Pankreas - Probleme, alles nur Einbildung?
Verfasst: 5. Januar 2011, 15:03
Hallo,
ich hatte gar keine Ahnung, dass es sogar ein Forum bezüglich Pankreas - Problemen gibt!
Vielleicht kann mir hier ja der ein oder andere, Erfahrungen berichten oder sogar Tipps geben.
Es fing alles im August letzten Jahres an. Wenn man bedenkt, dass ich sonst super fit, gut durchtrainiert (Marathonläuferin, Berufsreiterin...), ich auf gesunde Ernährung äußerst viel Wert lege, seit über 7 Jahren nicht mehr rauche und Alkohol nur äußerst selten in mich gelangt, waren folgende Probleme, von heute auf morgen, völlig dubios:
Fürchterlicher Durchfall, über eine Woche, Bauchschmerzen im Oberbauch - dieser quoll regelrecht raus. Ich kugelte mich auf dem Boden, vor Schmerzen. Kein Anti - Durchfallmittel erbrachte den gewünschten Effekt, die Schmerzmittel auch nicht. In 5 Tagen waren 4 kg weg. Magenspiegelung ohne Befund. Gut, wenn da nichts ist, dann ist es Einbildung, also arbeitete ich aß ich auch wieder normal - nie besonders fett, außer meiner geliebten Schokolade.
Dann kam es ganz dicke, von einem Moment auf den anderen, extremste Schmerzen im Oberbauch, fühlte sich an wie Herzstechen. Auf dem Boden liegend, brachte ich weder einen Ton raus und wehe, man versuchte mich zu bewegen. Wie ein Häufchen Elend, zusammen gekrümmt, ließen die Schmerzen dann nach einiger Zeit nach, dann kam auch der Rettungswagen. Die ließen mich aber dann doch Zuhause, mir ging es ja besser - zu meinem Glück.
2 Stunden später das gleiche, dachte, eine Reiswaffel wär sicherlich nicht falsch, nicht mal ganz aufgegessen, verkrümelte ich mich aufs Sofa, zu blöd, dass ich vorher nicht bescheid gesagt habe, so lag ich da wieder ewig, hin- und herwälzend, keinen Ton herausbringend, unerträglich!!!
Diesmal ging ich freiwillig mit den Sanis mit. Im KH kam dann nochmal so eine Kolik, trotz Novalgin, doch niemand reagierte darauf. Auf dem Blutbild waren die Leberwerte deutlich erhöht, mehr wurde mir nicht gesagt - die Galle sei entzündet und müsse raus. So schnell wollte ich mich auf die OP nicht einlassen, ging nach Hause, gegen ärztlichen Rat. Die Koliken kamen die Tage darauf noch einige Male, hatte es aber mit Schmerzmittel unter Kontrolle.
Ich suche einen niedergelassenen Internisten auf, mit Bildern und Blutwerten aus dem KH, der als allererstes meinte, dass die Pankreas entzündet sei, die fiel mehr auf, als die erhöhten Leberwerte.
Er konnte an der Galle erstmal nichts besonderes feststellen, schickte mich nach Hause. Die Probleme wurden aber nicht besser, auch wenn diese heftigsten Koliken so extrem nicht mehr kamen. Nach ewigem rumnerven bekam ich dann im Dezember eine Überweisung zum MRCP. Da war die Galle wiederum nicht auffällig, etwas Sludge, man kann ja im neuen Jahr mal abwägen, ob es sinnvoll wäre, die rauszunehmen. Doch dem Arzt im KH fiel wiederum die Pankreas auf, die Schmerzen im linken Oberbauch passen wohl auch dazu. Ich soll strengste Diät halten und dies soll weiterhin kontrolliert werden.
Nachdem ich nochmals den Internisten aufsuchte um genau darüber sprechen zu können, wurde kurzerhand entschlossen, mir die Galle rauszunehmen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, einige Tage vorher hieß es noch was ganz anderes.
Nun, die OP war mehr oder weniger schön. Mir wurde versprochen, dass es danach auf Anhieb besser sein wird. Ich bekam am Folgetag ganz normale Kost, Camembert auf meinem Teller??? Sowas hatte ich doch schon Monate nicht mehr?! Die werden schon wissen, was richtig ist. Schmerzen konnte ich da ja keine haben, zuviel Schmerzmittel wurde reingepumpt.
