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Beurteilung BSD... Geheilt .. chronisch .. ??

Verfasst: 19. Februar 2020, 21:24
von Berrei
Vor ca. 4 Jahren hatte ich eine aktute BSD Entzuendung verursacht durch Gallengries. Damit verbunden war ein Krankenhausaufenthalt, Lipsase war ca. 1350 .
Es entwickelte sich noch eine Gelbsucht, ERCP wurde durchgeführt, die Gallenblase wurde entfernt.
Damalige Sonographie: ödematös verquollenes Pankreas, keine Kalzifikationen, Pankreatitis a.e. äthyltoxischer Genese

Daraufhin verzichtete ich einige Monate auf den Alkoholkonsum bis sich die Lipasewerte wieder normalisiert hatten.

Seid der BSD Entzuendung bzw. der Gallenop habe ich Probleme mit dem Stuhlgang. Er war nach der ersten Mahlzeit explosionsartig mit teilweise Durchfall.
Seid einigen Wochen ist der Stuhlgang besser geworden.

Nach einigen Monaten wurde beim Gastroenterologen wieder eine Sono durchgeführt,
Pankreas gut darstellbar mit noch etwas erweitertem Pankreasgang auf 2,4 mm. Morphologie der Pankreas unauffällig

Ende 2017 wurde ein CT erstellt:

Kein Anhalt für einen entzuendlichen oder tumorösen Prozess am Pankreas. Im Pankreaskopf einzelne
grobschalige Kalzifikationen ( !! )

Vor ca. 9 Monaten hatte ich über mehrere Wochen wieder Bauchschmerzen, der Lipasewert war 102 und ist nach Wochen nur marginal gefallen
Nach ca. 3 Monaten war er wieder auf 61. Stuhlelastase und Amylase waren ok.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich wieder regelmässig Alkohol konsumiert.

Daraufhin wurde zur Abklärung ein MRT gemacht:
Intermdiär homoenes Signal der Pankreatitis, Verkürzung des Pankreasschwanzes, ein Befund den man häufig als Defektheilung sieht .
Im Pankreaskopf zeigen sich keine auffälligen Veränderungen im Mündungsbereich der Gänge. Keine eindeutigen Konkremente
im Pankreasgang . Weitgestellter Ductus wirsungianus.

Seid nunmehr 9 Monaten trinke ich keinen Alkohol mehr.

Schmerzen hatte ich keine mehr, der Stuhlgang hat sich verbessert, optimal ist er noch nicht.

Vor 2 Wochen hatte ich beim Gastroenterologen ein SONO gemacht:
Kopf-, Korpus- und Schwanzbereich gut einsehbar. Normal grosses dichtes homogenes Echomuster.
Ductus Pancreaticus nicht erweitert.

Ist die Bauchspeicheldrüse geheilt bzw. kann ich wieder mässig Alkohol trinken.

Kann es doch sein das ich eine chronische BSD habe ?

Waer super wenn hierzu ein Feedback kommt.

Re: Beurteilung BSD... Geheilt .. chronisch .. ??

Verfasst: 19. Februar 2020, 22:14
von Berrei
Eben vergessen. Das MRT weisst noch folgendes auf: Die Fluid slab zeigt einen weitgestellten Ductus hepatocholedochus und einen weitgestellten Ductus wirsungianus. Im Bereich des Ductus hepatocholedochus zeigen sich deutliche Kalieberschwankunken.

Re: Beurteilung BSD... Geheilt .. chronisch .. ??

Verfasst: 19. Februar 2020, 23:11
von rolandos
Hallo Berrei :hallo: ,

bei mir begannen vor 1,5 Jahren die Probleme im Oberbauch aber keine akute Entzündung nur Übelkeit und mäßige bis schwache Beschwerden. Ich kannte die BSD grade mal Namen sonst wusste ich nichts darüber. Ich habe dann nach etlichen Googlestudien mit Bier trinken aufgehört. Ich glaube alle werden Dir hier den selben Rat geben. Jetzt nach 1,5 Jahren ist es bei mir etwa so wie in der Zeit bevor ich mein 1. Bier getrunken habe. Also da fehlt einem nichts, aber wenn Du durchs trinken irgendwann vielleicht Schmerzen bekommst wirst Du Dich darüber ärgern. Ich denke mir hat es geholfen zusammen mit Kamilentee ( mein neues Bier :-)) und OPC. Hast Du auch Probleme mit Übelkeit?

