Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
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Stef2000
- Beiträge: 93
- Registriert: 23. Juli 2023, 00:20
Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Hallo an das Forum.
Da weder mein Hausarzt noch der Gastroenterologe sich wirklich für meine Krankheit interessieren, hoffe ich, dass ich hier Unterstützung von anderen Betroffenen bekomme. Ich weiß jetzt schon, dass der Text hier sehr lang sein wird, aber ich hoffe trotzdem dass sich bitte manche Leute die Zeit nehmen um sich das alles hier durchzulesen und mir zu helfen.
Ich bin 30 Jahre alt, und habe bereits seit vielen Jahren Verdauungsprobleme, die immer schlimmer und schlimmer werden. Die Probleme äußern sich damit, dass ich früher 2 - 3 mal am Tag und mittlerweile bis zu 5 mal am Tag Stuhlgang habe, welcher jedes mal durchfallartig ist. Sprich der Stuhl hat eine sehr matschige Konsistenz, teilweiße auch flüssig und jedes mal wenn der Druck im Darm kommt, muss ich so schnell wie möglich auf die Toilette. Da ich dieses Problem schon seit Jahren habe, und ich vor allem in den letzten 12 Monaten auf Grund der Krankheit in sehr peinliche und fast "traumatische" Situationen gekommen bin, hat sich die Krankheit in den letzten Monaten von einer rein körperlichen zu einer zusätzlich psychosomatischen Krankheit entwickelt. Sprich, sobald ich weiß dass ich auf Grund einer etwas längeren Autofahrt oder einer Besprechung für eine bestimmte Zeit nicht die Möglichkeit habe auf die Toilette zu gehen, muss ich umso dringender auf die Toilette. Selbst wenn die Autofahrt oder das Gespräch nur eine halbe Stunde ging. Teilweise artet das sogar in einer kleinen Panikattacke aus. Ich war allgemein schon immer ein Mensch, der sich bei jedem kleinen Thema viel zu viele Gedanken gemacht hat und sich schon wegen den unnötigsten Sachen extrem den Kopf zerbricht. Das meine Verdauungsprobleme irgendwann zusätzlich psychosomatisch geworden ist, wundert mich also wenig. Diese Krankheit schränkt mich in meinem Leben extrem ein, sodass ein normales Leben nicht mehr möglich war. Die Krankheit ist dennoch hauptsächlich körperlich, wie sich auch in der folgenden Diagnose rausgestellt hat.
Das Ausmaß der Krankheit ist in der Realität noch viel schlimmer und peinlicher als ich hier in der Kurzform geschildert habe, aber ich wollte hier nur mal einen kurzen Einblick geben.
Trotz des extremen Ausmaß meines Problems, bin ich erst vor 2 Monaten zum Arzt gegangen und hab zum ersten mal über dieses Thema geredet. Ich weiß, ich hätte viel früher zum Arzt gehen sollen, aber mir war das Thema sehr peinlich und vielleicht lag es auch an meiner Dummheit und Faulheit.
Beim Arzt habe ich mehrere Stuhlproben abgegeben und zusätzlich eine Magen und Darm Spiegelung durchführen lassen.
Bei der Stuhlprobe kam raus, dass meine Pankreas-Elastase im Stuhl zu gering ist. Ich hatte einen Wert von 98 und der Normalwert sollte eigentlich über 200 haben. Er meinte das meine Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme produziert und dadurch vor allem die Fette in der Nahrung nicht richtig verdaut werden können.
Das erklärt auch die "matschige" Konsistenz meines Stuhls. Der Arzt hat gemeint, dass diese Krankheit normalerweise nur bei alten Menschen Auftritt, aber in seltenen Fällen auch junge Menschen davon betroffen sind. Der Arzt hat mir daraufhin Pankreas-Pulver 25.000 verschrieben und mir gesagt, dass ich zu jeder Mahlzeit eine Kapsel nehmen soll.
Als der Arzt mir die Diagnose gegeben hat, war ich so froh darüber nach all den Jahren endlich eine Lösung für mein Problem gefunden zu haben und "geheilt" zu sein, dass ich in dem Moment gar nicht über die Konsequenzen dieser Krankheit für mein zukünftiges Leben bewusst war.
Erst als ich nach dem Arzttermin wieder Zuhause war und ich Zeit hatte mir Gedanken zu machen habe ich realisiert wie krass es ist, dass ich jetzt für den Rest meines Lebens zu jeder Mahlzeit eine Kapsel schlucken muss. Wenn ich Zuhause bin darf ich die Kapseln nie vergessen, ich muss immer ein Getränk dabei haben und sobald ich es einmal vergesse habe ich am nächsten Tag wieder Durchfall. Ich bin erst 30 Jahre alt, dass heißt, wenn ich hoffentlich lange Lebe werde ich 50 - 60 Jahre lang diese Kapseln nehmen müssen. Noch dazu fand ich es merkwürdig, dass der Arzt gar nicht untersucht hat, was die Ursache für die Pankreasinsuffizienz ist. Ist meine Bauchspeicheldrüse vielleicht entzündet oder hat es eine andere Ursache? Kann man die Entzündung durch Medikamente vielleicht heilen, sodass die Bauchspeicheldrüse wieder normal funktioniert und ich nicht für immer Kapseln schlucken muss?
Das Pankreaspulver wirkt bei mir übrigens nicht wie erhofft. Der Stuhl ist zwar etwas "fester" geworden, aber immer noch weit davon entfernt normal zu sein. Ich habe weiterhin viel zu oft Stuhlgang der auch viel zu dringend ist. Wahrscheinlich liegt das an der falschen Dosierung der Kapseln, wie ich später auch erwähnen werde
In meinem Verständnis müsste es doch eigentlich so sein, dass der Arzt zuerst versucht die Ursache für die kaputte Bauchspeicheldrüse zu finden und alles Mögliche zu versuchen die Bauchspeicheldrüse zu heilen, bevor er mir Kapseln verschreibt. Die fehlende Funktion der Bauchspeicheldrüse durch Kapseln zu ersetzen sollte erst die letzte Option sein, nachdem alle anderen Heilungsmethoden gescheitert sind. Ohne jegliche Ursachen zu finden, einem jungen Mann direkt zu sagen, dass er für den Rest seines Lebens Kapseln schlucken muss halte ich für fast schon Verantwortungslos.
