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Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 2. Juni 2021, 21:32
von AnKa68
Hallo, ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 53 Jahre alt und Raucherin. Alkohol trinke ich gar nicht. Vor 3 Jahren hatte ich das 1. Mal mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Bei einer Gastroskopie wurde eine Gastritis festgestellt. Ich hatte dann in den letzten 2 Jahren immer mal wieder Beschwerden mit dem Magen, aber die Abstände waren relativ groß. Im letzten November änderte sich das und ich hatte plötzlich jeden Tag starke Oberbauchschmerzen, die bis in den Rücken ziehen. Dabei blubbert mein Bauch so laut, dass meine Katze Angst vor mir bekommt. Mein Arzt hat als erstes eine Entzündung im Darm festgestellt und eine Helio Bacter Infektion. Beides wurde erfolgreich behandelt, doch die Schmerzen blieben. Im Januar war ich dann zum CT, wo eine Darmverengung festgestellt wurde und das meine Bauchspeicheldrüse "etwas schmächtig" ist. Mein Internist hat daraufhin eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz diagnostiziert und ich habe Kreon verordnet bekommen. Die Darmverengung war nach Aussage des Arztes nicht behandlungsbedürftig.
Die Schmerzen wurden auch mit der Einnahme von Kreon nicht besser. Ich schlafe jetzt seit November mit erhöhtem Oberkörper und angezogenen Beinen. Sobald ich mich ausstrecke oder mich auf die Seite lege, werden die Schmerzen sofort stärker.
Ich war dann im April noch in der Klinik, zur Magen- und Darmspiegelung sowie zum MRT.
Dabei ist nichts Neues rausgekommen.
Mein Internist meint, diese starken Schmerzen können nicht von einer Pankreasinsuffizienz kommen, er weiß aber auch nicht mehr, wie er mir weiterhelfen kann.
Achja, ich hab in 4 Monaten auch über 13kg abgenommen.
Was kann ich als nächsten Schritt übernehmen? Ich bin für jeden Rat sehr dankbar.
Falls es etwas dauert, bis ich antworte, nicht wundern. Wenn die Schmerzen besonders stark sind, schaffe ich es nicht mal, etwas zu schreiben.
Vielen Dank fürs Lesen

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 3. Juni 2021, 08:34
von KleinerSchrank
Hallo,
also als erstes solltest du das Rauchen komplett einstellen. Dann sollest du in ein Pankreaszentrum gehen um die CT Bilder zubesprechen und dir eine fundierte Meinung zubilden.

Als du Schmerzen im Rücken hattest, warst du damals beim Arzt und wurde die Lipase bestimmt?


Wie hoch ist den deine Elastase im Stuhl?

LG

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 3. Juni 2021, 13:00
von Kerstin2015
Hallo,warum hast du so viel abgenommen? Einfach so?,weil du vor Schmerzen nichts essen magst oder weil du die Ernährung umgestellt hast? Aufgrund von was hat dein Arzt die Schwäche festgestellt? Hast du Durchfälle? Hast du jeden Tag diese Schmerzen? Ich würde mal damit anfangen ein Tagebuch zu führen, was du ißt,vielleicht gibt es da einen Zusammenhang...? Der Tipp mal in einem erfahrenen pancreaszentrum vorstellig zu werden ist bestimmt nicht verkehrt, wenn es denn die Ursache ist....LG Kerstin

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 3. Juni 2021, 17:27
von AnKa68
Hallo,
vielen Dank für die Antwort.
abgenommen habe ich wohl, weil ich dauernd Schmerzen hatte und dadurch weniger gegessen habe. Jetzt versuche ich mehrfach am Tag kleine Mahlzeiten zu essen und das klappt meistens ganz gut.
Die Insuffizienz wurde festgestellt, weil der Radiologe meinte, meine Bauchspeicheldrüse wäre sehr "schmächtig". Daraufhin hat mein Internist einen viel zu niedrigen Elastasewert festgestellt. Die Schmerzen habe ich jeden Tag, aber nicht immer gleich schlimm.
Die Idee mit dem Tagebuch werde ich aufgreifen, das ist eine gute Idee.
Was mich nur so irritiert ist, das mein Arzt meinte, es gäbe keine weiteren Untersuchungen, die man jetzt noch machen könnte. Das hat mir doch etwas Angst gemacht. Die Vorstellung, nun immer mit diesen Schmerzen zu leben, ist nicht gerade erfreulich.
Das es sowas wie ein Pankreazentrum gibt, war mir bis jetzt gar nicht bewusst. Aber dann wende ich mich mal an das Zentrum.
LG Anja

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 3. Juni 2021, 18:49
von AnKa68
Hallo KleinerSchrank,
irgendwie habe ich Deine Antwort übersehen.
Mit dem Rauchen aufhören ist auf jeden Fall wichtig, das ist mir wohl bewusst. Leider habe ich es bisher nur geschafft, meinen Konsum um die Hälfte zu reduzieren. Aber ich arbeite daran!

