 cm, 62 kg.
Seit ca. 2009 - etwa einmal pro Jahr, überfallen mich absolut vernichtende Schmerzattacken im Bauchraum. Aber wirklich nur einmal pro Jahr, danach ist wieder alles gut. Zuletzt waren die Attacken:
April 2012
Februar 2013
Juni 2014
Ich habe währenddessen keine Übelkeit, kein Erbrechen, keinen Durchfall. Ich könnte vom Magen-Darm her essen, habe sogar während der Attacke nach den vielen Stunden so eine Art Hungergefühl, da die Schmerzen sehr anstrengend sind. Wegen der starken Schmerzen ist aber an Essen natürlich nicht wirklich zu denken.
Keine Schmerzen in Rücken oder Schultern, keine Schmerzwellen, keine Koliken.
Einen Zusammenhang mit Essen kann ich nicht herstellen.
Seit Frühjahr 2011 ernähre ich mich komplett vegan, also kann´s auch keine Lactoseintoleranz sein. Ein Jahr kompletter Verzicht auf Kaffee hat nichts geholfen, seit dem trinke ich wieder ein, zwei Tassen am Tag.
Beschreibung Schmerz:
Die Schmerzen nehmen erst ganz langsam über 6 – 8 Stunden zu, zunächst eher in Oberbauch und Magengegend.
Die stärksten Schmerzen dauern dann 24 – 48 Stunden und betreffen den ganzen Bauchraum, vor allem eher mittig und rechts unten, schwer zu sagen.
Kompletter Bauchraum verkrampft, schlimmste Schmerzen, nicht in Wellen, keine Koliken, sondern ganz konstant zunehmend, auch brennend.
Folgende Schmerzmittel – auch gleichzeitig eingenommen - brachten mir keinerlei Erleichterung:
800 mg Ibuprofen, 2 x 10 mg/500 mg Buscopan Dragees, 1 Buscopan Zäpfchen, 30 Tropfen Novaminsulfon 500 oder Novaminsulfon gespritzt durch Arzt.
Besonders schlimm ist es dann in Rückenlage.
Die letzten ca. 12 Stunden kann ich nur noch seitlich sitzen, knien oder vornüber gebeugt sein. Manchmal kann ich dann auch auf dem harten Boden auf dem Rücken liegen.
Schlafen ist vor Schmerzen nicht möglich. Jede Drehung des Körpers bringt ein paar Sekunden Erleichterung vom unerträglichen Schmerz.
Wenn die schlimmste Schmerzattacke nach 12 – 36 Stunden abnimmt, konzentriert sich der Schmerz zunehmend auf ein kleineres Areal im rechten Unterbauch, ziemlich weit außen.
Rechtes Bein anheben tut weh, Druck auch; dies zwei, drei Tage lang, gleicht einem Muskelkater.
Untersuchungen:
Mein Hausarzt hatte mich während der akuten Attacke 2013 mit Verdacht auf Blinddarm ins KH überwiesen, keine Entzündung, nichts gefunden, Diagnose Ausschluss Appendizitis .
15.06.2012 Magenspiegelung ohne Befund.
2014 Darmspiegelung, Blasenspiegelung, gyn. Untersuchung, Fruktosetoleranztest, Lungenfunktionstest, umfangreiche Blutuntersuchungen ohne Befund. Keinerlei Unverträglichkeiten oder Allergien festgestellt usw.
Ultraschalluntersuchungen durch verschiedene Ärzte ergaben keinen Hinweis z. B. auf Gallensteine oder Nierensteine.
Die Schmerzattacke 2014 war zum ersten Mal von etwas erhöhter Temperatur 38°C begleitet.
Nach etwa drei Tagen bin ich jeweils vollkommen davon erholt, nur noch etwas Reißen in der Bauchmuskulatur bei bestimmten Bewegungen. Danach ist der Spuk vorbei und ich habe keine nennenswerten Probleme in Bauch, Magen oder Darm. Bis zur nächsten Attacke.
In den letzten Monaten kommt jetzt aber scheinbar doch eine Unverträglich oder Ähnliches hinzu bei gewissen Lebensmitteln. Jetzt bemerke ich, dass es mir viel besser geht, wenn ich Weizenprodukte, also auch Brot und Nudeln, seit etwa drei Monaten weg lasse. Dafür vertrage ich Kartoffeln, Amaranth, Hirse und Quinoa ausgezeichnet. Aber deshalb schreiben ich eigentlich nicht hier, damit kann ich sehr gut leben.
Ich ernähre mich gesund, viel Obst und Gemüse, selten Süßigkeiten, dann Edelbitterschoki, da vegan, und trinke auch sehr wenig Alkohol, nur mal bei Festen ein, zwei Gläser Wein oder Sekt, ein paar Mal im Jahr, ansonsten gar nicht.
Stuhlgang habe ich regelmäßig einmal täglich am Morgen, die Konsistenz ist breiig, nicht geformt, nicht flüssig, normal riechend. Ich selbst empfinde es nicht als Durchfall, sondern völlig normal.
Familienanamnese:
Vater: Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bruder des Großvaters väterlicherseits: Leberkrebs
Schwester der Großmutter mütterlicherseits: Leberkrebs
Als nächste Untersuchung steht nun ein MRCP zur Abklärung chronische Pankreatitis, Pankreas divisum, Gallenwegsanomalie an. Angenommen wird eine mittelschwere Pankreasinsuffizienz aufgrund irgendeines Blutwertes, ich weiß nicht mehr, welcher. Dieser könne aber wegen des breiigen Stuhls auch verfälscht sein, meinte der Arzt. Ich fühle mich aber überhaupt nicht krank, ganz im Gegenteil.
Ich habe leider erst für Mitte Januar 2015 einen MRCP-Termin bekommen!!!
Jetzt mache ich mich wahnsinnig verrückt, ob es sich hier wirklich um eine chronische Pankreatitis handeln könnte?! Und muss nun Weihnachten und Silvester mit der Ungewissheit verbringen.
Bitte, kann mir vielleicht jemand sagen, ob sich meine beschriebenen Beschwerden, die nur einmal jährlich kommen, nach einer Pankreatitis anhören?
Vielen lieben Dank an den Menschen, der mir antwortet!