Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
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Joker
- Beiträge: 26
- Registriert: 9. November 2021, 12:16
Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
Ich bin neu hier im Forum und verfolge die Fragen und Antworten mit grossem Interesse. Im August 21 ist bei mir die Bauchspeicheldrüse, Milz und die Nebenniere entfernt worden. Diese OP folgte der Whipple OP in 2017. Nun kämpfe ich mit den von vielen genannten Folgen. Ich hatte 10 kg nach fünf Wochen Klinikum rechts der Isar München abgenommen. Das lag zum Teil daran, dass ich nach drei Tagen OP auf einmal nicht mehr essen konnte und künstlich ernährt wurde. Das hat sich dann in der vierten Woche gelegt. Der anschliessende Aufenthalt in der Reha Heilbronn diente ja der Info für die Therapie mit der jetzt notwendigen Insulin Gaben. Das habe ich einigermassen im Griff, auch die Kreon Dosierung klappt. Das hatte ich ja schon vier Jahre geübt seit der Whipple OP. Was mir jetzt zu schaffen macht, ist die schlechte Verdauung. Das heisst, viele Blähungen und drei- bis vier mal am Tag Stuhlgang, oft flüssig. Ich habe kein Gewicht zugelegt, aber auch nicht abgenommen. Hunger habe ich sehr viel, und esse schon vorsichtig, damit es nicht zu viel auf einmal ist. Alle üblichen Mittel, Imodium, auch alle frei verkäuflichen Mittel wie Kijimea oder Carmentin haben nicht wirklich geholfen. Jetzt nehme ich seit einer Woche 3 x 6 Tropfen Opium am Tag. Eine starke Verbesserung ist nicht zu verzeichnen. zu mir: ich, männlich, bin im Ruhestand und 67 Jahre alt. Sportlich aktiv. Auch heute noch. Über eigene Erfahrungen der Forum Nutzer zu diesem Thema würde ich mich freuen.
- Madhouse
- Beiträge: 103
- Registriert: 16. Oktober 2020, 14:49
Re: Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
Hallo Joker,
wie ist es dir inzwischen ergangen ?
Entschuldige das hier noch niemand auf deinen Beitrag mit einem zumindest netten "Hallo" reagiert hat, obwohl hier lauter sehr hilfsbereite Menschen "regelrecht zu wohnen scheinen" *grins*
Zu deinem Beitrag:
Ich wurde 6/2019 whipple operiert nach einer Krebsdiagnose im BsD Kopfbereich.
Dato bin ich kurativ & Krebs frei.
Weiterhin habe/hatte ich wegen ganz ähnlicher Beschwerden wie Du selbst, eine künstliche
Ernährung über ein Portsystem, welches ich bis heute nicht entfernen lies.
Auch Schmerzmittel benötige ich regelmäßig, dato täglich, vermutlich wegen der entzündlichen BsD, Narbenzug, oder auch Polyneuropathie (da kann ich mir etwas von aussuchen, oder alles nehmen), es ist wie es ist, wir leben ja zum Glück noch.
Nicht wahr ?!
Manchmal ist das schon auch belastend, wenn ich vieles nicht mehr kann, oder so schnell erschöpft bin.
Ich meckere dann auch noch so viel über mich belastende Umstände, ziehe mich zurück, um innere Ruhe zu finden mit mir, all meinen vielen Gedanken (AD(H)S, als Bonus obendrauf ( Diagnose seit Grundschule), habe zum Glück eine ganz tolle Familie (alle Verrückt), die mich nach Kräften unterstützen, mit ihren Möglichkeiten.
Ich bin recht eigensinnig, immer viel Aktion gehabt, auch Stress.
Mein Körpergewicht ist fast im Norm Bereich, aber ich sollte sicher einiges mehr tun, damit es mir noch besser geht und ich lange etwas von meinem fast selbstständigen Leben habe. Weiterhin bin ich inzwischen Frührentner 54 Jahre alt, mit 100% Schwerbehinderung, Zusatz "G" wegen der Polyneuropathie (Chemo NW) und befinde mich in einer Pflegestufe.
Eigentlich macht das alles irgendwo auch deutlich, wo ich stehe, was die Ausgangslage ist, auch wenn es gute Tage gibt natürlich, darf ich das nicht als Dauerzustand betrachten wollen.
