Verdickter Pankreaskopf - Exokrine Insuffizienz? Tumor?
Verfasst: 12. August 2020, 13:31
Hallo zusammen,
Zunächst mal (recht ausführlich) meine Geschichte:
Ich bin 45, ziemlich übegewichtig (125 kg bei 175 cm, waren aber auch schon über 140kg). Geraucht habe ich bis März diesen Jahres ziemlich stark, dann aufgehört. Alkohol trinke ich under der Woche so gut wie nie, an den Wochenenden aber ab und zu auch mal ein paar Bier mehr.
Seit längerer Zeit hatte ich immer wieder Verdauungsprobleme, diese äüßerten sich durch Blähungen, Bauchkrämpfe, ab und an leichte stechende Schmerzen im Oberbauch, explosionsartige Stuhlentleerung direkt nach dem Essen, teilweise fettige Stuhlgänge (nicht der Fettstuhl wie er im allgemeinen beschrieben wird, sondern teilweise breiiger, teilwese auch komplett "normaler", fester Stuhlgang allerdings ab und zu mit Fett im Toilettenwasser). War deswegen schon öfters bei meinem Hausarzt, der hat es immer auf meine Ernährung geschoben, diese war aber (man mag es angesichts meiner Körperfülle kaum glauben) im Grunde sehr vernünftig. Wohne in einem kleinen Städtchen, mit FastFood ist hier nix, habe immer frisch selbst gekocht (ist auch ein Hobby von mir), nicht übertrieben fettig, viel Gemüse, wenig rotes Fleisch, eher Fisch und Geflügel. Allerdings, und daher kommt denke ich mein Übergewicht, immer schon viel süßes. Habe ich aber seit März so gut wie komplett eingestellt. Hat meinen HA aber nicht interessiert, die Beschwerden auf die falsche Ernährung zurück zu führen war halt sie einfachste Lösung.
Nachdem ich im Februar diesen Jahres aber wieder mit der selben Problematik bei ihm vorstellig wurde, hat er sich dann doch mal dazu herabgelassen, eine Elastase-Messung in einer Stuhlprobe machen zu lassen. Ergebniss: 91 bzw. 85 (beide Werte jedoch aus derselben Probe!?!?!). Erstmal war er davon selbst etwas geschockt, er hat seine Tochter, welche Ende diesen Jahres die Praxis von ihm übernimmt, hinzu gerufen, die hat nur mit den Schultern gezuckt und ist wieder rausgegangen. Mein HA meinte dann, dass es das mal geben kann, wenn ich vielleicht mit dem Alkohol über die Stränge geschlagen habe. Die zeitleiche Blutprobe ergab keine Pankreas-relevanten Abnormalitäten. Ich solle halt schauen was ich vertrage und was nicht, und das halt dann ensprechend weglassen. War von der Diagnose auch nicht wirklich überzeugt, aber na ja man nimmt es so hin.
Es folgte eine beschwerdefreie Zeit, ehe es wieder losging mit den fettigen Stühlen, immer mal zwei bis drei mal, dann wieder völlig normal. Durchfall hatte ich nie. Aber halt auch wieder diese Blähungen, dieses Stechem im Bauch, nun ab und zu auch leichte Übelkeit nachts. Vor allem morgens mach dem Aufwachen teilweise krampfartige (aber erträgliche) Schmerzen im Unterbauch, welche nach Abgang von Winden besser wurden.
