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Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 11:19
von phil1980
Hallo,
Ich wollte mal fragen ob man eine Endosonographie als Selbstzahler machen lassen kann, und wie Viel diese Kosten würde? Bin eigentlich kassenpatient.
Bin momentan so verzweifelt und hab Angst.
Hab auch schon überlegt zwischen weihnachten und neujahr ins virchov klinikum (Ich wohne in berlin) zu fahren und in der Notaufnahme vorstellig zu werden. In der Hoffnung dass man dort die pankreas untersucht.
Mit ist momentan so übel . Meine Freundin belaste ich damit auch ganz schön. Hab schon mein Job verloren wegen Krankheit.
Wie komme ich Am besten an einen Arzt der dich mit dem Organ auskennt? Ich weiß nicht mehr weiter
Frohe Weihnachten euch
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 15:43
von veritas
Ich hab mal aus Versehen die Rechnung bekommen von ein paar Tagen Aufenthalt mit ERCP, das waren ca. 10.500 Euro
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 17:06
von phil1980
Oha...das ist wirklich ne Menge.
Aber ich hatte da eher an eine ambulante Behandlung gedacht.
Genauer gesagt an eine endosono.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 17:20
von Lutz Otto
Guten Tag Phil1988,
versuche doch bitte einmal zwischen den Feiertagen die AdP - Regionalgruppenleiterinnen des AdP telefonisch zu kontaktieren. Diese arbeiten seit vielen Jahren mit Ärzten und Kliniken eng zusammen und können daher sicherlich einen Experten im Berliner Raum benennen. Dieser Anruf ist doch völlig unverbindlich, die Leiterinnen engagieren sich ehrenamtlich. Zu den Kontaktdaten:
https://www.bauchspeicheldruese-pankrea ... enburg-10/
Ich wünsche frohe, beschwerdefreie Weihnachten und alles, alles Gute.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 17:34
von phil1980
Hallo Lutz Otto,
Vielen Dank für den Vorschlag, das werde ich in jedem Fall wahrnehmen.
Frohe Weihnachten zurück.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 21:52
von wasistes
Ich rate dir davon ab, viel Geld aus eigener Tasche zu investieren. Nimm Kontakt zu einem Pankreaszentrum auf, wenn der Verdacht im Raum steht das du irgendeine Form der Bauchspeicheldrüsenerkrankung haben könntest. Kann dir z.B. das LMU empfehlen. Von der Charite kann ich dir leider erstmal abraten, genrell habe ich hier in Berlin sehr schlechte Erfahrungen gemacht was diese Art der Erkrankung angeht, kann aber sein das ich auch einfach Pech hatte.
Wird aber sicher mindestens zwei bis drei Monate dauern bis du nen Termin bekommst.
Generell: Mach dich erstmal nicht verrückt, das schlimmste wird es sicher nicht sein!
Ich hatte auch die schlimmsten Symtome und bin quer durch Deutschland gereist deswegen, ehrlich gesagt dachte ich vor genau einem Jahr noch, ich würde nächste Weihnachten nicht mehr erleben.
Inzwischen gehts mir wieder relativ gut, abgesehen von "erträglichen" Schmerzen.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 22:03
von phil1980
Vielen Dank für deine Antwort wasistes.
Schön zu hören dass es dir entsprechend geht nach der odysee.
Kannst du auch eine Adresse in berlin empfehlen?
Edit: habe gerade gelesen dass du in berlin schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 25. Dezember 2018, 23:15
von wasistes
Also am ehsten noch das Waldfriede Krankenhaus, da hatte ich meine erste Endosonographie. Der Sonograph hat jahrelang an der Charite gearbeitet und dementsprechend viel Erfahrung.
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 26. Dezember 2018, 00:17
von Sony
Die Tage mit dem Essen und den Feierlichkeiten sind wahrlich keine Freude für uns. Mir gings gestern auch richtig bescheiden, heute trotz Fondue Chinoise viel besser. Gestern dachte ich mit den Rückenschmerzen und dem Brennen im Solarplexus (habe ich sonst nie, nur immer Druck linker Oberbauch/Stiche etc.), als ob ich explodieren würde, dass dies ein Schub hätte sein können. Ging allerdings nach etwa einer Stunde weg und war grad noch an der Grenze vom Aushaltbaren. Von daher sicher kein richtiger akuter Schub.
@wasistes: Ist deine Diagnose eigentlich nun in Stein gemeisselt bzw. akzeptiert? CP, ohne je einen akuten Schub zu haben und trotz (grösstenteils) gesunder Bildgebung? Ich freue mich auf Ende Januar, wenn auch ich hoffentlich näher an eine Diagnose rücken kann. Ich denke aber, dass meine Ärzte hier "nur" wegen den Symptomen, EPI und allenfalls einer Atrophie mir keine Diagnose ausstellen werden. Ich denke auch wenn man die Oldies hier drin mit CP fragt, haben diese alle mal einen richtigen Schub gehabt, der zur Diagnose geführt hat.
@phil: Alles Gute, manchmal hilft es ungemein, wenn man weiss, dass man nicht alleine mit diesem Schlamassel ist.
Frohe Weihnachten allseits!
Re: Wie schnell an Untersuchung kommen?
Verfasst: 26. Dezember 2018, 00:43
von wasistes
Meine Diagnose lautete jetzt bereits mehrfach beginnende idiopathische chronische Pankreatitis. Festgestellt wurde sowohl mehrfach in der Bildgebung als auch 1 per Biopsie mit Gewebeprobe eine leichte Fibrose am Kopf der Drüse. Einen Schub hatte ich so aber nie, aber dauerhafte Schmerzen die Anfang des Jahres stärker waren. Außerdem wurde 6 mal eine EPI festgestellt. Meine Leber ist übrigens auch etwas fibrotisiert.
Eine klassische chronische Pankreatitis ist es aber scheinbar so oder so nicht, laut Ärzten. Übrigens auch eine Virusinfektion z.b. mit Parvovirus B19 kann z.b. zu einer Fibrose und Atrophie des Pankreas führen.
Die letzte Hypothesen waren unvollständiges Pankreas Divisum und AIP Typ2 als mögliche Genese für die Fibrose, da ANA und Il 2 Werte konstant steigen.
Deswegen werde ich im Frühjahr eine weitere Endosonographie haben, bei der mögl. auch wieder eine Biopsie gemacht werden soll. Falls sich das dann bestätigt könnte es sein das ich für ein halbes Jahr Kortison bekomme, laut Gastroenterologin.
Ich glaub man darf bei dieser Erkrankung auch nicht im Schema F denken. Es gibt ja anscheinend eh ein dutzend Ursachen für eine idiopathische chr. Pankreatitis.
Was ich für mich gemerkt habe, das Leben so gut wie möglich zu genießen, auch wenns schwer ist mit Schmerzen. Je weniger ich an die Krankheit denke, desto besser gehts mir.