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erhöte Lipase

Verfasst: 8. März 2018, 12:56
von Zeit1983
Hallo Zusammen,

vielleicht hat ja einer von euch einen Rat für mich. Bei mir fing alles im Oktober an. Bauchschmerzen und Krämpfe. Da ich schon mal eine erhöhte Lipase hatte (diese aber mit einer 3 Wöchigen Diät wieder normalisiert war), bin ich zum Blutabnehmen. Wie ich es mir schon dachte, erhöhte Lipase. 185. Ich trinke so gut wie nie Alkohol. Seit dem also Fettarmes Essen und gar kein Alkohol mehr. Es wurde ein CT gemacht, wo ein ödematöser Pankreasschwanz festgestellt wurde. Daraufhin bekam ich eine Einweisung ins Krankenhaus zur Abklärung und Endosonographie. Stationär wurde ich nicht aufgenommen, da angeblich das Gerät kaputt wäre. Also hat man mich Ambulant zum Chefarzt geschickt. Dieser hat ein Ultraschall gemacht und Verkalkungen im Pankreasschwanz gesehen. Es wurde dann noch eine Stuhluntersuchung auf Pankreaselastase gemacht. Diese ist aber in Ordnung. IGg4 wurde auch getestet. Das ist auch in Ordnung. Ende Dezember wurde dann doch eine Endosono durchgeführt mit Punktion der Pankreas. Dort hat man angeblich nichts gesehen und die 17 Proben die genommen wurden, waren zu klein um diese zu Untersuchen :cry: :cry:

Seit dem Schwankt meine Lipase zwischen 85 und 110. Je nachdem was ich esse und wann ich esse geht es mir auch sehr schlecht. Ich bekomme meistens abends Bauchschmerzen und starke Krämpfe. Teilweise habe ich auch Übelkeit. Seit dem das ganze angefangen hat, habe ich bereits 5 Kilo verloren. Bin jetzt bei einer Größe von 1,64 nur noch bei 58 Kilo und versuche mich da zu halten. Ein MRT wurde auch gemacht. Dort hat man eigentlich fast das gleiche gesehen wie im CT nur konnte eine Abgrenzung nicht erfolgen, da ich mittlerweile kaum noch Fett habe und zu dünn wäre.

Letzte Woche wollte ich dann mein Blut noch mal überprüfen lassen und dann der große Schock... trotz Fettarmer Ernährung ist meine Lipase mittlerweile auf 585 gestiegen. Die Amylase ist auf 238. Mein Hausarzt möchte das es schnell untersucht wird und versucht mich stationär unter zu bekommen. Ein Sprechstundentermin, bekommt man hier erst Mitte April. Anscheinend ist es wohl nicht schlimm genug, aber es ist ja auch nicht richtig, dass ich die ganze Zeit mit einer entzündeten Bauchspeicheldrüse rum laufe oder? Mir geht es teilweise immer schlechter, habe kaum noch Kraft um Sport zu machen.

Vielen Dank schon mal im Voraus

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 8. März 2018, 19:16
von Toody
Also viel kann ich dir dazu leider nicht sagen, aber ich bin mit einem Lipase Wert von +229 aus dem Krankenhaus
endlassen worden, das war am 20 Dezember.

Bei der Einlieferung war er +7769
Deshalb kann ich schlecht einschätzen wie schlimm deine + 185 sind.

Danach habe ich Diät gehalten und mir ging es auch nicht gut.
Mittlerweile Esse ich fast wieder normal habe keinen Durchfall, keine Magenschmerzen keine Gewichtsabnahme mehr
ob meine Werte erhöht sind kann ich nicht sagen habe diese noch nicht wieder Kontrolieren lassen.

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 9. März 2018, 07:13
von Zeit1983
Oh, das ja heftig. Weißt du denn was du hattest? Akute BSP?

Hatte hier auch schon gelesen das ja viele viel höhere Werte haben wie ich und hatte dann auch schon ein schlechtes Gewissen. Aber wenn es einem Dauerhaft so schlecht geht möchte man ja einfach nur wissen wieso. Zu mal die Ärzte immer nur sagen es wäre nicht so schlimm, aber es muss unbedingt geguckt werden wo es herkommt, hhmm.

Ich drück dir die Daumen das es bei dir jetzt so bleibt und du nicht wieder so hohe Werte bekommst.
LG

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 9. März 2018, 10:51
von Toody
Also Festgestellt wurde eine Chronische Bauchspeicheldrüsenendzündung, keine Ahnung wie sich das weiter Endwickelt da gehen die Meinungen von Betroffenen sehr auseinander.

Rauchen und Alkohol habe ich natürlich sofort Aufgehört.
Außer Alkoholfreies Bier, das hat zwar auch geringe Mengen an Alkohol aber das hat Apfelsaft oder Malzbier auch.

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 9. März 2018, 19:06
von veritas
Es ist halt trotzdem sehr individuell was man verträgt und was nicht - ich würde versuchen da so gut wie möglich auf deinen Körper zu hören. Ich hab chronische Pankreatitis und vertrage Alkohol zum Beispiel noch immer besser als Kohlensäure.
Wenn du Beschwerden hast, dann würde ich noch mehr experimentieren, nach welchem Essen du dich besser oder schlechter fühlst. Falls du das nicht sowieso machst.

