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Laparoskopie

Verfasst: 27. Januar 2023, 16:45
von AnLi
Liebe LeserInnen,

ich habe mein Beschwerdebild hier schon einmal geschildert. (Diffuse Beschwerden, Thrombose)
In der Summe läuft es für mich immer wieder auf die Bauchspeicheldrüse hinaus. Stechende, brennende Missempfindungen im Bauch-, Brust - und Rückenbereich (an den typischen Stellen) nach jeder Nahrungsaufnahme. Immer mal wieder leicht erhöhte Lipasewerte. Stechende Missempfindungen an diversen Arm- und Beinvenen, inklusive Brustvenenthrombose nach 3fach Antibiose (Helicobacter). Außerdem hormonelle Veränderungen (Zunahme männliche Behaarung) und leichte neurologische Auffälligkeiten (taube Zehen links, Kribbeln Schienbein links etc.).

Erfahrener Gastroenterologe im heimatnahen Krankenhaus sieht anhand CT, MRT und 2mal Endosono keine Auffälligkeiten und deshalb auch keinen Handlungsbedarf. (nur: "kleiner fokaler echodichter Herd im Pankreasschwanz- unspezifisch")

Professor in bekanntem Pankreaszentrum spricht von einem auffällig verschwollenen Pankreasschwanz und inkomplettes Pankreas Divisum. Es wird mir als nächster Schritt zu einer diagnostischen Bauchspiegelung (Laparaskopie) mit intraoperativem Ultraschall geraten, um zu schauen und ggf. Vorgehen nach Befund. ("... zum Ausschluss einer intraabdominellen Läsion als Ursache der Beschwerden.")

Meine Frage: Hat jemand von euch schon einmal eine Bauchspiegelung machen lassen, um die Bauspeicheldrüse untersuchen zu lassen? Haben sich Auffälligkeiten gezeigt, die es in MRT, Endosono etc. nicht gab?

Ich bin hin- und hergerissen. Heilpraktiker sagt nein, da es wieder ein Ungleichgewicht in den Körper bringt. Aber Pankreas ist leider so ein ernstes Thema, dass ich da Angst habe, etwas zu verpassen.

Ich danke euch für eure Nachrichten und schicke liebe Grüße.
AnLi

Re: Laparoskopie

Verfasst: 23. Februar 2023, 21:07
von Jana
Welchen Nutzen soll diese Untersuchung bzw. Operation haben? Welche möglichen Diagnosen stehen im Raum?
Ergibt sich aus der erhofften Erkenntnis eine Behandlungskonsequenz? Oder wird es nur gemacht, um dem "Ding" einen Namen zu geben?
Welche anderen Untersuchungsmethoden gibt es, die die in Frage kommenden Diagnosen ebenfalls bestätigen können?
Ist durch diese Untersuchung eine relativ sichere Diagnose wahrscheinlich?

Das wären so Fragen, die ich dem Arzt stellen würde. Und je nach Antwort würde ich eher für oder gegen eine Untersuchung grundsätzlich tendieren. Das ist dann der "Nutzen" dieser Untersuchung.

Dazu kommen dann noch die möglichen "Risiken". Und man muss hier ganz klar sagen, eine Laparoskopie ist eine Operation! Seit zunehmend laparoskopisch operiert werden kann, wird es z.T. als "Kleinigkeit" verharmlost. Es ist eine Operation mit allen möglichen Risiken, die auch eine große Operation hat. Besonders die "diagnostischen Laparoskopien" sehe ich persönlich als sehr kritisch an. Da wird dann operiert und als Ergebnis kommt z.T. raus, wir haben nichts auffälliges gefunden. Jede auch laparoskopisch durchgeführte Operation kann Vernarbungen, Verwachsungen und Verklebungen hinterlassen, die nachher zu Folgeproblemen führen können. Das wäre auch für notwendige Folgeoperationen im Bauchraum hinterlich. Aber auch die Vernarbungen und Verklebungen selbst können Probleme machen.
In meinem Augen ist bei den meisten diagnostischen Laparoskopie i.d.R. das Nutzen-Risiko-Verhältnis überhaupt nicht gegeben.