Elastase mehrmals stark erniedrigt - EPI?
Verfasst: 20. Dezember 2023, 23:17
Hallo liebes Forum,
Der Text wird leider etwas länger... aber ich muss meine ganze Geschichte mal hier los werden.
Kurz zu mir: Ich bin 26 Jahre alt und weiblich, bin 168 cm groß und wiege zurzeit ca. 76 kg. Bin also übergewichtig.
Alles hat ca. Mitte letzten Jahres angefangen... ich hatte immer mal wieder (also nicht jeden Tag) recht flüssige Stühle, die oft recht stark gerochen haben. Es gab aber nie einen Fettfilm in der Toilettenschüssel, der Stuhl schwamm auch nicht und ließ sich normal runterspülen, also eher nicht der typische Fettstuhl. Teilweise hatte ich bis zu 4-5x am Tag diese Art von stuhlgängen, vorzugsweise dann, wenn ich am Tag zuvor Alkohol getrunken hatte (Rotwein, teilweise aber auch Weißwein und Bier), aber eben nicht nur. Bevor es zu diesen Durchfällen kam, bemerkte ich oft ein "Grummeln" im Bauch, also es rumorte ziemlich. Meistens bemerkte ich dann einen sehr starken Stuhldrang. Schmerzen hatte bzw habe ich dabei eher selten, und wenn dann waren/sind sie sehr leicht und waren auch recht schnell wieder weg. Meistens waren die in der Bauchmitte lokalisiert, manchmal auch etwas darunter. Im Oberbauch hatte oder habe ich manchmal einen leichten, pieksenden Schmerz (rechts und links), die gehen aber genauso schnell, wie sie gekommen sind und halten nur wenige Minuten an.
Weil die Symtpome nicht weggegangen sind, habe ich erstmals im September diesen Jahres eine gastroenterologische Praxis aufgesucht. Diese veranlasste eine Stuhlprobe sowie mehrere Tests (Fructose, Histamin, Laktose, Darmspiegelung).
Den Fructose- und Histamintest habe ich heute gehabt, der für Fructose war negativ, auf das Ergebnis vom Histamintest warte ich noch. Die anderen Tests folgen noch.
Im September wurde das erste Mal eine Stuhlprobe eingeschickt, die Werte waren bis auf den Elastasewert (<20!!!!) normal. Zur Kontrolle folgte eine weitere Stuhlprobe, der Elastasewert lag dann bei 52. Man muss dazu sagen, dass der Stuhl bei diesen beiden Proben nicht ganz die normale, feste Konsistenz hatte, sondern leicht breiig war. Angerufen hatte mich zur Ergebnismitteilung die Arzthelferin, ich hätte eine EPI und solle ab jetzt Kreon nehmen und mal gucken, ob das hilft. Weil mir diese Diagnose einen enormen Schock einjagte und ich wirklich Panik bekam, hatte ich noch viele weitere Fragen und deshalb einen Tag später zum Gespräch in die Praxis bestellt. Der Arzt sagte mir, dass er "nicht glaube, dass ich so schwer krank sei", weil ich "dafür viel zu gesund aussehen würde". Er meinte, ich solle mir keinen großen Kopf machen und dass die Diagnose noch nicht bestätigt sei. Kreon solle ich erstmal noch nicht einnehmen. Ich erzählte ihm auch, dass der Stuhl bei den ersten beiden Proben nicht 100%ig normal war. Er veranlasste einen weiteren, also 3. Test und meinte, diesmal solle der Stuhl eine normale Konsistenz haben. Ein paar Tage später wurde ein Ultraschall vom Bauch gemacht, es würde alles normal aussehen, inkl der Pankreas.
Ich wartete also ab, bis ich einen normalen Stuhlgang hatte und schickte dann nochmals eine Probe ein. Aber auch bei dieser Probe war der Elastasewert erniedrigt (71). Jetzt soll ich Kreon nehmen, hab das Rezept aber bisher noch nicht eingelöst (der Anruf kam gestern, fast 3 Wochen nachdem ich das Ergebnis eingeschickt hatte). Zudem soll ich eine MRT-Überweisung fürs Abdomen erhalten.
