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Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 28. Januar 2019, 12:32
von rato
Ich habe heute von ''Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom'' gelesen und frage mich ob hier einige Leidensgenossen, bei denen am Pankreas bisher nichts festgestellt wurde (bis auf Elastase zu niedrig) mal auf das Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom untersucht wurden.

So wie ich verstanden habe kann es unzählige Probleme verursachen. Unter anderem auch Probleme mit Pankreas, Magen & Darm.


Es betrifft eher jüngere Leute zwischen 20 - 40 Jahren und kann mit Duplexsonographie, CT-Angiographie oder MRT-Angiographie diagnostiziert werden.

https://link.springer.com/article/10.1007/PL00010535

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 28. Januar 2019, 20:05
von Beth
Hallo,


Spezi auf dem Gebiet mit Trunncus oder auch anderen vizeralen Gefäßkompressionssyndtomen ist Dr. Peter Fellmer in Duisburg.
War letztes Jahr bei ihm um das ausschließen zu lassen.

Lg

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 28. Januar 2019, 20:13
von Paul86
Total interessanter Hinweis danke dafür. Wuerde man das in einem normalen mrt/ct vom bauchraum ohne entsprechende indikation sehen?!

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 28. Januar 2019, 21:33
von rato
Paul86 hat geschrieben: 28. Januar 2019, 20:13 Total interessanter Hinweis danke dafür. Wuerde man das in einem normalen mrt/ct vom bauchraum ohne entsprechende indikation sehen?!
Ich habe mir die Aufnahmen von meinem ''Abdomen'' (Bauchraum) und auch der Wirbelsäule angeschaut. Sind mit Kontrastmittel die Abdomenaufnahmen (CT + MRT+MRCP). Ich habe dabei die CT-Angio Aufnahme vom englischen Wikiartikel mit meinen Aufnahmen verglichen: https://en.wikipedia.org/wiki/Median_ar ... t_syndrome

Ich konnte nicht mal annähernd etwas ähnliches erkennen.

Anscheinend braucht man da wirklich eine Duplexsonographie, CT-Angiographie oder MRT-Angiographie des Abdomens.
Beth hat geschrieben: 28. Januar 2019, 20:05 Hallo,


Spezi auf dem Gebiet mit Trunncus oder auch anderen vizeralen Gefäßkompressionssyndtomen ist Dr. Peter Fellmer in Duisburg.
War letztes Jahr bei ihm um das ausschließen zu lassen.

Lg
Vielen Dank für den Tipp. Ich werde noch ein halbes Jahr warten und dann frage ich meinen Gastro, ob der mich für eine Duplexsonographie dort hinschicken würde. Ich vermute mein Gastro hat bestimmt nichts davon gehört.
Falls er sich weigert muss ich wohl wieder als Selbstzahler zum Radiologen für eine MRT-Angiographie des Abdomens.
Das ist so ärgerlich, dass man nur für eine MRT-Angiographie zusätzlich für die Körperregion zahlen muss, anstatt einfach beispielsweise nur für MRT-Angiographie bezahlen zu müssen.
Also Abdomen + Kontrastmittel + MRT-Angiographie/ zusätzliche Aufnahme.

Darf ich fragen wer bei dir auf die Idee gekommen ist ? Dein Gastro oder im Pankreaszentrum ?
Wie wurde es ausgeschlossen ? Mit Duplexsonographie oder CT-Angio, MRT-Angio ?
Musstest du ihn der Klinik in Duisburg bleiben oder war das ambulant wie ein Besuch beim Hausarzt ?

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 28. Januar 2019, 22:08
von Beth
Bei mir wurde das anhand eines normalen Sellink MRTs ausgeschlossen. Der Trunncus war dort gut zu sehen. Zur Absicherung wurde in Duisburg noch eine Doppler Sonografie durchgeführt.
Der Verdacht kam erstmalig in der Uniklinik auf da ich schon lange Schmerzen hatte im Oberbauch. Meine Pankreasanomalie aber nicht ursächlich war.
Bin dann durch googeln auf die Adresse in Duisburg gestoßen.

