Anhaltende Oberbauch- und Rückenschmerzen
Verfasst: 7. Januar 2021, 13:52
Liebe Alle,
ich bin erst seit kurzem diesem Forum beigetreten, obwohl ich (28 Jahre alt) schon seit inzwischen gut 10 Jahren mit meiner Bauchspeicheldrüse zutun habe. Ein kurzer Abriss aus meiner Krankengeschichte: Erste Entzündung mit 17 Jahren, keine bekannten Fälle innerhalb der Familie, deshalb zunächst idiopathisch. Eine genetische Untersuchung wurde gemacht und eine heterozygote Mutation an CTFR-Gen festgestellt. Es folgten die letzten 10 Jahre mit akuten Schüben von Pankreatitis, mal bis zu 2 Schübe im Jahr, manche Jahre auch wieder ganz beschwerdelos. Die Schübe kommen stets plötzlich und sind für den Moment heftig, durch eine gute hausärztliche Betreuung musste ich seit Jahren nicht ins Krankenhaus sondern kuriere die Schübe meist zuhause aus, mit Hilfe von Scherzmitteln, Buscopan, MCP und bei Bedarf Infusionen von Flüssigkeit beim Hausarzt. Meist ist der Spuk so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Die Werte und die Schmerzen sind dann wieder Rückläufig und ich kann wieder ganz normal essen.
Jetzt zur aktuellen Situation - Anfang Dezember hatte ich nach einer sehr stressigen Phase im Beruf einen erneuten akuten Schub mit Lipase-Höchstwert von 1300 - die Attacke ging so schnell wie sie gekommen war, innerhalb einer Woche ging es mir wieder wie vorher und ich spürte das Organ nicht mehr weiter. Allerdings habe ich dann ein paar Tage später plötzlich Magenschmerzen und Unwohlsein im Oberbauch bekommen. Ich kann schlecht ausmachen, ob es der Magen oder die Bauchspeicheldrüse ist - ich habe seitdem große Probleme mit dem Essen, Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Blähungen und was mich am meisten beunruhigt - diese typischen Rückenschmerzen nur eben alles viel weniger stark als ich es von akuten Schüben bisher kannte. Und das diese Beschwerden dauerhaft ohne Veränderung da sind, das zermürbt mich und ich leide da momentan sehr drunter. Natürlich tut die ganze Corona-Situation ihr übriges dazu, ohne Frage, den ganzen Tag auf dieselbe weiße Wand starren macht die Sache nicht unbedingt besser. Ich war kurz vor Silvester nochmal beim Hausarzt, der mich ernst nimmt und der meine Lipase nochmal überprüft hat - alles im Normalbereich und gut.
Meine Frage - hat Jemand eine ähnliche Krankengeschichte oder ähnliche Erfahrungen? Oder vielleicht Tipps für mich? Ich hab mich jetzt in psychologische Betreuung begeben, weil es natürlich aus nicht auszuschließen ist, dass meine Psyche mir da einen Streich spielt. Aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass da irgendwas nicht stimmt.
Liebe Grüße,
Sarah
ich bin erst seit kurzem diesem Forum beigetreten, obwohl ich (28 Jahre alt) schon seit inzwischen gut 10 Jahren mit meiner Bauchspeicheldrüse zutun habe. Ein kurzer Abriss aus meiner Krankengeschichte: Erste Entzündung mit 17 Jahren, keine bekannten Fälle innerhalb der Familie, deshalb zunächst idiopathisch. Eine genetische Untersuchung wurde gemacht und eine heterozygote Mutation an CTFR-Gen festgestellt. Es folgten die letzten 10 Jahre mit akuten Schüben von Pankreatitis, mal bis zu 2 Schübe im Jahr, manche Jahre auch wieder ganz beschwerdelos. Die Schübe kommen stets plötzlich und sind für den Moment heftig, durch eine gute hausärztliche Betreuung musste ich seit Jahren nicht ins Krankenhaus sondern kuriere die Schübe meist zuhause aus, mit Hilfe von Scherzmitteln, Buscopan, MCP und bei Bedarf Infusionen von Flüssigkeit beim Hausarzt. Meist ist der Spuk so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Die Werte und die Schmerzen sind dann wieder Rückläufig und ich kann wieder ganz normal essen.
Jetzt zur aktuellen Situation - Anfang Dezember hatte ich nach einer sehr stressigen Phase im Beruf einen erneuten akuten Schub mit Lipase-Höchstwert von 1300 - die Attacke ging so schnell wie sie gekommen war, innerhalb einer Woche ging es mir wieder wie vorher und ich spürte das Organ nicht mehr weiter. Allerdings habe ich dann ein paar Tage später plötzlich Magenschmerzen und Unwohlsein im Oberbauch bekommen. Ich kann schlecht ausmachen, ob es der Magen oder die Bauchspeicheldrüse ist - ich habe seitdem große Probleme mit dem Essen, Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Blähungen und was mich am meisten beunruhigt - diese typischen Rückenschmerzen nur eben alles viel weniger stark als ich es von akuten Schüben bisher kannte. Und das diese Beschwerden dauerhaft ohne Veränderung da sind, das zermürbt mich und ich leide da momentan sehr drunter. Natürlich tut die ganze Corona-Situation ihr übriges dazu, ohne Frage, den ganzen Tag auf dieselbe weiße Wand starren macht die Sache nicht unbedingt besser. Ich war kurz vor Silvester nochmal beim Hausarzt, der mich ernst nimmt und der meine Lipase nochmal überprüft hat - alles im Normalbereich und gut.
Meine Frage - hat Jemand eine ähnliche Krankengeschichte oder ähnliche Erfahrungen? Oder vielleicht Tipps für mich? Ich hab mich jetzt in psychologische Betreuung begeben, weil es natürlich aus nicht auszuschließen ist, dass meine Psyche mir da einen Streich spielt. Aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass da irgendwas nicht stimmt.
Liebe Grüße,
Sarah