Welchen Nutzen bringt der Besuch im Pankreaszentrum?
Verfasst: 11. April 2023, 19:00
Wer meine Geschichte verfolgt hat, weiß, dass ich noch nie in einem Pankreaszentrum war und somit fast ein "Außenseiter" in diesem Thema hier im Forum bin.
Ich frage mich immer mal, ob es nicht doch sinnvoll ist oder nur Zeitverschwendung. Das nächste internistische Pankreaszentrum wäre vermutlich München und somit eine mehrstündige Anreise.
Meine Ärzte meinen, es wird nichts neues bringen, man kann in meinem Fall keine Ursache beheben, daher kann man nur Abwarten und die "Folgen" behandeln.
Kurz zur Vorgeschichte:
Chronische Pankreatitis (V.A. auf Autoimmunpankreatitis Typ2) mit exokriner Pankreasinsuffizienz und pankreopriven Diabetes
im verschiedenen Ultraschall wurde von "Verkalkungen" "Fibrosierungen" "inhomogenes Pankreasparenchym" geschrieben.
Ich hatte 2016 und 2022 zwei leichte Pankreatiten, ohne Krankenhausaufenthalt, die ich daheim ausgesessen habe. Ja, ist ungewöhnlich, ging aber bei mir tatsächlich, die typischen gürtelförmige Schmerzen bis ca. 8 auf der Schmerzskala und Übelkeit hatte ich, und halt Fettstuhl, unruhige BZ-Werte, keinen Appetit, ... Lipasemessungen erfolgten beide Mal leider erst bei Abklingen der Symptome ca. zwei Wochen nach der Akutphase, wobei somit erst im Nachgang die Diagnose leichte akute Pankreatitis gestellt wurde...
Zudem regelmäßig leichtere "Reizungen" bzw. kleinere "Entzündungen" der Bauchspeicheldrüse, die jedoch die Kriterien einer leichten Pankreatitis noch nicht erfüllen mit Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Fettstuhl und leicht erhöhter Lipase im Bereich 60-80.
Bisher wurde nie eine Cambrigde Einstufung gemacht. Ich lehne jedoch auch ein Endosono strikt ab, auch von einem CT halte ich jetzt eher weniger wegen der Strahlenbelastung. Von einer Biopsie wegen V.A. Autoimmunpankreatitis wurde mir von mehreren Ärzten abgeraten. MRCP war vor 3 Jahren, dieses wurde nur in einer radiologischen Praxis befundet. Da weiß ich auch überhaupt nicht, wann ein neues MRCP sinnvoll wäre.
Als Ursache steht momentan der Verdacht auf Autoimmunpankreatitis von Typ2, wegen meinem Morbus Crohn. Weitere Möglichkeiten wie Eppstein-Barr-Virus, Medikamenten-Nebenwirkungen, idiopatische chronische Pankreatitis im Zusammenhang mit Morbus Crohn etc. sind aber auch vorhanden. Ich habe viel über das ganze Thema gelesen, aber wirklich schlau bin ich nicht davon geworden. Die Frage ist ja auch, ob es überhaupt eine Relevanz hat, was es von diesen Ursachen ist.
Ich werde von Hausarzt und Gastroenterologe zwecks EPI/CP betreut, habe einen guten Diabetologen sowie zwecks Vitamin D Spritzen bin ich bei einem sehr guten Endokrinologen.
O-Ton mehrerer Ärzte: die Reizungen behandelt man eh nicht, Alkohol-Nikotin-Verzicht, Kreon/Pankreatin und Insulin sowie halt die Vitamin D Spritzen, mehr kann man gerade nicht machen. Es gibt nichts, was gerade die Ursache beheben würde und da selbst die zwei Pankreatiten leicht und selbstlimitierend waren, gibt es keinen Handlungsbedarf. Da ich wegen meinem Morbus Crohn seit Jahren Immunsuppressiva nehme, würde eine mögliche Autoimmunpankreatitis vermutlich damit mitbehandelt werden und ist vielleicht deshalb so "mild".
Momentaner Zustand: Mit meinem Pankreatin komme ich momentan sehr gut klar, kaum Fettstuhl, außer ich vergesse sie mal. Sonstige Verdauung ist bei Morbus Crohn, Reizdarm, Laktoseintoleranz, EPI, ... sowieso sehr schwierig. Ich habe fast täglich Blähnungen, Bauchschmerzen, aufgeblähten Bauch, ... daran habe ich mich aber mittlerweile bis zu einem gewissen Ausmaß gut gewöhnt.
Meine BSD verträgt keinerlei Alkohol, ist für mich kein Problem, aber leider bekomme ich selbst bei kleinen Mengen in Medikamenten innerhalb weniger Tage Beschwerden, was schwierig ist...
Diabetes läuft mal besser, mal schlechter, aber das ist normal. Mit den Vitamin D Spritzen ist endlich mein Vitamin D Wert nahe dem Sollbereich.
Aber wenn mal
- wieder ein neuer Arzt fragt, "was ist den die Ursache für das ganze, da muss man doch was machen können" oder
- ich wieder eine der leichten "Reizungen" bekomme und ich mehr Beschwerden habe oder
- ich riesen Probleme habe, ein passendes Medikament ohne Alkohol und ohne bestimmter Zusatzstoffe zu bekommen
frage ich mich, kann man wirklich nichts machen?
So, jetzt habe ich sehr viel geschrieben...
