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Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 29. März 2015, 22:23
von Leaaa
Hallo Ihr Lieben,

ich wende mich an Euch, weil ich gerade mit den Nerven am Ende bin. Ich bin 31 und weiblich. Ich habe seit Jahren unspezifische Magen-Darmprobleme, habe zwei Magenspiegelungen ohne Befund hinter mir und die Blutwerte waren auch immer ok. Da ich fettiges Essen schlecht vertrage, hat meine Ärztin im Juli 14 den Elastasewert im Stuhl testen lassen: Alles ok. Auch Amylase und Elastase im Blut waren unauffällig. Die Beschwerden kommen phasenweise: Oberbauchschmerzen und Druck, Übelkeit nach dem Essen, sehr aufgeblähter Bauch und Stuhlunregelmäßigkeiten. Seit August 14 ist mein Stuhl immer hell, schmierig und enthält Unverdautes. Nach einer längeren beschwerdefreien Phase, habe ich nun wieder starke Schmerzen, auch im Rücken. Ich war schon so oft beim Arzt deswegen und immer werde ich nach Hause geschickt mit der Diagnose Reizdarm und Reizmagen. Und "der Stuhl verändert sich nun mal im Laufe des Lebens". Alle halten mich für einen Hypochonder und in letzter Zeit wollte ich das auch selbst nur zu gern glauben. Aber ich weiß tief in mir, dass etwas nicht stimmt und durch die momentanen, starken Schmerzen bin ich sehr beunruhigt und depressiv.

Meine Frage an Euch: kann es sein, dass es sich um eine chronische pankreatitis handelt, obwohl die Laborwerte etwas anderes sagen? Ich heirate in einem Monat und danach machen wir eine Fernreise. Wenn ich morgen zum Arzt gehe und auf ein mrt oder ct bestehe, warte ich doch bestimmt 3 monate auf einen termin... ich kann mich grad gar nicht auf meine hochzeit freuen, weil ich so angst hab. Hätten die Werte nicht schon im Juli schlecht sein müssen, wenn es wirklich an der bsd läge?

Danke fürs "Zuhören" und ich würde mich über eine Antwort freuen! VG Lea

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 29. März 2015, 23:08
von Superwischmop
Hallo Lea :hallo:

Willkommen im Forum.

Ich gehe nicht davon aus das wenn du Schmerzen hast du so lange auf ein Ct wartest, also ran und bestehe drauf.

Gruß Susi

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 30. März 2015, 22:50
von Allende
Deine Symptome sprechen schon ein wenig für deine Befürchtungen und diese Reizdarm Geschichten sind Mega furchtbar. Kleiner Tipp- ... KH - Notaufnahme , Beschwerdebild vortragen und noch dazu sagen, dass sich der Schmerz gürtelförmig über die unteren Rippen in den Rücken zieht und du vor Schmerz auf die Knie gehst!!..... dann ist Attacke!!! Dann gibt es sofort CT, EndoSono und Blutbild mit Tumormarkern :zw:

Alles Gute für die Hochzeit!!

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 31. März 2015, 20:49
von Leaaa
:hallo:

Vielen Dank für die vielen Antworten! Auch die PNs, ich kann leider noch keine schreiben.

Ich war gestern bei meiner Ärztin. Sie ist der Meinung, dass meine Beschwerden einzig und allein durch die Blähungen verursacht werden. Ich habe zu ihr gesagt, dass ich Blähungsschmerzen kenne und die aktuellen anders sind, aber sie bleibt, auch nach dreimaligen Erklärungsversuchen meinerseits bei ihrer Meinung, dass das nur durch den Reizdarm kommt. Auch die Rückenschmerzen. "Im Sono war ja auch alles ok, vielleicht ein Gallengangsstein, der im Ultraschall nicht erkennbar war." Ich HOFFE es, aber glaube es nicht. Der müsste ja dann schon ziemlich lange da festhängen...

Mit Biegen und Brechen habe ich es geschafft, eine Überweisung fürs MRT zu kriegen, aber natürlich ohne Priorität, d.h. ich muss gucken wann ich den kriege. Habe heute den halben Tag rumtelefoniert und der früheste ist Anfang Juni... ich würde schon gern vor meiner Hochzeit Gewissheit haben... natürlich habe ich auch große Angst vor einer schlimmen Diagnose. Aber vielleicht ist es doch nicht so schlimm und ich kann aufatmen und ohne schlechtes Gewissen mit einem Glas Sekt auf meiner Hochzeit anstoßen? Ich glaube ich befolge deinen Tipp Allende, und gehe morgen in die Notaufnahme. Ich hoffe, dass die dann auch wirklich alles testen :denk:

Ihr seid echt toll, danke für die viele Tipps und alles Gute für Euch!