Irgendwann wollte ich aber nicht mehr soviel Zeugs, das Essen blieb jedoch das gleiche. Von wegen Schonkost usw., die Schmerzen kamen am 2 Tag nach der OP wieder. Zuerst dachte ich, ich spinne, gab aber dann doch bescheid.
Einen Arzt sah ich leider nicht mehr, ich wurde entlassen.
Nun ist das alles zwar erst knapp 3 Wochen her, jedoch noch schlimmer als vorher
Die Waage zeigt nur noch 46 kg an, ich vertrage nicht mal Kartoffeln! Joghurt, Quark, nur so pipifax leichte Sachen, in der Hoffnung, dass nicht Stunden später Bauchschmerzen auftreten.
Nachts plagt es teilweise so heftig, dass an schlafen nicht zu denken ist. Neben den Schmerzen ist dieser ewige Schüttelfrost, das frieren (ohne Kirschkern oder Wärmeflasche wäre das Leben unerträglich!!!) ganz prägnant.
Ich bin völlig schlapp, appetitlos, müde. Buscopan, doppelte Menge an Voltaren, ansonsten würde ich es nicht aushalten.
Nun musste ich auch nochmals die HÄ aufsuchen, unter der einen Narbe hat sich ein Abszess gebildet (erneute OP), auf meine Beschwerden bekomme ich Iberogast, aber zu mager sei ich trotzdem, meinte Sie.
Nun sitz ich hier, würde zu gerne wieder richtig fit sein, doch irgendwie geht niemand wirklich auf meine Klagen ein. Ich bin ja auch noch sehr jung, heißt es.
Für jeden Tipp, Eurerseits, bin ich überaus dankbar!
Viele Grüße
Estreja
PS: Übrigens, im Frühjahr fiel mir extrem auf, dass ich mich unterzuckert fühlte, stürzte dadurch auch mal blöd vom Pferd. Im März letztes Jahres wurde eine Zapfendystrophie, damals ohne Hinweis auf Auswirkungen auf die Netzhaus diagnostiziert. Ob dies wohl damit schon zusammen hängt? Diese Oberbauchschmerzen habe ich ja schon einige Zeit, jedoch nie ernst genommen.
Oh, entschuldigt das Ausmaß dieses langen Textes
ich hatte gar keine Ahnung, dass es sogar ein Forum bezüglich Pankreas - Problemen gibt!
Vielleicht kann mir hier ja der ein oder andere, Erfahrungen berichten oder sogar Tipps geben.
Es fing alles im August letzten Jahres an. Wenn man bedenkt, dass ich sonst super fit, gut durchtrainiert (Marathonläuferin, Berufsreiterin...), ich auf gesunde Ernährung äußerst viel Wert lege, seit über 7 Jahren nicht mehr rauche und Alkohol nur äußerst selten in mich gelangt, waren folgende Probleme, von heute auf morgen, völlig dubios:
Fürchterlicher Durchfall, über eine Woche, Bauchschmerzen im Oberbauch - dieser quoll regelrecht raus. Ich kugelte mich auf dem Boden, vor Schmerzen. Kein Anti - Durchfallmittel erbrachte den gewünschten Effekt, die Schmerzmittel auch nicht. In 5 Tagen waren 4 kg weg. Magenspiegelung ohne Befund. Gut, wenn da nichts ist, dann ist es Einbildung, also arbeitete ich aß ich auch wieder normal - nie besonders fett, außer meiner geliebten Schokolade.
Dann kam es ganz dicke, von einem Moment auf den anderen, extremste Schmerzen im Oberbauch, fühlte sich an wie Herzstechen. Auf dem Boden liegend, brachte ich weder einen Ton raus und wehe, man versuchte mich zu bewegen. Wie ein Häufchen Elend, zusammen gekrümmt, ließen die Schmerzen dann nach einiger Zeit nach, dann kam auch der Rettungswagen. Die ließen mich aber dann doch Zuhause, mir ging es ja besser - zu meinem Glück.
2 Stunden später das gleiche, dachte, eine Reiswaffel wär sicherlich nicht falsch, nicht mal ganz aufgegessen, verkrümelte ich mich aufs Sofa, zu blöd, dass ich vorher nicht bescheid gesagt habe, so lag ich da wieder ewig, hin- und herwälzend, keinen Ton herausbringend, unerträglich!!!
