Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
Verfasst: 10. Juni 2010, 22:13
Hallo,
mein Name ist Sebastian, ich bin 26 Jahre alt und habe über 2 Jahren ständig Probleme mit der Ernährung seit ich eine akute Pankreatitis hatte , es ist keine Besserung in Aussicht. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen...
Angefangen hat es im Februar 2008, für mich aus heiterem Himmel bekam ich nach dem Abendessen extreme linksseite Bauch- und Rückenschmerzen, die auch über Nacht und am nächsten Tag andauerten, am nächsten Abend bin ich nach Absprache mit meinem Hausarzt in die Notaufnahme gefahren. Im Krankenhaus wurde nach den Blutwerten (Lipase 2500) ein CT gemacht und eine ödematöse Pankreatitis des Pankreasschwanzes festgestellt. Nach 2 Wochen ohne Nahrungsaufnahme und unter Antibiotika waren die Werte soweit in Ordnung, dass ich wieder etwas essen konnte, das war aber sehr schwierig, da ich von so gut wie allem wieder Schmerzen bekommen habe. 2 Wochen wurden verschiedenste Dinge ausprobiert unter zunehmenden Beschwerden (linksseitige Schmerzen, Druckgefühl, Aufstoßen, Blähungen, mal Durchfall, mal Verstopfung). Dann bekam ich für 1 Woche intravenöse Ernährung. Den darauf folgenden Kostaufbau habe ich zwar auch nur sehr begrenzt vertragen, aber am 17.04. wurde ich dann entlassen (es war mein Geburtstag). Ich hatte von 84kg 17kg verloren, war ich nicht weiter traurig drüber, war ohnehin zuviel (ich bin 1,74 groß/klein).
Ursachen für diese Entzündung hat man keine gefunden, es wurden 3 CTs, 3 MRTs, eine Endosonographie und eine Magenspiegelung gemacht, festgestellt wurden dabei nur eine leichte Magenschleimhautentzündung. Blut wurde negativ auf Infektionskrankheiten getestet. Am Alkohol kann es auch nicht liegen, denn ich habe sehr selten getrunken, das konnte man im Jahr an 2 Händen abzählen. Später war ich noch am Uniklinikum Münster, dort wurden alle bekannten genetische Ursachen ausgeschlossen.
Vom 17.04.08 an führte ich dann zu Hause den Kostaufbau fort, es ging sehr langsam voran, aber nach einem guten halben Jahr war ich dann beschwerdefrei. Trotzdem musste ich aber vorsichtig essen, denn zu große Portionen, oder bestimmte Nahrungsmittel (Paprika, Johannisbeeren) führten wieder zu den bekannten Symptomen, die ich aber schnell in den Griff bekam. Auch mal ein oder 2 Bier konnte ich wieder trinken.
Vor einem Jahr, im Juni 2009 war dann wieder alles vorbei, vielleicht lag es daran, dass ich auf einer Feier nen Liter Bier getrunken habe, soviel hatte ich vorher noch nicht getrunken nach der Entzündung... aber 1-2 Gläser lösten andererseits, wie erwähnt, gar keine Reaktion aus. Wie dem auch sei, ich vertrug nur noch Weißbrot, Zwieback, etwas Marmelade und gezuckerten Tee, das war meine Diät, alles andere verursachte wieder vermehrte linksseitige Schmerzen (Oberbauch und Rücken), viel Luft im Bauch, Aufstoßen, Blähungen. Ich besuchte ich mehrere Ärzte, hatte ein MRT, der Arzt stellte leichte verbliebene Reste der BSD-Entzündung von 08 fest, aber keine erneute Entzündung, eine Magen- und Darmspiegelung, Ergebnis: mittelgradige chronische Typ C Gastritis, seitdem nehme ich Pantoprazol ein, was aber auch nichts bringt. In dieser Zeit habe ich von 67 auf 60kg abgenommen.