Liebe Grüße, Lea

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 2. April 2015, 12:49
von Leaaa
Huhu nochmal :zw:

Ich habe noch ein paar Fragen:

Ist es richtig, dass es erst zu einer Veränderung des Stuhlgangs kommt, wenn nur noch 10% des exokrinen Teils der BSD funktionsfähig sind? Das habe ich im Internet gelesen. D.h., wenn meine Verdauungsprobleme darauf zurückzuführen sind, laufe ich schon jahrelang mit der Entzündung (oder Ähnlichem) rum? Und gibt es eigentlich auch sowas wie eine BSD-Reizung, die wieder verheilt oder sind Beschwerden der BSD immer gleich eine Entzündung, die für immer Folgen haben wird?

Ich werde heute Abend in die Notaufnahme gehen und hoffe, dass die aussagekräftige Tests machen, die mir Gewissheit verschaffen können. Am 23.04. habe ich dann auch mein MRT. Ich habe hier leider oft gelesen, dass Entzündungen und Tumore bei mehreren Untersuchungen übersehen wurden, warum passiert das so oft? Oder kommt es mir nur oft vor, weil hier im Forum natürlich öfter davon berichtet wird? Vielleicht nerve ich Euch auch mit meinen doofen Fragen, wenn ja tut es mir Leid, schließlich sind hier ja auch viele, die WIRKLICH krank sind, bei mir gibt es ja bisher zum Glück nur den Verdacht.

Ich habe einfach solche Angst und hoffe wirklich, dass ich mich selbst irgendwie reingesteigert habe und im Endeffekt alles gut ist. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel gefeiert und geraucht und auch nicht wenig, deshalb würde es schon irgendwie passen :( Ich wusste nicht, was ich meinem Körper damit antun kann. Seitdem ich von den BSD-Krankheiten gelesen habe, habe ich natürlich keine Zigarette und auch keinen Alkohol mehr angerührt. Das Nichtrauchen fällt mir schwer, aber das ziehe ich durch. Will ja sowieso bald nach der Hochzeit schwanger werden und wollte eh aufhören.

So nun ist aber gut. Ich wünsche Euch allen frohe und beschwerdefreie Ostern :daumenh:
Liebe Grüße, Lea

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 2. April 2015, 17:04
von Superwischmop
Hallo Lea

Also das mit den 10% denke ich nicht. Ich habe nur noch den Pankreaskopf und ohne Kreon geht gar nichts(Elastase von 178). Habe eigentlich immer Fettstühle aber nur noch selten Durchfall.

Zu den Reizungen kann ich dir nichts sagen. Meine Ursache für die "reizungen " war die unentdeckte Zyste. Wobei mir auch noch über Monate morgens immer Schlecht war.

Gut wenn du ins KH gehst und tritt denen ordentlich aufvde Füße. :daumenh:

Gruß Susi

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 2. April 2015, 17:20
von Weserberglaender
Leaaa hat geschrieben:... Und gibt es eigentlich auch sowas wie eine BSD-Reizung, die wieder verheilt oder sind Beschwerden der BSD immer gleich eine Entzündung, die für immer Folgen haben wird? ...
Eine akute BSD-Entzündung/Reizung kann, muss aber nicht chronisch werden.
Leaaa hat geschrieben:... Vielleicht nerve ich Euch auch mit meinen doofen Fragen, wenn ja tut es mir Leid, schließlich sind hier ja auch viele, die WIRKLICH krank sind, bei mir gibt es ja bisher zum Glück nur den Verdacht....
Nein Du nervst nicht, für Fragen ist das Forum ja schließlich da. Und doofe Fragen gibt es auch nicht, nur doofe Antworten ;)
Leaaa hat geschrieben: ... Ich habe in den letzten Jahren sehr viel gefeiert und geraucht und auch nicht wenig, deshalb würde es schon irgendwie passen :( Ich wusste nicht, was ich meinem Körper damit antun kann...
Hinterher ist man immer klüger, ging mir leider genauso. Naja, wir sind ja zumindest nicht mit dem Vorsatz "heute ruiniere ich meine BSD" an die Sache ran gegangen :roll: Ich denke, da spielt auch Veranlagung eine große Rolle.

