CAP-meine Beiträge vom 11. u . 17. März 15 (leider unbeantw)
Verfasst: 30. Mai 2015, 18:05
Liebe Forumsmitglieder,
auf meine obigen Beiträge habe ich leider von Euch keine Antworten erhalten, möchte ich aber doch mitteilen, dass ich inzwischen selbst (d.h. mit Hilfe eines m. E. kompetenten Gastroenterologen mit Pankreaserfahrung) herausgefunden habe, was es mit diesen Schmerzattacken auf sich hat. Es sind Entzündungsschübe. Die letzten beiden waren so heftig, dass ich kollabiert bin und dann endlich in die richtige Klinik kam. Nach fünf Untersuchungen innerhalb von 9 Tagen weiß ich jetzt, dass mein Magen in Ordnung ist, ebenso der Darm (habe allerdings viele Verwachsungen im OP-Narbenbereich). Die CAP hat sich bestätigt. Dazu habe ich OP-bedingt eine Fettleber entwickelt , die ich mir hätte ersparen können, wenn ich vor einem Jahr bereits die Therapie erhalten hätte, die ich jetzt erhalte.
Aber in Heidelberg, wo man fälschlicherweise eine Krebsdiagnose gestellt und mich Whipple-operiert hat, hieß es vor einem Jahr, eine Therapie bei CAP sei nicht nötig, sofern der IGg4-Wert normal sei - eine völlig falsche Aussage, wie ich jetzt weiß!
Vor dem jetzigen Klinikaufenthalt war ich ziemlich "auf dem Hund" und habe eine heftige Depression entwickelt. Statt zuzunehmen, nahm ich wieder mal weiter ab, ewige Durchfälle,die nicht in den Griff zu bekommen waren, diese ewigen Entzündungsschübe, die wie aus heiterem Himmel kamen, egal wo ich mich garade befand - es war einfach nur fürchterlich.
Jetzt habe ich wirklich Hoffnung, dass es endlich endlich besser wird. Ich gehe zur Zeit durch eine heftige Cortison-Therapie, die wöchentlich reduziert wird bis zu einer Erhaltungsdosis von 10 mg über sechs Monate. Ich vertrage die Therapie bislang recht gut, das Einzige, was mir zu schaffen macht, sind die massiven Schlafstörungen. Mit der Schlaferei hatte ich immer schon so meine Probleme, aber dieses Cortison scheint das noch zu verstärken. Aber ich muss da irgendwie durch.
Hoffnung macht mir auch, dass der Arzt mir von einem Fall von CAP berichtet hat, den er mit einer Cortison-Therapie heilen konnte. Der Patientin (eine junge Frau mit zwei Kindern) geht es heute gut.
Das erste Mal seit mehr als zwei Jahren "Nichtlebens" habe ich Hoffnung und Zuversicht, dass mir jetzt geholfen wird. Und ich bemühe mich wirklich, nach vorne zu schauen und einen Strich unter diese unsägliche und unnötige Whipple-OP zu ziehen, was wahnsinnig schwer ist. Ich hadere immer wieder mal damit, was man mir in Heidelberg angetan hat. Man hat mich ohne Not ausgeweidet, mir quasi "mein Leben geklaut", ohne dass die eigentliche Krankheit damit beseitigt worden wäre. Man hat zwar einen Schnellschnitt während der OP gemacht, aber erst nachdem schon alles entfernt worden war, was raus sollte. Da frag ich mich, was soll das denn? Klar, man wußte dann schon während der OP - UPPs ist ja gar kein Krebs. Die Eingeweide wieder rein ging ja nicht mehr.
Wenn ich damals das gewußt hätte, was ich heute weiß, wäre ich nie zu diesem Chirurgen nach Heidelberg gegangen (oder hätte dieser Choryphäe nicht vertraut) Aber was tut man, wenn einem so jemand sagt, "wenn ich Sie nicht sofort operiere sind Sie in spätestens fünf Monaten tot". ? Da steht wahrscheinlich niemand auf und geht. Meine ganze Familie stand damals total unter Schock.
So, jetzt höre ich aber auf. Selbst beim Schreiben merke ich, wie mich das Thema körperlich und seelisch schon wieder angreift. Ich könnte schon wieder losheulen.
Ich musste einfach einmal meine Wut, meine große Traurigkeit, meine Hilflosigkeit loswerden und mit jemandem teilen.
Ich danke Euch für die Zeit, die Ihr fürs Lesen meiner Leidensgeschichte opfert . Es wäre für mich auch schön,von Euch zu hören.