Könnt ihr mir sagen, was bringt euch ein Pankreaszentrum? Erfahrt ihr dort tatsächlich Neuigkeiten, die BEHANDLUNGSRELEVANT sind? Welche Untersuchungen haltet ihr wirklich für wichtig? Wie oft macht ihr ein MRCP und warum?
Ich frage mich immer mal, ob es nicht doch sinnvoll ist oder nur Zeitverschwendung. Das nächste internistische Pankreaszentrum wäre vermutlich München und somit eine mehrstündige Anreise.
Meine Ärzte meinen, es wird nichts neues bringen, man kann in meinem Fall keine Ursache beheben, daher kann man nur Abwarten und die "Folgen" behandeln.
Kurz zur Vorgeschichte:
Chronische Pankreatitis (V.A. auf Autoimmunpankreatitis Typ2) mit exokriner Pankreasinsuffizienz und pankreopriven Diabetes
im verschiedenen Ultraschall wurde von "Verkalkungen" "Fibrosierungen" "inhomogenes Pankreasparenchym" geschrieben.
Ich hatte 2016 und 2022 zwei leichte Pankreatiten, ohne Krankenhausaufenthalt, die ich daheim ausgesessen habe. Ja, ist ungewöhnlich, ging aber bei mir tatsächlich, die typischen gürtelförmige Schmerzen bis ca. 8 auf der Schmerzskala und Übelkeit hatte ich, und halt Fettstuhl, unruhige BZ-Werte, keinen Appetit, ... Lipasemessungen erfolgten beide Mal leider erst bei Abklingen der Symptome ca. zwei Wochen nach der Akutphase, wobei somit erst im Nachgang die Diagnose leichte akute Pankreatitis gestellt wurde...
Zudem regelmäßig leichtere "Reizungen" bzw. kleinere "Entzündungen" der Bauchspeicheldrüse, die jedoch die Kriterien einer leichten Pankreatitis noch nicht erfüllen mit Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Fettstuhl und leicht erhöhter Lipase im Bereich 60-80.
Bisher wurde nie eine Cambrigde Einstufung gemacht. Ich lehne jedoch auch ein Endosono strikt ab, auch von einem CT halte ich jetzt eher weniger wegen der Strahlenbelastung. Von einer Biopsie wegen V.A. Autoimmunpankreatitis wurde mir von mehreren Ärzten abgeraten. MRCP war vor 3 Jahren, dieses wurde nur in einer radiologischen Praxis befundet. Da weiß ich auch überhaupt nicht, wann ein neues MRCP sinnvoll wäre.
Als Ursache steht momentan der Verdacht auf Autoimmunpankreatitis von Typ2, wegen meinem Morbus Crohn. Weitere Möglichkeiten wie Eppstein-Barr-Virus, Medikamenten-Nebenwirkungen, idiopatische chronische Pankreatitis im Zusammenhang mit Morbus Crohn etc. sind aber auch vorhanden. Ich habe viel über das ganze Thema gelesen, aber wirklich schlau bin ich nicht davon geworden. Die Frage ist ja auch, ob es überhaupt eine Relevanz hat, was es von diesen Ursachen ist.
Ich werde von Hausarzt und Gastroenterologe zwecks EPI/CP betreut, habe einen guten Diabetologen sowie zwecks Vitamin D Spritzen bin ich bei einem sehr guten Endokrinologen.
O-Ton mehrerer Ärzte: die Reizungen behandelt man eh nicht, Alkohol-Nikotin-Verzicht, Kreon/Pankreatin und Insulin sowie halt die Vitamin D Spritzen, mehr kann man gerade nicht machen. Es gibt nichts, was gerade die Ursache beheben würde und da selbst die zwei Pankreatiten leicht und selbstlimitierend waren, gibt es keinen Handlungsbedarf. Da ich wegen meinem Morbus Crohn seit Jahren Immunsuppressiva nehme, würde eine mögliche Autoimmunpankreatitis vermutlich damit mitbehandelt werden und ist vielleicht deshalb so "mild".
Momentaner Zustand: Mit meinem Pankreatin komme ich momentan sehr gut klar, kaum Fettstuhl, außer ich vergesse sie mal. Sonstige Verdauung ist bei Morbus Crohn, Reizdarm, Laktoseintoleranz, EPI, ... sowieso sehr schwierig. Ich habe fast täglich Blähnungen, Bauchschmerzen, aufgeblähten Bauch, ... daran habe ich mich aber mittlerweile bis zu einem gewissen Ausmaß gut gewöhnt.
Meine BSD verträgt keinerlei Alkohol, ist für mich kein Problem, aber leider bekomme ich selbst bei kleinen Mengen in Medikamenten innerhalb weniger Tage Beschwerden, was schwierig ist...
Diabetes läuft mal besser, mal schlechter, aber das ist normal. Mit den Vitamin D Spritzen ist endlich mein Vitamin D Wert nahe dem Sollbereich.
Aber wenn mal
- wieder ein neuer Arzt fragt, "was ist den die Ursache für das ganze, da muss man doch was machen können" oder
- ich wieder eine der leichten "Reizungen" bekomme und ich mehr Beschwerden habe oder
- ich riesen Probleme habe, ein passendes Medikament ohne Alkohol und ohne bestimmter Zusatzstoffe zu bekommen
frage ich mich, kann man wirklich nichts machen?
So, jetzt habe ich sehr viel geschrieben...
Könnt ihr mir sagen, was bringt euch ein Pankreaszentrum? Erfahrt ihr dort tatsächlich Neuigkeiten, die BEHANDLUNGSRELEVANT sind? Welche Untersuchungen haltet ihr wirklich für wichtig? Wie oft macht ihr ein MRCP und warum?