Bauchspeicheldrüsenkarzinom, Chemo, Whipple - jetzt total k.o., Lebensqualität?
Verfasst: 27. Juli 2022, 14:23
Liebe Gruppe,
ich lese schon länger in diesem Forum mit. Mein Vater (66) hat im April 2021 die Diagnose Pankreaskarzinom erhalten. Seither ist natürlich nichts mehr wie vorher und ich habe schon öfter Motivation/Hilfe in euren Beiträgen gefunden. Nun möchte ich gerne unseren Fall schildern, vielleicht habt ihr noch weitere Ratschläge, damit mein Vater wieder mehr Lebensqualität bekommt.
Mein Vater: 66 Jahre, Nichtraucher, Alkohol meist 1 Bier und Glas Wein zum Mittagessen, Ernährung vor der Krankheit ausgewogen, hoher Fleischanteil, hat ca. 1 Jahr vor bis zur Diagnose Methotextrat wegen Rheuma gespritzt, Asthmatiker seit seiner Jugend (aber keine Probleme seit vielen Jahren), Blutdruck in Behandlung und gut eingestellt, 2 Knie-TEPS, immer wieder mal Verdauungsprobleme/Gastritis (vermutlich emotional bedingt)
Nach Schmerzen im Oberbauch rechts und Übelkeit hat er im April 21 die Diagnose bekommen, da wir in einer sehr ländlichen Gegend wohnen, und die Behandlungsmöglichkeiten hier begrenzt sind, haben wir uns für eine Behandlung im AKH Wien entschieden. Da der Tumor um ein Blutgefäß gewachsen ist, wurde mit einer Chemo (Folfirinox) begonnen. Keine Metastasen. Bei der Kontrolle im Juli hatte sich der Tumor etwas verkleinert, aber die Chirurgen wollten den Tumor für die OP gerne noch kleiner, daher nochmal Chemo bis Oktober. Mein Vater hat die Chemo eigentlich recht gut weggesteckt, der Tumor wurde allerdings nicht nochmal kleiner. Daher wurde für 27.11. die magenerhaltende Whipple-OP angesetzt. Ich sag euch, die Chemo war ein "Spaß" gegen das was dann gekommen ist.... 2. OP, weil eine Naht aufgegangen ist, starke Wassereinlagerungen im ganzen Körper (vom Krankenhaus unbehandelt!!! Der Höhepunkt waren +20kg!), folglich am Weihnachtstag ein kardiologisches Ereignis (Ärzte sind sich uneinig, ob es ein Infarkt oder etwas anderes war...). Nach 2 Monaten Krankenhaus kam er endlich nach Hause, psychisch gebrochen vom Krankenhaus und am Tiefpunkt. Phasenweise gab es überhaupt keine Besserung, wir haben uns daher über jede kleine Besserung gefreut, damit möchte ich euch aber jetzt nicht belasten. Hauptsorgen ist jetzt die Lebensqualität in Punkte Verdauung. Mein Vater ist jetzt mit 78kg eigentlich total abgemagert und nur mehr Haut und Knochen. Meist rumort und kracht es richtig laut in seinem Bauch. Oft hat er Durchfall und die Ausscheidungen stinken wirklich bestialisch... er ist auch schon total kraftlos, meist müde und schläft viel. Er isst eigentlich brav und viel, ich habe aber den Eindruck dass sein Körper nichts von diesen Nährstoffen aufnimmt. Bezüglich Ernährung nach der Whipple gab es vom Krankenhaus auch keine Ratschläge, es hieß "Probieren sie was sie vertragen, sie werden es eh sehen" und Kreon-Kapseln mit 25.000 EH. Hier nimmt er zu jeder Mahlzeit 3-4 Stück... Er versucht jetzt auch sehr fettarm zu Essen, aber die letzten 3 Tage waren wieder ein Griff ins Klo... (wortwörtlich). Das bisschen Energie, das er hat bezieht er aus regelmäßigen homöopathischen Infusionen (Vit C, B, Zink...) und Epo-Spritzen, da seine roten Blutkörperchen seit der Chemo sehr niedrig sind...
Letztes Kontroll-CT von Pankreas und auch die Gastroskopie waren zum Glück unauffällig.
Versuche jetzt in Wien einen Termin bei einem Gastro-Spazialisten zu bekommen und hoffe, dass uns jemand weiterhelfen kann.
