v.a. exokrine Pankreasinsuffizienz...weitere Diagnostik ?
Verfasst: 22. Februar 2015, 15:54
Tag zusammen,
als Neuling die Minimal-Kurzvorstellung: Chris, 40 Jahre und seit kurzem Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz.
Ich denke, es macht Sinn, im folgenden erstmal meine "Leidensgeschichte" zu schildern und danach meine Fragen loszuwerden...wen die Langversion nicht interessiert, bitte einfach runterscrollen:
Ich hatte seit längerem mit Durchfällen und Blähungen zu kämpfen sowie einhergehender Gewichtsabnahme.
Ich habe das (wider besseren Wissens) lange ignoriert und auf meine ungesunde Lebensweise, an der ich damals aber noch nichts ändern wollte, geschoben: Morgens nur Kaffee, mittags eine 5-Minuten-Terrine+trockenes Brötchen, abends dann eine richtige Mahlzeit und (leider) über einen längeren Zeitraum 1-1,5 Liter Bier jeden Abend und spät ins Bett (~5 Stunden Schlaf).
Dass das so nicht gesund ist und anhaltende Durchfälle auf Dauer auch nicht....war mir im Unterbewusstsein wohl schon klar, aber ich habe halt die Augen vor verschlossen, um an meinen "liebgewonnen Lebensgewohnheiten" nichts ändern zu müssen.
Nachdem mich dann Ende letzten Jahres eine Bekannte, die ich länger nicht gesehen habe, mit einer eher erschrockenen als anerkennden "Du bist aber dünn geworden" begrüßte, war das irgendwie der Wachrüttler, den ich brauchte, um mir einzugestehen: Ich muss an meinem Leben was ändern und vor allem mal zum Arzt.
Ergo Hausarzt + Überweisung zum Gastroenterologen: Blutbild war bis auf leichten Kalium-Mangel gut, 2x Sono und Koloskopie ohne Befund, Laktose-/Fructosetest sowie Gastroskopie steht noch aus. Die erste Stuhlprobe wies Elastase von 148 auf, allerdings hatte ich die schlauerweise direkt in den Tagen nach der Kolo abgegeben, als sich die Verdauung noch nicht normalisiert hatte; einen zweiten Probenbeutel hole mich mir die Tage ab.
Ansonsten habe ich meine Lebensgewohnheiten dann doch mal geändert: Morgens Müsli, Mittags ein richtiges Essen, abends dafür nicht mehr so viel, Alkohol in der Woche auf 0, ab und an am Wochendende noch 2-3 Bier und 7-8 Stunden Schlaf.
Damit gehts mir schon sehr viel besser: Keine Durchfälle mehr, Stuhlgang alle 1-3 Tage und meist fest, evtl. noch etwas "zerfasert" , lediglich Blähungen sind noch mehr als vielleicht "normal" wäre. Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder vermehrte Beschwerden nach z. B. fettreichem Essen hatte und habe ich nicht.
Ich habe mich hier nun schon etwas eingelesen...sehe ich das richtig, dass man sowieso 2-3 Stuhlproben abgeben sollte und wenn die zu "Durchfallzeiten" genommen wurde, der Elastasewert eh erniedrigt ist ?
Und, falls sich die niedrigen Werte bestätigen sollten, sollte bzw. kann noch weitere Diagnostik Sinn machen ? Ich habe im Moment beim Gastroenterologen den Eindruck, als ob für ihn dann Alkoholmißbrauch als Auslöser (womit er ja recht hätte, keine Frage) sowie Diagnose passt zu Symptomen ausreichend wäre.
Noch habe ich ja die leise Hoffnung, dass meine fast vollkommene Beschwerdefreiheit nach Lebensumstellung dafür spricht, dass die BSD durch das ständige Bombardement mit Alkohol nur "chronisch akut gestresst" war (wenn man das so sagen kann) und keine dauerhaften (selbstverschuldeten...) Schäden davongetragen hat.
