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Blutverdünner / BSDE

Verfasst: 23. Dezember 2016, 14:39
von angiee
Hallo Zusammen,

kurz zu meiner Person:
weiblich, Alter 49, Nichtrauer - schon immer -
kein Alkohol - schon immer -

Eigentlich bin ich kein Forum-Typ. Aber zur Zeit brauche ich wirklich Rat.

Am 05.12.2016 wurde ich wegen eines Hirnaneurysma erfolgreich gecoilt inkl. Stent und bekomme nun für drei Monate Clopidrogel und ASS100 (Blutverdünner) zusammen und nach den drei Monaten für estmal ein Jahr nur noch ASS100.
Nach der OP ging es los. Durchfall gelb, aber noch Appetitt. Ich habe alles gegessen. Hier habe ich mir gedacht, o.k. das Jahr war voller Angst (Diagnose in März d.J.) dann die Frage, operieren oder nicht. War eine schwere Zeit. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich nach der Narkose wach wurde und alles bewegen konnte und wusste wer ich war. Ich bin eh sensibel und empfindlich. Da kann das mit DFschon mal passieren. Zumal ich Clopidrogel bereits eine Woche vor der OP eingenommen habe und nichts gemerkt habe.
Aber nun wurde es jeden Tag nur schlimmer. Oberbauchdruck, gelber Stuhl, Blähungen, machmal Übelkeit aber ohne Erbrechen. Habe auch etwas Schmerzen am Rücken, aber nicht so gürtelförmig wie man immer liest. Kann auch vom vielen Sitzen kommen. Sehr aktiv war ich die letzten Wochen nicht.
Somit habe ich nur noch etwas Haferbrei am Tag gegessen und evt. einen viertel Teller Hühnersuppe. Davon habe ich natürlich abgenommen. Getrunken habe ich stilles Wasser und Kamillen oder Fencheltee. Ich bin normalgewichtig (59 kg./169cm).
Jetzt am Montag, den 19.12. bin ich nochmal in das KH gefahren, in dem ich opierte wurde und habe mich wegen dieser Beschwerden gründlich untersuchen lassen. Es wurde ein großes Blutbild gemacht, inkl. Lipase, LHD, Leukos, CRP, Glukose, GOT etc.etc. Alles o.k. kein Wert - ausser meine Blutgerinnung (ist ja klar) war auffällig. Dann wurde eine große Sonographie der Bauchorgange inkl. Nieren etc. gemacht. Auch hier stellt sich alles unauffällig dar. BSP o.k, GAlle ok. keine Steine.
Ich habe Randilin ´für eine GAstritis bekommen, da die meissten üblichen Magensäurehämmer, die Wirkung von Clopidrogel negativ beinflussen. Mein Hausarzt hat mich gestern Abend noch angerufen und sich nach mir erkundigt. Er ist sehr lieb und hat mich gebeten, wenn es über die Weihnachtstage nicht besser wird, nochmal zur Sono und erneuten Blutabgabe direkt am Dienstag zu ihm zu kommen. DAswerde ich auch wahrnehmen.
Aber es wird nicht besser. Überhaupt nicht. Nun habe ich mir, obwohl man es nicht soll, die Packungsbeilage von Clopidrogel durchgelesen und hier ist eine super seltene Nebenwirkung aufgeführt : Bauchspeicheldürsenentzündung !

Von daher glaube ich nicht an die These; Magen oder Galle, sondern eher an die BSD.

Hat hier vielleicht jemand Erfahrung mit Blutverdünner und Bauchspeicheldürsenentzündung ?
Vielleicht kann man ja beides therapieren.?!

Ich habe Angst, dass ich mich entscheiden muss: Hirnschlag bei Absetzen des Blutverdünners oder über kurz oder lang BSDE noch zu verschlimmern oder sorgar zu sterben. Habe gelesen, das dies gefährlich ist. An K rebs will ich gar nicht erst denken und hoffe, dass bei meinen Beschwerden so etwas dann schon festgestellt worden wäre.....----

O.k. meine Blutwerte am Montag haben keinen Hinweis darauf ergeben, auch Sono nicht. Aber es wird ja nicht besser und evt. war das ja erst der Anfang, den man noch nicht im Blut sieht ??

Ich muss sagen, dass ich in 2010 schon mal ähnliches durchgemacht habe. Aber damals habe ich gar keine Tabletten genommen. Im Krankenhaus wurde seinerzeit CT, MRT, Darmspiegelung, Magenspiegelung, Sonographien, Blutuntersuchungen, Dünndarm-MRT etc. gemacht. Alles damals ohne Ergebnisse.