Wie sind eure Erfahrungen???
DAnke für eure Hilfe!
ich lese schon länger in diesem Forum mit. Mein Vater (66) hat im April 2021 die Diagnose Pankreaskarzinom erhalten. Seither ist natürlich nichts mehr wie vorher und ich habe schon öfter Motivation/Hilfe in euren Beiträgen gefunden. Nun möchte ich gerne unseren Fall schildern, vielleicht habt ihr noch weitere Ratschläge, damit mein Vater wieder mehr Lebensqualität bekommt.
Mein Vater: 66 Jahre, Nichtraucher, Alkohol meist 1 Bier und Glas Wein zum Mittagessen, Ernährung vor der Krankheit ausgewogen, hoher Fleischanteil, hat ca. 1 Jahr vor bis zur Diagnose Methotextrat wegen Rheuma gespritzt, Asthmatiker seit seiner Jugend (aber keine Probleme seit vielen Jahren), Blutdruck in Behandlung und gut eingestellt, 2 Knie-TEPS, immer wieder mal Verdauungsprobleme/Gastritis (vermutlich emotional bedingt)
Nach Schmerzen im Oberbauch rechts und Übelkeit hat er im April 21 die Diagnose bekommen, da wir in einer sehr ländlichen Gegend wohnen, und die Behandlungsmöglichkeiten hier begrenzt sind, haben wir uns für eine Behandlung im AKH Wien entschieden. Da der Tumor um ein Blutgefäß gewachsen ist, wurde mit einer Chemo (Folfirinox) begonnen. Keine Metastasen. Bei der Kontrolle im Juli hatte sich der Tumor etwas verkleinert, aber die Chirurgen wollten den Tumor für die OP gerne noch kleiner, daher nochmal Chemo bis Oktober. Mein Vater hat die Chemo eigentlich recht gut weggesteckt, der Tumor wurde allerdings nicht nochmal kleiner. Daher wurde für 27.11. die magenerhaltende Whipple-OP angesetzt. Ich sag euch, die Chemo war ein "Spaß" gegen das was dann gekommen ist.... 2. OP, weil eine Naht aufgegangen ist, starke Wassereinlagerungen im ganzen Körper (vom Krankenhaus unbehandelt!!! Der Höhepunkt waren +20kg!), folglich am Weihnachtstag ein kardiologisches Ereignis (Ärzte sind sich uneinig, ob es ein Infarkt oder etwas anderes war...). Nach 2 Monaten Krankenhaus kam er endlich nach Hause, psychisch gebrochen vom Krankenhaus und am Tiefpunkt. Phasenweise gab es überhaupt keine Besserung, wir haben uns daher über jede kleine Besserung gefreut, damit möchte ich euch aber jetzt nicht belasten. Hauptsorgen ist jetzt die Lebensqualität in Punkte Verdauung. Mein Vater ist jetzt mit 78kg eigentlich total abgemagert und nur mehr Haut und Knochen. Meist rumort und kracht es richtig laut in seinem Bauch. Oft hat er Durchfall und die Ausscheidungen stinken wirklich bestialisch... er ist auch schon total kraftlos, meist müde und schläft viel. Er isst eigentlich brav und viel, ich habe aber den Eindruck dass sein Körper nichts von diesen Nährstoffen aufnimmt. Bezüglich Ernährung nach der Whipple gab es vom Krankenhaus auch keine Ratschläge, es hieß "Probieren sie was sie vertragen, sie werden es eh sehen" und Kreon-Kapseln mit 25.000 EH. Hier nimmt er zu jeder Mahlzeit 3-4 Stück... Er versucht jetzt auch sehr fettarm zu Essen, aber die letzten 3 Tage waren wieder ein Griff ins Klo... (wortwörtlich). Das bisschen Energie, das er hat bezieht er aus regelmäßigen homöopathischen Infusionen (Vit C, B, Zink...) und Epo-Spritzen, da seine roten Blutkörperchen seit der Chemo sehr niedrig sind...
Letztes Kontroll-CT von Pankreas und auch die Gastroskopie waren zum Glück unauffällig.
Versuche jetzt in Wien einen Termin bei einem Gastro-Spazialisten zu bekommen und hoffe, dass uns jemand weiterhelfen kann.
Wie sind eure Erfahrungen???
DAnke für eure Hilfe!