Also wieder zum HA in der Hoffnung, dass nun endlich weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. Resultat: Blutentnahme, noch zusätzlich Leberwerte prüfen lassen. Zwei Tage stäter zur Besprechung der Ergebnisse hin. Mein HA eröffnete das Gespräch mit den Worten: "Sie haben ein Problem........" verheißungsvolles Schweigen "........mit Ihren Blutwerten müssen Sie noch 30 Jahre arbeiten". Sehr witzig, sollte heißen alle Werte gut. Habe die Werte auch mit nach Hause genommen, sind wirklich alle gut. Wieder der Hinweis ich solle auf meine Ernährung achten. Ich könne einen Unverträglichkeitstest machen lassen, denn ich aber selbst bezahlen müsse und der ca. 300 € kostet. Meine Frage nach Bildgebund z.B. CT wurde damit beantwortet, dass er mir davon bei meinen super Blutwerten aufgrund der Strahlenbelastung abraten würde. Da ich jedoch auf irgendeiner Form von Bildgebung beharrte, meinte er sich solle mir einen Termin geben lassen für ein Nüchtern-Ultraschall was von seiner Tochter gemacht wurde. Ergebnis (ziemlich im Wortlaut): Sie hätte nich alles sehen können, aber was sie sehen konnte sei unauffällig. Tolle Aussage in der Nachbetrachtung. Man solle das weiter beobachten.
Also wieder ohne Diagnose und Therapievorschlag nach Hause in der Hoffnung, dass sich alles ja vielleicht auch von selbst wieder erledigt....was soll ich sagen, das tat esw nicht. Nachdem nach einer weiteren beschwerdefreien Phase die Probleme wieder kamen, hahm ich das Heft selbst in die Hand und habe einen Gastroenterologen in der nächsten Stadt per Mail angeschrieben (aufgrund der Corona-Situation hatte der seine Sprechzeiten deutlich reduziert und telefonisch hat man nie jemanden erreicht. Das war ca. Mitte Mai. Anfang Juni bekam ich dann tatsächlich einen Rückruf von der Praxis, Termin am 21.07.2020, ich solle vorab alle vorhandenen Befunde schicken (was mich schon mal positiv stimmte, weil es ja bedeutet, dass sich der Arzt das vor dem ersten Termin schon mal anschaut).
Also noch 1,5 Monate warten bis zum Termin, mal mit weniger, mal mit mehr Beschwerden. 3 Wochen vor dem Termin hatten sich dann die Beschwerden komplett Richtung Magen verlagert, und auch ziemlich verschlechtert. Völlegefühl nach jedem kleinen Bissen, Luft aufstossen im Minutentakt, Magendruck.
Endlich dann der 21.07., mein Termin beim Facharzt. Der hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen für die Anamnese, auch Erkrankungen in der Familie erfragt (mein älterer Bruder starb mit 50 nach der zweiten Lebertransplantation an Primär Sklerosierender Cholangitis ausgelöst durch Morbus Crohn, mein Vater starb mit 79 an einen Pankreaskarzinom, meine Mutter und mein anderer Bruder haben / hatten Gallensteine, meine Schwester Divertikulitis). Nach der Anamnese wurde ein Termin vereinbart zur Sonographie und Magenspiegelung auf den 05.08.2020 also heute vor einer Woche. Am 06.08. wollte ich eigentlich mit meiner Lebensgefährtin an die Nordsee in Urlaub fahren, aber einen Tag vorher geht das ja, zumal sie dann auch frei hatte und mich fahren konnte (hab mir für Kurznarkose während Magenspiegelung entschieden).
Zuerst erfolgte die Sonographie. Diese hat sich in zwei wesentlichen Punkten von der beim Hausarzt unterschieden: Das verwendete Gerät war kein gefühltes Vorkriegsmodell und die Untersuchung war nich nach 5 Minuten beendet. Es wurden wohl wirklich alle Organe im Bauchraum untersucht. Festegellt wurde eine Leberverfettung (wußte ich schon vorher) und eine vermutete Darmwandverdickung, laut Aussage des Arztes eher im Dünndarm. Pankreas konnte größtenteils eingesehen werden, bis auf lipomatose (Verfettung) keine Auffälligkeiten.
Magenspiegelung: Entzündete Speiseeröhre mit polypoider Erhabenheit von 5mm im Übergang zum Magen, Kardiainsuffizienz, Zeichen einer Pangastritis, leichte Bulbitis, Divertikel im Duodenom. in diesem wird Vatersche Papille vermutet.