Das macht mich jetzt traurig gerade, weil wir hier auch immer um unsere Normalität (für unsere Verhältnisse) kämpfen, nicht wahrhaben wollen/können, welch starken Veränderungen die Erkrankung mit sich brachten.
ABER:
Was wäre die Alternative gewesen ?
Wie viele selbst hiervon Betroffene täten gerne mit mir/uns tauschen ?
Wertschätzen sollten wir in Demut, wie Dankbarkeit wohl lernen für all das Leben, auch in Krankheit ?!
wie ist es dir inzwischen ergangen ?
Entschuldige das hier noch niemand auf deinen Beitrag mit einem zumindest netten "Hallo" reagiert hat, obwohl hier lauter sehr hilfsbereite Menschen "regelrecht zu wohnen scheinen" *grins*
Zu deinem Beitrag:
Ich wurde 6/2019 whipple operiert nach einer Krebsdiagnose im BsD Kopfbereich.
Dato bin ich kurativ & Krebs frei.
Weiterhin habe/hatte ich wegen ganz ähnlicher Beschwerden wie Du selbst, eine künstliche
Ernährung über ein Portsystem, welches ich bis heute nicht entfernen lies.
Auch Schmerzmittel benötige ich regelmäßig, dato täglich, vermutlich wegen der entzündlichen BsD, Narbenzug, oder auch Polyneuropathie (da kann ich mir etwas von aussuchen, oder alles nehmen), es ist wie es ist, wir leben ja zum Glück noch.
Nicht wahr ?!
Manchmal ist das schon auch belastend, wenn ich vieles nicht mehr kann, oder so schnell erschöpft bin.
Ich meckere dann auch noch so viel über mich belastende Umstände, ziehe mich zurück, um innere Ruhe zu finden mit mir, all meinen vielen Gedanken (AD(H)S, als Bonus obendrauf ( Diagnose seit Grundschule), habe zum Glück eine ganz tolle Familie (alle Verrückt), die mich nach Kräften unterstützen, mit ihren Möglichkeiten.
Ich bin recht eigensinnig, immer viel Aktion gehabt, auch Stress.
Mein Körpergewicht ist fast im Norm Bereich, aber ich sollte sicher einiges mehr tun, damit es mir noch besser geht und ich lange etwas von meinem fast selbstständigen Leben habe. Weiterhin bin ich inzwischen Frührentner 54 Jahre alt, mit 100% Schwerbehinderung, Zusatz "G" wegen der Polyneuropathie (Chemo NW) und befinde mich in einer Pflegestufe.
Eigentlich macht das alles irgendwo auch deutlich, wo ich stehe, was die Ausgangslage ist, auch wenn es gute Tage gibt natürlich, darf ich das nicht als Dauerzustand betrachten wollen.
Das macht mich jetzt traurig gerade, weil wir hier auch immer um unsere Normalität (für unsere Verhältnisse) kämpfen, nicht wahrhaben wollen/können, welch starken Veränderungen die Erkrankung mit sich brachten.
ABER:
Was wäre die Alternative gewesen ?
Wie viele selbst hiervon Betroffene täten gerne mit mir/uns tauschen ?
Wertschätzen sollten wir in Demut, wie Dankbarkeit wohl lernen für all das Leben, auch in Krankheit ?!
Jeder Mensch bereitet uns auf seine Art Freude.
Der eine wenn er kommt, der andere wenn er geht.
