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CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 19:08
von Paladin25
Hallo an alle,

ich weiß das ich irgendwo in den Tiefen des Forums einmal dieses Thema gesehen habe, finde es aber nicht wieder.

Es geht darum das selbst mein Gastrologe über den Elastasewert von 27 in meiner neuen Probe überrascht ist und meint dieser sei doch recht niedrig und den Grund möchte er nun herausfinden.

Er hat mir eine Überweisung zum MRT in die Hand gedrückt.

Nun bin ich am grübeln...im CT Anfang März sah alles super aus. 2mal Ultraschall mit guten Geräten und sichtbarer BSD war auch ok.
Ist ein MRT denn besser? Was sieht man dort, was auf dem CT nicht sieht?
Als ich ihn heute telefonisch mitgeteilt habe, das ich bereits am 21.07 einen Termin bekommen habe und dann fragte wozu ich das machen soll, meinte er das man da die Funktion noch besser einschätzen kann und Veränderungen besser zu sehen wären als im CT.
Muss ich mir jetzt Sorgen machen das beim CT bösartiges nicht erkannt wurde?
Nach 9 Monaten mit niedrigen Elastasewerten hätte ich doch mittlerweile wesentlich mehr merken müssen wenn es so wäre? Zum Zeitpunkt des CT waren die Probleme ja auch schon fast ein halbes Jahr vorhanden...

Er wundert sich eben über den rasanten Fall der Elastase.

Da hier einige sind die sich mit diesen Untersuchungen ja gut auskennen, hat vielleicht jemand von euch eine passende Antwort dazu.

PS: Ich weiß, am sinnvollsten wäre eine MRCP/Endosono. Bekomme ich aber noch nicht durch bzw möchte ich das dann von einem Fachmann machen lassen. Also lassen wir die Thematik am besten vorerst raus.

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 19:25
von mk93
Beim MRT kann man das Parenchym etwas besser erkennen in den diffusionsgewichtete Sequenzen. Oder in den T1 oder T2 gewichteten Sequenzen. Beim CT sieht man Kalzifizierung besser. Cambridge in der Stufe 1 sind nicht so leicht erkennbar, weder bei der MRT/MRCP oder CT.


Aber wegen eines Tumors solltest du dir keine Sorgen machen.

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 19:41
von Paladin25
Meinst du einen Tumor hätte man im CT sehen müssen wenn er eine EPI hervorruft? Oder sieht man sowas generell gut im CT?

Mit den T1 T2 und so...muss ich mich erst einlesen. Also auf deutsch: Man erkennt die Gewebestruktur einfach besser und kann Veränderungen bzgl. abgelaufener akuter Entzündungen und ggf. auch die Veränderungen durch längere chronische Entzündung erkennen?
Er möchte also einfach zusammengefasst wissen ob der Grund für das Ganze als veränderte Gewebestruktur zu erkennen ist?

Schmerzen hatte ich nie auch nur im Ansatz wie sie von chron. und akuten Entzündungen berichtet werden.

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 20:12
von mk93
In der Regel verursacht ein Tumor erst Probleme im Sinne einer 'EPI', wenn dieser auch den Gang blockiert.. da der Stuhlgang bei uns beiden schon länger so ist, kann man ein Tumor zu 99,9% ausschließen. Es gab wohl vereinzelt Fälle mit chronischen Schmerzen länger als 12 Monaten bevor ein Tumor sichtbar war. Aber eher eine Seltenheit. Bei EPI wird es denke ich nicht so sein.
Also ein CT kann ein Tumor ab 1cm gut ausschließen, welcher dann eine EPI erzeugen würde.

Ich habe auch keine richtigen Schmerzen, nur selten mal leichtes picken/druck, welches nach paar Minuten weg ist.

Eine chronische Pankreatitis kann man im CT/MRT durch Kalzifizierung, Atrophie, Zysten, Gangdilatation bestätigen.
In der Endosonographie müssen verschiedene Minor und Major Kriterien erfüllt sein. (Lobulierung Honigwabenartig, Fibrose, Stranding) insgesamt sehr kompliziert.

Im CT/MRT ist eine frühe chronische pankreatitis schwierig zu diagnostizieren.
Aber wenn die Pankreas z.b Diffusionsstörungen oder aufgetrieben aussieht, können dies schon erste Zeichen sein, dass etwas mit der Pankreas nicht in Ordnung ist. Dies ist bei mir der Fall. Aber keiner glaubt, dass es meine Pankreas ist. Die Endosonographie wird nächste Woche mehr sagen.