Noch dazu habe ich durch eigene Recherche erfahren, dass man das Pankreas-Pulver an die enthaltene Fettmenge der Mahlzeit anpassen muss. Die empfohlene Dosierung liegt bei 2000 Lipase Einheiten pro 1g Fett. Bei sehr fettreichen Mahlzeiten sind das teilweise bis zu 6 oder 7 Kapseln für eine einzige Mahlzeit. Mein Hausarzt hatte zu mir jedoch gesagt, dass ich zu jeder Mahlzeit nur eine einzige Kapsel nehmen soll. Infos über die Dosierung bei rein Eiweißhaltigen oder rein Kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten habe ich nirgendswo finden können.
Ich war also ziemlich verwirrt und hatte noch sehr viele offene Fragen, weswegen ich einen neuen Termin beim Hausarzt vereinbart habe. In der Zwischenzeit hatte ich eine Magen- und Darm Spiegelung und ich habe erfahren, dass der dafür zuständig Arzt als Gastroenterologe auch für die Bauchspeicheldrüse zuständig ist, weswegen ich das Thema mit der Bauchspeicheldrüse bei ihm natürlich auch ansprechen wollte. Schon beim Vorgespräch habe ich gemerkt, dass sich der Gastroenterologe gar nicht für mich interessiert hat. Das "Vorgespräch" ging maximal 1 Minute lang, ich konnte ihm nur sagen, dass ich unter chronischen Durchfällen leide, ehe ich fast schon aus dem Gesprächszimmer rausgeschmissen wurde. Ich hatte nicht mal Zeit meine exokrine Pankreasinsuffizient zu erwähnen. Genau die gleiche Situation hatte ich auch beim Nachgespräch, nach der Magen und Darm Spiegelung. Der Arzt meinte im Nachgespräch nur in einem einzigen kurzen Satz, dass er im Magen und Darm "nichts gefunden" hat. Noch bevor er mich erneut fast aus dem Gesprächszimmer rausschmeissen konnte, habe ich noch schnell meine exokrine Pankreasinsuffizienz erwähnt, jedoch hat der Arzt wortwörtlich den "Dummen" gespielt. Er hat so getan als wüsste er nicht wovon ich rede und als ich ihm erklärt habe dass ich Pankreaspulver nehme um die fehlenden Verdauungsenzyme zu ersetzen hat er so getan als hätte er noch nie etwas von diesem Medikament gehört. Es ist unmöglich dass ein Gastroenterologe noch nie etwas von Pankreas-Pulver gehört hat. Er hat also offensichtlich gelogen, weil er keine Lust hatte sich mit meinem Problem zu befassen.
Als ich dann erneut einen Termin beim Hausarzt hatte, habe ich ihm all die offenen Fragen gestellt. Der Arzt war wenig verständnisvoll und hat gemeint, dass die Bauchspeicheldrüse nicht heilbar ist, obwohl er nicht mal die Ursache für die Fehlfunktion untersucht hatte. Erst nach langen Diskussionen hat er sich bereit erklärt eine Ultraschalluntersuchung an der Bauchspeicheldrüse durchzuführen. Die Untersuchung findet jedoch erst in zwei Wochen statt, jedoch weiß ich jetzt schon, dass die Untersuchung nur halbherzig durchgeführt werden wird. Zur Frage zur Dosierung der Pankreaspulver Kapseln meinte er erneut, dass ich nicht mehr als eine Kapsel pro Mahlzeit brauche, völlig egal wie fettig die Mahlzeit ist. Diese Aussage erscheint mir aber völlig unlogisch, da die Verdauungsenzyme die Fette in der Nahrung spalten und man ja deswegen umso mehr Fett in der Nahrung ist, man auch umso mehr Enzyme braucht.
Sowohl mein Hausarzt, als auch der Gastroenterologe interessieren sich nicht für meine extrem lebenseinschränkende Krankheit. Da mir die Ärzte nicht wirklich helfen wollen hätte ich Fragen an das Forum:
- Was ist die häufigste Ursache für die exokrine Pankreasinsuffizient in jungem Alter und welche Möglichkeiten gibt es, die Ursache für die nicht richtigen funktionierende Bauchspeicheldrüse zu finden und welche Heilungsmöglichkeiten gibt es?
- Wie ist die Dosierung des Pankreaspulver für fettreiche Mahlzeiten bzw. für rein proteinhaltige bzw. kohlenhydrathaltige Mahlzeiten?
-Muss ich das Pankreaspulver auch nehmen, wenn ich mal eine Flasche Cola oder ein Proteinshake trinke?
In Zukunft werden noch bestimmt weitere Fragen kommen.
Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.
Grüße
Da weder mein Hausarzt noch der Gastroenterologe sich wirklich für meine Krankheit interessieren, hoffe ich, dass ich hier Unterstützung von anderen Betroffenen bekomme. Ich weiß jetzt schon, dass der Text hier sehr lang sein wird, aber ich hoffe trotzdem dass sich bitte manche Leute die Zeit nehmen um sich das alles hier durchzulesen und mir zu helfen.
Ich bin 30 Jahre alt, und habe bereits seit vielen Jahren Verdauungsprobleme, die immer schlimmer und schlimmer werden. Die Probleme äußern sich damit, dass ich früher 2 - 3 mal am Tag und mittlerweile bis zu 5 mal am Tag Stuhlgang habe, welcher jedes mal durchfallartig ist. Sprich der Stuhl hat eine sehr matschige Konsistenz, teilweiße auch flüssig und jedes mal wenn der Druck im Darm kommt, muss ich so schnell wie möglich auf die Toilette. Da ich dieses Problem schon seit Jahren habe, und ich vor allem in den letzten 12 Monaten auf Grund der Krankheit in sehr peinliche und fast "traumatische" Situationen gekommen bin, hat sich die Krankheit in den letzten Monaten von einer rein körperlichen zu einer zusätzlich psychosomatischen Krankheit entwickelt. Sprich, sobald ich weiß dass ich auf Grund einer etwas längeren Autofahrt oder einer Besprechung für eine bestimmte Zeit nicht die Möglichkeit habe auf die Toilette zu gehen, muss ich umso dringender auf die Toilette. Selbst wenn die Autofahrt oder das Gespräch nur eine halbe Stunde ging. Teilweise artet das sogar in einer kleinen Panikattacke aus. Ich war allgemein schon immer ein Mensch, der sich bei jedem kleinen Thema viel zu viele Gedanken gemacht hat und sich schon wegen den unnötigsten Sachen extrem den Kopf zerbricht. Das meine Verdauungsprobleme irgendwann zusätzlich psychosomatisch geworden ist, wundert mich also wenig. Diese Krankheit schränkt mich in meinem Leben extrem ein, sodass ein normales Leben nicht mehr möglich war. Die Krankheit ist dennoch hauptsächlich körperlich, wie sich auch in der folgenden Diagnose rausgestellt hat.
