sozusagen neu hier und Frage zu Leber verfettet
Verfasst: 8. März 2011, 18:19
Hallo alle miteinander,
ich bin schon seit einiger Zeit hier im Forum unterwegs und habe auch schon viele Tipps herausziehen können. Vielen herzlichen Dank dafür schon mal. Allerdings bin ich bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Jetzt wird' s endlich mal Zeit mich vorzustellen:
Ich heiße Martina, komme aus dem Schwarzwald und bin nahezu 44 (Geburtstag steht kurz bevor). Mein Alptraum begann am 13.Juli 09. Da wurde ein Pankreaskarzinom festgestellt. Bei der Whipple- OP am 28.Juli 09 wurde dann ein Tumor von 2,2 cm entfernt. Zusammen mit der Gallenblase, dem Zwölffingerdarm, 1/ 3 Magen und 44 Lymphknoten. Die OP wurde in Lahr von Dr. Lindemann durchgeführt. Von den Lymphknoten waren 2, die zwischen Zwölffingerdarm und Pankreas lagen, befallen, der Rest war aber ohne Befund. Die anschließende Chemo habe ich dann, bis auf die letzten ca. 8 mal gut vertragen. Die letzten Male hat sie mich dann aber fast umgehauen, und ich bin nur noch rumgelegen und war zu nichts mehr fähig. Ich konnte das Ende der Chemo fast nicht mehr erwarten. Leider gab' s nach der OP noch Komplikationen in Form von entzundenem, abgekapseltem Bauchwasser. Das trieb mich 3mal mit höllischen Schmerzen ins Krankenhaus ( sorry ich hab' hier im Forum schon mal geantwortet und 4mal angegeben, weil mir das beim Zurückdenken so vorkam, habe aber beim Lesen in den Unterlagen festgestellt, dass es doch "nur" 3mal war, war aber trotzdem schlimm genug),was jedesmal auch eine Unterbrechung der Chemo bedeutete und diese auch immer weiter verzögerte. Dort wurde ich dann mit Schmerzmittel und mit Antibiotika intravenös vollgepumpt und außerdem, um das Bauchwasser rauszubekommen, jedes mal punktiert. Dass das Bauchwasser zum Teil in vielen kleinen, zusammenhängenden Kammern abgekapselt war erschwerte die Sache und bescherte mir weitere unerträgliche Schmerzen, weil die Nadel ja immer wieder in die nächste Kammer geschoben werden musste und die örtliche Betäubung im Bauchraum nicht wirkt. Bei der letzten Punktion hat der Arzt dann zum Glück eine größere Abkapselung erwischt und konnte einiges an Bauchwasser entnehmen, ohne die Nadel verschieben zu müssen. Mir wird jetzt noch ganz schlecht, wenn ich daran denke. Danach war ich von Anfang April bis Anfang Mai 10 in der REHA in Bad Brückenau. Da konnte ich dann endlich anfangen wieder aufzubauen und der Spuk hatte ein Ende. Bis dahin hatte ich ja ständig Gewicht verloren,mittlerweile ca. 35 kg, ich war saft- und kraftlos, von Muskeln keine Spur, und meine Verdauung fuhr Achterbahn. Ich kann also sagen: ab Mai 10, also ab der REHA gings endlich aufwärts und die Verdauung besserte sich etwas, das Gewicht blieb endlich erst mal stehen und stieg dann, mit Unmengen an Essen, sogar an, und dadurch dass ich das Sportprogramm weiterführen konnte nahm die Muskelmasse wieder zu.
Ich muss dazusagen, ich war schon immer ein guter "Futterverwerter" und hatte vor der Krankheit enormes Übergewicht. So kam ich selbst bei der beträchtlichen Gewichtsabnahme nie wirklich ins Untergewicht und bin mittlerweile sogar wieder bei meinem Normalgewicht. Die Verdauung bestimmt aber immer noch den Tagesablauf und sobald der Körper sich überlastet fühlt, und das passiert schnell, meldet er sich umgehend mit Unterzuckerung. Man muß halt immer seine Pausen haben und sich den Tag selbst einteilen können. Dann läßt sich' s eigentlich den Umständen entsprechend ganz gut leben. So stabil, dass ich einer geregelten Arbeit über mehrere Stunden nachgehen könnte bin ich aber noch nicht. Dazu ist alles noch zu unbeständig. Aber ich kann mich mit vielem arrangieren und es kommt doch wieder etwas Normalität in den Alltag. Und man muß ja dankbar sein, dass es überhaupt weiter geht und man sich wieder an vielen Dingen erfreuen kann. Und bis jetzt waren alle Nachkontrollen ohne Befund, yeaaah!
Uuups! Habe gerade gesehen, dass ich schon ziemlich viel geschrieben habe, sorry!
Für' s erste reichts wohl mal und jetzt muss ich noch meine Frage loswerden:
Im letzten Befund bei der Nachkontrolle steht: Die Leber deutlich verfettet aber ohne fokale Läsionen.
Kennt das jemand? Ist das normal nach so einer OP? Mein Onkologe hat das jedenfalls nicht angesprochen. Ich habe das erst zuhause im Befund gelesen. Aber man wird halt hellhörig, wenn man sowas liest, nach der Krankheitsgeschichte.
