Neu hier....und fertig mit den Nerven
Verfasst: 1. Februar 2022, 21:56
Hallo in die Runde!
Ich bin die Neue und komme jetzt wohl öfter....
im Juli 2021 wurde bei einem Routineeingriff festgestellt, dass ich ein Pankreas-Ca mit mit Metastasen in der kompletten Leber, an der Milzvene und in den Lymphknoten habe.
Ich habe NICHTS gemerkt, die Schmerzen, die ich ab und an mal hatte, wurde mit dem bevorstehenden Routineeingriff in Verbindung gebracht. Mich hat die Diagnose total erschlagen, und ich muss auch heute noch heulen, wenn ich darüber reden muss/soll/will.
Mit einem Tumormarker von 36.000 und dem CT hat man mir keine Hoffnung mehr gemacht und mich direkt auf die Palliative verlegt. Therapievorschläge gab es nicht mehr.
Was hab ich gemacht?
Zwei Wochen da gelegen, jeden Tag geheult, mich gefragt, ob ich jetzt wirklich mit 53 abtreten muss und hab mich dann dazu entschlossen, mir schlichtweg ein anderes Krankenhaus zu suchen. Ende Juli dann hab ich die Chemo angefangen mit dem Resultat, dass der Tumorfaktor auf 800 gesunken ist (ist immer noch zu hoch, ganz klar), die Metastasen in den Lymphknoten verschwunden, aus einem Leberlappen immerhin raus, der Primarius am Pankreas-Korpus ist kleiner geworden, also kurz gesagt: ich lebe immer noch.
Nun hab ich ja das Glück im Unglück, dass ich Heilpraktikerin bin und hier und da noch anderes mache als nur Chemo, aber mich nervt irgendwie, dass sämtliche, wirklich sämtliche Ärzte mich totreden (letzte Woche meinte der Onkologe, dass man in der Tumorkonferenz über mich gesprochen hat und man sich wundert, dass ich überhaupt noch lebe).
Gerade weil ich vom Fach bin, leugne ich die Diagnose nicht und weiss, was sie bedeutet. Allerdings habe ich selbst schon Patienten ins Hospiz geschickt, weil nichts mehr half, und manche davon leben immer noch (seit 5 Jahren).
Mich nervt auch die Lethargie der Ärzte (ich kenne Fälle, die selbst in solch einem fortgeschrittenen Stadium noch operiert wurden, und ich frage mich, was ich tun muss, damit ich das auch bekommen kann).
Letztendlich bin ich stinkesauer darauf, dass man die berühmt-berüchtigten 5 %, die es schaffen, länger als 5 Jahre zu leben mit dieser Diagnose, irgendwie unter den Teppich gekehrt werden.
Geht es euch auch so?
Habtt ihr euch total damit abgefunden (also mit der Prognose) oder macht ihr noch was dagegen?
Ich würde mich über einen regen Austausch freuen.
Einen schönen Abend wünsche ich euch noch!
Alex
Ich bin die Neue und komme jetzt wohl öfter....
im Juli 2021 wurde bei einem Routineeingriff festgestellt, dass ich ein Pankreas-Ca mit mit Metastasen in der kompletten Leber, an der Milzvene und in den Lymphknoten habe.
Ich habe NICHTS gemerkt, die Schmerzen, die ich ab und an mal hatte, wurde mit dem bevorstehenden Routineeingriff in Verbindung gebracht. Mich hat die Diagnose total erschlagen, und ich muss auch heute noch heulen, wenn ich darüber reden muss/soll/will.
Mit einem Tumormarker von 36.000 und dem CT hat man mir keine Hoffnung mehr gemacht und mich direkt auf die Palliative verlegt. Therapievorschläge gab es nicht mehr.
Was hab ich gemacht?
Zwei Wochen da gelegen, jeden Tag geheult, mich gefragt, ob ich jetzt wirklich mit 53 abtreten muss und hab mich dann dazu entschlossen, mir schlichtweg ein anderes Krankenhaus zu suchen. Ende Juli dann hab ich die Chemo angefangen mit dem Resultat, dass der Tumorfaktor auf 800 gesunken ist (ist immer noch zu hoch, ganz klar), die Metastasen in den Lymphknoten verschwunden, aus einem Leberlappen immerhin raus, der Primarius am Pankreas-Korpus ist kleiner geworden, also kurz gesagt: ich lebe immer noch.
Nun hab ich ja das Glück im Unglück, dass ich Heilpraktikerin bin und hier und da noch anderes mache als nur Chemo, aber mich nervt irgendwie, dass sämtliche, wirklich sämtliche Ärzte mich totreden (letzte Woche meinte der Onkologe, dass man in der Tumorkonferenz über mich gesprochen hat und man sich wundert, dass ich überhaupt noch lebe).
Gerade weil ich vom Fach bin, leugne ich die Diagnose nicht und weiss, was sie bedeutet. Allerdings habe ich selbst schon Patienten ins Hospiz geschickt, weil nichts mehr half, und manche davon leben immer noch (seit 5 Jahren).
Mich nervt auch die Lethargie der Ärzte (ich kenne Fälle, die selbst in solch einem fortgeschrittenen Stadium noch operiert wurden, und ich frage mich, was ich tun muss, damit ich das auch bekommen kann).
Letztendlich bin ich stinkesauer darauf, dass man die berühmt-berüchtigten 5 %, die es schaffen, länger als 5 Jahre zu leben mit dieser Diagnose, irgendwie unter den Teppich gekehrt werden.
Geht es euch auch so?
Habtt ihr euch total damit abgefunden (also mit der Prognose) oder macht ihr noch was dagegen?
Ich würde mich über einen regen Austausch freuen.
Einen schönen Abend wünsche ich euch noch!
Alex