Wie lange Schmerzen nach akuter Pankreatitis normal?
Verfasst: 21. Mai 2016, 21:56
Hallo!
Lange war ich passiver Mitleser, jetzt bitte ich doch mal um Einschätzung. Ihr scheint euch alle besser auszukennen als die Ärzte, auf die ich so treffe.
Kurzfassung: Frau, 32 Jahre. Dezember/Januar (Galleinstein-induzierte) Pankreatitis nach 3maliger nicht erfolgreicher ERCP (endete jedes Mal auf Intensivstation), dann "große" OP (Gallenblase raus, Gallengang aufgemacht). OP-Komplikation Leberabszess --> über Drainage abgeleitet. Nochmal ERCP (Stein vergessen ...). Starke Gallenwegsentzündung, Antibiotikagabe über 6 Wochen und Gastritis als "Dessert" sozusagen.
Seit Februar Blutwerte (Leberwerte, Amylase, Lipase) wieder im Normbereich.
Aber: Nach wie vor täglich Schmerzen. Nicht, wie im akuten Moment. Aber: Jedes Essen schmerzt, umso mehr ich esse, umso schlimmer. Drücken, stechen, blähen. Rücken- und Flankenschmerzen. Auch wenn der Magen leer ist hab ich Schmerzen. Durchfall ja, manchmal tagelang, dann wieder nicht. War ohnehin schlank, jetzt bin ich untergewichtig. Bin beruflich in Wiedereingliederung, werde diese aber abbrechen müssen. Die Schmerzen machen konzentriertes Arbeiten unmöglich.
Es ist schon einiges gemacht worden: MRCP, Endosono,Gastroskopie, nochmal ERCP im März, Elastase (nur einmal, Wert war >500). Alles unauffällig (bis auf die fehlende Gallenblase und die lädierte Leber natürlich).
Alle Ärzte, bei denen ich war, sagen, ich solle doch essen was ich will. Das ist angesichts meines Zustandes wirklich zynisch. Jede Scheibe Brot scherzt und mir ist immer schlecht. Ich werde jetzt nicht näher beschreiben, wie verzweifelt ich bin.
Meine Fragen
- Sollte die Elastase nicht mehrfach bestimmt werden, um Insuffizienz auszuschließen?
- Können die Ärzte tatsächlich allein aufgrund der Blutwerte und fehlender sichtbarer Schäden eine chronische Pankreatitis ausschließen?
Und die wichtigste:
Kann es wirklich "normal" sein, dass nach fast 6 Monaten noch massive Beschwerden bestehen, weil sich der Körper erst wieder "einpendeln" muss, so wie mir das die Ärzte zu erklären versuchen? Die Schmerzen, die ich habe, sind keine leichten Verdauungsstörungen ...
Bisher war ich bei einem "normalen" Internisten, einem Gastroenterologen und an der Uniklinik Regensburg.
Ich danke euch auf jeden Fall für Eure Meinung!
Lange war ich passiver Mitleser, jetzt bitte ich doch mal um Einschätzung. Ihr scheint euch alle besser auszukennen als die Ärzte, auf die ich so treffe.
Kurzfassung: Frau, 32 Jahre. Dezember/Januar (Galleinstein-induzierte) Pankreatitis nach 3maliger nicht erfolgreicher ERCP (endete jedes Mal auf Intensivstation), dann "große" OP (Gallenblase raus, Gallengang aufgemacht). OP-Komplikation Leberabszess --> über Drainage abgeleitet. Nochmal ERCP (Stein vergessen ...). Starke Gallenwegsentzündung, Antibiotikagabe über 6 Wochen und Gastritis als "Dessert" sozusagen.
Seit Februar Blutwerte (Leberwerte, Amylase, Lipase) wieder im Normbereich.
Aber: Nach wie vor täglich Schmerzen. Nicht, wie im akuten Moment. Aber: Jedes Essen schmerzt, umso mehr ich esse, umso schlimmer. Drücken, stechen, blähen. Rücken- und Flankenschmerzen. Auch wenn der Magen leer ist hab ich Schmerzen. Durchfall ja, manchmal tagelang, dann wieder nicht. War ohnehin schlank, jetzt bin ich untergewichtig. Bin beruflich in Wiedereingliederung, werde diese aber abbrechen müssen. Die Schmerzen machen konzentriertes Arbeiten unmöglich.
Es ist schon einiges gemacht worden: MRCP, Endosono,Gastroskopie, nochmal ERCP im März, Elastase (nur einmal, Wert war >500). Alles unauffällig (bis auf die fehlende Gallenblase und die lädierte Leber natürlich).
Alle Ärzte, bei denen ich war, sagen, ich solle doch essen was ich will. Das ist angesichts meines Zustandes wirklich zynisch. Jede Scheibe Brot scherzt und mir ist immer schlecht. Ich werde jetzt nicht näher beschreiben, wie verzweifelt ich bin.
Meine Fragen
- Sollte die Elastase nicht mehrfach bestimmt werden, um Insuffizienz auszuschließen?
- Können die Ärzte tatsächlich allein aufgrund der Blutwerte und fehlender sichtbarer Schäden eine chronische Pankreatitis ausschließen?
Und die wichtigste:
Kann es wirklich "normal" sein, dass nach fast 6 Monaten noch massive Beschwerden bestehen, weil sich der Körper erst wieder "einpendeln" muss, so wie mir das die Ärzte zu erklären versuchen? Die Schmerzen, die ich habe, sind keine leichten Verdauungsstörungen ...
Bisher war ich bei einem "normalen" Internisten, einem Gastroenterologen und an der Uniklinik Regensburg.
Ich danke euch auf jeden Fall für Eure Meinung!