LG Bernd

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 2. April 2015, 18:26
von hugolein
Hallo Lea,
sorry - falsch abgeschickt
Geht als PN an Dich nochmal

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 9. April 2015, 14:53
von Leaaa
Hey :hallo:

So mal ein kleiner Zwischenbericht an alle Interessierten:
Ich war letzte Woche Donnerstag ja in der Notaufnahme. Es wurde zuerst Blut abgenommen, ein EKG und ein Ultraschall gemacht, Pipi und Stuhl untersucht... das war vielleicht unangenehm :oops: Wobei der Arzt sich nur die Farbe des Stuhls angesehen hatte, welche "ganz normal" sei. Das verwundert mich zwar, da ich diese Ocker-/Lehmfarbe bis vor einem halben Jahr noch nicht kannte, aber es ist ja auch die Konsistenz und die weiteren Symptome, die mich verunsichern.
Es wurde natürlich nichts gefunden. Da ich mich aber nicht wieder so einfach abspeisen lassen wollte, fragte ich nach, ob nicht noch weitere Untersuchungen gemacht werden, da ich ja trotz der guten Blut- und Untersuchungsergebnisse noch Schmerzen habe. Da meinte der Arzt ganz trocken: "Da Sie auf mich nicht den Eindruck machen, dass Sie morgen tot umfallen, muss ich Sie leider nach Hause schicken. Wir sind hier die Notaufnahme. Um chronische Krankheiten muss der Hausarzt sich kümmern." Tja was soll man dazu sagen. Irgendwie hat er ja Recht, auch wenn's ich mir natürlich gewünscht hätte, dass man noch weitere Untersuchungen macht. Aber die waren dort wirklich alle sehr nett und bemüht.

Nun weiß ich also auch nicht mehr als vorher, denn im Ultraschall würde man ja im Normalfall keine Pankreatitis sehen oder? Es hat mich aber ein bisschen beruhigt, dass die Blutwerte in Ordnung waren. Die nächsten Schritte sind jetzt: Stuhlprobe abgeben, was ich bisher noch nicht gemacht habe, da ich seit Dienstag Verstopfung habe :? Das hatte ich schon ewig nicht, in letzter Zeit war ja immer das Gegenteil der Fall. Liegt vielleicht auch am Rauchstopp... wer weiß. Und in zwei Wochen habe ich dann mein MRT, wovor ich sehr große Angst habe.

Die Schmerzen sind besser geworden, aber ich habe immer noch fast nach jedem Essen Rückenschmerzen, vorhin war es ganz komisch. Ich hatte zum Frühstück Haferschleim (mit fettarmer Milch, Banane und etwas Zucker). Kurz nach dem Essen bekam ich ganz starke Schmerzen im rechten, unteren Rückenbereich bzw. Flankenbereich. Normalerweise tut mir immer der Oberbauch links und der Rücken oben mittig weh.

Und was mich auch beunruhigt: Meine Mama hat die Schmerzen auch schon länger, bei ihr wurden immer Gallensteine vermutet, aber nie welche gefunden. Sie hat aber außerdem noch erhöhte Leberwerte (schon seit Jahren) und hatte heuten einen Termin beim Leberarzt (wusste gar nicht, dass es sowas gibt). Jetzt mach ich mir Sorgen, dass es bei ihr auch die Bauchspeicheldrüse sein könnte, aber die erhöhten Leberwerte sprechen ja eigentlich für Gallensteine, oder? Und sind Pankreaserkrankungen bzw. Gallenerkrankungen vererbbar?

Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen und schmerzfreien Tag :zw:
Liebe Grüße, Lea

Re: Diagnose: Reizdarm...

Verfasst: 16. April 2015, 12:06
von Nirak
Hallo Leaaa!

Dein Problem kenn ich nur allzu gut. Ich hatte mit 18 Jahren ( also vor 17 Jahren ) eine Bauchspeichelentzündung. Angefangen hat das ganze aber schon mit 13. Nur soviel zum Thema wie lange man mit einer versteckten Entzündung herumrennen kann.
Nach zwei Jahren waren die Werte wieder okey. Nur beim Essen musste ich trotzdem immer aufpassen.
Vor 3 Jahren hat meine Bauchspeichel wieder angefangen zu schmerzen. Nach einem Jahr und der Aussage vom Arzt das ich mir alles nur einbilde, hab ich selbst angefangen Kreon 10.000 zum Essen dazu zunehmen. Da sich sie Beschwerden gebessert haben bin ich nicht mehr zum Hausarzt sondern zu meinem Internisten ( hab seit 10 Jahren REMICADE wegen Rheuma ) Sagte das es mir mit Kreon besser ginge. Und dann kam alles ins Rollen. Bin nach Innsbruck auf die UNi Klinik und bekam sofort die Diagnose Autoimmunpankreatitis mit exokriner Pankreasinsuffizienz.
Bekomm seither noch extra Immunsuppresiva dazu und es geht besser.
Meine Werte waren fast immer Ok. Nur ab und zu waren die Pankreaswerte erhöht.
Das einzige Problem das ich habe, mein Pankreasschwanz ist seit einem Monat geschwollen und tut gemein weh, vor allem im Rücken.
Mein Tipp wäre, wirklich mal danach zu fragen ob du mal Kreon zu den Mahlzeiten nehmen darfst, und dann merkst du sofort ob es dir besser geht oder nicht.

Wünsch dir alles Gute
Nirak