EPI, Enzyme und die Ballaststoffe! Fragen dazu.
Verfasst: 13. Januar 2023, 08:10
Moin,
meine Situation ist momentan etwas schwierig.
Ich habe momentan 2 total gegensätzliche Befunde. Bin 53 Jahre alt.
Nach einer durchgemachten milden akuten Pankreatitis (mit Pankreas Divisum) im Juli 2022 habe ich wohl eine EPI entwickelt. MRCP und Endosonographie waren ohne Befunde. Die letzten 2 Elastasewerte waren mit 145 und 123 (Oktober 2022) zu niedrig. Dazu habe ich noch die typischen EPI Symptome.
Seit Oktober nehme ich Enzyme ohne großen Erfolg. Ich nehme seit 14 Tagen zusätzlich PPI und kombiniere Pankreatin mit Nortase.
Nach einer Darmspiegelung im November 2022 wurde bei mir ein spastischer Darm mit Divertikulose festgestellt. Ich sollte Flohsamenschalen zu mir nehmen und Enzyme reduzieren. Nach 4 Wochen habe ich die Flohsamenschalen abgesetzt, da die Beschwerden in Form von Blähungen und Aufstoßen unerträglich wurden. Die heftigen Blähungen wurden dann etwas besser.
Ich habe mich in anderer Form weiter ballaststoffreich ernährt. Leider blieben die typischen EPI Symptome (Bauchschmerzen, Meteorismus, Gewichtsverlust, wechselnder Stuhl usw.).
Nun habe ich folgende Aussagen in der Apothekerzeitung entdeckt.
Zitat:
Patienten mit chronischer Pankreatitis sollten schlecht verträgliche und schwer verdauliche Lebensmittel vermeiden. Dazu zählen Hülsenfrüchte sowie gebratene und frittierte Speisen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind ebenfalls ungeeignet, da sie nicht nur eingeschränkt verträglich sind, sondern auch zur Adsorption und Inaktivierung substituierter Pankreasenzyme führen.
Zitatende
Gilt das für die EPI auch?
Wenn ja, dann darf ich mich wohl nicht wundern, dass Enzyme nicht wirken und ich weiter unter den EPI Symptomen leide.
Außerdem habe ich folgendes entdeckt:
Ernährung bei einer gestörten Fettaufnahme bei EPI:
Grundprinzipien der Diät
Leichte Vollkost (d.h. blähende und unverträgliche Lebensmittel weglassen)
Ballaststoffarm (weniger als 10 Gramm Ballaststoffe am Tag)
Fettmenge reduzieren
Auch hier wird auf eine Ballaststoffarme Ernährung hingewiesen.
Ich fasse zusammen:
Ballaststoffreich ist bei einer EPI nicht angezeigt.
Enzyme könnten dann inaktiv werden. Zusätzliche Gase könnten sich bilden.
Ich habe mir vor einiger Zeit ein erfolgreiches Kochbuch für Menschen mit Pankreas Erkrankungen gekauft. Dort werden ohne Unterschiede auf die Art der vorliegenden Erkrankungen Rezepte mit ballaststoffreichen Lebensmitteln (Hafer etc.) aufgelistet.
Ich bin jedenfalls momentan in Bezug einer Ernährung sehr verwirrt. Da ich nun auch 2 gegensätzliche Befunde habe, stellt sich mir die Frage, welche Ernährungform für mich nun richtige ist.
Ich werde es jetzt wohl nochmal in Verbindung mit den Enzymen mit weniger Ballaststoffen versuchen.
Eine Ursache für die damalige akute Pankreatitis wurde (wie hier oft beschrieben) auch bei mir nicht gefunden. Ich stoße auf gegensätzliche Meinungen (auch von Chefärzten in Pankreaszentren). Einige messen dem Pankreas Divisum keine Bedeutung bei. Ein Oberarzt eines Pankreaszentrums hatte mir (nach telefonischen Schilderung meiner Symptome) mitgeteilt, dass durch mein Pankreas Divisum eine Abflusstörung vorliegen kann. Er rät mir zur eine ERCP mit Papillotomie, obwohl diese in der Endosonographie und MRCP unauffällig war in und meine BSD laut Aussage eines Oberarztes jungfräulich aussieht.
Blutwerte sind seit Juli 22 immer in der Norm. Keine Anzeichen einer chronischen Pankreatitis. Habe inzwischen 10 Kilo verloren. War früher viel Wandern und hatte viel Muskulatur. Ernähre mich aber auch seit Juli fettarm.