Das Ausmaß der Krankheit ist in der Realität noch viel schlimmer und peinlicher als ich hier in der Kurzform geschildert habe, aber ich wollte hier nur mal einen kurzen Einblick geben.
Trotz des extremen Ausmaß meines Problems, bin ich erst vor 2 Monaten zum Arzt gegangen und hab zum ersten mal über dieses Thema geredet. Ich weiß, ich hätte viel früher zum Arzt gehen sollen, aber mir war das Thema sehr peinlich und vielleicht lag es auch an meiner Dummheit und Faulheit.
Beim Arzt habe ich mehrere Stuhlproben abgegeben und zusätzlich eine Magen und Darm Spiegelung durchführen lassen.
Bei der Stuhlprobe kam raus, dass meine Pankreas-Elastase im Stuhl zu gering ist. Ich hatte einen Wert von 98 und der Normalwert sollte eigentlich über 200 haben. Er meinte das meine Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme produziert und dadurch vor allem die Fette in der Nahrung nicht richtig verdaut werden können.
Das erklärt auch die "matschige" Konsistenz meines Stuhls. Der Arzt hat gemeint, dass diese Krankheit normalerweise nur bei alten Menschen Auftritt, aber in seltenen Fällen auch junge Menschen davon betroffen sind. Der Arzt hat mir daraufhin Pankreas-Pulver 25.000 verschrieben und mir gesagt, dass ich zu jeder Mahlzeit eine Kapsel nehmen soll.
Als der Arzt mir die Diagnose gegeben hat, war ich so froh darüber nach all den Jahren endlich eine Lösung für mein Problem gefunden zu haben und "geheilt" zu sein, dass ich in dem Moment gar nicht über die Konsequenzen dieser Krankheit für mein zukünftiges Leben bewusst war.
Erst als ich nach dem Arzttermin wieder Zuhause war und ich Zeit hatte mir Gedanken zu machen habe ich realisiert wie krass es ist, dass ich jetzt für den Rest meines Lebens zu jeder Mahlzeit eine Kapsel schlucken muss. Wenn ich Zuhause bin darf ich die Kapseln nie vergessen, ich muss immer ein Getränk dabei haben und sobald ich es einmal vergesse habe ich am nächsten Tag wieder Durchfall. Ich bin erst 30 Jahre alt, dass heißt, wenn ich hoffentlich lange Lebe werde ich 50 - 60 Jahre lang diese Kapseln nehmen müssen. Noch dazu fand ich es merkwürdig, dass der Arzt gar nicht untersucht hat, was die Ursache für die Pankreasinsuffizienz ist. Ist meine Bauchspeicheldrüse vielleicht entzündet oder hat es eine andere Ursache? Kann man die Entzündung durch Medikamente vielleicht heilen, sodass die Bauchspeicheldrüse wieder normal funktioniert und ich nicht für immer Kapseln schlucken muss?
Das Pankreaspulver wirkt bei mir übrigens nicht wie erhofft. Der Stuhl ist zwar etwas "fester" geworden, aber immer noch weit davon entfernt normal zu sein. Ich habe weiterhin viel zu oft Stuhlgang der auch viel zu dringend ist. Wahrscheinlich liegt das an der falschen Dosierung der Kapseln, wie ich später auch erwähnen werde
In meinem Verständnis müsste es doch eigentlich so sein, dass der Arzt zuerst versucht die Ursache für die kaputte Bauchspeicheldrüse zu finden und alles Mögliche zu versuchen die Bauchspeicheldrüse zu heilen, bevor er mir Kapseln verschreibt. Die fehlende Funktion der Bauchspeicheldrüse durch Kapseln zu ersetzen sollte erst die letzte Option sein, nachdem alle anderen Heilungsmethoden gescheitert sind. Ohne jegliche Ursachen zu finden, einem jungen Mann direkt zu sagen, dass er für den Rest seines Lebens Kapseln schlucken muss halte ich für fast schon Verantwortungslos.
Noch dazu habe ich durch eigene Recherche erfahren, dass man das Pankreas-Pulver an die enthaltene Fettmenge der Mahlzeit anpassen muss. Die empfohlene Dosierung liegt bei 2000 Lipase Einheiten pro 1g Fett. Bei sehr fettreichen Mahlzeiten sind das teilweise bis zu 6 oder 7 Kapseln für eine einzige Mahlzeit. Mein Hausarzt hatte zu mir jedoch gesagt, dass ich zu jeder Mahlzeit nur eine einzige Kapsel nehmen soll. Infos über die Dosierung bei rein Eiweißhaltigen oder rein Kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten habe ich nirgendswo finden können.
Ich war also ziemlich verwirrt und hatte noch sehr viele offene Fragen, weswegen ich einen neuen Termin beim Hausarzt vereinbart habe. In der Zwischenzeit hatte ich eine Magen- und Darm Spiegelung und ich habe erfahren, dass der dafür zuständig Arzt als Gastroenterologe auch für die Bauchspeicheldrüse zuständig ist, weswegen ich das Thema mit der Bauchspeicheldrüse bei ihm natürlich auch ansprechen wollte. Schon beim Vorgespräch habe ich gemerkt, dass sich der Gastroenterologe gar nicht für mich interessiert hat. Das "Vorgespräch" ging maximal 1 Minute lang, ich konnte ihm nur sagen, dass ich unter chronischen Durchfällen leide, ehe ich fast schon aus dem Gesprächszimmer rausgeschmissen wurde. Ich hatte nicht mal Zeit meine exokrine Pankreasinsuffizient zu erwähnen. Genau die gleiche Situation hatte ich auch beim Nachgespräch, nach der Magen und Darm Spiegelung. Der Arzt meinte im Nachgespräch nur in einem einzigen kurzen Satz, dass er im Magen und Darm "nichts gefunden" hat. Noch bevor er mich erneut fast aus dem Gesprächszimmer rausschmeissen konnte, habe ich noch schnell meine exokrine Pankreasinsuffizienz erwähnt, jedoch hat der Arzt wortwörtlich den "Dummen" gespielt. Er hat so getan als wüsste er nicht wovon ich rede und als ich ihm erklärt habe dass ich Pankreaspulver nehme um die fehlenden Verdauungsenzyme zu ersetzen hat er so getan als hätte er noch nie etwas von diesem Medikament gehört. Es ist unmöglich dass ein Gastroenterologe noch nie etwas von Pankreas-Pulver gehört hat. Er hat also offensichtlich gelogen, weil er keine Lust hatte sich mit meinem Problem zu befassen.
