Whipple-OP, Erfahrungsbericht und Fragen
Verfasst: 3. Oktober 2021, 15:24
Liebe Forumsmitglieder,
ich bin neu hier und hatte vor gut 7 Wochen eine Whipple-OP, bei der der Pankreaskopf, die Gallenblase, der Zwölffingerdarm, 7 Lymphknoten entfernt wurden und der Pförtner zugenäht und der Dünndarm an anderer Stelle des Magens wieder angenäht. Die Ursache der OP war ein teppichartiger, sehr großer - gottseidank benigner - Tumor am Zwölffingerdarm, der bereits in die Gallengänge hineinreichte. Der Tumor wurde zufällig bei einer Magenspiegelung Ende Juli entdeckt, ich hatte keinerlei Beschwerden, ließ die Untersuchung nur machen, weil ich schon lange Omeprazol nehme wegen einer Hyatushernie.
Es ging so schnell von der Diagnose bis zur OP, dass ich gar keine Zeit hatte mir zu überlegen, welche Fragen ich den Ärzten bzw. dem Chirurg stellen könnte.
Nach der OP war ich tagelang im psychischen und körperlichen Ausnahmezustand: konnte nicht gut schlafen (weil nur in Rückenlage mit Schläuchen überall), bekam Fieber, mir war übel von den Medikamenten und ich lagerte innerhalb weniger Tage 10 Liter Wasser ein, vor allem in den Beinen, aber auch zwischen Zwerchfell und Lunge, so dass ich kaum mehr Luft und panische Atemnot bekam (es wurde dann ein Katheter gelegt, der dort das Wasser ablaufen ließ).
Mir war sehr oft übel und ich konnte kaum etwas von dem Krankenhausessen zu mir nehmen. Habe 5 kg abgenommen in 2 Wochen, aber hatte vorher Übergewicht (BMI 33).
16 Tage nach der OP wurde ich aus dem Großklinikum Großhadern in München entlassen und durfte 3 Tage später auf stationäre Reha. Diese war leider ein Flop, weil ich dort mit meiner Krankengeschichte so ziemlich die Einzige war und auf spezielle Ernährung so gut wie nicht eingegangen wurde. Übelkeit, auch Erbrechen und Druckgefühl im Bauch waren an der Tagesordnung. Ich habe die Reha abgebrochen nach 9 von 21 genehmigten Tagen, weil ich auch noch Clostridien bekam und dort nur noch das Zimmer hätte hüten dürfen.
Ich habe einige Fragen, bei denen ich hoffe, dass mir jemand helfen kann im Forum:
1. mein Bauchschnitt ist geht vom Brustbein bis ca. 5 cm unter den Nabel (im Bogen um den Nabel herum), ist das normal? Warum so weit runter?
2. die geklammerte Naht ist gut verheilt, aber Bereiche fühlen sich noch oberflächlich taub an und sind gleichzeitig nach innen druckempfindlich, ist das normal?
3. Habe ich einen Narbenbruch, weil das Gewebe rechts und links von der Naht wie ein "Spitzkühler" vorsteht?
4. wie lange dauert es, bis innerlich alles wieder halbwegs zusammengewachsen ist? Woran merkt man das? Noch habe ich das Gefühl, dass innerlich alles "lose" ist.
5. ab wann soll man versuchen, dass man die Bauchmuskeln, die ja durchtrennt wurden, wieder beansprucht?
6. Zur Ernährung habe ich selbst schon einiges im Internet gefunden (Verdauungsenzyme nehmen, nicht zu heiß oder kalt essen und trinken, gut kauen, lieber 5 x kleine Mengen essen als 3 Hauptmahlzeiten. Nicht viel zum Essen trinken, nur im Abstand von 1/2 Stunde zum Essen, gesunde Ernährung, nichts Blähendes, weniger Ballaststoffe, keine scharfen Gewürze, weniger Kohlehydrate.....). Gibt es noch Tipps?
Mittlerweile habe ich 12 kg abgenommen mit den nunmehr kleinen Portionen, fühle mich von Tag zu Tag besser und habe Auftrieb, auch wenn ich noch lange nicht die Kondition habe wie vorher (längere Spaziergänge, langes Stehen, langes Sitzen ist auch unangenehm, weil der Bauch dabei gestaucht ist). Ich kann wieder gut schlafen und gönne mir auch manchmal nach dem Essen ein Nickerchen.
Ich versuche, Geduld zu haben und hoffe, es geht weiter bergauf.