Entsprechende Probenentnahmen aus der polypoden Erhabenheit, dem Magen und dem Duodenum.
Ergebnisse kenne ich noch nicht, ebenso von der an diesem Tage abgegebenen weiteren Stuhprobe zur Elastase-Bestimmung,
Aufgrund der Darmwandverdickung und weil wohl nicht die komplette Pankreas eingesehen werden konnte, erfolgte eine Überweisung zum Radiologen zur weiterern Abklärung per CT / MRT.
Also direkt nach der Magenspiegelung zu einem ortsansässigen Radiologiezentrum. Dort wurde mir überraschenderweise für Montag, 10.08. (also vorgestern) schon ein Termin gegeben, also eigentlich zu der Zeit wo wir an der Nordsee gewesen wären. Nach kurzer Rüksprache mit meiner Freundin haben wir uns entlschlossen, den Urlaub sausen zu lassen und den CT-Termin wahrzunehmen. Wer weiß, wann ich sonst den nächsten bekommen hätte und abschalten hätte ich da im Urlaub mit dieser Ungewissheit ohnehin nicht können.
Am Montag also CT-Termin, tollerweise war der Arzt nicht im Hause, es gab also nach den Aufnahmen nicht direkt Ergebnisse sondern diese wurden an meinen Gastro geschickt.
Nach zwei weiteren Tagen auf glühenden Kohlen (hatte Angst wegen der Darmwandverdickung und auch dass an der Pankreas doch noch was gedunden wird) habe ich dann heute dort angerufen, der Befund lag auch vor. Da der Arzt in einer Untersuchung war und ich der Arzthelfering meine Ängste schildert, hat sie mir die Ergebnisse dann telefonisch mitgeteilt:
Darmwandervickung bestätigt, allerdings wohl nicht tumorös (eher entzündlich)
Galle samt Gängen ohne Befund
Jetzt kommt's: Verdickung des Pankreaskopfes, laut Radiologen vermutlich durch das Divertikel im Duodenom (Zwölffingerdarm). Zur weiterern Abklärung wird MRT empfohlen.
So, nun meine Fragen (hoffe, es hat überhaupt jemand bis hier gelesen):
=> Verdickung Pankreaskopf: Kann das auch ein Tumor sein? Oder wäre hier nicht eher der Begriff "Raumforderung" gefallen? So war es zumindest damals bei meinem Vater.
=> Vermutete Ursache Divertikel im Duodenum (Siehe auch unterstrichener Text beim Befund der Magenspiegelung): Har hier jemand mit sowas Erfahrung? Ich stelle mir das so vor, dass das Divertikel den Abfluss des Bauchspeichels und vermutlich auch der Galle (dadurch evtl. auch meine Magenprobleme) in den Zwölffingerdarm be- oder verhindert. Dadurch staut sich das zurück. Da ich immer beschwerdefreie Phasen habe kommt es etvl. darauf an wie das Divertikel gerade liegt und wie sehr es die Papille gerade "verstopft". Dadurch kann ja auch die Elastase erniedrigt sein, habe gelesen dass das auch bei Gallensteinen vorkommt, die die Papille verstopfen, ein Divertikel ist ja nichts anderes, ervtl nur etwas durchlässiger......
=> Bedeutet der "verdickte Pankreaskopf" automatisch im besten Fall chronische Pankreatitis? Oder kann durch Entfernung des Divertikels auch wieder alles in's Lot kommen und die Pankreas sich erholen wenn die Stenose beseitigt ist?
=> MRT: Soll ich das machen lassen? Kann da evtl. dann doch noch ein Tumor bei rauskommen?
=> Soll ich meinen HA überhaupt noch in die Behandlung mit einbeziehen? Im Moment würde ich ihm eigentlich nur gerne die bisherigen Befunde um die Ohren hauen, damit er in ZUkunft die Beschwerden seiner Patienten etwas ernster nimmt, auch wenn sie nicht jammernd und heulend im Behandlungszimmer sitzen!