Als ich dann erneut einen Termin beim Hausarzt hatte, habe ich ihm all die offenen Fragen gestellt. Der Arzt war wenig verständnisvoll und hat gemeint, dass die Bauchspeicheldrüse nicht heilbar ist, obwohl er nicht mal die Ursache für die Fehlfunktion untersucht hatte. Erst nach langen Diskussionen hat er sich bereit erklärt eine Ultraschalluntersuchung an der Bauchspeicheldrüse durchzuführen. Die Untersuchung findet jedoch erst in zwei Wochen statt, jedoch weiß ich jetzt schon, dass die Untersuchung nur halbherzig durchgeführt werden wird. Zur Frage zur Dosierung der Pankreaspulver Kapseln meinte er erneut, dass ich nicht mehr als eine Kapsel pro Mahlzeit brauche, völlig egal wie fettig die Mahlzeit ist. Diese Aussage erscheint mir aber völlig unlogisch, da die Verdauungsenzyme die Fette in der Nahrung spalten und man ja deswegen umso mehr Fett in der Nahrung ist, man auch umso mehr Enzyme braucht.
Sowohl mein Hausarzt, als auch der Gastroenterologe interessieren sich nicht für meine extrem lebenseinschränkende Krankheit. Da mir die Ärzte nicht wirklich helfen wollen hätte ich Fragen an das Forum:
- Was ist die häufigste Ursache für die exokrine Pankreasinsuffizient in jungem Alter und welche Möglichkeiten gibt es, die Ursache für die nicht richtigen funktionierende Bauchspeicheldrüse zu finden und welche Heilungsmöglichkeiten gibt es?
- Wie ist die Dosierung des Pankreaspulver für fettreiche Mahlzeiten bzw. für rein proteinhaltige bzw. kohlenhydrathaltige Mahlzeiten?
-Muss ich das Pankreaspulver auch nehmen, wenn ich mal eine Flasche Cola oder ein Proteinshake trinke?
In Zukunft werden noch bestimmt weitere Fragen kommen.
Über hilfreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.
Grüße
-
Paladin25
- Beiträge: 273
- Registriert: 18. März 2023, 15:41
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Hallo,
wenn du dir Zeit nimmst und dieses Forum ein bisschen durchblätterst, wirst du schnell feststellen, das sich deine Geschichte sehr häufig bei anderen Menschen ebenso darstellt.
Angst, offene Fragen, unfähige Ärzte... Usw.
Ich habe das ganze vorgestern nach 10 Monaten abgehakt.
2x Ultraschall
1x CT mit Kontrastmittel
1x MRT mit MRCP
1x je Magen und Darmspiegelung
Blut...Stuhl...mehrfach.
Ich bin organisch kerngesund. Habe keine Schmerzen im BSD Gebiet und abgesehen von Verdauungs-Symptomen geht es mir supergut.
Einzig die Elastase ist zu niedrig und lag zuletzt bei 27. Wie so oft, gibt es keine Erklärung dafür.
Man nennt dies auch idiopathisch.
Offenbar eine der häufigeren Diagnosen bei dem ganzen. Mein Gastrologe sagte mir neulich, das man bei jungen Patienten sehr häufig keine Gründe oder Auslöser findet.
Wichtig ist zu unterscheiden...
Gründe für eine zu niedrige Elastase und Gründe für eine definitiv vorhandene Insuffizienz.
Für eine zu niedrige Elastase kommen z.B auch diverse Unvertäglichkeiten in Fragen. Gluten z.B. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Cron oder Colitis... Ebenso kommen auch eine SIBO ( Fehlbesiedlung des Dünndarms mit Bakterien des Dickdarms). Auch Erkrankungen der Galle, des Magens usw können verantwortlich sein.
Gründe für eine Insuffizienz findest du bei Google auch, verfällst dann aber relativ schnell in Panik. Bei Google stirbt man ja offensichtlich auch an einer Krampfader.
- Vorangegangene Entzündungen der BSD
- chronische Entzündung
- zu viel Alkohol und Nikotin
- Gallensteine
- andere
Unter "andere" passen eben Dinge die komplexe Abläufe im Körper meinen. Schilddrüsenprobleme, Fehlbildungen und solche Dinge. Auch Karzinome können diese Probleme machen, aber das ist in deinem Alter sehr sehr selten.
Alkohol und Nikotin sind eine Sache für sich. Allerdings muss man sagen das nicht selten schon exzessiver Alkoholkonsum dahinter steht. Aber...bei manchen reichen auch schon ein paar Gläschen Wein am Wochenende.
Wobei man hier dann oft die Entwicklung chronischer Sachen sieht, die mit anderen - wesentlich heftigeren Symptomen - einhergehen. Und eben diese bringt - mal früher, mal später - eben auch eine Insuffizienz oder leider auch Diabetes mit sich.
Nikotin soll da mit reinspielen, allerdings konnte ich da wenig in Zusammenhang mit reinen Insuffizienzen finden. Eher mit erhöhtem Risiko von Karzinomen.
Starkes Übergewicht ist nicht förderlich und ein allgemeine ungesunder Lebenswandel auch nicht.
Gallensteine können die BSD triggern, ohne das du ständig Schmerzen haben musst. Aber auch die durchaus deutlich spürbaren Koliken rufen manchmal Kosequenzen hervor. Entzündungen der BSD z.B.
Zu guter letzt bleibt immer die " Ich bin gesund aber trotzdem krank" Variante.
