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Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 6. September 2015, 00:03
von Ratlose
Hallo,
mir wurden in Heidelberg die Bauchspeicheldrüse, Milz und Gallenblase entfernt. Die Krankenkasse (privat) weigert sich, 2.836 Euro der Kosten zu übernehmen. Ich musst den Befundbericht sowie eine Schweigepflichtsentbindung an die Krankenkasse schicken, die dann einen externen Chirurgen beauftragte, die Rechnung zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ist die Kürzung der Rechnung in og. Höhe.
Wer hat Erfahrungen in dieser Hinsicht? Das Ganze regt mich sehr auf.
Gruße von einer Ratlosen
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 6. September 2015, 10:56
von Kaba18
Hallo, meiner Meinung nach ist da die Klinik in der Pflicht, die die Rechnung erstellt hat. Die muss ja begründen warum sie Ziffern abrechnen die nicht erstattungsfaehig sind. Wende dich zur Not an einen Anwalt oder eine Beratungsstelle für Sozialversicherungsfragen. Alles Gute.
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 6. September 2015, 15:46
von M-R
Hallo, ich habe das selbe Problem. Meine Krankenkasse (Allianz) hat auch mir etwas mehr als 3000 € der Rechnung von Prof.Büchler nicht erstattet. Ich habe natürlich Widerspruch eingelegt und auch die Abrechnungsstelle um Stellungnahme gebeten. Ich habe der Allianz jetzt gestattet, mit der Abrechnungsstelle direkt Kontakt aufzunehmen. Sollte es zu keinem für mich positiven Ergebnis kommen, werde ich wohl Klage wegen Abrechnungsbetrug einreichen.
Ich werde wieder berichten.
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 6. September 2015, 18:18
von stocki
Hallo,
bei mir hat (vor 5 Jahren) die private Zusatzversicherung die Whipple OP-Rechnung von Prof. Büchler ebenfalls nicht erstattet.
In der Abrechnung waren auch einige Unstimmigkeiten die mir als Laie schon aufgefallen sind.
Die Gothaer Vers. hat mit geraten keinesfalls selbst die Rechnung zu bezahlen. Auch ich habe meine Krankenkasse bevollmächtigt direkt mit der Abrechnungsstelle in Kontakt zu treten.
Nach etwa 1 Jahr haben sich Krankenkasse und Abrechnungsstelle auf einen Mittelwert geeinigt. Aus Heidelberg wurde aber auch nie eine Mahnung o.ä. an mich versandt und die Sache ist damit erledigt.
Also erst mal ruhig bleiben und die Versicherung machen lassen.
Viele Grüße
Claudia
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 7. September 2015, 16:37
von absshiva
Bei meiner Whippel in Bochum hat meine Kasse (Münchener Verein) nur 250 € angemeckert,hatte aber schon gezahlt, alles anch Bochum geschcikt, leider nei was davon gehört, und es auf sich beruhen lassen,weil ich einfach nicht in der Verfassung war viel dagegen zu unternehmen und der Betrag im Vergleich zur Gesamtsumme recht klein war
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 13. September 2015, 15:07
von Ratlose
Danke für Eure Antworten. Die KK (debeka) hat zusammen mit dem Bescheid der Kürzung einen gesonderten Brief angekündigt. Diesen habe ich bis heute noch nicht erhalten. Hat jemand von Euch eine detaillerte Begründung für die Kürzung bekommen? Ich werde vermutlich einen Rechtsanwalt einschalten, denn ich befürchte, dass ich sonst eine Widerspuchsfrist nicht einhalte.
Bei einem Telefonat mit der KK wurde berichtet, dass es mit der Abrechnungsstelle der Klinik häufig Probleme hinsichtlich der Korrektheit der Abrechnungen gäbe.
Grüße von der Ratlosen
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 17. September 2015, 11:24
von Atenuata
Hallo Ratlose,
ich hatte auch Probleme mit der Rechnung von Prof. Büchler, Heidelberg, nach Whipple-OP. Waren einige Unstimmigkeiten vorhanden, und es ging hin und her. Ich kann nur raten: hartnäckig bleiben. Nach Abstrichen von Büchler hat sich die KK bereiterklärt, zu zahlen. Einen Anwalt habe ich nicht gebraucht - ich regele sowas immer selbst

.
LG
Atenuata
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 13. Oktober 2015, 23:15
von M-R
Nachdem die Sache bei mir, es ging immerhin um ca.3000 €, zwischen meiner Krankenkasse, der Unimed und mir immer hin und her ging, hat mir meine Krankenkasse empfohlen ihr eine Abtretungserklärung zu übermitteln, sie würden mir dann die strittigen 3000, die ich ja bereits an Prof.Büchler bzw.an die Unimed bezahlt hatte, erstatten und sich dann mit der Unimed und Prof.Büchler auseinandersetzen. Ich habe die Abtretungserklärung unterschrieben, schließlich muß geklärt werden, ob die Abrechnungspraxis der Unimed bzw.Prof.Büchler rechtens ist.
Herzliche Grüße
MR
Re: Kostenerstattung für OP und Krankenhausaufenthalt
Verfasst: 20. Oktober 2015, 20:06
von solitone
Hallo miteinander,
.... finde ich doch sehr interessant, ob da System dahintersteckt?
Auch bei mir gab es bei der Abrechnung der Whipple-OP 2009 ähnliche Probleme. Heidelbergerseits wollte man kurzgesagt 12 Einzel-OPs abrechnen und dann 11x Bauchaufschneider abziehen. Es wurde weitere Gutachter hinzugezogen und man einigte sich dann irgendwo in der Mitte - die Details habe ich nicht mehr im Kopf dazu müsste ich die Unterlagen raussuchen. Für mich hatte dies direkt keine wesentlichen finanziellen Folgen - lediglich nervliche weil ich diverse Briefe von A nach B und umgekehrt verschicken musste.
Ein Jahr später musste ich mich einer Narbenbruch-OP unterziehen bei der auch eine Leberkeilbiopsie durchgeführt wurde, welche heidelbergerseits als Leberteilresektion abgerechnet werden sollte. Auch hierzu gab es einen regen Briefverkehr zwischen HD und meiner Versicherung (Alte Oldenburger) inkl. erneute Aufhebung der Schweigepflicht etc..
Das wirft für mich schon Fragen auf. Ich dachte immer, dass meine Erfahrungen Einzelfälle sind, sieht aber dann ja wohl eher nach Heidelbergerabrechnungsmethode aus.
Grüße von der Alb