Diesmal ging ich freiwillig mit den Sanis mit. Im KH kam dann nochmal so eine Kolik, trotz Novalgin, doch niemand reagierte darauf. Auf dem Blutbild waren die Leberwerte deutlich erhöht, mehr wurde mir nicht gesagt - die Galle sei entzündet und müsse raus. So schnell wollte ich mich auf die OP nicht einlassen, ging nach Hause, gegen ärztlichen Rat. Die Koliken kamen die Tage darauf noch einige Male, hatte es aber mit Schmerzmittel unter Kontrolle.
Ich suche einen niedergelassenen Internisten auf, mit Bildern und Blutwerten aus dem KH, der als allererstes meinte, dass die Pankreas entzündet sei, die fiel mehr auf, als die erhöhten Leberwerte.
Er konnte an der Galle erstmal nichts besonderes feststellen, schickte mich nach Hause. Die Probleme wurden aber nicht besser, auch wenn diese heftigsten Koliken so extrem nicht mehr kamen. Nach ewigem rumnerven bekam ich dann im Dezember eine Überweisung zum MRCP. Da war die Galle wiederum nicht auffällig, etwas Sludge, man kann ja im neuen Jahr mal abwägen, ob es sinnvoll wäre, die rauszunehmen. Doch dem Arzt im KH fiel wiederum die Pankreas auf, die Schmerzen im linken Oberbauch passen wohl auch dazu. Ich soll strengste Diät halten und dies soll weiterhin kontrolliert werden.
Nachdem ich nochmals den Internisten aufsuchte um genau darüber sprechen zu können, wurde kurzerhand entschlossen, mir die Galle rauszunehmen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, einige Tage vorher hieß es noch was ganz anderes.
Nun, die OP war mehr oder weniger schön. Mir wurde versprochen, dass es danach auf Anhieb besser sein wird. Ich bekam am Folgetag ganz normale Kost, Camembert auf meinem Teller??? Sowas hatte ich doch schon Monate nicht mehr?! Die werden schon wissen, was richtig ist. Schmerzen konnte ich da ja keine haben, zuviel Schmerzmittel wurde reingepumpt.
Irgendwann wollte ich aber nicht mehr soviel Zeugs, das Essen blieb jedoch das gleiche. Von wegen Schonkost usw., die Schmerzen kamen am 2 Tag nach der OP wieder. Zuerst dachte ich, ich spinne, gab aber dann doch bescheid.
Einen Arzt sah ich leider nicht mehr, ich wurde entlassen.
Nun ist das alles zwar erst knapp 3 Wochen her, jedoch noch schlimmer als vorher
Die Waage zeigt nur noch 46 kg an, ich vertrage nicht mal Kartoffeln! Joghurt, Quark, nur so pipifax leichte Sachen, in der Hoffnung, dass nicht Stunden später Bauchschmerzen auftreten.
Nachts plagt es teilweise so heftig, dass an schlafen nicht zu denken ist. Neben den Schmerzen ist dieser ewige Schüttelfrost, das frieren (ohne Kirschkern oder Wärmeflasche wäre das Leben unerträglich!!!) ganz prägnant.
Ich bin völlig schlapp, appetitlos, müde. Buscopan, doppelte Menge an Voltaren, ansonsten würde ich es nicht aushalten.
Nun musste ich auch nochmals die HÄ aufsuchen, unter der einen Narbe hat sich ein Abszess gebildet (erneute OP), auf meine Beschwerden bekomme ich Iberogast, aber zu mager sei ich trotzdem, meinte Sie.
Nun sitz ich hier, würde zu gerne wieder richtig fit sein, doch irgendwie geht niemand wirklich auf meine Klagen ein. Ich bin ja auch noch sehr jung, heißt es.
Für jeden Tipp, Eurerseits, bin ich überaus dankbar!
Viele Grüße
Estreja
PS: Übrigens, im Frühjahr fiel mir extrem auf, dass ich mich unterzuckert fühlte, stürzte dadurch auch mal blöd vom Pferd. Im März letztes Jahres wurde eine Zapfendystrophie, damals ohne Hinweis auf Auswirkungen auf die Netzhaus diagnostiziert. Ob dies wohl damit schon zusammen hängt? Diese Oberbauchschmerzen habe ich ja schon einige Zeit, jedoch nie ernst genommen.
Oh, entschuldigt das Ausmaß dieses langen Textes