Deine Enzyme musst du anpassen. Ich nehme zwischen 3 und 5 Kapseln 25000 zur Mahlzeit.
Mir helfen sie nur sehr wenig.
Manche sagen, wenn die Enzyme garnicht wirken, liegt das Problem eher weniger im Bereich der BSD.
Du brauchst einen Arzt der dich ernst nimmt und Ahnung von der Materie hat. Und das haben leider nicht alle Gastrologen und noch viel weniger die Hausärzte.
Wenn du gar keinen guten Gastrologen findest, der sich auskennt und dich vor allem ernst nimmt, dann begib dich direkt in ein Pankreaszentrum zum Spezialisten.
Lass dich mal durchchecken.
Bildgebende Verfahren helfen oft weiter.
Und mach dich nicht verrückt, es gibt weitaus schlimmeres als ein paar Kapseln zum Essen einzuwerfen. Man gewöhnt sich dran, ich hab das nach 3 Wochen schon in der Automatik gehabt.
wenn du dir Zeit nimmst und dieses Forum ein bisschen durchblätterst, wirst du schnell feststellen, das sich deine Geschichte sehr häufig bei anderen Menschen ebenso darstellt.
Angst, offene Fragen, unfähige Ärzte... Usw.
Ich habe das ganze vorgestern nach 10 Monaten abgehakt.
2x Ultraschall
1x CT mit Kontrastmittel
1x MRT mit MRCP
1x je Magen und Darmspiegelung
Blut...Stuhl...mehrfach.
Ich bin organisch kerngesund. Habe keine Schmerzen im BSD Gebiet und abgesehen von Verdauungs-Symptomen geht es mir supergut.
Einzig die Elastase ist zu niedrig und lag zuletzt bei 27. Wie so oft, gibt es keine Erklärung dafür.
Man nennt dies auch idiopathisch.
Offenbar eine der häufigeren Diagnosen bei dem ganzen. Mein Gastrologe sagte mir neulich, das man bei jungen Patienten sehr häufig keine Gründe oder Auslöser findet.
Wichtig ist zu unterscheiden...
Gründe für eine zu niedrige Elastase und Gründe für eine definitiv vorhandene Insuffizienz.
Für eine zu niedrige Elastase kommen z.B auch diverse Unvertäglichkeiten in Fragen. Gluten z.B. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Cron oder Colitis... Ebenso kommen auch eine SIBO ( Fehlbesiedlung des Dünndarms mit Bakterien des Dickdarms). Auch Erkrankungen der Galle, des Magens usw können verantwortlich sein.
Gründe für eine Insuffizienz findest du bei Google auch, verfällst dann aber relativ schnell in Panik. Bei Google stirbt man ja offensichtlich auch an einer Krampfader.
- Vorangegangene Entzündungen der BSD
- chronische Entzündung
- zu viel Alkohol und Nikotin
- Gallensteine
- andere
Unter "andere" passen eben Dinge die komplexe Abläufe im Körper meinen. Schilddrüsenprobleme, Fehlbildungen und solche Dinge. Auch Karzinome können diese Probleme machen, aber das ist in deinem Alter sehr sehr selten.
Alkohol und Nikotin sind eine Sache für sich. Allerdings muss man sagen das nicht selten schon exzessiver Alkoholkonsum dahinter steht. Aber...bei manchen reichen auch schon ein paar Gläschen Wein am Wochenende.
Wobei man hier dann oft die Entwicklung chronischer Sachen sieht, die mit anderen - wesentlich heftigeren Symptomen - einhergehen. Und eben diese bringt - mal früher, mal später - eben auch eine Insuffizienz oder leider auch Diabetes mit sich.
Nikotin soll da mit reinspielen, allerdings konnte ich da wenig in Zusammenhang mit reinen Insuffizienzen finden. Eher mit erhöhtem Risiko von Karzinomen.
Starkes Übergewicht ist nicht förderlich und ein allgemeine ungesunder Lebenswandel auch nicht.
Gallensteine können die BSD triggern, ohne das du ständig Schmerzen haben musst. Aber auch die durchaus deutlich spürbaren Koliken rufen manchmal Kosequenzen hervor. Entzündungen der BSD z.B.
Zu guter letzt bleibt immer die " Ich bin gesund aber trotzdem krank" Variante.
Deine Enzyme musst du anpassen. Ich nehme zwischen 3 und 5 Kapseln 25000 zur Mahlzeit.
Mir helfen sie nur sehr wenig.
Manche sagen, wenn die Enzyme garnicht wirken, liegt das Problem eher weniger im Bereich der BSD.
Du brauchst einen Arzt der dich ernst nimmt und Ahnung von der Materie hat. Und das haben leider nicht alle Gastrologen und noch viel weniger die Hausärzte.
Wenn du gar keinen guten Gastrologen findest, der sich auskennt und dich vor allem ernst nimmt, dann begib dich direkt in ein Pankreaszentrum zum Spezialisten.
Lass dich mal durchchecken.
Bildgebende Verfahren helfen oft weiter.
Und mach dich nicht verrückt, es gibt weitaus schlimmeres als ein paar Kapseln zum Essen einzuwerfen. Man gewöhnt sich dran, ich hab das nach 3 Wochen schon in der Automatik gehabt.
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Stef2000
- Beiträge: 93
- Registriert: 23. Juli 2023, 00:20
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Vielen Dank Paladin25 für deine ausführliche Antwort.
Schmerzen in der BSD oder sonst im Magen-Darm Bereich habe ich zum Glück nie gehabt. Ich habe jedoch sehr oft ein "brennendes" Gefühl im Darm, welches zwar sehr unangenehm, aber erträglich ist. Bevor es mit meiner EPI angefangen hat, hatte ich auch nie chronische Krankheiten oder Entzündungen. Ein mal im Jahr eine Erkältung und vielleicht 1 mal im Jahr ein Magen-Darm Virus. Also im Grunde, das was jeder Mensch hat. Ich war immer Kerngesund. Alkohol trinke ich in den letzten Jahren so gut wie gar nicht und auch als Jugendlicher und junger Erwachsener habe ich nie exzessiv getrunken. Die meisten anderen in meinem Alter haben deutlich mehr getrunken. Auf der Arbeit und außerhalb von der Wohnung rauche ich Zigaretten. Zuhause statt normalen Zigaretten sehr viel E-Zigarette. Mein Körper ist also tatsächlich durchgehend mit höheren Mengen von Nikotin belastet. Ich kann mir aber dennoch nicht vorstellen, dass dadurch meine BSD so stark belastet wurde.
