Kreon hilft - aber keine Diagnose
Verfasst: 16. Mai 2023, 11:08
Hallo an Alle,
um meine Situation zu schildern, muss ich etwas weiter ausholen:
Ich bin Sarah, 21 Jahre alt und leide mein Leben lang schon an etlichen Verdauungsbeschwerden. Seit meinem 13. Lebensjahr bin ich im Untergewicht, seit Anfang 2022 wiege ich nur noch 36 kg auf 152 cm.
Im Jahr 2018 haben sich meine Verdauungsbeschwerden stark verändert. Ich hatte plötzliche und starke Durchfälle, meist ein paar Wochen am Stück, dazu Gewichtsverlust, Blähungen usw. Nach ein paar Wochen normalisierte sich das Ganze wieder und dann wieder ein paar Wochen später fing es wieder an. Seither geht das ganze auf und ab. Der Stuhl ist teilweise lehmfarben, aber auch braun und manchmal schwarz. Sehr voluminös, übel riechend, flockig und fettig. Ca. 3 bis maximal 10 Mal täglich.
Ebenso habe ich seit ca. 2022 immer wieder Schmerzen im Oberbauch (stechend, hinter dem Magen, eher linksseitig, teilweise bis in den Rücken)
Es wurden schon einige Untersuchungen gemacht
-Darmspiegelung 2019 ohne Befund
-Magenspiegelung 2020 ohne Befund
-Blutuntersuchungen (Lipase war 2019 leicht erhöht)
-Stuhluntersuchungen auf Elastase (2x) unauffällig
-Essstörung wurde ausgeschlossen
-Test auf Intoleranzen Sorbit und Laktose wurden bestätigt (seitdem verzichte ich darauf)
-Magen- und Darmspiegelung 2023 mit positiven Helicobacter pylori Test (daraufhin Antibiotika Therapie)
Da ich mir im Februar 2023 meine linke Ferse ohne große Krafteinwirkung gebrochen habe und der Bruch nun Mitte Mai immer noch nicht abgeheilt ist, wird mittlerweile eine Osteoporose vermutet (Ergebnis der Untersuchung steht noch aus).
Zeitgleich ging ich mit meinem Hausarzt nochmals das Thema Untergewicht an, da er vermutet, dass dadurch der Bruch überhaupt entstanden ist. Er verschrieb mir Kreon 25000, diese nehme ich zu jeder Mahlzeit. Meine Symptome haben sich seither sehr verbessert. Ich habe keine Durchfälle mehr und meinem Darm geht es insgesamt viel besser (kaum Blähungen oder Schmerzen). Außerdem habe ich in 2,5 Wochen mit Kreon schon fast 1 kg zugenommen.
Nun war ich gestern wieder bei meinem Hausarzt und fragte ihn welche Untersuchungen wir nun machen können, um heraus zu finden, weshalb meine Bauchspeicheldrüse wohl nicht ausreichend Enzyme herstellt. Er sagte mir daraufhin, dass die Stuhlproben ja unauffällig waren und es nur ganz selten vorkommt, dass man Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenschwäche dann zum Gastroenterologen o. ä. schickt. Er würde mir die Diagnose nun einfach geben, so dass das Kreon von der Kasse übernommen wird. Schön und gut, aber ist es nicht wichtig abzuklären, weshalb die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet? Was ist, wenn eine Entzündung vorliegt? Ebenso habe ich im Internet von gut- und bösartigen Tumoren gelesen. Bisher wurde nicht einmal ein Ultraschall gemacht.
Mein Hausarzt sagte mir auch, dass ich die letzten Jahre durch die fehlenden Enzyme „gehungert” habe und, wenn sich die Verdachtsdiagnose Osteoporose bestätigt, diese darauf zurück zuführen ist. Daraufhin fragte ich ihn, ob es sinnvoll wäre die Vitamine und Nährstoffe im Blut zu untersuchen. Er sagte mir das wäre nicht nötig, da die anderen Blutwerte im kleinen Blutbild passen.
Ich habe bereits gelesen, dass viele Allgemeinmediziner sich nicht ausreichend mit der Bauchspeicheldrüse auskennen und wollte deshalb hier im Forum mal fragen, ob die Behandlung meines Hausarztes so sinnvoll und ausreichend ist. Ich persönlich fühle mich nicht ausreichend untersucht. Ich habe seit Jahren nach dem Grund meiner Symptome gesucht und jetzt, wo ich einen möglichen Grund gefunden habe, wird dort nicht weiter nachgehakt. Das macht mir doch etwas Angst.
Ich würde mich über ein paar Einschätzungen von euch sehr freuen.
