hortensie hat geschrieben:
Vergibt der ADP da Punkte die erfüllt sein muessen um hier aufgeführt zu sein?
Oder hängt das mit der Kooperationsbereitschaft mit dem AdP zusammen?
Oder im Umkehrschluss, sollte man Adressen die hier nicht zu finden sind meiden?
Ich hoffe ich trete hier niemanden zu Nahe, mit dieser Frage.
Hortensie
Hallo und guten Tag,
nachstehend möchte ich nochmals die Kriterien aufzeigen, die bei der Erstellung dieser Liste mit eine Rolle gespielt haben und die in diesem Bereich auch klar aufgeführt worden sind:
Mit einem Klick in das jeweilige Bundesland erhalten Sie eine Auswahl der dort ansässigen
Kliniken/Schwerpunktpraxen, mit denen wir „gute Erfahrungen“ hinsichtlich folgender Maßstäbe feststellen konnten:
* positiven Erfahrungen der Betroffenen in der Behandlung
* Auskünfte und Hilfestellung bei Nachfragen, Problemen von Betroffenen,
* fachlich gute und kooperative Zusammenarbeit bei Referentenvorträgen, Gruppentreffen, Einzelgesprächen, Veröffentlichungen, etc.
* positive Weiterempfehlung durch die Pankreasspezialisten unseres Wissenschaftlichen Beirates
Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
Auf den letzten Satz möchte ich nochmal besonders hinweisen.
Der AdP ist natürlich hier im besonderen Maße auf die Hilfe Betroffenen angewiesen. Wenn sich der Betroffene nach einem Gespräch mit mir für Dr. XY entscheidet, bitte ich eindringlich uns eine Rückmeldung zu geben. Und mit großer Regelmäßigkeit kommt diese Rückmeldung nicht, es sei denn, ich treffe ihn später in der Gruppe.
Und trotz laufender Vervollständigung sind dort Ärzte nicht aufgeführt die ebenfalls das Gebiet sehr gut beherrschen, dem AdP aber nicht bekannt sind.
Zu den Chirurgen: Diese Operationen kann er sich natürlich nicht allein beibringen. Es gibt standardisierte OP Verfahren (z.B. Kausch - Whippel, Variante nach Beger, Berner Variante) die Chirurgen einfach in einigen Häusern lernen.
Und wenn ein Chirurg, der in den "Pankreashochburgen" operiert hat, dann irgendwo Chefarzt wird, und wir wissen es nicht, fehlt er natürlich auf der Liste.
Das wichtigste Kriterium ist die Anzahl der im Jahr durchgeführte Operationen, wobei ich meine, dass inzwischen mindestens zwanzig im Jahr die untere Grenze ist, die das Haus erfüllen muss, um diese OP weiter anbieten zu dürfen. Hier gilt auch, je höher die Fallzahlen sind, desto geringer sind die postoperativen Probleme. Damit werben die entsprechenden Häuser gerne, wobei sie zu Teil recht haben, aber anderseits ob jetzt 300 gegenüber 60 bis 100 OP`s, als Beispiel, einen großen Unterschied machen, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich persönlich denke, dass es hier nicht so entscheidend ist . Und, wem es mehr auf das persönlich Verhältnis zum Chirurgen ankommt, ist in den letzteren genannten Häusern auch gut aufgehoben.
Ein weiteres Kriterium ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem Gastroenterologen, der auch ein guter Endoskopiker sein sollte. Er macht die Voruntersuchungen und kümmert sich um die Nachsorge.
Dies alles erfährt der AdP aus Gesprächen mit den betreffenden Ärzten, aus Erfahrungen der Betroffenen, aus gemeinsame Aktionen mit den Häusern ect.
Auch aus diesem Grunde ist der AdP auch auf großen Fachveranstaltungen präsent. Ich selbst komme gerade von einer derartigen, viertägigen Veranstaltung in Stuttgart, an der 4000 Viszeralchirungen und Gastroenterologen teilgenommen haben. Dort werden u.a. Kontakte geknüpft, Zusammenarbeiten vertieft oder auch schon gemeinsame Aktionen (Arzt - Patientenseminare) geplant. Auch kommt es dort zu Gesprächen mit Ärzten aus Kliniken, die auch viele Pankreasoperationen durchführen und mit denen der AdP bisher noch nicht zusammengearbeitet hat, weil sie uns nicht bekannt waren. Auch Gespräche mit niedergelassenen Gastroenterologen, die sich besonders mit Pankreaserkrankungen beschäftigen, wurden geführt. Diese wichtigen Informationen werden dann an die örtlich zuständigen Regionalgruppenleiter gegeben.
Ich wollte mit diesen Ausführungen einmal aufzeigen, wie der AdP auch zu Informationen über die für unseren Personenkreis guten und wichtigen Behandlern kommt.
Aber nochmals der Hinweis: Unsere Liste ist längst noch nicht vollständig, und Ärzte oder Krankenhäuser, die dort nicht aufgeführt sind, sind nicht automatisch schlecht.
Der AdP ist auch hier im Besonderen auf Ihre/Eure Mithilfe in Form von Anregungen angewiesen.
PS: In der Vorschau lese ich gerade, dass unser Vorsitzender, Herr Kleeberg, in kürzere Form schon die wesentliche Punkte genannt hat. Stelle aber meinen Beitrag unverändert hinein, da er auch aufzeigt soll, wie der AdP u.a. zu diesen Informationen und letztlich zu der Liste kommt.