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Diagnose Autoimunpankreatitis,MorbusChron und jetzt Rheuma

Verfasst: 3. März 2015, 10:38
von Eckert
Hallo alle Zusammen

Ich war im Februar 2013 schon mal öfter in diesem Forum mit meinen Problemen.
Hatte diese auch gut hinter mich gelassen mit , nach Cortison, Mesalazin, Pantoprazol und Kreon alles im Griff. :zw:
Jetzt gut zwei Jahre später, mit jetzt 53 Jahren, bekam ich nach einer starken Erkältung plötzlich einen Rheumaschub, so etwas hatte ich bislang noch nicht. :(
Mein Hausarzt schickte mich auch sofort wegen der starken Schmerzen und angeschwollenen Hände zum Rheumatologen.
Dieser bestätigte die Meinung meines Hausarztes und machte einige kleinere Untersuchungen unter anderem Blut und Urin, die Ergebnisse stehen noch aus.
Er vermutet aber das das Ganze durch meine Autoimunerkrankung ausgelöst wurde.
Die äusseren Anzeichen waren, plötzlich dick geschwollenen steife Finger und Hände, schmerzen in der Schulter und in den Füssen.
Heute muss ich noch zum Lungenfacharzt, er soll ausschließen, das meine Sarkoidose eventuell die Ursache ist.

Jetzt meine Fragen :?: :?: :?:
Hat jemand von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Was waren die Diagnosen ?
Womit habt ihr das in den Griff bekommen ?

über eine Antwort würde ich mich freuen
Gruss Uwe Eckert

Re: Diagnose Autoimunpankreatitis,MorbusChron und jetzt Rheu

Verfasst: 4. März 2015, 21:22
von Manu1966
Lieber Uwe,

was Rheuma anbetrifft, kann ich Dir von meinen eigenen Erfahrungen berichten - hier im Forum bin ich wegen meines Mannes, der mit bewundernswerter Tapferkeit ums Überleben kämpft - Pankreaskarzinom....

Du kannst Dich ziemlich "glücklich" schätzen, dass Dein Hausarzt sofort die richtige Vermutung hatte - bei mir hat es Monate gedauert (wir haben seither auch einen anderen Hausarzt, zum Glück), und x-Ärztebesuche erfordert, bis ich schließlich über ein Internet-Ärzteportal !!! den entscheidenden Tip bekam, einen Rheumatologen aufzusuchen. Nach den üblichen Blutuntersuchungen, die Du jetzt auch durchläufst, ging alles ruck-zuck und mir ging es schlagartig besser. Und das, nachdem ich monatelang kaum mehr in die Schuhe kam (bei mir ging das im Winter los, ich musste also meine Füße in Stiefel quetschen, was mir aufgrund der Schmerzen in den Zehen die Tränen in die Augen getrieben hat), ich konnte kaum mehr laufen und war auch immer wieder arbeitsunfähig, weil meine Finger derart geschwollen waren, dass ich weder tippen noch einen Kugelschreiber halten konnte. Die Schmerzen in der linken Schulter waren zeitweise so heftig, dass ich nächtelang kein Auge zubekam.

Meine Medikation - die wird mit der Zeit ganz individuell eingestellt - ist 5 mg Prednisolon (=Cortison) täglich und 2x wöchentlich Metex. Das mache ich jetzt seit 5 Jahren und mir geht es gut damit. Schübe habe ich nur noch, wenn mehrere Tage hintereinander feuchtes, kaltes Klima herrscht, aber selbst die halten sich in Grenzen und sind im Allgemeinen ohne Schmerzmittel auszuhalten. Ich bin zwar nicht mehr so belastbar - stundenlange Wanderungen wie früher sind nicht mehr drin - aber die Lebensqualität ist auf alle Fälle wieder da. In den Sommermonaten bin ich praktisch völlig beschwerdefrei.

Was man allerdings immer wieder zu spüren kriegt, ist unser defektes Immunsystem. Wenn ein Virus grassiert, kriegt Du es mit 99 %er Wahrscheinlichkeit ab. Was ganz gut hilft - heuer habe ich "geschlampt", weil die Sorgen um meinen Mann einfach größer sind, ich bekam auch schon unmittelbar zweimal hintereinander die Quittung - ist hochdosiertes Zink. Hol Dir diese Kapseln in der Apotheke (nicht das Pseudo-Zeug aus der Drogerie, das hilft nicht), die unterstützen das Immunsystem wirklich sehr gut. Und probiere, zum Frühstück was Warmes zu essen - den Tip hab ich von meinem Rheumatologen und ich habe den Eindruck, das hilft. Ich mache mir in der Früh einen Haferbrei (ja, ich hab auch die Nase gerümpft), der schmeckt mit Zimt und Zucker und frischem Obst oder Apfelmus aber richtig gut, geht schnell, macht satt, und gesund ist das Zeug auch noch.

Ich wünsche Dir alles Gute und gute Besserung!