Viele Grüße, Sarah
um meine Situation zu schildern, muss ich etwas weiter ausholen:
Ich bin Sarah, 21 Jahre alt und leide mein Leben lang schon an etlichen Verdauungsbeschwerden. Seit meinem 13. Lebensjahr bin ich im Untergewicht, seit Anfang 2022 wiege ich nur noch 36 kg auf 152 cm.
Im Jahr 2018 haben sich meine Verdauungsbeschwerden stark verändert. Ich hatte plötzliche und starke Durchfälle, meist ein paar Wochen am Stück, dazu Gewichtsverlust, Blähungen usw. Nach ein paar Wochen normalisierte sich das Ganze wieder und dann wieder ein paar Wochen später fing es wieder an. Seither geht das ganze auf und ab. Der Stuhl ist teilweise lehmfarben, aber auch braun und manchmal schwarz. Sehr voluminös, übel riechend, flockig und fettig. Ca. 3 bis maximal 10 Mal täglich.
Ebenso habe ich seit ca. 2022 immer wieder Schmerzen im Oberbauch (stechend, hinter dem Magen, eher linksseitig, teilweise bis in den Rücken)
Es wurden schon einige Untersuchungen gemacht
-Darmspiegelung 2019 ohne Befund
-Magenspiegelung 2020 ohne Befund
-Blutuntersuchungen (Lipase war 2019 leicht erhöht)
-Stuhluntersuchungen auf Elastase (2x) unauffällig
-Essstörung wurde ausgeschlossen
-Test auf Intoleranzen Sorbit und Laktose wurden bestätigt (seitdem verzichte ich darauf)
-Magen- und Darmspiegelung 2023 mit positiven Helicobacter pylori Test (daraufhin Antibiotika Therapie)
Da ich mir im Februar 2023 meine linke Ferse ohne große Krafteinwirkung gebrochen habe und der Bruch nun Mitte Mai immer noch nicht abgeheilt ist, wird mittlerweile eine Osteoporose vermutet (Ergebnis der Untersuchung steht noch aus).
Zeitgleich ging ich mit meinem Hausarzt nochmals das Thema Untergewicht an, da er vermutet, dass dadurch der Bruch überhaupt entstanden ist. Er verschrieb mir Kreon 25000, diese nehme ich zu jeder Mahlzeit. Meine Symptome haben sich seither sehr verbessert. Ich habe keine Durchfälle mehr und meinem Darm geht es insgesamt viel besser (kaum Blähungen oder Schmerzen). Außerdem habe ich in 2,5 Wochen mit Kreon schon fast 1 kg zugenommen.
Nun war ich gestern wieder bei meinem Hausarzt und fragte ihn welche Untersuchungen wir nun machen können, um heraus zu finden, weshalb meine Bauchspeicheldrüse wohl nicht ausreichend Enzyme herstellt. Er sagte mir daraufhin, dass die Stuhlproben ja unauffällig waren und es nur ganz selten vorkommt, dass man Patienten mit einer Bauchspeicheldrüsenschwäche dann zum Gastroenterologen o. ä. schickt. Er würde mir die Diagnose nun einfach geben, so dass das Kreon von der Kasse übernommen wird. Schön und gut, aber ist es nicht wichtig abzuklären, weshalb die Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet? Was ist, wenn eine Entzündung vorliegt? Ebenso habe ich im Internet von gut- und bösartigen Tumoren gelesen. Bisher wurde nicht einmal ein Ultraschall gemacht.
Mein Hausarzt sagte mir auch, dass ich die letzten Jahre durch die fehlenden Enzyme „gehungert” habe und, wenn sich die Verdachtsdiagnose Osteoporose bestätigt, diese darauf zurück zuführen ist. Daraufhin fragte ich ihn, ob es sinnvoll wäre die Vitamine und Nährstoffe im Blut zu untersuchen. Er sagte mir das wäre nicht nötig, da die anderen Blutwerte im kleinen Blutbild passen.
Ich habe bereits gelesen, dass viele Allgemeinmediziner sich nicht ausreichend mit der Bauchspeicheldrüse auskennen und wollte deshalb hier im Forum mal fragen, ob die Behandlung meines Hausarztes so sinnvoll und ausreichend ist. Ich persönlich fühle mich nicht ausreichend untersucht. Ich habe seit Jahren nach dem Grund meiner Symptome gesucht und jetzt, wo ich einen möglichen Grund gefunden habe, wird dort nicht weiter nachgehakt. Das macht mir doch etwas Angst.
Ich würde mich über ein paar Einschätzungen von euch sehr freuen.
Viele Grüße, Sarah