Jedoch habe ich mich mein ganzes Leben lang und vor Allem in der Zeit zwischen dem Alter 20 bis 28 extrem ungesund ernährt. - Fast ausschließlich Fast Food und nur sehr selten Gemüse. Dennoch habe ich mich immer gesund gefühlt, und vor der EPI hatte ich nie eine Krankheit, außerhalb der oben genannten "Standard-Krankheiten".
Ich hatte letztes Jahr freiwillig aus Interesse ein Gesundheits-Check-up machen lassen. Blutwerte, EKG, Lunge war alles in Ordnung. Der Arzt ist auf Grund meiner vor Allem sehr guten Cholesterin werde davon ausgegangen, dass ich mich "sehr Gesund" ernähren muss. Als mir der Arzt das gesagt hat, musste ich sehr schmunzeln, da meine Ernährung kaum ungesünder sein könnte. Mittlerweile habe ich aber meine Ernährung wirklich umgestellt und ernähre mich deutlich besser.
Da meine aktuellen Ärzte weder Ahnung, noch Lust haben, bin ich wohl gezwungen mir wo anders Hilfe zu suchen. Entweder einen anderen Gastroenterologen, oder in das Pankreaszentrum in München, welches ich vorhin in Google gefunden habe. Ich weiß gar nicht wie es in so einem Zentrum abläuft, wahrscheinlich braucht man dafür auch eine Überweisung.
Bis dahin muss ich lernen, mit der Krankheit und dem Medikament richtig umzugehen. Jedoch wurde ich nicht mal über die Dosierung des Medikaments vernünftig aufgeklärt. Ich versuche mich in Zukunft an der Dosierungsempfehlung von 2000 Lipase Einheiten pro Gramm Fett zu orientieren. Über die Dosierung bei Protein- und Kohlenhydrat Mahlzeiten weiß ich aber immer noch nichts. Ich betreibe seit einiger Zeit Kraftsport zum Muskelaufbau und der Sport tut mir psychisch sehr gut. Die nur sehr langsamen Erfolge im Sport trotz durchdachtem Trainings- und Ernährungsplan sind wohl auf meine Krankheit zurückzuführen. Wenn die Proteine und andere Makronährstoffe nicht richtig verdaut werden, fehlen dem Körper natürlich die Baustoffe. Zusätzlich würde es mich sehr interessieren, ob die EPI auch eine Auswirkung auf die Insulinproduktion der BSD hat. Insulin ist nicht nur allgemein, sondern auch für den Sport ein extrem wichtiges Hormon.
Wie soll ich das Pankreaspulver dosieren wenn ich einfach nur ne Packung Magerquark, also pures Protein konsumiere? Das gleiche mit magerem Hähnchenfleisch, Thunfisch im Wasser, Proteinshakes? Was, wenn ich nur ein Teller Reis, also nur Kohlenhydrate konsumiere?
Mir ist durch eigene Recherche aufgefallen, dass das Pankreaspulver wie Kreon in Deutschland fast nur Lipase enthält und sehr wenig Protease und Amylase. In den USA dagegen enthält das Creon neben der hohen Lipase auch vor Allem sehr viel Protease. Dies erscheint mir auch ziemlich sinnvoll, schließlich sind Proteine lebensnotwendig. Ich habe weiterhin dutzende Fragen im Kopf.
Schmerzen in der BSD oder sonst im Magen-Darm Bereich habe ich zum Glück nie gehabt. Ich habe jedoch sehr oft ein "brennendes" Gefühl im Darm, welches zwar sehr unangenehm, aber erträglich ist. Bevor es mit meiner EPI angefangen hat, hatte ich auch nie chronische Krankheiten oder Entzündungen. Ein mal im Jahr eine Erkältung und vielleicht 1 mal im Jahr ein Magen-Darm Virus. Also im Grunde, das was jeder Mensch hat. Ich war immer Kerngesund. Alkohol trinke ich in den letzten Jahren so gut wie gar nicht und auch als Jugendlicher und junger Erwachsener habe ich nie exzessiv getrunken. Die meisten anderen in meinem Alter haben deutlich mehr getrunken. Auf der Arbeit und außerhalb von der Wohnung rauche ich Zigaretten. Zuhause statt normalen Zigaretten sehr viel E-Zigarette. Mein Körper ist also tatsächlich durchgehend mit höheren Mengen von Nikotin belastet. Ich kann mir aber dennoch nicht vorstellen, dass dadurch meine BSD so stark belastet wurde.
Jedoch habe ich mich mein ganzes Leben lang und vor Allem in der Zeit zwischen dem Alter 20 bis 28 extrem ungesund ernährt. - Fast ausschließlich Fast Food und nur sehr selten Gemüse. Dennoch habe ich mich immer gesund gefühlt, und vor der EPI hatte ich nie eine Krankheit, außerhalb der oben genannten "Standard-Krankheiten".
Ich hatte letztes Jahr freiwillig aus Interesse ein Gesundheits-Check-up machen lassen. Blutwerte, EKG, Lunge war alles in Ordnung. Der Arzt ist auf Grund meiner vor Allem sehr guten Cholesterin werde davon ausgegangen, dass ich mich "sehr Gesund" ernähren muss. Als mir der Arzt das gesagt hat, musste ich sehr schmunzeln, da meine Ernährung kaum ungesünder sein könnte. Mittlerweile habe ich aber meine Ernährung wirklich umgestellt und ernähre mich deutlich besser.
Da meine aktuellen Ärzte weder Ahnung, noch Lust haben, bin ich wohl gezwungen mir wo anders Hilfe zu suchen. Entweder einen anderen Gastroenterologen, oder in das Pankreaszentrum in München, welches ich vorhin in Google gefunden habe. Ich weiß gar nicht wie es in so einem Zentrum abläuft, wahrscheinlich braucht man dafür auch eine Überweisung.