Danke schonmal für Eure Antworten!
Zunächst mal (recht ausführlich) meine Geschichte:
Ich bin 45, ziemlich übegewichtig (125 kg bei 175 cm, waren aber auch schon über 140kg). Geraucht habe ich bis März diesen Jahres ziemlich stark, dann aufgehört. Alkohol trinke ich under der Woche so gut wie nie, an den Wochenenden aber ab und zu auch mal ein paar Bier mehr.
Seit längerer Zeit hatte ich immer wieder Verdauungsprobleme, diese äüßerten sich durch Blähungen, Bauchkrämpfe, ab und an leichte stechende Schmerzen im Oberbauch, explosionsartige Stuhlentleerung direkt nach dem Essen, teilweise fettige Stuhlgänge (nicht der Fettstuhl wie er im allgemeinen beschrieben wird, sondern teilweise breiiger, teilwese auch komplett "normaler", fester Stuhlgang allerdings ab und zu mit Fett im Toilettenwasser). War deswegen schon öfters bei meinem Hausarzt, der hat es immer auf meine Ernährung geschoben, diese war aber (man mag es angesichts meiner Körperfülle kaum glauben) im Grunde sehr vernünftig. Wohne in einem kleinen Städtchen, mit FastFood ist hier nix, habe immer frisch selbst gekocht (ist auch ein Hobby von mir), nicht übertrieben fettig, viel Gemüse, wenig rotes Fleisch, eher Fisch und Geflügel. Allerdings, und daher kommt denke ich mein Übergewicht, immer schon viel süßes. Habe ich aber seit März so gut wie komplett eingestellt. Hat meinen HA aber nicht interessiert, die Beschwerden auf die falsche Ernährung zurück zu führen war halt sie einfachste Lösung.
Nachdem ich im Februar diesen Jahres aber wieder mit der selben Problematik bei ihm vorstellig wurde, hat er sich dann doch mal dazu herabgelassen, eine Elastase-Messung in einer Stuhlprobe machen zu lassen. Ergebniss: 91 bzw. 85 (beide Werte jedoch aus derselben Probe!?!?!). Erstmal war er davon selbst etwas geschockt, er hat seine Tochter, welche Ende diesen Jahres die Praxis von ihm übernimmt, hinzu gerufen, die hat nur mit den Schultern gezuckt und ist wieder rausgegangen. Mein HA meinte dann, dass es das mal geben kann, wenn ich vielleicht mit dem Alkohol über die Stränge geschlagen habe. Die zeitleiche Blutprobe ergab keine Pankreas-relevanten Abnormalitäten. Ich solle halt schauen was ich vertrage und was nicht, und das halt dann ensprechend weglassen. War von der Diagnose auch nicht wirklich überzeugt, aber na ja man nimmt es so hin.
Es folgte eine beschwerdefreie Zeit, ehe es wieder losging mit den fettigen Stühlen, immer mal zwei bis drei mal, dann wieder völlig normal. Durchfall hatte ich nie. Aber halt auch wieder diese Blähungen, dieses Stechem im Bauch, nun ab und zu auch leichte Übelkeit nachts. Vor allem morgens mach dem Aufwachen teilweise krampfartige (aber erträgliche) Schmerzen im Unterbauch, welche nach Abgang von Winden besser wurden.
