Erstmal tut es mir sehr Leid das du in dieser Situation steckst. Ich weiß wie du dich fühlst, man hat Schmerzen, keiner glaubt einen und man wird in die Psychoecke gesteckt.
Aber ich möchte dir auch sagen, dass ich damals unter anderem sehr profitiert habe von einem vierwöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.
Ich habe mich dagegen erst gesperrt, weil ich dachte das es bedeutet das man meine körperlichen Beschwerden rein auf die Psyche schieben will.
Dem war aber nicht so.
Ich kopiere mal hier rein was ich bereits in einem anderen Thread gepostet habe:
"Ich sage dir mal was die machen:
- Die Ärzte hören dir genau zu was dein Beschwerdenkomplex angeht
- In einer guten psychosomatischen Klinik bist du auch immer Fachärztlich betreut. Ich hatte eine sehr nette Internistin die hat alle Arztbefunde die ich hatte gesichtet, dann jeden Tag Blut abgenommen und Werte kontrolliert, ein Ultraschall veranlasst und Kontakt zur Charite Bauchspeicheldrüsensprechstunde aufgenommen für eine weitere Abklärung.
- Weiterhin hast du viele Angebote ähnlich einer Rehaklinik, ich hatte jeden zweiten Tag ein Gespräch mit einer freundlichen Psychologin die mir geholfen hat meine Angst oder Umgang mit der Erkrankung in Frage zu stellen
- Es gab Gruppengespräche mit anderen die teilweise an schlimmen Krankheiten litten wo man seine Sorgen geteilt und hinterfragt hat
- Angebote die dir helfen zur Ruhe zukommen, z.b. Mediation, autogenes Training, Entspannuntsmassagen, Heiss Warm Becken
Alles in allem hat mir das sehr geholfen nach Monate der Angst und Anspannung wieder den Bezug zu meinen "echten" Leben zu finden und nicht meh3 nur noch auf meinen Körper oder meine Beschwerden fixiert zu sein!"
Ich sage damit
NICHT das deine Beschwerden rein psychischer Natur sind. Das sind sie sicher nicht und das waren sie bei mir auch nicht aber bitte beachte das:
1. Die Psyche das Schmerzempfinden und Krankheitsempfinden mitträgt. Es gibt Menschen die Todkrank sind und Schmerzen haben aber trotzdem eine einigermassen erträgliche Lebensqualität, weil ihre Psyche oder Körperempfinden im Einklang sind.
Je mehr man dem Schmerzen Raum gibt, desto erdrückender werden Sie.
2. Es gibt Krankheiten die sind sehr schwer zu diagnostizieren. Du kannst nicht mit Sicherheit sagen, dass deine Beschwerden vom Pankreas herrühren.
Ich halte es aber nicht für aufgeschlossen. So eine akute Pankreatitis ist furchtbar und die Nachwehen können sehr sehr lange anhalten. Auch das Schmerzempfinden lässt nur langsam nach, den es bildet sich sowas wie ein Schmerzgedächnis. Selbst wenn dein Pankreas inzwischen nicht mehr entzündet ist, kann es sein das du diese Schmerzen noch sehr stark empfindest. Auch hier wärst du in einer guten Reha-Klinik sicher gut aufgehoben.
Weiterhin würde ich dir auch Raten, dir eine Überweisung zu einem Schmerztherapeuten zu geben.
Es gibt hier einige User im Forum die erstmal richtig auf Schmerzmittel eingestellt werden mussten. Menschen reagieren unterschiedlich auf Schmerzen und nicht bei jedem wirkt ein Schmerzmittel auf der gleichen Weise.
Ich habe damals gedacht, nach über einem halben Jahr Dauerschmerzen, dass diese auch nie wieder weggehen. Das war wirklich vernichtend für die Seele.
Aber Sie sind weg gegangen! Heute bin ich annäherend Schmerzfrei, ausser leichte Schmerzen, die mir zeigen das mein Körper/Darm nicht mehr alle Lebensmittel mitmacht. Alkohol sollte generell absolut gemieden werden! Aber ähnliche Probleme habe ich z.B. mit Milchprodukten entwickelt, oder aber Histaminhaltige Nahrungsmittel.
Zu guter Letzt wünsche dir alles Gute und Licht am Ende des Tunnels. Siehe auch mein Zitat: "The wheel of pain will make you stronger"
Dem ist wirklich so. Diese intensive Schmerzerfahrung hat mich nachhaltig geprägt und heute bin ich dankbar für jeden Schmerzfreien Tag!