Treffer und versenkt... Für immer?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Hendrik
Beiträge: 5
Registriert: 8. Oktober 2016, 14:44

Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Hendrik »

Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich letztes Jahr im Januar starke Schmerzen im Bauch hatte und auf einmal keine Luft mehr bekam. Ich dachte erst, dass es die Orange ist, die ich nicht vertrage, welche ich vorher gegessen hatte, aber dem war nicht so. 5 Min. später musste ich mich übergeben bis ich nicht mehr konnte. Selbst als mein Magen leer war musste ich immer weiter brechen. Ich habe dann den Notarzt verständigt und mich ins Krankenhaus fahren lassen. Dort wurde festgestellt, dass ich eine Pankreasentzündung habe. Danach wurde ich zwei Wochen auf der Intensivstation mit sämtlichen Zeug aufgepumpt, bis ich aussah wie ein Michelinmännchen. Als es soweit war, dass ich vor lauter Zeugs, was in mich reingepumpt wurde, bald nicht mehr atmen konnte, habe ich die Ärzte gebeten, das abzulassen. Danach war ich noch eine Woche zur Beobachtung auf einer anderen Station. Das war so grauenhaft in diesem Krankenhaus, das glaubt mir keiner. Dort wird man als Patient wie der letzte Dreck behandelt. Ich war schonmal im Krankenhaus, aber sowas habe ich noch nicht erlebt. Man hat mir den Tot gewünscht, weil Leute wie ich es nicht anders verdient hätten und mir gesagt, dass ich einen hässlichen Körper hätte. Außerdem hat man mir wegen meiner Herkunft Rechte abgesprochen und mich damit diskriminiert. Beschwerden über diesen Laden haben natürlich nichts gebracht. Darum geht es jetzt auch gar nicht.
Ab März konnte ich dann wieder arbeiten, aber nur bedingt, weil ich dauernd wahnsinnige Schmerzen hatte und mich nicht richtig konzentrieren konnte. Irgendwann im Juni war es dann soweit, dass ich zur Notoperation ins Krankenhaus musste. Es hatte sich einer riesige Zyste gebildet, die kurz vor dem platzen war. Mein Arbeitgeber hat mich dann leider rausgeschmissen, obwohl er mir am Telefon gesagt hat, dass ich; wenn ich wieder gesund bin, weiterarbeiten darf.
Seitdem bin ich nun krank und hatte mehrmalige Krankenhausaufenthalte, weil ich immer wieder Lebensmittelvergiftungen und -unverträglichkeiten hatte, was sich darin geäußert hat, dass mein Kreislauf zusammenbricht, ich solange erbreche, bis nichts mehr rauskommt, ich anschließend gelbe Gallenflüssigkeit erbreche und Schüttelfrost bekomme, Fieber ist auch manchmal dabei. Außerdem zerreißt es mich vor Schmerzen im Bauch, sodass ich nur noch am Boden krauchen kann. Gestern war es wieder soweit und ich weiß nicht was ich machen soll. Ich bin mit der Situation völlig überfordert. Mich reißt es mitten aus dem Leben raus und ich habe auch keinen, der mich unterstützt.
