Angst vor Whipple-Operation
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Etaeb
- Beiträge: 10
- Registriert: 17. Juni 2017, 17:42
Angst vor Whipple-Operation
Ich werde am 10.Januar in Heidelberg operiert, nachdem man mir in Mainz dreimal einen Stent eingesetzt hat, der überhaupt nicht geholfen hat. Ich habe eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, ständig Schmerzen und eine permanente Übelkeit. Deshalb habe ich mich für die Operation entschieden. Ich habe furchtbare Angst. Wer macht mir Mut?
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sprotte
- Beiträge: 65
- Registriert: 1. September 2018, 13:55
Re: Angst vor Whipple-Operation
Hallo etaeb,
ich hatte die OP im März 2018 im UKSH. Du brauchst keine Angst zu haben, es ist zwar wirklich eine große OP, aber es ist machbar. Manche Patienten werden schon nach 14 Tagen entlassen, ich war wegen Komplikationen 4 Wochen im KH. Weißt du, das Gute ist, dass nach einiger Zeit alles wirklich besser ist, als der Zustand vor der Operation. Ich hatte auch mehrere Stents, aber die Angst vor einem Verstopfen und dadurch stärksten Schmerzen blieb halt. Ich war nach der OP zur Reha, fand ich erst ziemlich blöd, aber es half.
Jedenfalls hab ich seither keinerlei Schmerzen mehr, hab Gewicht zugenommen, kann fast alles essen (Kreon und Insulin sei Dank), arbeite seit Mai wieder und bin froh, dass ich die OP hab machen lassen, vor allem, weil dadurch die Angst vor einer bösartigen Entartung der kaputten BSD auch nicht mehr da ist.
Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute für den Eingriff, du bist mit Sicherheit in Heidelberg auch sehr gut aufgehoben. Wie alt bist du?
Lieben Gruß und Kopf hoch, du schaffst das bestimmt
ich hatte die OP im März 2018 im UKSH. Du brauchst keine Angst zu haben, es ist zwar wirklich eine große OP, aber es ist machbar. Manche Patienten werden schon nach 14 Tagen entlassen, ich war wegen Komplikationen 4 Wochen im KH. Weißt du, das Gute ist, dass nach einiger Zeit alles wirklich besser ist, als der Zustand vor der Operation. Ich hatte auch mehrere Stents, aber die Angst vor einem Verstopfen und dadurch stärksten Schmerzen blieb halt. Ich war nach der OP zur Reha, fand ich erst ziemlich blöd, aber es half.
Jedenfalls hab ich seither keinerlei Schmerzen mehr, hab Gewicht zugenommen, kann fast alles essen (Kreon und Insulin sei Dank), arbeite seit Mai wieder und bin froh, dass ich die OP hab machen lassen, vor allem, weil dadurch die Angst vor einer bösartigen Entartung der kaputten BSD auch nicht mehr da ist.
Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute für den Eingriff, du bist mit Sicherheit in Heidelberg auch sehr gut aufgehoben. Wie alt bist du?
Lieben Gruß und Kopf hoch, du schaffst das bestimmt
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Etaeb
- Beiträge: 10
- Registriert: 17. Juni 2017, 17:42
Re: Angst vor Whipple-Operation
Hallo, liebe Sprotte, ganz herzlichen Dank für Deine Antwort, die mir Mut macht. Ich bin 71 Jahre alt - zu jung zum Sterben:-) Mir geht es seit Monaten mit der chronischen Pankreatitis sooo schlecht, dass ich die OP als einzigen Ausweg sehe. Ich habe Schmerzen, aber viel schlimmer ist die permanente Übelkeit. Ich habe alles, alles ausprobiert, von Vomex über MCP, Hausmittel aller Art, nichts, gar nichts hilft. Mir ist ständig übel. Essen fällt so schwer, ich wiege nur noch 45 Kilo bei einer Größe von 1,67. Wahrscheinlich ist die OP tatsächlich die einzige Lösung... Trotz Deiner lieben Worte bleibt die Angst. Herzliche Grüße, Etaeb aus Mainz
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sprotte
- Beiträge: 65
- Registriert: 1. September 2018, 13:55
Re: Angst vor Whipple-Operation
Hallo Etaeb,
das mit der Übelkeit und nicht essen können ist bei dir ja echt schlimm. Dabei müsstest du schon versuchen, etwas Gewicht zuzulegen vor dem Eingriff. Hast du es schon einmal mit Malto..... (hab den vollständigen Namen vergessen, gibt es in der Apotheke, ist ein geschmacksneutrales Pulver, hochkalorisch), das kann man sich in Suppen, Joghurts, Getränke etc. mischen und man schmeckt es nicht. Du wirst durch die OP noch mehr an Gewicht verlieren!! Hast du schon mal von Seabands gehört? Helfen eigentlich gegen Übelkeit bei Seekrankheit, kenne aber auch Pat., die diese gegen Übelkeit bei Chemo benutzen.