Gruss und Danke fürs Lesen,
Chris.
als Neuling die Minimal-Kurzvorstellung: Chris, 40 Jahre und seit kurzem Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz.
Ich denke, es macht Sinn, im folgenden erstmal meine "Leidensgeschichte" zu schildern und danach meine Fragen loszuwerden...wen die Langversion nicht interessiert, bitte einfach runterscrollen:
Ich hatte seit längerem mit Durchfällen und Blähungen zu kämpfen sowie einhergehender Gewichtsabnahme.
Ich habe das (wider besseren Wissens) lange ignoriert und auf meine ungesunde Lebensweise, an der ich damals aber noch nichts ändern wollte, geschoben: Morgens nur Kaffee, mittags eine 5-Minuten-Terrine+trockenes Brötchen, abends dann eine richtige Mahlzeit und (leider) über einen längeren Zeitraum 1-1,5 Liter Bier jeden Abend und spät ins Bett (~5 Stunden Schlaf).
Dass das so nicht gesund ist und anhaltende Durchfälle auf Dauer auch nicht....war mir im Unterbewusstsein wohl schon klar, aber ich habe halt die Augen vor verschlossen, um an meinen "liebgewonnen Lebensgewohnheiten" nichts ändern zu müssen.
Nachdem mich dann Ende letzten Jahres eine Bekannte, die ich länger nicht gesehen habe, mit einer eher erschrockenen als anerkennden "Du bist aber dünn geworden" begrüßte, war das irgendwie der Wachrüttler, den ich brauchte, um mir einzugestehen: Ich muss an meinem Leben was ändern und vor allem mal zum Arzt.
Ergo Hausarzt + Überweisung zum Gastroenterologen: Blutbild war bis auf leichten Kalium-Mangel gut, 2x Sono und Koloskopie ohne Befund, Laktose-/Fructosetest sowie Gastroskopie steht noch aus. Die erste Stuhlprobe wies Elastase von 148 auf, allerdings hatte ich die schlauerweise direkt in den Tagen nach der Kolo abgegeben, als sich die Verdauung noch nicht normalisiert hatte; einen zweiten Probenbeutel hole mich mir die Tage ab.
Ansonsten habe ich meine Lebensgewohnheiten dann doch mal geändert: Morgens Müsli, Mittags ein richtiges Essen, abends dafür nicht mehr so viel, Alkohol in der Woche auf 0, ab und an am Wochendende noch 2-3 Bier und 7-8 Stunden Schlaf.
Damit gehts mir schon sehr viel besser: Keine Durchfälle mehr, Stuhlgang alle 1-3 Tage und meist fest, evtl. noch etwas "zerfasert" , lediglich Blähungen sind noch mehr als vielleicht "normal" wäre. Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder vermehrte Beschwerden nach z. B. fettreichem Essen hatte und habe ich nicht.
Ich habe mich hier nun schon etwas eingelesen...sehe ich das richtig, dass man sowieso 2-3 Stuhlproben abgeben sollte und wenn die zu "Durchfallzeiten" genommen wurde, der Elastasewert eh erniedrigt ist ?
Und, falls sich die niedrigen Werte bestätigen sollten, sollte bzw. kann noch weitere Diagnostik Sinn machen ? Ich habe im Moment beim Gastroenterologen den Eindruck, als ob für ihn dann Alkoholmißbrauch als Auslöser (womit er ja recht hätte, keine Frage) sowie Diagnose passt zu Symptomen ausreichend wäre.
Noch habe ich ja die leise Hoffnung, dass meine fast vollkommene Beschwerdefreiheit nach Lebensumstellung dafür spricht, dass die BSD durch das ständige Bombardement mit Alkohol nur "chronisch akut gestresst" war (wenn man das so sagen kann) und keine dauerhaften (selbstverschuldeten...) Schäden davongetragen hat.
Gruss und Danke fürs Lesen,
Chris.