Ich war noch bei einer anderen, u.a. gastroenterologischen Praxis, da ich eine Zweitmeinung wollte. Als ich der Ärztin sagte, dass es um die Abklärung bzgl. einer EPI ginge, sagte sie "die Sie garantiert nicht haben". Sie veranlasste 3 weitere Stuhlproben, die Letzte gebe ich morgen ab. Die ersten beiden wurden bereits abgegeben, habe aber noch kein Ergebnis von denen. Des weiteren wurde Blut abgenommen, zur Testung auf Lipase, Amylase, Leber- und Nierenwerte. Das Ergebnis: alles normal! Die Ärztin stellte mir außerdem eine Überweisung für ein MRT aus, um eine chronische Pankreatitis zu bestätigen oder auszuschließen. Leider habe ich den Termin dafür erst im Februar.
So, das war der größte Teil. Aktuell sieht es so aus, dass ich etwa jeden 2.-3. recht weichen, leicht breiigen Stuhlgang habe. Dieser Stuhl ist dann oft hellbraun, teilweise leicht ockerfarben. Oft tut mir der Bauch ein bisschen weh, kurz bevor ich Stuhlgang habe. Auch hier wieder in der Bauchmitte. Die Schmerzen verschwinden, sobald ich Stuhlgang hatte. Immer mal wieder bemerke ich ein Grummeln im Bauch, kurz bevor der Stuhlgang kommt (manchmal aber auch "einfach nur so").
Ich habe gerade sehr starke Angst, weil die Ursache einer EPI im Erwachsenenalter ja meistens eine chronische Pankreatitis oder ein Pankreaskarzinom ist. Ich frage mich manchmal, ob ich mir schonmal die Kiste aussuchen sollte. Das Seltsame dabei ist halt, dass die Symptome nicht wirklich passen: ich habe nicht an Gewicht verloren, habe keine (starken) Oberbauchschmerzen und auch keine "richtigen" Fettstühle. Auch sonst habe ich im Alltag nur sehr wenig bis gar keine Beeinträchtigung.
Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen hat? Wie aussagekräftig ist die Elastase wirklich (angeblich ist sie ja mit der beste Test für eine EPI)? Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank, dass ihr euch den Text bis zum Ende durchgelesen habt 😏
Seriem
Der Text wird leider etwas länger... aber ich muss meine ganze Geschichte mal hier los werden.
Kurz zu mir: Ich bin 26 Jahre alt und weiblich, bin 168 cm groß und wiege zurzeit ca. 76 kg. Bin also übergewichtig.
Alles hat ca. Mitte letzten Jahres angefangen... ich hatte immer mal wieder (also nicht jeden Tag) recht flüssige Stühle, die oft recht stark gerochen haben. Es gab aber nie einen Fettfilm in der Toilettenschüssel, der Stuhl schwamm auch nicht und ließ sich normal runterspülen, also eher nicht der typische Fettstuhl. Teilweise hatte ich bis zu 4-5x am Tag diese Art von stuhlgängen, vorzugsweise dann, wenn ich am Tag zuvor Alkohol getrunken hatte (Rotwein, teilweise aber auch Weißwein und Bier), aber eben nicht nur. Bevor es zu diesen Durchfällen kam, bemerkte ich oft ein "Grummeln" im Bauch, also es rumorte ziemlich. Meistens bemerkte ich dann einen sehr starken Stuhldrang. Schmerzen hatte bzw habe ich dabei eher selten, und wenn dann waren/sind sie sehr leicht und waren auch recht schnell wieder weg. Meistens waren die in der Bauchmitte lokalisiert, manchmal auch etwas darunter. Im Oberbauch hatte oder habe ich manchmal einen leichten, pieksenden Schmerz (rechts und links), die gehen aber genauso schnell, wie sie gekommen sind und halten nur wenige Minuten an.
Weil die Symtpome nicht weggegangen sind, habe ich erstmals im September diesen Jahres eine gastroenterologische Praxis aufgesucht. Diese veranlasste eine Stuhlprobe sowie mehrere Tests (Fructose, Histamin, Laktose, Darmspiegelung).
Den Fructose- und Histamintest habe ich heute gehabt, der für Fructose war negativ, auf das Ergebnis vom Histamintest warte ich noch. Die anderen Tests folgen noch.