Ich habe mich (Gott sei Dank) vor der OP nicht im Internet über den Eingriff informiert!!! Habe mich durch den Prof. gut aufklären lassen und darauf vertraut, dass alles gut geht, daher hielt sich meine Angst wirklich in Grenzen und wie gesagt, die OP ist manchmal der einzige Weg, dass es einem wieder besser geht. Das wird bestimmt auch bei dir wieder der Fall sein.
das mit der Übelkeit und nicht essen können ist bei dir ja echt schlimm. Dabei müsstest du schon versuchen, etwas Gewicht zuzulegen vor dem Eingriff. Hast du es schon einmal mit Malto..... (hab den vollständigen Namen vergessen, gibt es in der Apotheke, ist ein geschmacksneutrales Pulver, hochkalorisch), das kann man sich in Suppen, Joghurts, Getränke etc. mischen und man schmeckt es nicht. Du wirst durch die OP noch mehr an Gewicht verlieren!! Hast du schon mal von Seabands gehört? Helfen eigentlich gegen Übelkeit bei Seekrankheit, kenne aber auch Pat., die diese gegen Übelkeit bei Chemo benutzen.
Ich habe mich (Gott sei Dank) vor der OP nicht im Internet über den Eingriff informiert!!! Habe mich durch den Prof. gut aufklären lassen und darauf vertraut, dass alles gut geht, daher hielt sich meine Angst wirklich in Grenzen und wie gesagt, die OP ist manchmal der einzige Weg, dass es einem wieder besser geht. Das wird bestimmt auch bei dir wieder der Fall sein.
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Etaeb
- Beiträge: 10
- Registriert: 17. Juni 2017, 17:42
Re: Angst vor Whipple-Operation
Liebe Sprotte, vielen Dank für Deine Antwort und die Tipps. Maltodextrin habe ich noch nicht probiert, ich nehme aber Fresubin, das sind hochkalorische Proteindrinks. Seabands habe ich auch noch nicht probiert, aber ich fürchte, dass bei dieser Übelkeit, gegen die die stärksten Medikamente nicht helfen, auch Akupunktur nicht hilft. Ich werde aber nach Weihnachten mal in der Apotheke danach fragen. Danke, dass Du mir so lieb Mut machst. Wie alt bist Du denn? Mit den besten Wünschen für ein angenehmes Wochenende, Gruß, Etaeb
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sprotte
- Beiträge: 65
- Registriert: 1. September 2018, 13:55
Re: Angst vor Whipple-Operation
Ich bin 60 Jahre und war zum Zeitpunkt der OP nicht wirklich fit, da ich im Dezember und Januar für jeweils Wochen stationär (incl. ITS) war. Alles in allem war 2018 schon nicht wirklich prickelnd und ich war sooo ungeduldig, dass es doch länger dauert, bis man wieder einigermaßen fit ist, hab ich einfach komplett unterschätzt. Muss wie gesagt Enzyme, Insulin und jetzt auch Vit. D und B12 bekommen. Aber ist so ein bißchen wie nach Geburten, man vergißt Gott sei Dank.
Leider muss ich im Januar nochmal operiert werden, da ich einen Narbenbruch habe.
Jetzt freue ich mich erstmal auf Weihnachten mit meinen Töchtern und meinem kleinen Enkel.
Ich wünsche dir auch einen schönen 4. Advent und friedliche Feiertage, lass sie dir nicht durch Ängste verleiden.
Lieben Gruß
Leider muss ich im Januar nochmal operiert werden, da ich einen Narbenbruch habe.
Jetzt freue ich mich erstmal auf Weihnachten mit meinen Töchtern und meinem kleinen Enkel.
Ich wünsche dir auch einen schönen 4. Advent und friedliche Feiertage, lass sie dir nicht durch Ängste verleiden.
Lieben Gruß