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 3. Februar 2019, 09:50
von Carlos
Hallo, da ich gerade aus Heidelberg komme und gewhippelt wurde , wollte ich mich zu dem Thema doch auch kurz zu Wort melden.
Auch bei mir wurde schon vor einigen Jahren das dunbar Syndrom festgestellt. Der Trunctus war also ziemlich abgeklemmt. Da ich bis dahin durch zu wenig Aufklärung keine andere Erklärung für meine Oberbauchscherzen gefunden habe, bin ich nach Leipzig gefahren zu einem Dr Scholbach gefahren. Er sollte sich auskennen. Er hat das syndrom per Duplexsonografie festgestellt und ich habe mich im Mai 2016 in Berlin operieren lassen. Es hat letztendlich nichts gebracht. Meine Beschwerden kamen auch eindeutig von der Bauchspeicheldrüse.
Jetzt zum eigentlichen Problem. Wenn man sich dazu entschließt sich am Trunctus c. operieren zu lassen, erhöht man sehr stark das Risiko, dass diese Arterie bei einer 2. Op wie z. B. Whipple einfach reißt. Mit jedem Eingriff bildet sich Narbengewebe und dadurch wird alles empfindlicher. Bei mir ist der T. c. Während der OP gerissen und so dauerte die OP beinahe 9 h. Man schwebt schon etwas in Lebensgefahr, weil der Chirurg den T. neu in die Aorta einpflanzen muss. Das ist alles schon sehr riskant.
Da ich kein Arzt bin, kann ich nicht beurteilen, ob man mit dem Freilegen des T. wirklich Schmerzen lindern kann.
Aber wenn man Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hat, sollte man ersteimal alle herkömmlichen Ursachen abklären , bevor man über einen Eingriff nachdenkt.
Viele Grüße
Rasmus

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 3. Februar 2019, 12:12
von rato
Hi Carlos,
danke für deinen Beitrag.

Ich habe mir deine älteren Beiträge durchgelesen und frage mich wie es dir aktuell geht. Du hast dich ja für Whipple entschieden.
- Wurde heute eigentlich die Ursache für Seitengang IPMN festgestellt ?
- Welche Beschwerden hattest du genau ?
- Arbeitest du wieder im alten Beruf ?
- Hattest du während deiner Ausbildung mit Pestiziden und Herbiziden zu tun ?
- Hattest du von Anfang an ein Pankreas divisum ?

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 3. Februar 2019, 16:10
von Carlos
Hey
Ich wurde am 22.01.2019 , also letzte Woche Dienstag und Mittwoch operiert. Im Moment liege ich also viel im Bett und erhole mich.
Insgesamt geht es mir ganz gut. Ein paar Wochen brauche ich noch. Der path. Befund hat das IPMN nicht zu 100% bestätigt. Ich hatte durch das divisum und die lange Zeit eine chr. Pankreatitis. Die Zysten waren wohl eher pseudozytsen. Ganz ausscheltenden wollte man das IPMN zwar nicht, aber ^es sei klinisch sehr unwahrscheinlich , dass es sich um ein IPMN handele^. So steht es in dem Bericht.
Grundsätzlich ist bei mir aber alles gut gelaufen, bis auf dass der Tr. gerissen ist und ich einen Tag später wegen einer Undichtigekeit einer Naht noch einmal operiert werden musste. Bei mir funktionieren alle Organe, ich habe kein Diabetes. Soweit also alles in Ordnung. Mal sehen wie es mir in ein paar Monaten geht.
Grüße

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 3. Februar 2019, 16:17
von rato
Das hört sich ja erst mal super an, bis auf die Komplikation mit dieser Arterie.
Auch interessant zu hören welche mögliche Konsequenzen ein Eingriff in diese Arterie haben kann.
Bin da echt dankbar, dass du uns bzw. mir das mitteilst.

Dann wünsche ich dir das alles gut verheilt und das alte Leben vor den Pankreasproblemen dich zurückholt.
Wäre schön, wenn du mich auf den laufenden hältst.

Re: Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom oder Pankreas ?

Verfasst: 3. Februar 2019, 16:51
von Sony
@Rasmus: Danke für deine wertvolle Berichterstattung. Was mich noch interessieren würde; bevor du deine Trunctus hast operieren lassen und du schon Beschwerden hattest - hast du zu dieser Zeit deine BSD schon gründlich untersuchen lassen? Blut/Stuhl/MRCP/CT/Endosono? Oder hast du das damals noch nicht gemacht. Ich möchte drum gerne nicht denselben Fehler begehen...

Viele Grüsse
Sony