Bis dahin muss ich lernen, mit der Krankheit und dem Medikament richtig umzugehen. Jedoch wurde ich nicht mal über die Dosierung des Medikaments vernünftig aufgeklärt. Ich versuche mich in Zukunft an der Dosierungsempfehlung von 2000 Lipase Einheiten pro Gramm Fett zu orientieren. Über die Dosierung bei Protein- und Kohlenhydrat Mahlzeiten weiß ich aber immer noch nichts. Ich betreibe seit einiger Zeit Kraftsport zum Muskelaufbau und der Sport tut mir psychisch sehr gut. Die nur sehr langsamen Erfolge im Sport trotz durchdachtem Trainings- und Ernährungsplan sind wohl auf meine Krankheit zurückzuführen. Wenn die Proteine und andere Makronährstoffe nicht richtig verdaut werden, fehlen dem Körper natürlich die Baustoffe. Zusätzlich würde es mich sehr interessieren, ob die EPI auch eine Auswirkung auf die Insulinproduktion der BSD hat. Insulin ist nicht nur allgemein, sondern auch für den Sport ein extrem wichtiges Hormon.
Wie soll ich das Pankreaspulver dosieren wenn ich einfach nur ne Packung Magerquark, also pures Protein konsumiere? Das gleiche mit magerem Hähnchenfleisch, Thunfisch im Wasser, Proteinshakes? Was, wenn ich nur ein Teller Reis, also nur Kohlenhydrate konsumiere?
Mir ist durch eigene Recherche aufgefallen, dass das Pankreaspulver wie Kreon in Deutschland fast nur Lipase enthält und sehr wenig Protease und Amylase. In den USA dagegen enthält das Creon neben der hohen Lipase auch vor Allem sehr viel Protease. Dies erscheint mir auch ziemlich sinnvoll, schließlich sind Proteine lebensnotwendig. Ich habe weiterhin dutzende Fragen im Kopf.
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Andi
- Beiträge: 1060
- Registriert: 15. Februar 2011, 20:42
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Hallo,
sehr interessant, danke für die Information, das Kreon in den USA eine andere Zusammensetzung hat🤔, das wirft natürlich Fragen auf.
Hatte auch schon den Eindruck, das bei anderen Medikamenten gepanscht wird, wundern tut mich hier nichts mehr.
Man merkt es selbst dann an der Wirkung, offen wird so etwas ja nicht kommuniziert, vielleicht hat man etwas zu verbergen.
Lg Andi
sehr interessant, danke für die Information, das Kreon in den USA eine andere Zusammensetzung hat🤔, das wirft natürlich Fragen auf.
Hatte auch schon den Eindruck, das bei anderen Medikamenten gepanscht wird, wundern tut mich hier nichts mehr.
Man merkt es selbst dann an der Wirkung, offen wird so etwas ja nicht kommuniziert, vielleicht hat man etwas zu verbergen.
Lg Andi
-
Chris88
- Beiträge: 110
- Registriert: 26. Dezember 2022, 10:34
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Hey Stef! Ich bin 34 und kann dich da voll verstehen.
Bei mir fing es letztes Jahr im Juli an, bin also jetzt ein Jahr dran.
Bei mir weiß man auch nicht woher es kommt. Meine Blutwerte zum Beispiel sind gut, gibt mal 1-2 Werte die Ausreißen aber alles halb so wild. Hab trotzdem massive Probleme, auch Kreislauftechnisch…..
Bei der Dosierung solltest du dich an den Verpackungen orientieren. Nährstofftabellen werden dein neuer Freund werden.
Auch bei Quark hast du Fette enthalten, nicht so viel, aber es ist was drin.
Es gibt die Kapseln in unterschiedlichen „Stärken“ ( kenne jetzt nur Kreon, 10k für 5g Fett, 20k für 10g Fett und 35k für 17,5g Fett - also Tablette/2= Fettgehalt)
Am Anfang darfst du gerne mehr Tablette als Fett haben, das macht dem Körper nichts aus.
Hierdurch sollte der Stuhl fester werden. Ist er weiterhin weich, dann beim nächsten Mal Dosis erhöhen.
Mich interessiert nun auch die Aussage, dass Kreon in den USA eine höhere(bessere?) Dosierung der Lipase und Protease hat. Vielleicht kann man das mal thematisieren bzw. diskutieren?
Bei mir fing es letztes Jahr im Juli an, bin also jetzt ein Jahr dran.
Bei mir weiß man auch nicht woher es kommt. Meine Blutwerte zum Beispiel sind gut, gibt mal 1-2 Werte die Ausreißen aber alles halb so wild. Hab trotzdem massive Probleme, auch Kreislauftechnisch…..
Bei der Dosierung solltest du dich an den Verpackungen orientieren. Nährstofftabellen werden dein neuer Freund werden.
Auch bei Quark hast du Fette enthalten, nicht so viel, aber es ist was drin.
Es gibt die Kapseln in unterschiedlichen „Stärken“ ( kenne jetzt nur Kreon, 10k für 5g Fett, 20k für 10g Fett und 35k für 17,5g Fett - also Tablette/2= Fettgehalt)
Am Anfang darfst du gerne mehr Tablette als Fett haben, das macht dem Körper nichts aus.
Hierdurch sollte der Stuhl fester werden. Ist er weiterhin weich, dann beim nächsten Mal Dosis erhöhen.
Mich interessiert nun auch die Aussage, dass Kreon in den USA eine höhere(bessere?) Dosierung der Lipase und Protease hat. Vielleicht kann man das mal thematisieren bzw. diskutieren?
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Stef2000
- Beiträge: 93
- Registriert: 23. Juli 2023, 00:20
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Vielen Dank für deine Antwort Chris88
Laut deinen Angaben rechnest du also auch mit 2000 Lipase Einheiten pro Gramm Fett, so wie es überall im Internet angegeben wird. Mein Arzt meinte eine einzelne Kapsel mit 25.0000 Lipase reicht aus, völlig egal wie fettreich das essen ist... habe direkt gemerkt, dass das keinen Sinn ergibt.
Die Tabletten gibt es zwar in unterschiedlichen Fettstärken und auch der Amylase Anteil schaut in einem passenden Verhältnis zu stehen, jedoch ist die Protease Verhältnismäßig viel geringer.
Beispielsweiße hat das Deutsche Kreon 250000 folgende Werte: 25.000 Lipase Einheiten, 18.000 Amylase Einheiten und gerade mal 1000 Protease Einheiten.