Ende August 09 konnte ich meine Diät um Magerquark, Banane, Nudeln, Kartoffeln, Möhren, Hähnchenbrust erweitern, einen Monat später war es damit aber ohne ersichtlichen Grund wieder vorbei.
Von Oktober 09 - Ende Januar 10 ernährte ich mich wieder von Weißbrot, Zwieback, gezuckertem Tee, danach wog ich noch 52kg. Mein Hausarzt untersuchte die Pankreaselastase, der Wert war in Ordnung (> 500) und wir machten einen Laktose-Toleranz-Test, da ich darauf auch mit Beschwerden reagierte vermied ich 2 Wochen lang Laktose (Zwieback, Medikamente), das änderte aber auch nichts.
Im Februar ging es mir dann wieder etwas besser, ich konnte etwa 2 Monate so essen wie im August 09, zusätzlich machte ich mir Kohlenhydratshakes aus Bananensaft, Instantflocken, Traubenzucker um wieder an Gewicht zuzunehmen. In den 2 Monaten konnte ich 5kg zunehmen und wog wieder 57kg.
Mitte März war ich im Klinikum Bielefeld zur Untersuchung, es wurde ein MRCP gemacht, ob eventuell ein Pankreas divisum vorliegt, was aber nicht der Fall war. Ende März fand noch eine Endosonographie statt, wo aber auch nur "diskrete fibrotische Residuen" am BSD-Schwanz, sowie kleine Gallenblasenpolypen festgestellt wurden.
Kurz darauf ging es mir wieder sehr schlecht, ich bin seitdem wieder auf Weißbrot, Zwieback und Tee-Diät und mir geht es so schlecht, dass ich andere Dinge kaum noch versuche, etwas Magerquark hatte ich kürzlich probiert, aber das bekam mir noch nicht gut. Auch ist die Menge die ich essen kann sehr eingeschränkt, 1 Scheibe Brot geht, 2 sind zuviel auf einmal. Die 5kg, die ich zugenommen hatte bin ich schon wieder los, zuletzt kam noch Sodbrennen dazu...
Ich weiß nicht, was ich noch probieren soll, an wen ich mich wenden soll.
mein Name ist Sebastian, ich bin 26 Jahre alt und habe über 2 Jahren ständig Probleme mit der Ernährung seit ich eine akute Pankreatitis hatte , es ist keine Besserung in Aussicht. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen...
Angefangen hat es im Februar 2008, für mich aus heiterem Himmel bekam ich nach dem Abendessen extreme linksseite Bauch- und Rückenschmerzen, die auch über Nacht und am nächsten Tag andauerten, am nächsten Abend bin ich nach Absprache mit meinem Hausarzt in die Notaufnahme gefahren. Im Krankenhaus wurde nach den Blutwerten (Lipase 2500) ein CT gemacht und eine ödematöse Pankreatitis des Pankreasschwanzes festgestellt. Nach 2 Wochen ohne Nahrungsaufnahme und unter Antibiotika waren die Werte soweit in Ordnung, dass ich wieder etwas essen konnte, das war aber sehr schwierig, da ich von so gut wie allem wieder Schmerzen bekommen habe. 2 Wochen wurden verschiedenste Dinge ausprobiert unter zunehmenden Beschwerden (linksseitige Schmerzen, Druckgefühl, Aufstoßen, Blähungen, mal Durchfall, mal Verstopfung). Dann bekam ich für 1 Woche intravenöse Ernährung. Den darauf folgenden Kostaufbau habe ich zwar auch nur sehr begrenzt vertragen, aber am 17.04. wurde ich dann entlassen (es war mein Geburtstag). Ich hatte von 84kg 17kg verloren, war ich nicht weiter traurig drüber, war ohnehin zuviel (ich bin 1,74 groß/klein).
Ursachen für diese Entzündung hat man keine gefunden, es wurden 3 CTs, 3 MRTs, eine Endosonographie und eine Magenspiegelung gemacht, festgestellt wurden dabei nur eine leichte Magenschleimhautentzündung. Blut wurde negativ auf Infektionskrankheiten getestet. Am Alkohol kann es auch nicht liegen, denn ich habe sehr selten getrunken, das konnte man im Jahr an 2 Händen abzählen. Später war ich noch am Uniklinikum Münster, dort wurden alle bekannten genetische Ursachen ausgeschlossen.