Im September wurde das erste Mal eine Stuhlprobe eingeschickt, die Werte waren bis auf den Elastasewert (<20!!!!) normal. Zur Kontrolle folgte eine weitere Stuhlprobe, der Elastasewert lag dann bei 52. Man muss dazu sagen, dass der Stuhl bei diesen beiden Proben nicht ganz die normale, feste Konsistenz hatte, sondern leicht breiig war. Angerufen hatte mich zur Ergebnismitteilung die Arzthelferin, ich hätte eine EPI und solle ab jetzt Kreon nehmen und mal gucken, ob das hilft. Weil mir diese Diagnose einen enormen Schock einjagte und ich wirklich Panik bekam, hatte ich noch viele weitere Fragen und deshalb einen Tag später zum Gespräch in die Praxis bestellt. Der Arzt sagte mir, dass er "nicht glaube, dass ich so schwer krank sei", weil ich "dafür viel zu gesund aussehen würde". Er meinte, ich solle mir keinen großen Kopf machen und dass die Diagnose noch nicht bestätigt sei. Kreon solle ich erstmal noch nicht einnehmen. Ich erzählte ihm auch, dass der Stuhl bei den ersten beiden Proben nicht 100%ig normal war. Er veranlasste einen weiteren, also 3. Test und meinte, diesmal solle der Stuhl eine normale Konsistenz haben. Ein paar Tage später wurde ein Ultraschall vom Bauch gemacht, es würde alles normal aussehen, inkl der Pankreas.
Ich wartete also ab, bis ich einen normalen Stuhlgang hatte und schickte dann nochmals eine Probe ein. Aber auch bei dieser Probe war der Elastasewert erniedrigt (71). Jetzt soll ich Kreon nehmen, hab das Rezept aber bisher noch nicht eingelöst (der Anruf kam gestern, fast 3 Wochen nachdem ich das Ergebnis eingeschickt hatte). Zudem soll ich eine MRT-Überweisung fürs Abdomen erhalten.
Ich war noch bei einer anderen, u.a. gastroenterologischen Praxis, da ich eine Zweitmeinung wollte. Als ich der Ärztin sagte, dass es um die Abklärung bzgl. einer EPI ginge, sagte sie "die Sie garantiert nicht haben". Sie veranlasste 3 weitere Stuhlproben, die Letzte gebe ich morgen ab. Die ersten beiden wurden bereits abgegeben, habe aber noch kein Ergebnis von denen. Des weiteren wurde Blut abgenommen, zur Testung auf Lipase, Amylase, Leber- und Nierenwerte. Das Ergebnis: alles normal! Die Ärztin stellte mir außerdem eine Überweisung für ein MRT aus, um eine chronische Pankreatitis zu bestätigen oder auszuschließen. Leider habe ich den Termin dafür erst im Februar.
So, das war der größte Teil. Aktuell sieht es so aus, dass ich etwa jeden 2.-3. recht weichen, leicht breiigen Stuhlgang habe. Dieser Stuhl ist dann oft hellbraun, teilweise leicht ockerfarben. Oft tut mir der Bauch ein bisschen weh, kurz bevor ich Stuhlgang habe. Auch hier wieder in der Bauchmitte. Die Schmerzen verschwinden, sobald ich Stuhlgang hatte. Immer mal wieder bemerke ich ein Grummeln im Bauch, kurz bevor der Stuhlgang kommt (manchmal aber auch "einfach nur so").
Ich habe gerade sehr starke Angst, weil die Ursache einer EPI im Erwachsenenalter ja meistens eine chronische Pankreatitis oder ein Pankreaskarzinom ist. Ich frage mich manchmal, ob ich mir schonmal die Kiste aussuchen sollte. Das Seltsame dabei ist halt, dass die Symptome nicht wirklich passen: ich habe nicht an Gewicht verloren, habe keine (starken) Oberbauchschmerzen und auch keine "richtigen" Fettstühle. Auch sonst habe ich im Alltag nur sehr wenig bis gar keine Beeinträchtigung.
Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen hat? Wie aussagekräftig ist die Elastase wirklich (angeblich ist sie ja mit der beste Test für eine EPI)? Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich?
Ganz liebe Grüße und vielen Dank, dass ihr euch den Text bis zum Ende durchgelesen habt 😏
Seriem