Meinen genauen Elastase-Wert weiß ich jetzt gar nicht. Nur die Aussage vom Arzt, dass der deutlich zu niedrig ist. Der Lipase-Wert wurde mir noch nicht abgenommen.
Ich bin mir auch nicht sicher, dass das so richtig ist, morgens und abends eine 25000er Kreon zu nehmen. Müsste das nicht ans Essen angepasst werden? Oder bedeutet das nur, dass ich doch keine so ausgeprägte Insuffizienz habe?
Ich denke, ich sollte deinen Rat befolgen und mich an das Pankreaszentrum wenden.

Vielen Dank für den Hinweis!
LG Anja

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 4. Juni 2021, 08:45
von franky1900
Vielleicht sollte zur Vorsicht aber auch der damalige Nebenbefund des CT (Darmverengung) einmal genau untersucht werden, es sei denn es war
der Dickdarm, der wurde ja danach mit Darmspiegelung untersucht, pder?

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 4. Juni 2021, 17:39
von Kerstin2015
Hi...Neben den Untersuchungen würde ich mal probieren Dehnübungen zu machen, Diagonal dehnen,wie beim Yoga,vielleicht auch mal zum Osteophaten? Durch die lange Schonhaltung kann auch da ,vielleicht auch zusätzlich , viel Schmerz entstehen. Ich hatte ne Zeitlang starke Verdauungsprobleme,Schmerzen in den Flanken, Bauch und Rücken. Hervorgerufen wohl durch Verwachsungen der Whipple OP(mit Einengung vom Darm,der Speisebrei ging nicht weiter)Durch regelmäßig Yoga und Flohsamenschalen ! hab ich das jetzt soweit im Griff . ....nur ne Idee um selber aktiv zu werden. Alles Gute Kerstin

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 4. Juni 2021, 21:55
von AnKa68
Hallo franky1900,
vielen Dank für deine Antwort.

Die Verengung war tatsächlich im Dünndarm, allerdings wurde im KH noch einmal ein MRT vom gesamten Bauchraum gemacht und ich bin davon ausgegangen, wenn da etwas Behandlungsbedürftiges zu sehen wäre, hätten die mich darauf doch hingewiesen, bzw etwas im Arztbrief erwähnt.
Inzwischen habe ich mir aber auch schon Gedanken gemacht, ob ich dem noch einmal nachgehen sollte. Etwas, das erst nur verengt war, kann ja unter Umständen mal zum Ileus führen.
Ich werde das mal mit meinem Internisten besprechen.
LG

Re: Pankreasinsuffizienz diagnostiziert...wie geht es jetzt weiter?

Verfasst: 8. Juni 2021, 23:03
von Leonid2223
AnKa68 hat geschrieben: 3. Juni 2021, 18:49 Hallo KleinerSchrank,
irgendwie habe ich Deine Antwort übersehen.
Mit dem Rauchen aufhören ist auf jeden Fall wichtig, das ist mir wohl bewusst. Leider habe ich es bisher nur geschafft, meinen Konsum um die Hälfte zu reduzieren. Aber ich arbeite daran!

Meinen genauen Elastase-Wert weiß ich jetzt gar nicht. Nur die Aussage vom Arzt, dass der deutlich zu niedrig ist. Der Lipase-Wert wurde mir noch nicht abgenommen.
Ich bin mir auch nicht sicher, dass das so richtig ist, morgens und abends eine 25000er Kreon zu nehmen. Müsste das nicht ans Essen angepasst werden? Oder bedeutet das nur, dass ich doch keine so ausgeprägte Insuffizienz habe?
Ich denke, ich sollte deinen Rat befolgen und mich an das Pankreaszentrum wenden.

Vielen Dank für den Hinweis!
LG Anja
Das Kreon soll man zum Essen nehmen, verteilt auf die Mahlzeit!
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Probiere es aus, dann dürfte es mit der Verdaung besser werden!