Linksresektion wegen Pseudozyste?
Verfasst: 1. April 2021, 16:49
Hallo liebes Forum,
im Februar 2020 hatte ich eine alkoholbedingte akute Pankreatitits, welche zu einer Nekrose und einem vorübergehenden Diabetes Typ 3 geführt hat. Im August 2020 hat mein Diabetologe eine ca. 2 cm "Zyste" (er nannte es unklare Raumforderung) am Pankreaskopf festgestellt. Daraufhin hat er ein MRT angeordnet. Im November hat das MRT eine ca. 6 cm tumorsuspekte nichtzystische Raumforderung im Pankreaskorpus zu Tage gebracht. Es war nicht klar abzugrenzen und es bestand eine Diffusionsrestriktion. Die Radiologie, die das MRT gemacht hat wusste nicht, durch was die Pankreatitis bedingt war. Ein Anfang Dezember durchgeführtes CT hat diesen Befund bestätigt, der behandelnde Radiologe hat das als Folge der Nekrose eingeordnet und aufgrund der Größe des "Prozesses" eine Punktion empfohlen. Das CT hat in der Klinik stattgefunden, in der ich auch wegen der Pankreatitis behandelt worden bin. Es handelt sich dabei um das Helios Bördeklinikum in Oschersleben. Die Ärzte dort haben sich das angeschaut und entschieden, dass das nichts wäre, was da nicht hingehört und eine Nachkontrolle per Sono nach 6 Wochen verordnet. Die Nachuntersuchung hat corona bedingt nun am 07.03. stattgefunden und es wurde festgestellt, dass die Läsion nunmehr echofrei (Flüssigkeit) und klar abgegrenzt ist. Da sich mein Allgemeinzustand deutlich verbessert hat, Diabetes ist weg, Verdauungsprobleme hatte ich gar nicht, etwaige Blähungen und das im Dezember noch manchmal aufgetretene nächtliche Schwitzen ist auch weg, Schmerzen habe ich seit letztem Juni schon nicht und Gewicht konnte ich mit viel Disziplin auch etwas reduzieren, entschieden, dass trotz der großen Läsion nur bei Symptomen wieder untersucht werden soll. Bei 1,98 m Körpergröße wiege ich 149 kg.
Nun habe ich Ende März 2021 auf eigene Faust nochmal ein MRT zur Verlaufskontrolle machen lassen und alle Befunde nach Heidelberg in die Pankreassprechstunde geschickt. Die riefen mich an und sagten, dass es nichts böses sei, sie mir aber dennoch eine Pankreaslinksresektion empfehlen. Sie erklären das damit, dass sich die Flüssigkeit in der Raumforderung nicht allein entleeren kann und auf die Dauer der Schwanz in Mitleidenschaft gezogen wird und eventuell auch andere Organe. Auf nAchfrage sagte sie, dass, wenn man genauer hinschaut, die Läsion eine Wand drumherum hat und somit wohl von einer Pseudozyste auszugehen ist. Sie sehen keinen dringenden Handlungsbedarf, wir könnte auch 3-4 Monate warten und dann nochmal mit CT kontrollieren. Sie machen sich wohl keine Sorgen und sehen das entspannt, da sich aber ein chronischer Verlauf der Entzündung abzeichnet, steige damit auch die Gefahr einer malignen Entwicklung. Daher sollte wohl prophylaktisch die halbe BSD entfernt werden. Allerdings verstehe ich nicht, weshalb alle Wege, Lipase, Entzündungswerte und dergleichen normal aussehen und aber trotzdem von einem chronischen Verlauf auszugehen ist.
Ich habe die Ärztin heute schon dreimal angerufen und panisch nachgefragt, um die o.g. Informationen zu bekommen. Sie sagte aber dann, dass es sich wohl wahrscheinlich um eine Pseudozyste handelt. Was mich bewegt ist die Frage, weshalb gleich eine Linksresektion gemacht werden soll. Könnte man die Läsion nicht erstmal per Drainage in den Bauchraum entlasten? Wieso gleich die heftige OP? Dann hat sie mich auch gefragt, wie es mit dem Gewicht so aussieht, wie es mit dem Gewicht so steht und ob ich denn überhaupt die Narkose überstehen werde ... etc. Ich bin sofort in Panik ausgebrochen. Linksresektionen werden doch nur gemacht, wenn Tumore "gewütet" haben und möglich viel entfernt werden muss. Die Milz müsste dann auch mit raus sagte sie, weil die bestimmt eh nicht mehr durchblutete wird und so...
Leider konnte ich das die Ärztin heute am Telefon nicht mehr fragen. Für den 14.04. habe ich einen Beratungstermin in Heidelberg ausgemacht. Leider triggert dieses Wort "tumorsuspekt" mein Kopfkino schon seit Dezember mal mehr und mal weniger stark. Ich frage mich halt auch, wie viele hier, ob die Ärzte alles gesagt haben, oder ob das eine übliche Taktik bei wahrscheinlich BSDK erkrankten Menschen ist, damit sie noch ein paar schöne Woche und Monate mit Perspektive und gutem Lebensgefühl haben. Die Gedankenreise geht langsam mit mir durch. Zudem ist mein Onkel vor kurzen an Prostatakrebs gestorben.
Vielleicht hat ja jemand Zeit und Geduld mir ein paar tröstende Wort zu schreiben.
