Beginnende Insuffizienz, nicht nachweisbar (?) aber starke Beschwerden
Verfasst: 15. Januar 2023, 17:32
Hallo zusammen,
Ich habe vor etwas weniger als einem Jahr schon mal hier geschrieben. Inzwischen wurden weitere Untersuchungen vorgenommen die mir aber leider nicht weitergeholfen haben, darum würde ich euch gerne erneut um eure Einschätzung bitten (zumal ich meinen letzten Post nicht gefunden habe).
Meine Beschwerden:
Seit Mitte 2020 schlimme, schmerzhafte, überriechende Blähungen, anfangs nur Nachts, inzwischen schon beim Essen. Allerdings niemals nach dem Frühstück (esse nur 2 Mahlzeiten am Tag, Frühstück gegen 12 h, Abendessen ca. 19 h), aber während und nach dem Abendessen sind die Blähungen sehr stark. Super belastend, schmerzhaft, peinlich. Aufgeblähter Bauch oft wie bei einer Schwangeren. Die Beschwerden sind komplett unabhängig von Stress und treten jeden Tag auf. Je nach Verträglichkeit des Essens sind sie aber stärker (fettig und/oder kohlenhydratreich?) oder schwächer (z.B. kaum Beschwerden nach Sushi.) Ich habe schon den Eindruck, dass ich fettiges nicht gut vertrage, teilweise gibt es da aber auch wieder Ausnahmen, was die Selbst-Diagnose irgendwie schwer macht.
Ein paar Fakten zu mir:
- 39 Jahre alt, 174 cm, ca. 72 kg
- häufiges Aufstoßen
- kein Durchfall aber deutlich weicherer Stuhl als früher
- Nur wenige kg Gewichtsabnahme in den letzen Monaten (kann auch stressbedingt sein)
- Ernährung normal, mäßig Fleisch, keine Milchprodukte außer Käse, selten Alkohol (2-3 Mal im Monat 1-2 Gläser Wein/Bier, Nichtraucherin)
- genetisch bedingt (beide Eltern) hohes Cholesterin 200-300 (Referenz <200)
- Unverträglichkeiten (Fructose und Lactose) mit Atemtest ausgeschlossen
- Darm- und Magenspiegelung unauffällig, Zöliakie ausgeschlossen
- CT (Januar 2022 wegen Blinddarm-OP) unauffällig
- MRT-Abdomen unauffällig, Sonografie BSD unauffällig
- Messreihe Elastase (Frühjahr 2021): 131, 242, 367, 449, 490
- Amylase- & Lipase-Werte ok
- Verbesserung der Symptome unter Kreon-Einnahme
Da die Elastasewerte im letzten Frühjahr ok waren, hatte mein Gastroenterologie keine andere Idee außer einer möglichen Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO), die allerdings im Atemtest nicht nachgewiesen werden konnte. Trotzdem habe ich vor Kurzem eine 2-Wöchige Antibiotika-Therapie mit Rifaxamin(Xifaxan) gemacht, welche mir aber keinerlei Verbesserung gebracht hat.
Da mein Arzt nun auch keine Idee mehr hat spukt weiterhin die Möglichkeit einer EPI in meinem Kopf rum. Ich habe jetzt in Eigenregie ein paar Mal Kreon zum Essen ausprobiert und meine Symptome haben sich damit deutlich verbessert. Ich habe gelesen, dass man bei einer leichten Schwäche der BSD auch noch ganz normale Elastase-Werte haben kann. Zumal bei meiner Mutter im letzten Jahr eine EPI und eine Entzündung der BSD mit Bildgebung nachgewiesen worden konnte, ohne dass sie erniedrigte Elastase-Werte hat und auch nicht zur Risikogruppe gehört (66 Jahre, kein Alkohol, Nichtraucherin, sportlich etc.). Kann man die Krankheit auch einfach erben? Bin ich nicht viel zu jung um jetzt schon so starke Beschwerden zu haben ohne wirklichen Auslöser?
Ich habe den Eindruck, dass das Thema beginnende Insuffizienz oder Insuffizienz ohne konkrete Auslöser irgendwie noch nicht so genau erforscht ist, ich finde dazu sehr wenige Informationen und habe auch den Eindruck, dass die Gastroenterologen sich damit nicht so gut auskennen. (Sie wussten zum Beispiel nicht, dass bei einer leichten Insuffizienz nur 50% der Patienten erniedrigte Elastase-Werte hat, das habe ich inzwischen aber schon auf sehr vielen Seiten gelesen.) Beratung im Pankreas-Zentrum wurde wegen normwertiger Elastase abgelehnt.
Ich habe wahnsinnige Angst und liege jede Nacht wach und frage mich, ob ich nun nicht mehr mit meinem Freund alt werden kann, und ob ich überhaupt noch einem Kinderwunsch nachgehen sollte, wenn meine Lebenserwartung so massiv eingeschränkt ist wie man immer liest. Ich weiß, dass das für einige von euch vielleicht lächerlich klingen mag, aber ich habe wirklich schreckliche Angst. Zumal die Sache so ungreifbar ist und irgendwie nicht wirklich festgestellt werden kann. Und dadurch leider auch von meinen Ärzten nicht ernstgenommen wird, weder in Bezug auf Beratung noch auf Medikamente (Kreon/Pankreatin wird mir nicht verschrieben). Ich bin so ratlos und habe einfach gar keinen Ansprechpartner, der mir weiterhelfen und mir vielleicht auch ein bisschen meiner Angst nehmen kann.
