Pankreatitis und Verdacht auf Pankreas Divisum
Verfasst: 18. April 2020, 13:21
Hallo,
ich würde gerne eure Einschätzung dazu hören, wie ihr in meinem Fall weiter verfahren würdet.
Ich bin 33 Jahre alt, 194 groß und wiege 88 kg.
Ich hatte vor etwa 6 Monaten eine akute Pankreatitis, da der Grund dafür unklar war, habe ich ein MRT machen lassen und etwa 2 Monate später noch ein Verlaufs-MRT.
Ich verstehe den Befund nur bedingt und auch mein Hausarzt war keine große Hilfe.
Hier einige Stichpunkte aus dem radiologischen Befund:
- Keine konkrementverdächtigen Signalaussparungen im Gallengang/Pankreassystem
- Unauffälliger Pankreasgang
- Verdacht auf Pankreas Divisum
- Läsion im Pankreasschwanz (diese ging auf dem Verlaufs-MRT zunehmend zurück und stammt wohl von der Entzündung)
- Geringe Splenomegalie
Ich habe es nach den beiden MRTs dann erstmal dabei belassen und gehofft, dass die Pankreatitis eine einmalige Sache bleiben würde.
Allerdings habe ich aktuell wieder ein leichtes Ziehen an der Stelle, wo ich damals erhebliche Schmerzen hatte (linker Oberbauch). Also war ich beim Arzt und mein Lipase-Wert ist mit über 70 leicht erhöht (bei der Pankreatitis vor 6 Monaten lag er bei über 500). Hinzu kommt, dass ich aktuell Durchfall und Blähungen habe. Die Blähungen hatte ich auch schon in den letzten Monaten, aber ansonsten keine Beschwerden. Der Durchfall hat erst in den letzten Tagen eingesetzt.
Ich habe seit der akuten Pankreatitis vor 6 Monaten nur noch an 2 Tagen Alkohol getrunken. Der letzte war kurz bevor die aktuellen Probleme begonnen haben, insofern könnte es einen Zusammenhang geben. Ansonsten habe ich mich die letzten 6 Monate gesund ernährt.
Mein Hausarzt sieht eigentlich kein wirkliches Problem/Handlungsbedarf.
Aus diesem Grund möchte ich euch fragen, wie ihr weiter vorgehen würdet. Um die Verdachtsdiagnose Pankreas-Divisum zu bestätigen bräuchte es ja wahrscheinlich ein MRCP oder eine Endosonographie. Meine Fragen:
1. Welches Verfahren haltet ihr für sinnvoller?
2. Wo kann ich so etwas durchführen lassen? Bei einem niedergelassenen Gastroenteorologen oder nur im Krankenhaus?
3. Sollte ich dazu in eine ambulante Pankreassprechstunde gehen, sofern es so etwas derzeit gibt? (wohne Nähe Bochum)
Da ich hier im Forum gelesen habe, dass man Probleme mit der Pankreas nicht einfach so laufen lassen sollte, möchte ich sichergehen, die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Vielen Dank!
ich würde gerne eure Einschätzung dazu hören, wie ihr in meinem Fall weiter verfahren würdet.
Ich bin 33 Jahre alt, 194 groß und wiege 88 kg.
Ich hatte vor etwa 6 Monaten eine akute Pankreatitis, da der Grund dafür unklar war, habe ich ein MRT machen lassen und etwa 2 Monate später noch ein Verlaufs-MRT.
Ich verstehe den Befund nur bedingt und auch mein Hausarzt war keine große Hilfe.
Hier einige Stichpunkte aus dem radiologischen Befund:
- Keine konkrementverdächtigen Signalaussparungen im Gallengang/Pankreassystem
- Unauffälliger Pankreasgang
- Verdacht auf Pankreas Divisum
- Läsion im Pankreasschwanz (diese ging auf dem Verlaufs-MRT zunehmend zurück und stammt wohl von der Entzündung)
- Geringe Splenomegalie
Ich habe es nach den beiden MRTs dann erstmal dabei belassen und gehofft, dass die Pankreatitis eine einmalige Sache bleiben würde.
Allerdings habe ich aktuell wieder ein leichtes Ziehen an der Stelle, wo ich damals erhebliche Schmerzen hatte (linker Oberbauch). Also war ich beim Arzt und mein Lipase-Wert ist mit über 70 leicht erhöht (bei der Pankreatitis vor 6 Monaten lag er bei über 500). Hinzu kommt, dass ich aktuell Durchfall und Blähungen habe. Die Blähungen hatte ich auch schon in den letzten Monaten, aber ansonsten keine Beschwerden. Der Durchfall hat erst in den letzten Tagen eingesetzt.
Ich habe seit der akuten Pankreatitis vor 6 Monaten nur noch an 2 Tagen Alkohol getrunken. Der letzte war kurz bevor die aktuellen Probleme begonnen haben, insofern könnte es einen Zusammenhang geben. Ansonsten habe ich mich die letzten 6 Monate gesund ernährt.
Mein Hausarzt sieht eigentlich kein wirkliches Problem/Handlungsbedarf.
Aus diesem Grund möchte ich euch fragen, wie ihr weiter vorgehen würdet. Um die Verdachtsdiagnose Pankreas-Divisum zu bestätigen bräuchte es ja wahrscheinlich ein MRCP oder eine Endosonographie. Meine Fragen:
1. Welches Verfahren haltet ihr für sinnvoller?
2. Wo kann ich so etwas durchführen lassen? Bei einem niedergelassenen Gastroenteorologen oder nur im Krankenhaus?
3. Sollte ich dazu in eine ambulante Pankreassprechstunde gehen, sofern es so etwas derzeit gibt? (wohne Nähe Bochum)
Da ich hier im Forum gelesen habe, dass man Probleme mit der Pankreas nicht einfach so laufen lassen sollte, möchte ich sichergehen, die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Vielen Dank!