2-fach erhöhter Lipase-Wert
Verfasst: 5. Juni 2016, 17:39
Hallo,
ich habe ein lange und komplizierte Krankheitshistorie schon hinter mir trotz meines noch relativ jungen Alters (30 Jahre). Ich scheine ein "Abonnement" für seltene Erkrankungen zu haben, denn ich habe schon drei seltene Erkrankungen, die alle kaum zu behandeln sind und eine extreme Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
Nun habe ich auch noch eine Reihe ungeklärter Probleme, wie sich über die letzten 6 Monate sich verschlechternde Leberfunktion (im Durchschnitt 10-fache Erhöhung der GPT, 3-fache Erhöhung der GOT, in den letzten Wochen erstmals erhöhte und nun steigende GLDH, die wohl nur bei schwereren Schäden sich erhöht) negative Autoimmun- und Infektionsdiagnostik), zunehmend starke Atemprobleme, und vor Kurzem wurde ein 2-fach erhöhter Lipasewert (128, Referenz <60) gemessen, bei vormals normalen Lipasewerten und zum Teil erhöhten Bilirubinwerten.
Ich hatte vor einigen Jahren für etwa 2 Jahre eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, die wohl eine Folge meiner seltenen Darmerkrankung (keine entzündliche Darmerkrankung) war, und nach der Anlage eines künstlichen Dünndarmausgangs vor 7 Jahren wohl komplett ausheilte. Die Sono war damals unauffällig, es gab nur leichte Veränderungen im MRCP.
Wenn die Lipase ab und an noch einmal kontrolliert wurde, war sie immer im Normbereich. Nun ist sie wie gesagt plötzlich erhöht, und ich habe in den letzten zwei Wochen einen Abfall des Hämoglobins und des Hämatokrits um mehr als 4 g/dl bzw. 8% erlebt; der CRP ist normal, Leukos eher zu niedrig (wie fast immer bei mir).
Anders als damals habe ich aber keine gürtelförmigen Oberbauchschmerzen, nur meine Ausscheidungen haben sich etwas verändert. Interessanterweise hatte ich damals maximal nur ganz leicht erhöhte Lipasewerte, keine Entzündungszeichen, nur die Elastase im Stuhl war manchmal erniedrigt, dann wieder normal. Eine akute Pankreatitis kann ich mir aufgrund der fehlenden typischen Symptomatik nicht vorstellen, allerdings habe ich immer Magen/Darmbeschwerden aufgrund meiner Darmerkrankung.
Ich hatte gestern ein Abdomen-Ultraschall im Besonderen der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Die Leber weist möglicherweise leichte Stauungszeichen auf, jedenfalls sind die Lebervenen und die untere Hohlvene relativ weit, aber dies ist ein neuer Befund, denn vor wenigen Monaten, als die Leberwerte bereits zunehmend schlechter wurden, war noch keine Auffälligkeit zu sehen. Ansonsten sieht man der Leber nichts an. Die BSPD wurde als völlig unauffällig beschrieben. Allerdings befindet sich wohl etwas freie Flüssigkeit am unteren Rand der Leber und um die angrenzenden Darmschlingen.
Nun frage ich mich, ob der Lipasewerte eventuell nur ein "Zufallstreffer" war, oder ob ich doch noch einmal mich genauer untersuchen lassen sollte, evtl. wieder mit einem MRCP. Ich denke, es ist in jedem Fall sinvoll, die Überprüfung des Blutbildes, der Leberwerte und der Lipasewerte nächste Woche abzuwarten.
Einstweilen wollte ich hier aber mal fragen: Wie ist eine solche Erhöhung einzuschätzen? Eine akute Pankreatitis kann man denke ich ausschließen, aber sollte sich der Wert bestätigen, woran sollte man noch denken?
ich habe ein lange und komplizierte Krankheitshistorie schon hinter mir trotz meines noch relativ jungen Alters (30 Jahre). Ich scheine ein "Abonnement" für seltene Erkrankungen zu haben, denn ich habe schon drei seltene Erkrankungen, die alle kaum zu behandeln sind und eine extreme Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.
Nun habe ich auch noch eine Reihe ungeklärter Probleme, wie sich über die letzten 6 Monate sich verschlechternde Leberfunktion (im Durchschnitt 10-fache Erhöhung der GPT, 3-fache Erhöhung der GOT, in den letzten Wochen erstmals erhöhte und nun steigende GLDH, die wohl nur bei schwereren Schäden sich erhöht) negative Autoimmun- und Infektionsdiagnostik), zunehmend starke Atemprobleme, und vor Kurzem wurde ein 2-fach erhöhter Lipasewert (128, Referenz <60) gemessen, bei vormals normalen Lipasewerten und zum Teil erhöhten Bilirubinwerten.
Ich hatte vor einigen Jahren für etwa 2 Jahre eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, die wohl eine Folge meiner seltenen Darmerkrankung (keine entzündliche Darmerkrankung) war, und nach der Anlage eines künstlichen Dünndarmausgangs vor 7 Jahren wohl komplett ausheilte. Die Sono war damals unauffällig, es gab nur leichte Veränderungen im MRCP.
Wenn die Lipase ab und an noch einmal kontrolliert wurde, war sie immer im Normbereich. Nun ist sie wie gesagt plötzlich erhöht, und ich habe in den letzten zwei Wochen einen Abfall des Hämoglobins und des Hämatokrits um mehr als 4 g/dl bzw. 8% erlebt; der CRP ist normal, Leukos eher zu niedrig (wie fast immer bei mir).
Anders als damals habe ich aber keine gürtelförmigen Oberbauchschmerzen, nur meine Ausscheidungen haben sich etwas verändert. Interessanterweise hatte ich damals maximal nur ganz leicht erhöhte Lipasewerte, keine Entzündungszeichen, nur die Elastase im Stuhl war manchmal erniedrigt, dann wieder normal. Eine akute Pankreatitis kann ich mir aufgrund der fehlenden typischen Symptomatik nicht vorstellen, allerdings habe ich immer Magen/Darmbeschwerden aufgrund meiner Darmerkrankung.
Ich hatte gestern ein Abdomen-Ultraschall im Besonderen der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Die Leber weist möglicherweise leichte Stauungszeichen auf, jedenfalls sind die Lebervenen und die untere Hohlvene relativ weit, aber dies ist ein neuer Befund, denn vor wenigen Monaten, als die Leberwerte bereits zunehmend schlechter wurden, war noch keine Auffälligkeit zu sehen. Ansonsten sieht man der Leber nichts an. Die BSPD wurde als völlig unauffällig beschrieben. Allerdings befindet sich wohl etwas freie Flüssigkeit am unteren Rand der Leber und um die angrenzenden Darmschlingen.
Nun frage ich mich, ob der Lipasewerte eventuell nur ein "Zufallstreffer" war, oder ob ich doch noch einmal mich genauer untersuchen lassen sollte, evtl. wieder mit einem MRCP. Ich denke, es ist in jedem Fall sinvoll, die Überprüfung des Blutbildes, der Leberwerte und der Lipasewerte nächste Woche abzuwarten.
Einstweilen wollte ich hier aber mal fragen: Wie ist eine solche Erhöhung einzuschätzen? Eine akute Pankreatitis kann man denke ich ausschließen, aber sollte sich der Wert bestätigen, woran sollte man noch denken?