Re: Beurteilung BSD... Geheilt .. chronisch .. ??

Verfasst: 20. Februar 2020, 07:51
von Berrei
vielen Dank für die Info.

wie schon erwähnt, seid ca. 9 Monaten trinke ich auswaerts nur alkoholfreies Bier, habe mich eigentlich mittlerweile daran gewöhnt. Ab und zu trinke ich zu hause
1 Glas Rotwein. Die einzigen Probleme welche ich seitdem habe, ist der Stuhlgang.
Ab der Gallen-OP / BSD Entzuendung vor ca. 4 Jahren musste ich morgends nach dem ersten Essen incl. einigen Tassen Kaffe expolosionsartig auf die Toilette.
Ca. 10 - 20 Minuten danach noch Durchfall. Den Rest des Tages konnte ich ohne Probleme Essen was ich wollte.
Ich hatte das damals immer auf den fehlende Galle geschoben. Da ich nicht mehr arbeitet und den Stuhlgang kontrollieren konnte, war es ok für mich.
Als der Lipase wieder ok war, gab mir auch der Hausartzt die Erlaubnis wieder mässig Alkohol zu konsumieren.

Ab und an hatte ich danach ein leichtes Ziehen im Bauchbereich.

Im letzten Jahr im Mai hatte ich wieder Bauchschmerzen / leichte BSD Erhöhung.

Danach wurde eine Magenspiegelung und die unten beschriebenen Untersuchungen angestossen.

Es stelle sich heraus, das ich eine Gastritis hatte. Daraufhin trank ich morgends nur noch Tee bzw. aß Toastbrot.
der Stuhlgang morgends wurde normal.. (ohne Probleme, fest ) . Aber nach dem Mittagsessen traten nun wieder
die Probleme mit dem Stuhlgang auf. Den restlichen Tag kann ich essen was ich will, ohne Probleme.

Ansonsten habe ich keine Probleme, also keine Übelkeit, keine Bauchschmerzen etc.

Was mich ein wenig irritiert ist, das die Befunde nur oberflächlig von den Hausaerzten besprochen wurden, so nach dem Motto,
ich melde mich wenn was schlimmeres ist, ( man kommt sich eh schon wie ein Bittsteller bei den Ärzten vor ) einige Ärtze welche ich auf die Befunde angesprochen
habe, meinten das ich eine chronische BSD habe,... andere äussen, wenn sich alles beruhigt hat, ist alles gut....

Der Gastroentolge hat waehrend des Ultraschalls geäussert nachdem ich ihm alles erzählt habe, das meine BSD durch die damalige akute
Entzuendung schon geschädigt wurde, Alkohol sollte Tabu sein. Bei der Durchsprache des Befundes äusserte er, das er NICHTS feststellen konnte und ich deswegen das KREON selbst bezahlen muss. Alternativ sollte man über ein sauerebindendes Medikament wegen der fehlenden Galle nachdenken bzw. eine Darmspiegelung
wurde angestossen.

Übrigends, Stuhlelastase war ok.

Was den nun..... alles gut oder ????

ratlos.--

mfg s

Re: Beurteilung BSD... Geheilt .. chronisch .. ??

Verfasst: 20. Februar 2020, 10:55
von thphilipp
Entschuldige, aber ich kann nur empfehlen, mich an ein Pankreaszentrum zu wenden und die üblichen Untersuchungen wie MRT/MRCP, Endosono usw. durchführen
zu lassen. Es können natürlich die Nachwirkungen der stattgefundenen Pankreatitis sein, jedoch nach 4 Jahren und weiteren Beschwerden und dem Wortlaut des Arztes
auch eine chronische Pankreatitis!