Also wieder zum HA in der Hoffnung, dass nun endlich weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. Resultat: Blutentnahme, noch zusätzlich Leberwerte prüfen lassen. Zwei Tage stäter zur Besprechung der Ergebnisse hin. Mein HA eröffnete das Gespräch mit den Worten: "Sie haben ein Problem........" verheißungsvolles Schweigen "........mit Ihren Blutwerten müssen Sie noch 30 Jahre arbeiten". Sehr witzig, sollte heißen alle Werte gut. Habe die Werte auch mit nach Hause genommen, sind wirklich alle gut. Wieder der Hinweis ich solle auf meine Ernährung achten. Ich könne einen Unverträglichkeitstest machen lassen, denn ich aber selbst bezahlen müsse und der ca. 300 € kostet. Meine Frage nach Bildgebund z.B. CT wurde damit beantwortet, dass er mir davon bei meinen super Blutwerten aufgrund der Strahlenbelastung abraten würde. Da ich jedoch auf irgendeiner Form von Bildgebung beharrte, meinte er sich solle mir einen Termin geben lassen für ein Nüchtern-Ultraschall was von seiner Tochter gemacht wurde. Ergebnis (ziemlich im Wortlaut): Sie hätte nich alles sehen können, aber was sie sehen konnte sei unauffällig. Tolle Aussage in der Nachbetrachtung. Man solle das weiter beobachten.
Also wieder ohne Diagnose und Therapievorschlag nach Hause in der Hoffnung, dass sich alles ja vielleicht auch von selbst wieder erledigt....was soll ich sagen, das tat esw nicht. Nachdem nach einer weiteren beschwerdefreien Phase die Probleme wieder kamen, hahm ich das Heft selbst in die Hand und habe einen Gastroenterologen in der nächsten Stadt per Mail angeschrieben (aufgrund der Corona-Situation hatte der seine Sprechzeiten deutlich reduziert und telefonisch hat man nie jemanden erreicht. Das war ca. Mitte Mai. Anfang Juni bekam ich dann tatsächlich einen Rückruf von der Praxis, Termin am 21.07.2020, ich solle vorab alle vorhandenen Befunde schicken (was mich schon mal positiv stimmte, weil es ja bedeutet, dass sich der Arzt das vor dem ersten Termin schon mal anschaut).
Also noch 1,5 Monate warten bis zum Termin, mal mit weniger, mal mit mehr Beschwerden. 3 Wochen vor dem Termin hatten sich dann die Beschwerden komplett Richtung Magen verlagert, und auch ziemlich verschlechtert. Völlegefühl nach jedem kleinen Bissen, Luft aufstossen im Minutentakt, Magendruck.
Endlich dann der 21.07., mein Termin beim Facharzt. Der hat sich wirklich sehr viel Zeit genommen für die Anamnese, auch Erkrankungen in der Familie erfragt (mein älterer Bruder starb mit 50 nach der zweiten Lebertransplantation an Primär Sklerosierender Cholangitis ausgelöst durch Morbus Crohn, mein Vater starb mit 79 an einen Pankreaskarzinom, meine Mutter und mein anderer Bruder haben / hatten Gallensteine, meine Schwester Divertikulitis). Nach der Anamnese wurde ein Termin vereinbart zur Sonographie und Magenspiegelung auf den 05.08.2020 also heute vor einer Woche. Am 06.08. wollte ich eigentlich mit meiner Lebensgefährtin an die Nordsee in Urlaub fahren, aber einen Tag vorher geht das ja, zumal sie dann auch frei hatte und mich fahren konnte (hab mir für Kurznarkose während Magenspiegelung entschieden).
Zuerst erfolgte die Sonographie. Diese hat sich in zwei wesentlichen Punkten von der beim Hausarzt unterschieden: Das verwendete Gerät war kein gefühltes Vorkriegsmodell und die Untersuchung war nich nach 5 Minuten beendet. Es wurden wohl wirklich alle Organe im Bauchraum untersucht. Festegellt wurde eine Leberverfettung (wußte ich schon vorher) und eine vermutete Darmwandverdickung, laut Aussage des Arztes eher im Dünndarm. Pankreas konnte größtenteils eingesehen werden, bis auf lipomatose (Verfettung) keine Auffälligkeiten.
Magenspiegelung: Entzündete Speiseeröhre mit polypoider Erhabenheit von 5mm im Übergang zum Magen, Kardiainsuffizienz, Zeichen einer Pangastritis, leichte Bulbitis, Divertikel im Duodenom. in diesem wird Vatersche Papille vermutet.