Es hat also Verhältnismäßig viel Lipase und Amylase, jedoch nur sehr wenig Protease
In den USA hat das "Creon pancrelipase" folgende Werte: 24.000 Lipase Einheiten, 76.000 Protease Einheiten und ganze 120.000 Amylase Einheiten.
Die Kapseln haben also viel mehr Protease und Amylase Einheiten als Lipase Einheiten.
Vergleichbare Verhältnisse haben auch andere US Produkte, wie das Produkt "Zenpep pancrelipase"
Die Deutschen Produkte sind in der Einheit "Ph Eur" und die US Produkte benutzen "USP Units", somit kann ich über die tatsächlichen Mengen nichts sagen, jedoch sind zumindest die Verhältnisse der einzelnen Enzyme komplett unterschiedlich.
Laut deinen Angaben rechnest du also auch mit 2000 Lipase Einheiten pro Gramm Fett, so wie es überall im Internet angegeben wird. Mein Arzt meinte eine einzelne Kapsel mit 25.0000 Lipase reicht aus, völlig egal wie fettreich das essen ist... habe direkt gemerkt, dass das keinen Sinn ergibt.
Die Tabletten gibt es zwar in unterschiedlichen Fettstärken und auch der Amylase Anteil schaut in einem passenden Verhältnis zu stehen, jedoch ist die Protease Verhältnismäßig viel geringer.
Beispielsweiße hat das Deutsche Kreon 250000 folgende Werte: 25.000 Lipase Einheiten, 18.000 Amylase Einheiten und gerade mal 1000 Protease Einheiten.
Es hat also Verhältnismäßig viel Lipase und Amylase, jedoch nur sehr wenig Protease
In den USA hat das "Creon pancrelipase" folgende Werte: 24.000 Lipase Einheiten, 76.000 Protease Einheiten und ganze 120.000 Amylase Einheiten.
Die Kapseln haben also viel mehr Protease und Amylase Einheiten als Lipase Einheiten.
Vergleichbare Verhältnisse haben auch andere US Produkte, wie das Produkt "Zenpep pancrelipase"
Die Deutschen Produkte sind in der Einheit "Ph Eur" und die US Produkte benutzen "USP Units", somit kann ich über die tatsächlichen Mengen nichts sagen, jedoch sind zumindest die Verhältnisse der einzelnen Enzyme komplett unterschiedlich.
- TomKay
- Beiträge: 585
- Registriert: 30. Juli 2022, 16:31
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Kann mich nur wiederholen: Wenn die Pankreaskapseln (z.B Pankreatin, Kreon, Pangrol) nicht mehr wirken, dann produziert die Drüse vielleicht nicht mehr genug Bicarbonat, das aber nötig ist, um die Schutzhülle der Kapseln aufzulösen. Ich empfehle dir, einen Test mit Nortase zu machen. Diese Enzme können bereits im sauren Magenmilieu ihre Arbeit aufnehmen und stammen von Schimmelpilzextrakten. Mir helfen diese z.B. prima und in den meisten Fällen.
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Muetze
- Beiträge: 161
- Registriert: 4. März 2020, 11:28
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Kann TomKay nur beipflichten, eine meiner vielversprechendsten Diagnosen war, dass die Bikarbonatsekretion meiner Drüse gestört ist und noch vor allem anderen den Geist aufgab.
Mit Nortase und nem Becher Kefir (so quasi als Schleimersatz im Chymus) zu jedem Essen habe ich beste Ergebnisse erzielt.
Mit Nortase und nem Becher Kefir (so quasi als Schleimersatz im Chymus) zu jedem Essen habe ich beste Ergebnisse erzielt.
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3664645
- Beiträge: 567
- Registriert: 8. Mai 2018, 12:06
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Bei gekauften Kefirsorten sollte man aufpassen. Die enthalten für die bessere Lagerung Hefepilze und wenn eine Durchfallproblematik besteht, dann kann es verschlimmern...
Neben Nortase gibt es auch noch andere pflanzliche Enzymmischungen auf dem Markt, die eine Probe wert sind.
Die Einheiten der pflanzlichen und tierischen Präparate sind hierbei nicht vergleichbar, weil sie einen anderen Wirkmechanismus haben.
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Muetze
- Beiträge: 161
- Registriert: 4. März 2020, 11:28
Re: Exokrine Pankreasinsuffizienz - brauche Unterstützung
Hi Dominik,
Ja, mit Hefepilzen hatte ich bisher wohl keine Sorgen. Anderes Problem - bei selbstgezogenem Kefir können bis zu 2% Alkohol entstehen. Die bei uns im Handel erhältlichen "Kefir mild" enthalten dagegen kaum Alkohol, max. bis 0,5%. Ist halt nichts perfekt 🫤.
Mit anderen pflanzlichen Enzymen zielst du sicher auf Papain und Bromelain ab. N-Zymarase Intest oder andere, gibt es ja mittlerweile auch in jeder Drogerie. Grosse Erfolge hatte ich damit bislang nicht. Ich hebe mir bei den Papaya immer mal die Kerne auf und ess die dann über ne Woche zum Essen...obs was bringt🤷🏼♂️.
Finde auch, dass Nortase geringer dosiert werden muss, mit der gleichen Anzahl 20.000er Kreon komm ich da nicht hin. Nehme aber auch keine PPIs, habe den Eindruck die machen alles noch schlechter.
Ja, mit Hefepilzen hatte ich bisher wohl keine Sorgen. Anderes Problem - bei selbstgezogenem Kefir können bis zu 2% Alkohol entstehen. Die bei uns im Handel erhältlichen "Kefir mild" enthalten dagegen kaum Alkohol, max. bis 0,5%. Ist halt nichts perfekt 🫤.
Mit anderen pflanzlichen Enzymen zielst du sicher auf Papain und Bromelain ab. N-Zymarase Intest oder andere, gibt es ja mittlerweile auch in jeder Drogerie. Grosse Erfolge hatte ich damit bislang nicht. Ich hebe mir bei den Papaya immer mal die Kerne auf und ess die dann über ne Woche zum Essen...obs was bringt🤷🏼♂️.
Finde auch, dass Nortase geringer dosiert werden muss, mit der gleichen Anzahl 20.000er Kreon komm ich da nicht hin. Nehme aber auch keine PPIs, habe den Eindruck die machen alles noch schlechter.