Gibt es vielleicht jemanden hier im Form der ähnliches erlebt hat ??

Mein Mann ist sehr lieb aber auch genervt von meiner Angst und dass ich den Ergebnissen nicht vertraue.
Meine beste Freundin muss sich gerade um Ihre sterbenskranke Mutter kümmern und ist auch selbst sehr krank und meineMutter ist leider auch sehr krank. Ist gestern erst aus dem Krankenhaus gekommen.
So habe ich zur Zeit keinen, mit dem ich über meine Ängste reden kann.

Vielen Dank und frohe Weihnachten an alle !

Re: Blutverdünner / BSDE

Verfasst: 23. Dezember 2016, 17:23
von Superwischmop
Hallo Angiee

Ich wurde November 2014 nach vielen Entzündungen an der BSD operiert. Seit Juni 2014 stehe ich unter Marcumar. (Thrombosen und Lungenembolien)

Welche Fragen hast du? Wie kann ich dir helfen?

Gruß Susi

Re: Blutverdünner / BSDE

Verfasst: 24. Dezember 2016, 12:55
von Cerberus
Von daher glaube ich nicht an die These; Magen oder Galle, sondern eher an die BSD.
Es müßte erstmal festgestellt werden, ob es tatsächlich eine BSD-Entzündung ist.

Daß die das im KH nicht konnten.................

Re: Blutverdünner / BSDE

Verfasst: 27. Dezember 2016, 21:52
von Muggle
Naja hätten sie vielleicht schon gekonnt, wenn es den Verdacht gegeben hätte. Ich denke mal, hier hilft weiter nichts als die Ärzte mit der eigenen Vermutung zu konfrontieren und das abklären zu lassen. Medizin basiert ja nicht auf "glauben an ... " sondern auf Fakten. Wenn du denkst, dass das Fettstühle sind, dann lass das abklären. Im Moment weißt du ja noch nichtmal, ob deine Bauchspeicheldrüse überhaupt erkrankt oder vielleicht noch kerngesund ist!

Blutverdünner an sich sind eigentlich kein Problem und wenn dieses spezielle Präparat bei dir irgendwelche Probleme auslösen WÜRDE, könntest du immer noch auf ein anderes Präparat umsteigen. Ich nehm seit Jahren Thrombozytenaggregationshemmerund das macht der BSD nix.

Aber eins ist klar: Angst macht das nicht besser, insofern versuche, das abklären zu lassen und dich derweil zu beruhigen. Ich nehme schon jahrelang einen Thrombozytenaggregationshemmer und es ist mit der Bauchspeicheldrüse absolut kein Problem. Meistens gibt es einen Plan B und keine solch heftigen Entscheidungen, wie du sie dir gerade vorstellst. Versuch, das nicht zu groß werden zu lassen, sondern einfach sachlich abklären zu lassen. Vom Arzt... und nicht so viel lesen in so einem Stadium, wenn du sowieso so nervös bist deshalb. Nach einer Geschichte wie deiner steht die Angst, es könnte auch mal schief gehen, sicher im Raum, damit einen guten Umgang zu finden, ist eine Aufgabe, bei der du dir, wenn du es nicht schaffst, auch Hilfe holen kannst.

Re: Blutverdünner / BSDE

Verfasst: 28. Dezember 2016, 09:42
von angiee
Vielen Dank für Deine ehrlichen und offenen Worte.

In der Zwischenzeit habe ich, das was Du mir geraten hast, bereits in die Tat umgesetzt und mich gründlich auch speziell bzgl. BSD untersuchen lassen.

Zum Glück hat sich dies nicht bestätigt.

Vermutlich spielen mir die Nerven einen Streich und eine durch ASS100 angeriffenen Magenschleimhaut. Hier gibt es einen speziellen Magenschutz, der sich auch mit Clopidrogrel verträgt.

Da ich noch eine Kopf OP vor mir habe, versuche ich mich jetzt erstmal etwas zu stabilisieren, um mit neuer Kraft an die hoffentlich letzte Hürde heranzutreten.

Du hast Recht, es ist eine schwere Zeit und auch bereits proffessionelle Hilfe, um das Erlebte aufzuarbeiten, habe ich für mich bereits in die Wege geleitet.

Manchmal arbeite ich zu viel mit meinen Kopf und habe zu wenig Urvertrauen.

Aber das gehe ich an und hoffe auf ein gutes 2017 und das nicht nur für mich, sondern auch für Euch alle, die Ihr hier schreibt und jeder seine Sorgen und Nöte hat.

Ich hoffe, ich muss Euch hier nicht mehr behelligen.

Alles Liebe