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 20:33
von Paladin25
Aber bei einer chronischen Geschichte ist es laut so ziemlich allen Angaben im Netz so, das erst Schmerzen bzw. Schübe kommen und erst im späteren Verlauf die EPI usw dazu kommen.
Ausnahmen sind aber auch immer möglich, da mehrfache akute Entzündungen eben auch eine EPI auslösen können und eben später chronische Verläufe ergeben können. Es scheint also auch mit an der Ursache zu liegen wie die Reihenfolge ist.

Echt? Erst ab 1cm? Das ist dann aber schon relativ groß oder?
Mein Stuhl ist komischerweise bisher immer relativ gut gewesen. Mein momentanes "Tief" schiebe ich auf einen Versuch PPIs nach langer Zeit zu reduzieren. Seither spinnt mein Magen herum und es ziept und kneift vorne im Oberbauch zwischendurch mal. Nach dem Essen ist es erstmal weg, kommt aber nach etwa 2h dann mal wieder vor. Durchfälle hatte ich seit November keine 10mal.
Alles ohne Enzyme, aber mit angepasster Ernährung (Hähnchen,Brathähnchen,Fisch, Kartoffeln ,Reis, Gemüse, Obst).
Stuhl braun und fest...

Ist ein MRT denn bei Tumoren "sensitiver" als ein CT mit Kontrastmittel (Oral+Zugang)?

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 20:43
von mk93
Ja, das liest man sehr häufig, das 90% des Gewebes gestört sein muss, damit eine EPI entsteht. Aber bei dem Organ gibt es einfach kein 100%.

Ich habe in einer Studie gelesen, das die Sensitivität ab 1cm bei 80-90% ist. Daher, desto kleiner desto geringer ist die Sensitivität.

Ich denke das MRT mit dem MRCP ist minimal intensiver. Das MRT ohne MRCP Sequenz wohl kaum.

Aber wenn dein Stuhlgang braun und fest ist, ist doch gut. Wie war deine Elastase? Meine ist über 200, daher bekomme ich keine Enzyme bisher, bisher haben die mir aber auch nicht viel gebracht.

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 20:53
von Paladin25
Meine neueste Probe lag bei 27...
Gestern Abend gab es Brathähnchen mit Kartoffeln und Ketchup (Haut überwiegend mitgegessen). Anschliessend keine Blähungen und kein garnichts.
Allerdings heute noch blöden Stuhl mit unverdauten Resten (das erste mal seit Februar) . Allerdings war das Vollkornreis(Naturreis) und Nussstücke von vor 2 Tagen und ich hatte gestern eine Magenverstimmung wegen dem Stress den ich mir wegen dem sch... Ergebnis und allem gemacht habe. Seit Halbierung der PPI ist mein Magen sehr viel anfälliger für Stress.
Ich bin leicht anfällig für manches nach 9 Monaten Ungewissheit.
Heute habe ich ganz normal Brötchen mit Butter und Wurst gegessen. Alles gut.

Habe heute Morgen meine PPI erhöht. Mal schauen ob es daran lag.

Die Frage ist ja wer die Aussage mit den 90% wann getroffen hat... Also eine gewisse Einschränkung muss ja vorliegen im Gewebe damit das passiert.
Obwohl ich die Theorien die ich auf englischen Seiten gefunden habe zum Teil echt interessant finde. Aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

Weiß man eigentlich wie schnell ein Tumor in der BSD wächst? Ein Bekannter hat etwa ein Jahr lang gesagt er hätte Druck und ein komisches Gefühl im Oberbauch. Leider hat er einen Arzt erwischt der nur 2x Magenspiegelung gemacht hat. Natürlich ohne Befund. Vor 2 Wochen beim Ultraschall war es dann ein dicker BSD Tumor. CT sagt inoperabel weil irgendwie ein wichtiges Gefäß mit eingewachsen ist (sage es mal in meiner Sprache). Und da bekommt man dann echt Bammel bei sich selbst, auch wenn ich mit 38 eigentlich zur nicht ganz so oft betroffenen Altersklasse gehöre denke ich mal? Gibt es da eigentlich echte Zahlen zum Alter?

Re: CT oder MRT?

Verfasst: 16. Juni 2023, 21:00
von mk93
Hab's ähnlich.. seit über einem Jahr. Esse ziemlich normal. Lasse Schweinefleisch z.b weg und Schokolade nur sehr in geringen Mengen, mein Stuhl war aber auch bei leichten Mahlzeiten nicht viel besser. Aber Stress ist ein wichtiger Faktor, du merkst, wenn du welchen hast, geht das auf die Verdauung. ich war 10 Tage auf Griechenland und habe fast alles gegessen, tatsächlich 2kg zugenommen und das ohne Enzyme. Ich hatte einmal Durchfall, aber sonst ging es mir ziemlich gut, bei nur etwas schmierigen Stuhl

Also lieber ablenken lassen und vorallem nicht an einen Tumor denken. Das passt nicht zu deinen Symptomen.