Jedenfalls habe ich meine Arbeit verloren, meine Krankengeldzeit ist gleich zu Ende und ich bin immer noch krank. So kann ich aber nicht arbeiten. Ich will aber wieder arbeiten gehen, weil Hartz4 will ich nicht gerade. Weil dann müsste ich ja mein Auto verkaufen, aus meiner Wohnung ausziehen und zu Grunde gehen. Das alles ist so schlimm bei mir, seit meine Mutter im November 2012 gestorben ist. Das war die einzige Person, die mich noch unterstützt hatte damals, seit sie weg ist, geht bei mir irgendwie alles den Bach runter. Und meine Familie kann mich nicht leiden. Ich bin grade mal 37 und weiß nicht, was das werden soll. Ich will nicht in der Armut landen, aber so schaff ich nichts. Ich habe gestern für einen Weg, für den ich zu Fuß normalerweise 1-1 ½ Stunden brauche; wenn ich zügig laufe, mehr als 3 Stunden gebraucht und dabei nur Galle gebrochen und Schüttelfrost bekommen. Anschließen muste ich erstmal ein heißes Bad nehmen, weil ich so durchgefroren war, weil das im Wald, noch 3-4° kälter ist und wenn man so langsam läuft anfängt zu frieren. Abends musste ich mich dann wieder bis zum letzten übergeben, weil ich Pfefferminztee getrunken hatte, aber mein Magen irgendwie nichts mehr anzunehmen scheint, weil meine Galle ständig kommt. Das nächste ist, ich will mir meine Zähne und meine Speiseröhre nicht kaputt machen, weil die Gallenflüssigkeit stark ätzend ist. Außer Tee und dauernd Zähne mit Odol putzen fällt mir dazu nichts ein.
Ich bin mit der Situation überfordert und weiß mir nicht zu helfen. Soll man einfach normal weiterleben oder nur noch Zwieback essen? Leider wohne ich hier ziemlich weit ab vom Schuss und damit sieht es schlecht aus für ordentlichen Service oder Ernährungsberater. Hier ist im Prinzip Schluss mit der Zivilisation, nur ein paar Bauerngehöfte, ein paar Wohnsiedlungen, eine Bushaltestelle und das wars und ein Krankenhaus, wo vornehmlich alte Leute behandelt werden, damit die Auszubildenden lernen können, wo man keine Ahnung und keine Mittel hat. Das nöchstgelegene Krankenhaus ist auch unter aller Kanone. Ich war dann in einem Uniklinikum in einer größeren Stadt, dort musste ich aber wieder 10€ pro Tag zahlen, bei einer Zuzahlungsbefreiung diesmal von bis 295 €, sodass ich dort auch nur 5 Tage war und man auch nur schon bekanntes festgestellt hat.
Ich habe keinen Plan mehr wie das hier weitergehen soll und wie ich meine Ernährung umstellen soll. Ich bin ein Mann und mag auch gerne mal 2 deftige Rindersteaks zum Wochenende, weil mich nur von Obst und Gemüse ernähren kann ich nicht. Das kenne ich schon. Diesen Vegetarismus habe ich schon durch. Am besten ich esse gar nichts mehr. Warum denn auch; wenn ich doch eh nur zu Hause hocke und auf den nächsten Anfall warte, da brauch ich auch nichts. Wird man nur dick von.
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Andi »