Traurige aber hoffnungsfrohe Grüsse
von
Atenuata
auf meine obigen Beiträge habe ich leider von Euch keine Antworten erhalten, möchte ich aber doch mitteilen, dass ich inzwischen selbst (d.h. mit Hilfe eines m. E. kompetenten Gastroenterologen mit Pankreaserfahrung) herausgefunden habe, was es mit diesen Schmerzattacken auf sich hat. Es sind Entzündungsschübe. Die letzten beiden waren so heftig, dass ich kollabiert bin und dann endlich in die richtige Klinik kam. Nach fünf Untersuchungen innerhalb von 9 Tagen weiß ich jetzt, dass mein Magen in Ordnung ist, ebenso der Darm (habe allerdings viele Verwachsungen im OP-Narbenbereich). Die CAP hat sich bestätigt. Dazu habe ich OP-bedingt eine Fettleber entwickelt , die ich mir hätte ersparen können, wenn ich vor einem Jahr bereits die Therapie erhalten hätte, die ich jetzt erhalte.
Aber in Heidelberg, wo man fälschlicherweise eine Krebsdiagnose gestellt und mich Whipple-operiert hat, hieß es vor einem Jahr, eine Therapie bei CAP sei nicht nötig, sofern der IGg4-Wert normal sei - eine völlig falsche Aussage, wie ich jetzt weiß!
Vor dem jetzigen Klinikaufenthalt war ich ziemlich "auf dem Hund" und habe eine heftige Depression entwickelt. Statt zuzunehmen, nahm ich wieder mal weiter ab, ewige Durchfälle,die nicht in den Griff zu bekommen waren, diese ewigen Entzündungsschübe, die wie aus heiterem Himmel kamen, egal wo ich mich garade befand - es war einfach nur fürchterlich.
Jetzt habe ich wirklich Hoffnung, dass es endlich endlich besser wird. Ich gehe zur Zeit durch eine heftige Cortison-Therapie, die wöchentlich reduziert wird bis zu einer Erhaltungsdosis von 10 mg über sechs Monate. Ich vertrage die Therapie bislang recht gut, das Einzige, was mir zu schaffen macht, sind die massiven Schlafstörungen. Mit der Schlaferei hatte ich immer schon so meine Probleme, aber dieses Cortison scheint das noch zu verstärken. Aber ich muss da irgendwie durch.
Hoffnung macht mir auch, dass der Arzt mir von einem Fall von CAP berichtet hat, den er mit einer Cortison-Therapie heilen konnte. Der Patientin (eine junge Frau mit zwei Kindern) geht es heute gut.
Das erste Mal seit mehr als zwei Jahren "Nichtlebens" habe ich Hoffnung und Zuversicht, dass mir jetzt geholfen wird. Und ich bemühe mich wirklich, nach vorne zu schauen und einen Strich unter diese unsägliche und unnötige Whipple-OP zu ziehen, was wahnsinnig schwer ist. Ich hadere immer wieder mal damit, was man mir in Heidelberg angetan hat. Man hat mich ohne Not ausgeweidet, mir quasi "mein Leben geklaut", ohne dass die eigentliche Krankheit damit beseitigt worden wäre. Man hat zwar einen Schnellschnitt während der OP gemacht, aber erst nachdem schon alles entfernt worden war, was raus sollte. Da frag ich mich, was soll das denn? Klar, man wußte dann schon während der OP - UPPs ist ja gar kein Krebs. Die Eingeweide wieder rein ging ja nicht mehr.
Wenn ich damals das gewußt hätte, was ich heute weiß, wäre ich nie zu diesem Chirurgen nach Heidelberg gegangen (oder hätte dieser Choryphäe nicht vertraut) Aber was tut man, wenn einem so jemand sagt, "wenn ich Sie nicht sofort operiere sind Sie in spätestens fünf Monaten tot". ? Da steht wahrscheinlich niemand auf und geht. Meine ganze Familie stand damals total unter Schock.
So, jetzt höre ich aber auf. Selbst beim Schreiben merke ich, wie mich das Thema körperlich und seelisch schon wieder angreift. Ich könnte schon wieder losheulen.
Ich musste einfach einmal meine Wut, meine große Traurigkeit, meine Hilflosigkeit loswerden und mit jemandem teilen.
Ich danke Euch für die Zeit, die Ihr fürs Lesen meiner Leidensgeschichte opfert . Es wäre für mich auch schön,von Euch zu hören.
Traurige aber hoffnungsfrohe Grüsse
von
Atenuata