Wie geht es Euch mit Enzyme, EPI und Ballaststoffe?
Beste Grüße
Christian
meine Situation ist momentan etwas schwierig.
Ich habe momentan 2 total gegensätzliche Befunde. Bin 53 Jahre alt.
Nach einer durchgemachten milden akuten Pankreatitis (mit Pankreas Divisum) im Juli 2022 habe ich wohl eine EPI entwickelt. MRCP und Endosonographie waren ohne Befunde. Die letzten 2 Elastasewerte waren mit 145 und 123 (Oktober 2022) zu niedrig. Dazu habe ich noch die typischen EPI Symptome.
Seit Oktober nehme ich Enzyme ohne großen Erfolg. Ich nehme seit 14 Tagen zusätzlich PPI und kombiniere Pankreatin mit Nortase.
Nach einer Darmspiegelung im November 2022 wurde bei mir ein spastischer Darm mit Divertikulose festgestellt. Ich sollte Flohsamenschalen zu mir nehmen und Enzyme reduzieren. Nach 4 Wochen habe ich die Flohsamenschalen abgesetzt, da die Beschwerden in Form von Blähungen und Aufstoßen unerträglich wurden. Die heftigen Blähungen wurden dann etwas besser.
Ich habe mich in anderer Form weiter ballaststoffreich ernährt. Leider blieben die typischen EPI Symptome (Bauchschmerzen, Meteorismus, Gewichtsverlust, wechselnder Stuhl usw.).
Nun habe ich folgende Aussagen in der Apothekerzeitung entdeckt.
Zitat:
Patienten mit chronischer Pankreatitis sollten schlecht verträgliche und schwer verdauliche Lebensmittel vermeiden. Dazu zählen Hülsenfrüchte sowie gebratene und frittierte Speisen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind ebenfalls ungeeignet, da sie nicht nur eingeschränkt verträglich sind, sondern auch zur Adsorption und Inaktivierung substituierter Pankreasenzyme führen.
Zitatende
Gilt das für die EPI auch?
Wenn ja, dann darf ich mich wohl nicht wundern, dass Enzyme nicht wirken und ich weiter unter den EPI Symptomen leide.
Außerdem habe ich folgendes entdeckt:
Ernährung bei einer gestörten Fettaufnahme bei EPI:
Grundprinzipien der Diät
Leichte Vollkost (d.h. blähende und unverträgliche Lebensmittel weglassen)
Ballaststoffarm (weniger als 10 Gramm Ballaststoffe am Tag)
Fettmenge reduzieren
Auch hier wird auf eine Ballaststoffarme Ernährung hingewiesen.
Ich fasse zusammen:
Ballaststoffreich ist bei einer EPI nicht angezeigt.
Enzyme könnten dann inaktiv werden. Zusätzliche Gase könnten sich bilden.
Ich habe mir vor einiger Zeit ein erfolgreiches Kochbuch für Menschen mit Pankreas Erkrankungen gekauft. Dort werden ohne Unterschiede auf die Art der vorliegenden Erkrankungen Rezepte mit ballaststoffreichen Lebensmitteln (Hafer etc.) aufgelistet.
Ich bin jedenfalls momentan in Bezug einer Ernährung sehr verwirrt. Da ich nun auch 2 gegensätzliche Befunde habe, stellt sich mir die Frage, welche Ernährungform für mich nun richtige ist.
Ich werde es jetzt wohl nochmal in Verbindung mit den Enzymen mit weniger Ballaststoffen versuchen.
Eine Ursache für die damalige akute Pankreatitis wurde (wie hier oft beschrieben) auch bei mir nicht gefunden. Ich stoße auf gegensätzliche Meinungen (auch von Chefärzten in Pankreaszentren). Einige messen dem Pankreas Divisum keine Bedeutung bei. Ein Oberarzt eines Pankreaszentrums hatte mir (nach telefonischen Schilderung meiner Symptome) mitgeteilt, dass durch mein Pankreas Divisum eine Abflusstörung vorliegen kann. Er rät mir zur eine ERCP mit Papillotomie, obwohl diese in der Endosonographie und MRCP unauffällig war in und meine BSD laut Aussage eines Oberarztes jungfräulich aussieht.
Blutwerte sind seit Juli 22 immer in der Norm. Keine Anzeichen einer chronischen Pankreatitis. Habe inzwischen 10 Kilo verloren. War früher viel Wandern und hatte viel Muskulatur. Ernähre mich aber auch seit Juli fettarm.
Wie geht es Euch mit Enzyme, EPI und Ballaststoffe?
Beste Grüße
Christian