Wie verhalte ich mich nach erneutem Entzündungsschub?
Verfasst: 13. Juli 2017, 14:02
Hallo zusammen,
Bin ganz neu hier und dies ist mein erster Beitrag. Ich benötige einfach den Rat eines Leidensgenossen oder natürlich einer Leidensgenossin. Ende Februar brach ich im SANA Klinikum Duisburg, in dem ich mich zufällig aus beruflichen Gründen befand, mit einer akuten schweren nekrotisierenden Pankreatitis mit beginnendem Nierenversagen zusammen. Ich wurde dort mit 4 Liter Infusion pro Tag und Verabreichung eines starken Breitband-Antibiotikums behandelt. Nach etwa 2 Wochen erholte ich mich insoweit, dass sich die extrem schlechten Entzündungs-Blutwerte wieder normalisierten und meine Nieren wieder normal funktionierten. Der vordere Teil meiner Bauchspeicheldrüse ist aber wohl ziemlich zerstört. In der anschließenden Reha (3 Wochen) erhielt ich eine Ernährungsberatung, die darauf abhob, dass ich eigentlich alles könne. Allerdings sollte ich 1000 Einheiten Kreon pro Gramm Fett einnehmen. Direkt nach der Reha ließ ich auf ärztlichen Rat die Gallenblase entfernen, da diese vermutlich die schwere Entzündung ausgelöst habe. Über die ganzen Wochen hinweg waren meine sämtlichen Blutwerte vollkommen in Ordnung. Das änderte sich plötzlich vor etwa 3 Wochen. Da spürte ich stechende Schmerzen unterhalb der Rippen und ließ sicherheitshalber mein Blut im SANA Krankenhaus Remscheid, an meinem Wohnort also, prüfen. Der Lipasewert war auf 750 gestiegen und man nahm mich dort sofort stationär auf. Da ich privat zusatzversichert bin, wurde ich dort vom Chefarzt der Gastro Dr. Jabobeit behandelt, der auf mich einen sehr kompetenten und vertrauenswürdigen Eindruck machte. Über die erfolgte MRT und Ultraschalluntersuchungen stellte er fest, dass weiterhin oder erneut Entzündungsprozesse in dem lädierten Organ stattfanden und setzte mich auf strenge Diät und 2 Liter Infusion pro Tag. Nach einigen Tagen sank der Lipasewert auf etwa 140. Nach einer Woche wurde ich entlassen mit der Maßgabe, strengste fettarme Diät zu halten, vor jeder Mahlzeit 40.000 Kapseln Enzyme zu schlucken (ein Packung Ozym konnte ich in der Apotheke noch ergattern) und meine Blutwerte regelmäßig über den Hausarzt kontrollieren zu lassen. Ich sollte dies erst einmal für etwa 3 Monate „durchziehen“.
Da ich noch arbeitsunfähig geschrieben bin, sitze ich jetzt, ich muss es zugeben, voller Angst zu Hause und beobachte permanent jeden Schmerzimpuls, der durch meinen Bauchraum wandert und da sind noch einige vorhanden. Gutmeinende Verwandte raten mir jetzt, unbedingt eine Zweitmeinung einzuholen, z.B beim Prof. Uhl in Bochum. Wie ist denn hier im Forum die Meinung dazu. Ich bin nämlich unschlüssig, ob es sinnvoll ist, „in der Weltgeschichte herumzufahren“ und immer neue Expertisen einzuholen oder ob das Warten auf den Erfolg der Diät die näherliegende Massnahme sein sollte.
vielen Dank - ich hoffe, meine Ausführungen waren nicht zu weitschweifig
Bin ganz neu hier und dies ist mein erster Beitrag. Ich benötige einfach den Rat eines Leidensgenossen oder natürlich einer Leidensgenossin. Ende Februar brach ich im SANA Klinikum Duisburg, in dem ich mich zufällig aus beruflichen Gründen befand, mit einer akuten schweren nekrotisierenden Pankreatitis mit beginnendem Nierenversagen zusammen. Ich wurde dort mit 4 Liter Infusion pro Tag und Verabreichung eines starken Breitband-Antibiotikums behandelt. Nach etwa 2 Wochen erholte ich mich insoweit, dass sich die extrem schlechten Entzündungs-Blutwerte wieder normalisierten und meine Nieren wieder normal funktionierten. Der vordere Teil meiner Bauchspeicheldrüse ist aber wohl ziemlich zerstört. In der anschließenden Reha (3 Wochen) erhielt ich eine Ernährungsberatung, die darauf abhob, dass ich eigentlich alles könne. Allerdings sollte ich 1000 Einheiten Kreon pro Gramm Fett einnehmen. Direkt nach der Reha ließ ich auf ärztlichen Rat die Gallenblase entfernen, da diese vermutlich die schwere Entzündung ausgelöst habe. Über die ganzen Wochen hinweg waren meine sämtlichen Blutwerte vollkommen in Ordnung. Das änderte sich plötzlich vor etwa 3 Wochen. Da spürte ich stechende Schmerzen unterhalb der Rippen und ließ sicherheitshalber mein Blut im SANA Krankenhaus Remscheid, an meinem Wohnort also, prüfen. Der Lipasewert war auf 750 gestiegen und man nahm mich dort sofort stationär auf. Da ich privat zusatzversichert bin, wurde ich dort vom Chefarzt der Gastro Dr. Jabobeit behandelt, der auf mich einen sehr kompetenten und vertrauenswürdigen Eindruck machte. Über die erfolgte MRT und Ultraschalluntersuchungen stellte er fest, dass weiterhin oder erneut Entzündungsprozesse in dem lädierten Organ stattfanden und setzte mich auf strenge Diät und 2 Liter Infusion pro Tag. Nach einigen Tagen sank der Lipasewert auf etwa 140. Nach einer Woche wurde ich entlassen mit der Maßgabe, strengste fettarme Diät zu halten, vor jeder Mahlzeit 40.000 Kapseln Enzyme zu schlucken (ein Packung Ozym konnte ich in der Apotheke noch ergattern) und meine Blutwerte regelmäßig über den Hausarzt kontrollieren zu lassen. Ich sollte dies erst einmal für etwa 3 Monate „durchziehen“.
Da ich noch arbeitsunfähig geschrieben bin, sitze ich jetzt, ich muss es zugeben, voller Angst zu Hause und beobachte permanent jeden Schmerzimpuls, der durch meinen Bauchraum wandert und da sind noch einige vorhanden. Gutmeinende Verwandte raten mir jetzt, unbedingt eine Zweitmeinung einzuholen, z.B beim Prof. Uhl in Bochum. Wie ist denn hier im Forum die Meinung dazu. Ich bin nämlich unschlüssig, ob es sinnvoll ist, „in der Weltgeschichte herumzufahren“ und immer neue Expertisen einzuholen oder ob das Warten auf den Erfolg der Diät die näherliegende Massnahme sein sollte.
vielen Dank - ich hoffe, meine Ausführungen waren nicht zu weitschweifig