Vom 17.04.08 an führte ich dann zu Hause den Kostaufbau fort, es ging sehr langsam voran, aber nach einem guten halben Jahr war ich dann beschwerdefrei. Trotzdem musste ich aber vorsichtig essen, denn zu große Portionen, oder bestimmte Nahrungsmittel (Paprika, Johannisbeeren) führten wieder zu den bekannten Symptomen, die ich aber schnell in den Griff bekam. Auch mal ein oder 2 Bier konnte ich wieder trinken.
Vor einem Jahr, im Juni 2009 war dann wieder alles vorbei, vielleicht lag es daran, dass ich auf einer Feier nen Liter Bier getrunken habe, soviel hatte ich vorher noch nicht getrunken nach der Entzündung... aber 1-2 Gläser lösten andererseits, wie erwähnt, gar keine Reaktion aus. Wie dem auch sei, ich vertrug nur noch Weißbrot, Zwieback, etwas Marmelade und gezuckerten Tee, das war meine Diät, alles andere verursachte wieder vermehrte linksseitige Schmerzen (Oberbauch und Rücken), viel Luft im Bauch, Aufstoßen, Blähungen. Ich besuchte ich mehrere Ärzte, hatte ein MRT, der Arzt stellte leichte verbliebene Reste der BSD-Entzündung von 08 fest, aber keine erneute Entzündung, eine Magen- und Darmspiegelung, Ergebnis: mittelgradige chronische Typ C Gastritis, seitdem nehme ich Pantoprazol ein, was aber auch nichts bringt. In dieser Zeit habe ich von 67 auf 60kg abgenommen.
Ende August 09 konnte ich meine Diät um Magerquark, Banane, Nudeln, Kartoffeln, Möhren, Hähnchenbrust erweitern, einen Monat später war es damit aber ohne ersichtlichen Grund wieder vorbei.
Von Oktober 09 - Ende Januar 10 ernährte ich mich wieder von Weißbrot, Zwieback, gezuckertem Tee, danach wog ich noch 52kg. Mein Hausarzt untersuchte die Pankreaselastase, der Wert war in Ordnung (> 500) und wir machten einen Laktose-Toleranz-Test, da ich darauf auch mit Beschwerden reagierte vermied ich 2 Wochen lang Laktose (Zwieback, Medikamente), das änderte aber auch nichts.
Im Februar ging es mir dann wieder etwas besser, ich konnte etwa 2 Monate so essen wie im August 09, zusätzlich machte ich mir Kohlenhydratshakes aus Bananensaft, Instantflocken, Traubenzucker um wieder an Gewicht zuzunehmen. In den 2 Monaten konnte ich 5kg zunehmen und wog wieder 57kg.
Mitte März war ich im Klinikum Bielefeld zur Untersuchung, es wurde ein MRCP gemacht, ob eventuell ein Pankreas divisum vorliegt, was aber nicht der Fall war. Ende März fand noch eine Endosonographie statt, wo aber auch nur "diskrete fibrotische Residuen" am BSD-Schwanz, sowie kleine Gallenblasenpolypen festgestellt wurden.
Kurz darauf ging es mir wieder sehr schlecht, ich bin seitdem wieder auf Weißbrot, Zwieback und Tee-Diät und mir geht es so schlecht, dass ich andere Dinge kaum noch versuche, etwas Magerquark hatte ich kürzlich probiert, aber das bekam mir noch nicht gut. Auch ist die Menge die ich essen kann sehr eingeschränkt, 1 Scheibe Brot geht, 2 sind zuviel auf einmal. Die 5kg, die ich zugenommen hatte bin ich schon wieder los, zuletzt kam noch Sodbrennen dazu...
Ich weiß nicht, was ich noch probieren soll, an wen ich mich wenden soll.