Ich habe vor etwas weniger als einem Jahr schon mal hier geschrieben. Inzwischen wurden weitere Untersuchungen vorgenommen die mir aber leider nicht weitergeholfen haben, darum würde ich euch gerne erneut um eure Einschätzung bitten (zumal ich meinen letzten Post nicht gefunden habe).
Meine Beschwerden:
Seit Mitte 2020 schlimme, schmerzhafte, überriechende Blähungen, anfangs nur Nachts, inzwischen schon beim Essen. Allerdings niemals nach dem Frühstück (esse nur 2 Mahlzeiten am Tag, Frühstück gegen 12 h, Abendessen ca. 19 h), aber während und nach dem Abendessen sind die Blähungen sehr stark. Super belastend, schmerzhaft, peinlich. Aufgeblähter Bauch oft wie bei einer Schwangeren. Die Beschwerden sind komplett unabhängig von Stress und treten jeden Tag auf. Je nach Verträglichkeit des Essens sind sie aber stärker (fettig und/oder kohlenhydratreich?) oder schwächer (z.B. kaum Beschwerden nach Sushi.) Ich habe schon den Eindruck, dass ich fettiges nicht gut vertrage, teilweise gibt es da aber auch wieder Ausnahmen, was die Selbst-Diagnose irgendwie schwer macht.
Ein paar Fakten zu mir:
- 39 Jahre alt, 174 cm, ca. 72 kg
- häufiges Aufstoßen
- kein Durchfall aber deutlich weicherer Stuhl als früher
- Nur wenige kg Gewichtsabnahme in den letzen Monaten (kann auch stressbedingt sein)
- Ernährung normal, mäßig Fleisch, keine Milchprodukte außer Käse, selten Alkohol (2-3 Mal im Monat 1-2 Gläser Wein/Bier, Nichtraucherin)
- genetisch bedingt (beide Eltern) hohes Cholesterin 200-300 (Referenz <200)
- Unverträglichkeiten (Fructose und Lactose) mit Atemtest ausgeschlossen
- Darm- und Magenspiegelung unauffällig, Zöliakie ausgeschlossen
- CT (Januar 2022 wegen Blinddarm-OP) unauffällig
- MRT-Abdomen unauffällig, Sonografie BSD unauffällig
- Messreihe Elastase (Frühjahr 2021): 131, 242, 367, 449, 490
- Amylase- & Lipase-Werte ok
- Verbesserung der Symptome unter Kreon-Einnahme
Da die Elastasewerte im letzten Frühjahr ok waren, hatte mein Gastroenterologie keine andere Idee außer einer möglichen Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO), die allerdings im Atemtest nicht nachgewiesen werden konnte. Trotzdem habe ich vor Kurzem eine 2-Wöchige Antibiotika-Therapie mit Rifaxamin(Xifaxan) gemacht, welche mir aber keinerlei Verbesserung gebracht hat.
Da mein Arzt nun auch keine Idee mehr hat spukt weiterhin die Möglichkeit einer EPI in meinem Kopf rum. Ich habe jetzt in Eigenregie ein paar Mal Kreon zum Essen ausprobiert und meine Symptome haben sich damit deutlich verbessert. Ich habe gelesen, dass man bei einer leichten Schwäche der BSD auch noch ganz normale Elastase-Werte haben kann. Zumal bei meiner Mutter im letzten Jahr eine EPI und eine Entzündung der BSD mit Bildgebung nachgewiesen worden konnte, ohne dass sie erniedrigte Elastase-Werte hat und auch nicht zur Risikogruppe gehört (66 Jahre, kein Alkohol, Nichtraucherin, sportlich etc.). Kann man die Krankheit auch einfach erben? Bin ich nicht viel zu jung um jetzt schon so starke Beschwerden zu haben ohne wirklichen Auslöser?
Ich habe den Eindruck, dass das Thema beginnende Insuffizienz oder Insuffizienz ohne konkrete Auslöser irgendwie noch nicht so genau erforscht ist, ich finde dazu sehr wenige Informationen und habe auch den Eindruck, dass die Gastroenterologen sich damit nicht so gut auskennen. (Sie wussten zum Beispiel nicht, dass bei einer leichten Insuffizienz nur 50% der Patienten erniedrigte Elastase-Werte hat, das habe ich inzwischen aber schon auf sehr vielen Seiten gelesen.) Beratung im Pankreas-Zentrum wurde wegen normwertiger Elastase abgelehnt.
Ich habe wahnsinnige Angst und liege jede Nacht wach und frage mich, ob ich nun nicht mehr mit meinem Freund alt werden kann, und ob ich überhaupt noch einem Kinderwunsch nachgehen sollte, wenn meine Lebenserwartung so massiv eingeschränkt ist wie man immer liest. Ich weiß, dass das für einige von euch vielleicht lächerlich klingen mag, aber ich habe wirklich schreckliche Angst. Zumal die Sache so ungreifbar ist und irgendwie nicht wirklich festgestellt werden kann. Und dadurch leider auch von meinen Ärzten nicht ernstgenommen wird, weder in Bezug auf Beratung noch auf Medikamente (Kreon/Pankreatin wird mir nicht verschrieben). Ich bin so ratlos und habe einfach gar keinen Ansprechpartner, der mir weiterhelfen und mir vielleicht auch ein bisschen meiner Angst nehmen kann.