Seite 1 von 1

Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 18. März 2019, 09:42
von thphilipp
Guten Morgen,

ich würde gern ein mal Erfahrungen und Infos zur Whipple oder den anderen Methoden von Euch bekommen. Hauptsächlich gilt meine Frage an
operierte Patienten mit chronischer Pankreatitis, also kein Krebs. Ich mache mir einfach immer mehr Gedanken, dass irgendwann ich vor der Sache
selber stehen werde, zumal ich letzte Woche in Bochum wieder einiges gesehen habe!

Bitte sprecht über die OP´s selber, die Vorbereitungen, Komplikationen, Nachsorge, ReHa, etc. etc.

Wie geht es Euch heute. Wie lange ist es her? usw. usw.

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 21. März 2019, 20:07
von Dancer
Hallo , ich habe einige Beiträge seit einiger Zeit von Dir verfolgt . Bei mir traten die ersten Beschwerden im August 2017 auf ,es wurde eine Chronische Pankreatitis festgestellt , da die Schmerzen ständig wiederkamen bin ich dann in die Uni Rostock zu Prof. Klar gegangen. Hier wurde eine Raumforderung festgestellt welche sich nach OP als gutartig , kein Krebs herausgestellt hat. Hatte mich am 28.12.17 dort operieren lassen , pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion. Ich habe die OP gut überstanden und wurde am 14.01.18 dann entlassen. Reha hatte ich abgelehnt . Ich hatte Anfangs leichte Probleme die richtige Handhabung mit Kreon zu finden da ich weiter abnahm . Da das bei jedem anders ist muss man seine eigene Dosierung finden . Zwischenzeitlich habe ich wieder 10 Kilo zugelegt und mein Wohlfühlgewicht von 87 Kilo /178 cm erreicht. Das versuche ich zu halten. Schmerzen habe ich keine mehr , die waren nach der OP weg . Ich habe nach 5 Monaten wieder gearbeitet . Und lebe seither bewusster und sehr viel gesünder .

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 22. März 2019, 06:25
von Dancer
Morgen :) Ich muss aber noch was loswerden , Es ist ein heftiger Eingriff im Körper und in meinem Fall hat es natürlich auch gedauert um sich auf die Neue Situation einzustellen. Große Hilfe habe ich von Mitgliedern der Regio Rostock des ADP erfahren wo ich auch Mitglied bin . Viele Tipps sind für mich Goldwert . Essen kann ich alles , auf Speisen mit hohem Fettgehalt verzichte ich , das bekommt mir nicht so. Ich weiß das ich einer der wenigen bin der so wenig Probleme nach der OP hat aber ich wollte auch eine positive Erfahrung in dieses Forum Posten. Und ich kenne mittlerweile einige welche mit dieser Erkrankung seit vielen Jahren leben .

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 22. März 2019, 09:21
von thphilipp
Das ging aber schnell von den ersten Symptomen bis zur OP, oder? Wo wurdest Du operiert?

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 22. März 2019, 09:58
von Dancer
Naja ,die ersten Symtome konnte ich ca. 5 Jahre nicht richtig einordnen , ein ziehender brennender Schmerz rechts im Oberbauch . Bin dann auch öfter zum Arzt , wurde dann auf Rückenprobleme hingewiesen. Habe dann irgendwann den Kleinen Schmerz ignoriert und bekam dann im August 17 diese Schmerzattacken. Im Oktober 17 wurde ich dann per Notarzt ins hiesige Krankenhaus bei einer echt heftigen Attacke eingewiesen. Dort wurden auch MRT und Sono gemacht und eine chronische Pankreas angedeutet. Da Bildgebungsverfahren war unauffällig. Die Attacken ließen nicht nach und ich bei meinem Hausarzt auch nicht . Der hat sich dann die Aufnahmen selbst angesehen und meinte etwas zu sehen was abgeklärt werden sollte. Darauf bin ich in die Uni Rostock wo ich komplett gecheckt wurde und auch operiert wurde. Ja , ich hatte Glück keine ewig lange Vorgeschichte gehabt zu haben . Und vor allem das Glück in die richtigen Arzthände gelangt zu sein .

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 22. März 2019, 15:32
von thphilipp
Toll, super gelaufen. So wüsche ich es mir auch, wenn es soweit ist.

Re: Langzeiterfahrungen nach Whipple oder anderer Methode

Verfasst: 28. März 2019, 13:25
von Lillyfee
Also ich muss sagen ich hatte keinerlei Schmerzen. Ich konnte einfach nicht mehr essen. Hatte das Gefühl meine Nahrung bleibt auf halben Weg hängen. Mein Hausarzt hat auf meine Gallensteine getippt und mich zur Spiegelung am nächsten Tag in KKH geschickt. Dort wurde eine Veränderung an der Bauchspeicheldrüse festgestellt. Habe es alle halbe Jahr kontrollieren lassen. Nach 2 Jahren Kontrolle hat man mir dann geraten es operieren zu lassen, da sich die Zellen verändert haben und das Teil grösser wird. Habe die OP in Bochum machen lassen und muss sagen bessere Ärzte hätten mir nicht passieren können. Mit den Schmerzen ist das so eine Sache, jeder empfindet Schmerzen ja anders. Ich lag 3 Tage auf der Intensiv weil ich sehr viel Blut verloren habe. Meine Venen sind wohl sehr fein und porös so das sie während der Endphase der OP geplatzt sind. Nach 9 Stunden war dann aber alles gelaufen. Eine Reha hab ich nicht gemacht ich wollte nach 4 Wochen einfach nur nach Hause. Habe dann einen super Diabetologen gefunden, so dass es jetzt auf die Zielgerade geht. Muss ehrlich sagen die Geburt meiner Tochter war schlimmer, denn im KKH sieht man zu dass du erst gar keine Schmerzen bekommst, du bist den ganzen Tag mit Schmerzmitteln eingedeckt. Ich bin nach 1 Woche über den Flur gedackelt in der 2 ten Woche war ich mit meinem Mann in der Cafeteria :prost: