Noch nie so verzweifelt gewesen.. Pankreatitis, EP
Verfasst: 23. April 2019, 18:04
Hallo zusammen,
dieser Beitrag wird wohl etwas länger, ich hoffe dennoch, dass sich jemand durchquält.
Ich hatte mich Ende letzten Jahres schon einmal hier gemeldet und berichtet, dass bei mir eine EP und eine leichte Pankreatitis (MRCP, Schluckultraschall unauffällig/ Biopsie auffällig) festgestellt wurden. Damals wurde ich mit Pantozol 80mg (da Gastritis) und Kreon entlassen.
Ich nahm also beides (Kreon bei etwa 150000 Einheiten pro Tag) ein. Ich konnte zwar wieder einigermaßen essen und nahm auch zwei Kilo zu, aber wirklich gut ging es mir nicht.
Nach diesen zwei Monaten begann ich, das Pantozol zu reduzieren. Auf einmal stellte sich eine unglaubliche Übelkeit ein. Ich dachte natürlich sofort daran, dass es an der Reduzierung des Pantos liegen müsse. Aber auch eine erneute Erhöhung brachte keine Besserung der Übelkeit. Im Endeffekt wurde die Übelkeit immer schlimmer und ging dann so weit, dass ich 3-4 Tage nicht mehr als 1-2 Toasts essen konnte. Meine Eltern bekamen Panik und brachten mich ins Krankenhaus. Dort wurden dann nochmal einige Tests durchgeführt (die alle negativ waren). Bei einem dieser Tests musste ich das Kreon für mehrere Tage absetzen. Auf einmal wurde die Übelkeit schlagartig besser.
Wieder entlassen und zuhause schlugen auch weitere Kreon-Einnahme-Versuche und auch die Einnahme von Nortase fehl. Jedes mal reagierte ich mit Übelkeit und Durchfall. Ich habe das Mittel immer während der Mahlzeiten eingenommen. Auch Einnahmen nach oder vor der Mahlzeit brachten keine Besserung.
Mir blieb also nichts anderes übrig, als das Kreon abzusetzen.
Das Problem ist jetzt nur, dass ich nicht mehr essen kann. Bzw nicht genug essen kann (1000-1500kcal am Tag)
Wenn ich esse, merke ich nach einer halben Stunde, dass mein Oberbauch dick und hart wird. ich habe das Gefühl, dass die speisen dort extrem lange verweilen. Kann dann auch für mehrere Stunden nicht mehr essen. Gleichzeitig habe ich stinkende Blähungen und Durchfall.
Meine EP wurde mit einem 13C-Atemtest diagnostiziert. Außerdem wurden in den vergangenen 12 Monaten 6 Stuhlproblem zum Test auf Elastase genommen. Die werte lagen immer bei 15-60.
Mein Gastro sagt, dass das alles keinen Sinn ergibt. Er sagt, dass die ENtzündung der Drüse eigentlich nicht weit genug fortgeschritten ist, um eine EP auszulösen. Er sagt aber auch, dass ich die Enzyme bei meiner Elastase eigentlich vertragen müsse.
Ich bin wirklich verzeifelt. Ich habe diese Diagnose nach einen 2 Jahre langen Leidensweg bekommen. 2 Jahre konnte ich nicht an meinem Leben teilnehmen und jetzt geht es noch immer nicht. Mir geht es auf Grund der ganzen Situation auch psychisch total schlecht.
Mein Gedankengang ist der, dass ich glaube, früher oder später aufgrund von Untergewicht ins Krankenhaus zu müssen. Untergewichtig bin ich schon, aber eben noch nicht am kritischen punkt. 63 auf 182
Ich frage mich, ob die Ärzte mich einfach sterben lassen dürfen, wenn ich quasi am "verhungern bin" oder ob sie mich künstlich ernähren müssen.
Noch eine Ergänzung: Ich habe vor 3 Jahren schon einmal einen Test der Elastase durchführen lassen. Damals war alles i.O., meine Werte lagen bei 500. Das einzige, was in dieser Zeit passiert ist, was die EP hätte auslösen können, ist folgendes. Ich habe zu der Zeit ein Antidepressia eingenommen (Escitalopram) und bekan dann von meiner Hausärztin, die wusste, dass ich dieses Medikament einnehme, noch Esomeprazol verschrieben. Kurz darauf hatte ich massiv erhöhte Leberwerte, die sich nach absetzen aber wieder regulierten. Vor kurzem habe ich gelesen, dass diese beiden Medikamente eine Wechselwirkung haben. Und zwar hemmt das Esomeprazol den Abbau des Escitaloprams und verstärkt die Nebenwirkungen. In den Nebenwirkungen von Escitalopram steht "Bauchspeicheldrüsenentzündung" unter den seltenen Nebenwirkungen. Das ist das einzige, was als Ursache in Frage käme. Alle anderen Ursachen, wie Vererbung etc wurden ausgeschlossen.
Also habe ich warhscheinlich dem Unwissen meiner Hausärztin diese Krankheit zu verdanken..
Viele Grüße,
Marvin
dieser Beitrag wird wohl etwas länger, ich hoffe dennoch, dass sich jemand durchquält.
Ich hatte mich Ende letzten Jahres schon einmal hier gemeldet und berichtet, dass bei mir eine EP und eine leichte Pankreatitis (MRCP, Schluckultraschall unauffällig/ Biopsie auffällig) festgestellt wurden. Damals wurde ich mit Pantozol 80mg (da Gastritis) und Kreon entlassen.
Ich nahm also beides (Kreon bei etwa 150000 Einheiten pro Tag) ein. Ich konnte zwar wieder einigermaßen essen und nahm auch zwei Kilo zu, aber wirklich gut ging es mir nicht.
Nach diesen zwei Monaten begann ich, das Pantozol zu reduzieren. Auf einmal stellte sich eine unglaubliche Übelkeit ein. Ich dachte natürlich sofort daran, dass es an der Reduzierung des Pantos liegen müsse. Aber auch eine erneute Erhöhung brachte keine Besserung der Übelkeit. Im Endeffekt wurde die Übelkeit immer schlimmer und ging dann so weit, dass ich 3-4 Tage nicht mehr als 1-2 Toasts essen konnte. Meine Eltern bekamen Panik und brachten mich ins Krankenhaus. Dort wurden dann nochmal einige Tests durchgeführt (die alle negativ waren). Bei einem dieser Tests musste ich das Kreon für mehrere Tage absetzen. Auf einmal wurde die Übelkeit schlagartig besser.
Wieder entlassen und zuhause schlugen auch weitere Kreon-Einnahme-Versuche und auch die Einnahme von Nortase fehl. Jedes mal reagierte ich mit Übelkeit und Durchfall. Ich habe das Mittel immer während der Mahlzeiten eingenommen. Auch Einnahmen nach oder vor der Mahlzeit brachten keine Besserung.
Mir blieb also nichts anderes übrig, als das Kreon abzusetzen.
Das Problem ist jetzt nur, dass ich nicht mehr essen kann. Bzw nicht genug essen kann (1000-1500kcal am Tag)
Wenn ich esse, merke ich nach einer halben Stunde, dass mein Oberbauch dick und hart wird. ich habe das Gefühl, dass die speisen dort extrem lange verweilen. Kann dann auch für mehrere Stunden nicht mehr essen. Gleichzeitig habe ich stinkende Blähungen und Durchfall.
Meine EP wurde mit einem 13C-Atemtest diagnostiziert. Außerdem wurden in den vergangenen 12 Monaten 6 Stuhlproblem zum Test auf Elastase genommen. Die werte lagen immer bei 15-60.
Mein Gastro sagt, dass das alles keinen Sinn ergibt. Er sagt, dass die ENtzündung der Drüse eigentlich nicht weit genug fortgeschritten ist, um eine EP auszulösen. Er sagt aber auch, dass ich die Enzyme bei meiner Elastase eigentlich vertragen müsse.
Ich bin wirklich verzeifelt. Ich habe diese Diagnose nach einen 2 Jahre langen Leidensweg bekommen. 2 Jahre konnte ich nicht an meinem Leben teilnehmen und jetzt geht es noch immer nicht. Mir geht es auf Grund der ganzen Situation auch psychisch total schlecht.
Mein Gedankengang ist der, dass ich glaube, früher oder später aufgrund von Untergewicht ins Krankenhaus zu müssen. Untergewichtig bin ich schon, aber eben noch nicht am kritischen punkt. 63 auf 182
Ich frage mich, ob die Ärzte mich einfach sterben lassen dürfen, wenn ich quasi am "verhungern bin" oder ob sie mich künstlich ernähren müssen.
Noch eine Ergänzung: Ich habe vor 3 Jahren schon einmal einen Test der Elastase durchführen lassen. Damals war alles i.O., meine Werte lagen bei 500. Das einzige, was in dieser Zeit passiert ist, was die EP hätte auslösen können, ist folgendes. Ich habe zu der Zeit ein Antidepressia eingenommen (Escitalopram) und bekan dann von meiner Hausärztin, die wusste, dass ich dieses Medikament einnehme, noch Esomeprazol verschrieben. Kurz darauf hatte ich massiv erhöhte Leberwerte, die sich nach absetzen aber wieder regulierten. Vor kurzem habe ich gelesen, dass diese beiden Medikamente eine Wechselwirkung haben. Und zwar hemmt das Esomeprazol den Abbau des Escitaloprams und verstärkt die Nebenwirkungen. In den Nebenwirkungen von Escitalopram steht "Bauchspeicheldrüsenentzündung" unter den seltenen Nebenwirkungen. Das ist das einzige, was als Ursache in Frage käme. Alle anderen Ursachen, wie Vererbung etc wurden ausgeschlossen.
Also habe ich warhscheinlich dem Unwissen meiner Hausärztin diese Krankheit zu verdanken..
Viele Grüße,
Marvin