Entsprechende Probenentnahmen aus der polypoden Erhabenheit, dem Magen und dem Duodenum.
Ergebnisse kenne ich noch nicht, ebenso von der an diesem Tage abgegebenen weiteren Stuhprobe zur Elastase-Bestimmung,
Aufgrund der Darmwandverdickung und weil wohl nicht die komplette Pankreas eingesehen werden konnte, erfolgte eine Überweisung zum Radiologen zur weiterern Abklärung per CT / MRT.
Also direkt nach der Magenspiegelung zu einem ortsansässigen Radiologiezentrum. Dort wurde mir überraschenderweise für Montag, 10.08. (also vorgestern) schon ein Termin gegeben, also eigentlich zu der Zeit wo wir an der Nordsee gewesen wären. Nach kurzer Rüksprache mit meiner Freundin haben wir uns entlschlossen, den Urlaub sausen zu lassen und den CT-Termin wahrzunehmen. Wer weiß, wann ich sonst den nächsten bekommen hätte und abschalten hätte ich da im Urlaub mit dieser Ungewissheit ohnehin nicht können.
Am Montag also CT-Termin, tollerweise war der Arzt nicht im Hause, es gab also nach den Aufnahmen nicht direkt Ergebnisse sondern diese wurden an meinen Gastro geschickt.
Nach zwei weiteren Tagen auf glühenden Kohlen (hatte Angst wegen der Darmwandverdickung und auch dass an der Pankreas doch noch was gedunden wird) habe ich dann heute dort angerufen, der Befund lag auch vor. Da der Arzt in einer Untersuchung war und ich der Arzthelfering meine Ängste schildert, hat sie mir die Ergebnisse dann telefonisch mitgeteilt:
Darmwandervickung bestätigt, allerdings wohl nicht tumorös (eher entzündlich)
Galle samt Gängen ohne Befund
Jetzt kommt's: Verdickung des Pankreaskopfes, laut Radiologen vermutlich durch das Divertikel im Duodenom (Zwölffingerdarm). Zur weiterern Abklärung wird MRT empfohlen.
So, nun meine Fragen (hoffe, es hat überhaupt jemand bis hier gelesen):
=> Verdickung Pankreaskopf: Kann das auch ein Tumor sein? Oder wäre hier nicht eher der Begriff "Raumforderung" gefallen? So war es zumindest damals bei meinem Vater.
=> Vermutete Ursache Divertikel im Duodenum (Siehe auch unterstrichener Text beim Befund der Magenspiegelung): Har hier jemand mit sowas Erfahrung? Ich stelle mir das so vor, dass das Divertikel den Abfluss des Bauchspeichels und vermutlich auch der Galle (dadurch evtl. auch meine Magenprobleme) in den Zwölffingerdarm be- oder verhindert. Dadurch staut sich das zurück. Da ich immer beschwerdefreie Phasen habe kommt es etvl. darauf an wie das Divertikel gerade liegt und wie sehr es die Papille gerade "verstopft". Dadurch kann ja auch die Elastase erniedrigt sein, habe gelesen dass das auch bei Gallensteinen vorkommt, die die Papille verstopfen, ein Divertikel ist ja nichts anderes, ervtl nur etwas durchlässiger......
=> Bedeutet der "verdickte Pankreaskopf" automatisch im besten Fall chronische Pankreatitis? Oder kann durch Entfernung des Divertikels auch wieder alles in's Lot kommen und die Pankreas sich erholen wenn die Stenose beseitigt ist?
=> MRT: Soll ich das machen lassen? Kann da evtl. dann doch noch ein Tumor bei rauskommen?
=> Soll ich meinen HA überhaupt noch in die Behandlung mit einbeziehen? Im Moment würde ich ihm eigentlich nur gerne die bisherigen Befunde um die Ohren hauen, damit er in ZUkunft die Beschwerden seiner Patienten etwas ernster nimmt, auch wenn sie nicht jammernd und heulend im Behandlungszimmer sitzen!
Danke schonmal für Eure Antworten!