Vielleicht konnte ich mit meinem Erfahrungsbericht auch anderen helfen.
ich bin neu hier und hatte vor gut 7 Wochen eine Whipple-OP, bei der der Pankreaskopf, die Gallenblase, der Zwölffingerdarm, 7 Lymphknoten entfernt wurden und der Pförtner zugenäht und der Dünndarm an anderer Stelle des Magens wieder angenäht. Die Ursache der OP war ein teppichartiger, sehr großer - gottseidank benigner - Tumor am Zwölffingerdarm, der bereits in die Gallengänge hineinreichte. Der Tumor wurde zufällig bei einer Magenspiegelung Ende Juli entdeckt, ich hatte keinerlei Beschwerden, ließ die Untersuchung nur machen, weil ich schon lange Omeprazol nehme wegen einer Hyatushernie.
Es ging so schnell von der Diagnose bis zur OP, dass ich gar keine Zeit hatte mir zu überlegen, welche Fragen ich den Ärzten bzw. dem Chirurg stellen könnte.
Nach der OP war ich tagelang im psychischen und körperlichen Ausnahmezustand: konnte nicht gut schlafen (weil nur in Rückenlage mit Schläuchen überall), bekam Fieber, mir war übel von den Medikamenten und ich lagerte innerhalb weniger Tage 10 Liter Wasser ein, vor allem in den Beinen, aber auch zwischen Zwerchfell und Lunge, so dass ich kaum mehr Luft und panische Atemnot bekam (es wurde dann ein Katheter gelegt, der dort das Wasser ablaufen ließ).
Mir war sehr oft übel und ich konnte kaum etwas von dem Krankenhausessen zu mir nehmen. Habe 5 kg abgenommen in 2 Wochen, aber hatte vorher Übergewicht (BMI 33).
16 Tage nach der OP wurde ich aus dem Großklinikum Großhadern in München entlassen und durfte 3 Tage später auf stationäre Reha. Diese war leider ein Flop, weil ich dort mit meiner Krankengeschichte so ziemlich die Einzige war und auf spezielle Ernährung so gut wie nicht eingegangen wurde. Übelkeit, auch Erbrechen und Druckgefühl im Bauch waren an der Tagesordnung. Ich habe die Reha abgebrochen nach 9 von 21 genehmigten Tagen, weil ich auch noch Clostridien bekam und dort nur noch das Zimmer hätte hüten dürfen.
Ich habe einige Fragen, bei denen ich hoffe, dass mir jemand helfen kann im Forum:
1. mein Bauchschnitt ist geht vom Brustbein bis ca. 5 cm unter den Nabel (im Bogen um den Nabel herum), ist das normal? Warum so weit runter?
2. die geklammerte Naht ist gut verheilt, aber Bereiche fühlen sich noch oberflächlich taub an und sind gleichzeitig nach innen druckempfindlich, ist das normal?
3. Habe ich einen Narbenbruch, weil das Gewebe rechts und links von der Naht wie ein "Spitzkühler" vorsteht?
4. wie lange dauert es, bis innerlich alles wieder halbwegs zusammengewachsen ist? Woran merkt man das? Noch habe ich das Gefühl, dass innerlich alles "lose" ist.
5. ab wann soll man versuchen, dass man die Bauchmuskeln, die ja durchtrennt wurden, wieder beansprucht?
6. Zur Ernährung habe ich selbst schon einiges im Internet gefunden (Verdauungsenzyme nehmen, nicht zu heiß oder kalt essen und trinken, gut kauen, lieber 5 x kleine Mengen essen als 3 Hauptmahlzeiten. Nicht viel zum Essen trinken, nur im Abstand von 1/2 Stunde zum Essen, gesunde Ernährung, nichts Blähendes, weniger Ballaststoffe, keine scharfen Gewürze, weniger Kohlehydrate.....). Gibt es noch Tipps?
Mittlerweile habe ich 12 kg abgenommen mit den nunmehr kleinen Portionen, fühle mich von Tag zu Tag besser und habe Auftrieb, auch wenn ich noch lange nicht die Kondition habe wie vorher (längere Spaziergänge, langes Stehen, langes Sitzen ist auch unangenehm, weil der Bauch dabei gestaucht ist). Ich kann wieder gut schlafen und gönne mir auch manchmal nach dem Essen ein Nickerchen.
Ich versuche, Geduld zu haben und hoffe, es geht weiter bergauf.
Vielleicht konnte ich mit meinem Erfahrungsbericht auch anderen helfen.