Hallo Hendrik,

gut das Du Dich gemeldet hast, bestimmt kann man Dir hier weiterhelfen, Du hast ja ganz schön viel durchgemacht was warscheinlich viele hier nachvollziehen können.
Einiges macht mich etwas stutzig, was sagt denn Dein Hausarzt dazu ?, denn das ist kein Spaß mehr.
Welche Untersuchungen werden jetzt aktuell gemacht ?
In welcher abgelegenen Gegend wohnst Du ?, es findt sich bestimmt ein Krankenhaus wo Du ordentlich behandelt wirst, wo warst Du denn ?
Gib nicht auf.

Lg Andi
Hendrik
Beiträge: 5
Registriert: 8. Oktober 2016, 14:44

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Hendrik »

Mein Hausarzt kann mir auch nicht weiterhelfen, bei so einer Erkrankung. Das spreche ich ihm auch gar nicht ab.
Es wurden eigentlich alle Untersuchungen gemacht, die notwendig waren, also Ultraschall, Röntgen, dann das mit dieser Röhre zweimal, aber 2x was anderes.
Ich bin hier im Raum Aue Schwarzenberg und war zuerst im Krankenhaus Erlabrunn und seit Juni 2015 im Krankenhaus Aue. Weil man mir dort auch nicht wirklich helfen konnte, habe ich mir einen Termin für das Uniklinikum Dresden geben lassen. Nach einem halben Jahr Wartezeit und Unmengen von Bürokratie gepaart mit dauernden Anrufen und Demütigungen, war es im Juli dann endlich soweit. Aber da wurde auch nur festgestellt, was schon bekannt ist, dass die Drüse halt nen Treffer weg hat, sich immer wieder neu entzündet und sich daran wieder Zysten bilden. Dann kam noch so ein arroganter Arzt, der mir mitgeteilt hat, dass ich plemplem wäre und das hätte er nur von den vorherigen Krankenhausbesuchen so übernommen. Angeblich damals aus Chemnitz wo ich wegen einem Abszess dort war und mich dort gestritten hatte mit denen, wegen irgendwas. Das waren den ihre Betäubungsmittel, die waren so stark, dass man voll einen an der Klatsche bekommt. Naja Altrussen halt, da hat sich eh nichts geändert seit der Wende. Weder in den Köpfen noch an den Zuständen die dort herrschen. Deswegen bin ich auch wieder hierher gezogen, weil es hier etwas besser ist, als in den verdreckten Städten.
Ist denn das Forum hier überhaupt noch aktiv, sieht so still aus?
Andi
Beiträge: 1060
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Andi »

doch das Forum ist aktiv, nur sitzen die Leute auch nicht ständig am Computer, manchen geht es auch nicht so gut.
Die kleinen Krankenhäuser wie Erlabrunn haben meist nicht das Fachwissen, in der Uni Dresden bist Du richtig, ist für unsere Gegend hier das nächst Beste, war auch schon da, weil ich aber jetzt keine OP möchte werde ich nicht da mehr betreut, find ich auch schade, aber so wie es überall ist geht es ums Geld verdienen.
Komisch, das die Dir nicht weiterhelfen, war bestimmt nicht günstig Akten vorzulegen, da geben sich manche keine Mühe mehr, besser neue unabhängige Diagnose, konnten die Dir nicht sagen wie es weitergehen soll ?
Das man es mit der Psyche bekommt, wenn man nicht für ernst genommen wird ist doch normal.
Das wir hier im Osten von Deutschland zweite Klasse sind, die Erfahrung habe ich auch gemacht, leider, ob das einmal anders wird steht in den Sternen, wir können nur kämpfen und das ist schwer wenn einem niemand hilft.
Wenn man krank ist kann man sich nur schwer durchsetzten.
Vielleicht wäre es gut, wenn Du dich mal an die Selbsthilfegruppe wendest, die ist glaube in Zwickau, schau mal unter Regionalgruppen, dort findet man Leute denen es auch so geht und man kann sich austauschen.
Hendrik
Beiträge: 5
Registriert: 8. Oktober 2016, 14:44

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Hendrik »