Frohe Ostern und Alles Gute.
im Februar 2020 hatte ich eine alkoholbedingte akute Pankreatitits, welche zu einer Nekrose und einem vorübergehenden Diabetes Typ 3 geführt hat. Im August 2020 hat mein Diabetologe eine ca. 2 cm "Zyste" (er nannte es unklare Raumforderung) am Pankreaskopf festgestellt. Daraufhin hat er ein MRT angeordnet. Im November hat das MRT eine ca. 6 cm tumorsuspekte nichtzystische Raumforderung im Pankreaskorpus zu Tage gebracht. Es war nicht klar abzugrenzen und es bestand eine Diffusionsrestriktion. Die Radiologie, die das MRT gemacht hat wusste nicht, durch was die Pankreatitis bedingt war. Ein Anfang Dezember durchgeführtes CT hat diesen Befund bestätigt, der behandelnde Radiologe hat das als Folge der Nekrose eingeordnet und aufgrund der Größe des "Prozesses" eine Punktion empfohlen. Das CT hat in der Klinik stattgefunden, in der ich auch wegen der Pankreatitis behandelt worden bin. Es handelt sich dabei um das Helios Bördeklinikum in Oschersleben. Die Ärzte dort haben sich das angeschaut und entschieden, dass das nichts wäre, was da nicht hingehört und eine Nachkontrolle per Sono nach 6 Wochen verordnet. Die Nachuntersuchung hat corona bedingt nun am 07.03. stattgefunden und es wurde festgestellt, dass die Läsion nunmehr echofrei (Flüssigkeit) und klar abgegrenzt ist. Da sich mein Allgemeinzustand deutlich verbessert hat, Diabetes ist weg, Verdauungsprobleme hatte ich gar nicht, etwaige Blähungen und das im Dezember noch manchmal aufgetretene nächtliche Schwitzen ist auch weg, Schmerzen habe ich seit letztem Juni schon nicht und Gewicht konnte ich mit viel Disziplin auch etwas reduzieren, entschieden, dass trotz der großen Läsion nur bei Symptomen wieder untersucht werden soll. Bei 1,98 m Körpergröße wiege ich 149 kg.
Nun habe ich Ende März 2021 auf eigene Faust nochmal ein MRT zur Verlaufskontrolle machen lassen und alle Befunde nach Heidelberg in die Pankreassprechstunde geschickt. Die riefen mich an und sagten, dass es nichts böses sei, sie mir aber dennoch eine Pankreaslinksresektion empfehlen. Sie erklären das damit, dass sich die Flüssigkeit in der Raumforderung nicht allein entleeren kann und auf die Dauer der Schwanz in Mitleidenschaft gezogen wird und eventuell auch andere Organe. Auf nAchfrage sagte sie, dass, wenn man genauer hinschaut, die Läsion eine Wand drumherum hat und somit wohl von einer Pseudozyste auszugehen ist. Sie sehen keinen dringenden Handlungsbedarf, wir könnte auch 3-4 Monate warten und dann nochmal mit CT kontrollieren. Sie machen sich wohl keine Sorgen und sehen das entspannt, da sich aber ein chronischer Verlauf der Entzündung abzeichnet, steige damit auch die Gefahr einer malignen Entwicklung. Daher sollte wohl prophylaktisch die halbe BSD entfernt werden. Allerdings verstehe ich nicht, weshalb alle Wege, Lipase, Entzündungswerte und dergleichen normal aussehen und aber trotzdem von einem chronischen Verlauf auszugehen ist.
Ich habe die Ärztin heute schon dreimal angerufen und panisch nachgefragt, um die o.g. Informationen zu bekommen. Sie sagte aber dann, dass es sich wohl wahrscheinlich um eine Pseudozyste handelt. Was mich bewegt ist die Frage, weshalb gleich eine Linksresektion gemacht werden soll. Könnte man die Läsion nicht erstmal per Drainage in den Bauchraum entlasten? Wieso gleich die heftige OP? Dann hat sie mich auch gefragt, wie es mit dem Gewicht so aussieht, wie es mit dem Gewicht so steht und ob ich denn überhaupt die Narkose überstehen werde ... etc. Ich bin sofort in Panik ausgebrochen. Linksresektionen werden doch nur gemacht, wenn Tumore "gewütet" haben und möglich viel entfernt werden muss. Die Milz müsste dann auch mit raus sagte sie, weil die bestimmt eh nicht mehr durchblutete wird und so...
Leider konnte ich das die Ärztin heute am Telefon nicht mehr fragen. Für den 14.04. habe ich einen Beratungstermin in Heidelberg ausgemacht. Leider triggert dieses Wort "tumorsuspekt" mein Kopfkino schon seit Dezember mal mehr und mal weniger stark. Ich frage mich halt auch, wie viele hier, ob die Ärzte alles gesagt haben, oder ob das eine übliche Taktik bei wahrscheinlich BSDK erkrankten Menschen ist, damit sie noch ein paar schöne Woche und Monate mit Perspektive und gutem Lebensgefühl haben. Die Gedankenreise geht langsam mit mir durch. Zudem ist mein Onkel vor kurzen an Prostatakrebs gestorben.
Vielleicht hat ja jemand Zeit und Geduld mir ein paar tröstende Wort zu schreiben.
Frohe Ostern und Alles Gute.