Herzlichen Dank wie Grüße & alles erdenklich Gute für DICH
- auf bald Torsten
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Joker
- Beiträge: 26
- Registriert: 9. November 2021, 12:16
Re: Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
Danke Madhouse für Deine ( einzige ) Antwort. Ich antworte Dir erst heute, da ich 3 Wochen in Sri Lanka zu einer Ayurveda Kur war. Dort sollte das Immunsystem gestärkt werden. Auch sollten die Darmprobleme, sprich Durchfall und Blähungen behandelt werden. Das hat leider nicht geklappt, in der ersten Woche habe ich zusätzlich noch 2kg abgenommen. Erst nach energischer Rücksprache mit der Ayurveda Ärztin wurde meine Ernährung umgestellt. Ich hatte nach der Whipple OP die besten Erfahrungen mit der Ayurveda Kur in Sri Lanka gemacht. Zwei Jahre nach der OP hatte ich sehr verdächtige Flecken in der Leber bei CT und anschliessend MRT. Dann habe ich die Kur mit spezieller Leberentgiftung und Behandlung gemacht, direkt bin ich wieder nach München ins Klinikum, hier war OP Termin Leber schon anberaumt. Nach dem MRT kam Entwarnung, die Flecken waren verschwunden. Der MRT Prof. war so erstaunt, das hatte er noch nicht so erlebt. Bis heute ist die Leber OK. Jetzt bin ich in der nächsten Woche wieder im Klinikum zum ersten CT nach der Entfernung der Bauchspeicheldrüse im August. Bis auf den Durchfall, den ich jetzt mit Flosamen versuche zu bekämpfen und einer ständigen Müdigkeit geht es mir gut. Enttäuscht bin ich allerdings über das Forum; ich hatte einen besseren Austausch erwartet. Aber nochmals danke für Deinen Beitrag .
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Wuermsee
- Beiträge: 99
- Registriert: 4. Januar 2021, 20:40
Re: Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
Du hast nach Erfahrungen gefragt, zumindest initial.
Ich denke sehr viele hier haben die gleichen oder ähnliche Erfahrungen wie du … bei vielen verschiebt sich jedoch der Fokus.
Zeit und Energie sind wertvolle Ressourcen und deshalb findet eine globale Frage wenig Antworten.
Vieles was du schreibst kenne ich von den Symptomen. Vieles ist jedoch auch in der Anonymität des Internet zu intim. Ich etwa, hatte Momente auf dem WC … wäre eine geladene Waffe neben mir gelegen ich hätte sie benutzt.
Dieses Forum ist ein sehr wertvoller Wissensspeicher und ich habe alle für mich relevanten Seiten quergelesen und die „Erfahrungen“ und Tips und Tricks welche mir gefielen für mich genutzt. Das hat geholfen.
Was genau wurde den in der Kur gemacht? Darmspülung? Was hat dir geholfen?
Grüße
Felix
Ich denke sehr viele hier haben die gleichen oder ähnliche Erfahrungen wie du … bei vielen verschiebt sich jedoch der Fokus.
Zeit und Energie sind wertvolle Ressourcen und deshalb findet eine globale Frage wenig Antworten.
Vieles was du schreibst kenne ich von den Symptomen. Vieles ist jedoch auch in der Anonymität des Internet zu intim. Ich etwa, hatte Momente auf dem WC … wäre eine geladene Waffe neben mir gelegen ich hätte sie benutzt.
Dieses Forum ist ein sehr wertvoller Wissensspeicher und ich habe alle für mich relevanten Seiten quergelesen und die „Erfahrungen“ und Tips und Tricks welche mir gefielen für mich genutzt. Das hat geholfen.
Was genau wurde den in der Kur gemacht? Darmspülung? Was hat dir geholfen?
Grüße
Felix
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ginibambini1008
- Beiträge: 112
- Registriert: 18. Mai 2021, 20:11
Re: Bauchspeicheldrüsen Entfernung August 21
Nimm es bitte nicht persönlich, wenn dir keiner Antworte. Viele hier denke ich habe ihre Bauchspeicheldrüse noch und jede Erkrankung ist anders. Mein Mann hatte seine OP im Oktober, allerdings nur eine Drainage Operation nach V- Shape Itzbiki. Er hat zum Glück keinerlei Probleme mit Abnahme, bei ihm ist es eher der Zucker. Mit Insulin Unterzuckert er sofort, ohne ist der Zucker teilweise viel zu hoch. Es ist zum verzweifeln. Daher denke ich, man kann nichts was mit der Bauchspeicheldrüse zu tun hat, verallgemeinern. Und dann kommt es auch noch auf die OP selbst und auf den Chirurg an.
Ich wünsche dir alles Gute. Respekt, dass du zweimal diesen Eingriff gemeistert hast und das in deinem Alter. Mein Mann ist erst 34 und mal sehen was noch kommt.
Liebe Grüße 😀
Ich wünsche dir alles Gute. Respekt, dass du zweimal diesen Eingriff gemeistert hast und das in deinem Alter. Mein Mann ist erst 34 und mal sehen was noch kommt.
Liebe Grüße 😀