Andi hat geschrieben:... konnten die Dir nicht sagen wie es weitergehen soll ?
Nur dass eben absoluter Alkohol- und Nikotinverzicht geboten ist. Bei mir kam das aber durch eine Stoffwechselerkrankung, weil ich durch den ganzen Müll aus dem Supermarkt krank geworden bin. Außerdem kam das alles durch Wut und Frust, ausgelöst durch verschiedene Behörden, die mich dauernd nur schikaniert haben, weswegen ich Existenzangst und schlaflose Nächte bekam. Und einer Gesellschaft, welche mich nur stigmatisiert und kriminalisiert hat, bis ich dermaßen mürbe war, dass ich keine Kraft mehr hatte. Deswegen bin ich krank geworden. Durch einen Bekannten, der neidisch auf mein Auto war, was eine beliebte und seltene Sonderedition war und er dieses eigentlich haben wollte, mir in meinem jugendlichen Leichtsinn aus List vorgemacht hat, dass das alles doch ganz einfach zu reparieren wäre, weil er das doch auch könnte und ich mich anschließend noch hingestellt habe und selber gefriemelt habe, obwohl ich daran gar nichts zu suchen hatte, bis ich fast alles inklusive dem Motor einmal zerlegt und wieder zusammengebaut hatte. Deswegen gings mir immer dreckiger, weil ich eigentlich alles nur nicht richtig gemacht habe. Zum Glück is nichts passiert und ich hab das Projekt endlich los, weil ich das auch gar nicht so wollte. Aber solange Zeit wie das geile Autochen bei mir war, hat es mich eben geprägt und das sind die Auswirkungen davon. Der hat mich nie im Stich gelassen und hat zum Schluss auch wieder eine richtige Werkstatt gesehen, wo ich Bremsen vom Fachmann machen lassen hab. Und danach habe ich ihn an einen Tuningexperten verkauft, der sich hoffentlich richtig darum gekümmert hat. Jedenfalls sieht man auf seiner Fatzebookseite, dass er wirklich Ahnung hat und auch Vollresto kann, wie ein Profi. Das is glaub sogar ne richtige Firma. Oder er hat das Ding einfach verschrottet und hat sich die begehrten Teile rausgebaut, nachdem irgendwelche Laien in einer gewissen Selbsthilfewerkstatt mir das Ding kaputt repariert hatten, auf welche ich auch noch reingefallen bin. Der antwortet leider nicht oder hält es nicht für nötig. Jedenfalls hat sich das bei mir von Anfang an auf den Magen gelegt; wenn ich da was dran gemacht hab und ich wusste nicht was das war. Das weiß ich bis heute nicht.
Ich soll nach Möglichkeit viel Sport machen und mich ausgewogen Ernähren. Also wieder dieser Vegetarismus. Naja mal sehen. Die endgültige Mitteilung von dem Arzt aus Dresden, ist bis heute leider noch nicht bei meinem Hausarzt angekommen. Da will er die Unterstellung, dass ich nicht mehr ganz fit in der Birne wäre, angeblich rausnehmen, nachdem ich wieder protestieren musste, als ich den vorläufigen Befund gelesen habe. Wie krieg ich denn sowas raus aus der Akte? Wenn das jemand falsches in die Finger kriegt, der lässt mich glatt einweisen oder was? Das will ich aber nicht. Ich möchte sowas nicht in meiner Arztakte stehen haben. Das hat der eine nur aus Rache reingeschmiert, um mich ins Nirvana als Spielball der Behörden zu befördern.
Hendrik
Beiträge: 5
Registriert: 8. Oktober 2016, 14:44

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Hendrik »

Könnte es sein, dass diese Erkrankung durch Speckkäfer in meiner Wohnung ausgelöst wurde und dadurch eine Darmerkrankung mitkam?
thphilipp
Beiträge: 1615
Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von thphilipp »

Also so etwas habe ich noch nie gehört und ich habe schon so viel gelesen auch in englischen Foren. Das klingt mir doch schon sehr weit her geholt! Aber man hat ja auch schon Pferde kot..... sehen !
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Liebe Grüße Thorsten
Hendrik
Beiträge: 5
Registriert: 8. Oktober 2016, 14:44

Re: Treffer und versenkt... Für immer?

Beitrag von Hendrik »

Würde ich denn eine Reha in einer Klinik meiner Wahl bekommen? Der MDK von der Krankenkasse wollte mich erst in eine Suchtklinik nach Leipzig schicken. Und weil ich es mit der Bauchspeicheldrüse habe, bin ich aus den ihrer Sicht automatisch Alkoholiker. Das bin ich aber nicht und will ich auch nicht sein. Ich habe mich immer aufgeregt, weil man mich absichtlich in ein falsches Licht gestellt hat und stigmatisiert hat, deswegen bin ich krank geworden. Jeder Patient, der so lange krank ist, wie ich, bekommt eine Reha aufgedrückt von denen. Da wollte ich aber nicht hin, nachdem ich das gelesen habe, wie es dort zugeht. Was soll ich außerdem dort? Noch bekloppter rauskommen, als ich so schon bin? Mich dort mit Crystal-Meth-Konsorten und Co über einen Kamm scheren lassen und mich dort beklauen und beschmutzen lassen? Dort gehen Leute hin, die sich vor dem Knast drücken. Was soll ich in so einer Einrichtung?!
Ich würde aber gerne eine Reha zur Erholung machen. Urlaub in Irland wäre auch nicht schlecht. Ich bin so voll mit Müll, dass ich das gar nicht mehr ausgleichen kann.
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