Liebe Grüße an alle
Martina
ich bin schon seit einiger Zeit hier im Forum unterwegs und habe auch schon viele Tipps herausziehen können. Vielen herzlichen Dank dafür schon mal. Allerdings bin ich bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Jetzt wird' s endlich mal Zeit mich vorzustellen:
Ich heiße Martina, komme aus dem Schwarzwald und bin nahezu 44 (Geburtstag steht kurz bevor). Mein Alptraum begann am 13.Juli 09. Da wurde ein Pankreaskarzinom festgestellt. Bei der Whipple- OP am 28.Juli 09 wurde dann ein Tumor von 2,2 cm entfernt. Zusammen mit der Gallenblase, dem Zwölffingerdarm, 1/ 3 Magen und 44 Lymphknoten. Die OP wurde in Lahr von Dr. Lindemann durchgeführt. Von den Lymphknoten waren 2, die zwischen Zwölffingerdarm und Pankreas lagen, befallen, der Rest war aber ohne Befund. Die anschließende Chemo habe ich dann, bis auf die letzten ca. 8 mal gut vertragen. Die letzten Male hat sie mich dann aber fast umgehauen, und ich bin nur noch rumgelegen und war zu nichts mehr fähig. Ich konnte das Ende der Chemo fast nicht mehr erwarten. Leider gab' s nach der OP noch Komplikationen in Form von entzundenem, abgekapseltem Bauchwasser. Das trieb mich 3mal mit höllischen Schmerzen ins Krankenhaus ( sorry ich hab' hier im Forum schon mal geantwortet und 4mal angegeben, weil mir das beim Zurückdenken so vorkam, habe aber beim Lesen in den Unterlagen festgestellt, dass es doch "nur" 3mal war, war aber trotzdem schlimm genug),was jedesmal auch eine Unterbrechung der Chemo bedeutete und diese auch immer weiter verzögerte. Dort wurde ich dann mit Schmerzmittel und mit Antibiotika intravenös vollgepumpt und außerdem, um das Bauchwasser rauszubekommen, jedes mal punktiert. Dass das Bauchwasser zum Teil in vielen kleinen, zusammenhängenden Kammern abgekapselt war erschwerte die Sache und bescherte mir weitere unerträgliche Schmerzen, weil die Nadel ja immer wieder in die nächste Kammer geschoben werden musste und die örtliche Betäubung im Bauchraum nicht wirkt. Bei der letzten Punktion hat der Arzt dann zum Glück eine größere Abkapselung erwischt und konnte einiges an Bauchwasser entnehmen, ohne die Nadel verschieben zu müssen. Mir wird jetzt noch ganz schlecht, wenn ich daran denke. Danach war ich von Anfang April bis Anfang Mai 10 in der REHA in Bad Brückenau. Da konnte ich dann endlich anfangen wieder aufzubauen und der Spuk hatte ein Ende. Bis dahin hatte ich ja ständig Gewicht verloren,mittlerweile ca. 35 kg, ich war saft- und kraftlos, von Muskeln keine Spur, und meine Verdauung fuhr Achterbahn. Ich kann also sagen: ab Mai 10, also ab der REHA gings endlich aufwärts und die Verdauung besserte sich etwas, das Gewicht blieb endlich erst mal stehen und stieg dann, mit Unmengen an Essen, sogar an, und dadurch dass ich das Sportprogramm weiterführen konnte nahm die Muskelmasse wieder zu.
Ich muss dazusagen, ich war schon immer ein guter "Futterverwerter" und hatte vor der Krankheit enormes Übergewicht. So kam ich selbst bei der beträchtlichen Gewichtsabnahme nie wirklich ins Untergewicht und bin mittlerweile sogar wieder bei meinem Normalgewicht. Die Verdauung bestimmt aber immer noch den Tagesablauf und sobald der Körper sich überlastet fühlt, und das passiert schnell, meldet er sich umgehend mit Unterzuckerung. Man muß halt immer seine Pausen haben und sich den Tag selbst einteilen können. Dann läßt sich' s eigentlich den Umständen entsprechend ganz gut leben. So stabil, dass ich einer geregelten Arbeit über mehrere Stunden nachgehen könnte bin ich aber noch nicht. Dazu ist alles noch zu unbeständig. Aber ich kann mich mit vielem arrangieren und es kommt doch wieder etwas Normalität in den Alltag. Und man muß ja dankbar sein, dass es überhaupt weiter geht und man sich wieder an vielen Dingen erfreuen kann. Und bis jetzt waren alle Nachkontrollen ohne Befund, yeaaah!
Uuups! Habe gerade gesehen, dass ich schon ziemlich viel geschrieben habe, sorry!
Für' s erste reichts wohl mal und jetzt muss ich noch meine Frage loswerden:
Im letzten Befund bei der Nachkontrolle steht: Die Leber deutlich verfettet aber ohne fokale Läsionen.
Kennt das jemand? Ist das normal nach so einer OP? Mein Onkologe hat das jedenfalls nicht angesprochen. Ich habe das erst zuhause im Befund gelesen. Aber man wird halt hellhörig, wenn man sowas liest, nach der Krankheitsgeschichte.
Liebe Grüße an alle
Martina