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 9. März 2018, 20:46
von Zeit1983
Also was fettiges vertrage ich derzeit gar nicht. Versuche es immer wieder wenn es mir ne Woche mal besser geht aber das wird nichts. Am besten vertrage ich derzeit noch Joghurt Grießbrei Suppe Kartoffeln und Nudeln und morgens mal Brot. Hat man mit der Zeit aber auch kein Bock mehr drauf aber so lange es einem dadurch besser geht versucht man alles. lg

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 11. März 2018, 07:46
von veritas
Zeit1983 hat geschrieben: 8. März 2018, 12:56 . Anscheinend ist es wohl nicht schlimm genug, aber es ist ja auch nicht richtig, dass ich die ganze Zeit mit einer entzündeten Bauchspeicheldrüse rum laufe oder? Mir geht es teilweise immer schlechter, habe kaum noch Kraft um Sport zu machen.
Natürlich ist es unangenehm permanent eine leichte Entzündungen zu haben - das Problem ist, dass da gar niemand was dagegen machen könnte. Es gibt keinerlei Medikamente, die gegen Pankreatitis helfen, außer Schmerztabletten (und bei ganz, ganz heftigen Entzündungen hab ich schonmal Entzündungshemmer oder sowas intravenös bekommen, aber das scheint eher starker Tobak zu sein). Schmerztabletten haben halt den Nachteil, dass du davon auch nicht mehr Kraft bekommst und das Suchtpotential sehr hoch ist, wenn die Schmerzen also ganz gut aushaltbar sind, dann würden solche Medikamente deine Lebensqualität eher noch weiter senken.
Wobei ich glaube, dass ein Wert um die 100 noch wirklich nicht schlimm ist, ich glaub ich komm nie unter die 100. Die Lipase alleine sagt ja auch nicht aus, dass es grad eine Entzündung gibt, "nur" dass die Bauchspeicheldrüse irritiert ist. Obs tatsächlich eine leichte Pankreatitis ist, bestätigt dann der CRP-Wert. Natürlich, wenn die Lipase bei 4000 liegt oder so, braucht man da nix mehr bestätigen.

Die Frage ist, was du dir von einem stationären Aufenthalt erwartest? Eine chronische Pankreatitis kann man leider nicht behandeln - es kann Ursachenforschung betrieben werden, ob da etwas Anderes wie etwa Gallensteine dahintersteckt und sichergehen, dass sich da kein Tumor versteckt, aber das wurde bei dir ja anscheinend bereits getan. Wenn du öfter Durchfall hast, dann sollte deine Elastase überprüft werden, ob du genug Enzyme produzierst, ansonsten kriegst du Enzyme zum Schlucken, die bei der Verdauung helfen.

Das Wichtigste (nach den Untersuchungen die du gemacht hast) ist halt, dass du deine Ernährung bauchspeicheldrüsenfreundlich gestaltest - das ist wie gesagt etwas sehr Individuelles. Die Sachen, bei denen du geschrieben hast, dass du sie verträgst sind eh schonmal die Klassiker. Ich hab hier schon manchmal andere Ernährungstipps geschrieben von Schonkost, die ich halt vertrage - wenn du willst kann ich dir das hier reinkopieren.

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 11. März 2018, 11:15
von Zeit1983
Danke für deinen Beitrag. Eigentlich wollte ich nie einen stationären Aufenthalt. Mein Hausarzt pocht dadrauf. Mein Lipasewert liegt ja mittlerweile bei 585 trotz Fettarmer Ernährung. Ich habe noch die Hoffnung das es vielleicht doch die Galle ist, da ich auch öfter Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen habe. Ich habe mir jetzt mal einen ambulanten Sprechstundentermin bei einem Gastrologen geholt der da Ahnung von hat. Es ist ja auch noch nichts diagnostiziert. Durchfälle habe ich derzeit nicht und die Elastase ist in Ordnung. Sollte auch schon Enzyme nehmen aber die haben auch nicht geholfen, da wurde mir eher schlecht von. Mittlerweile habe ich mir spezielle Kochbücher gekauft bzgl. der Ernährung. Du kannst mir deine Tipps aber gerne rein kopieren.Danke.

Re: erhöte Lipase

Verfasst: 11. März 2018, 13:53
von veritas
Hier habe ich mal was zur Schonkost geschrieben:

Was ich sonst [außer Suppen und Zwieback] noch bei/nach Entzündungen esse sind Nudeln (kein Vollkorn natürlich) mit Tomatensoße, Kompotte (auch die aus der Dose), Semmeln, süße Weißbrote mit Marmelade, Philadelphia und Co sind normalerweise sehr gut - dazu kann man ein bisschen Gurken, Tomaten oder anderes leicht verdauliches Gemüse probieren, das Wasser kannst du auch mit Sirup mischen, Topfen/Quark ist sehr gut verdaulich (das kannst du z.b. mit Kartoffelpüree mischen, in Tomaten füllen und dann im Ofen backen), Breie sind natürlich einfach, Cornflakes vertrage ich persönlich sehr gut, Naturjoghurt mit (sehr reifen!) Bananen und Äpfeln mixen könntest du probieren. Reis und Vollkornprodukte würde ich fürs erste Mal weglassen.

Und in dem Thread wird das Essen eine Stufe höher besprochen:
viewtopic.php?f=14&t=3758&p

Ja, der Besuch von einem Gastroenterologen ist sicher eine gute Idee - das Thema ist schon zu speziell für einen Hausarzt, wegen Pankreas-Themen geh ich eigentlich gar nie zu meinem, da geh ich immer gleich zum Internisten.

Wenn du keine Durchfälle hast, dann brauchst du das Kreon sowieso nicht - dann funktioniert die Verdauung gut genug :)