MRT oder CT zur Nachsorge bei BSDK
Verfasst: 11. Juni 2024, 07:34
Hallo,
die Vor- und Nachteile von MRT und CT wurden hier mehrfach thematisiert (u.a. als Teil des threads „unklare Raumforderung“.
Mich interessiert, wie das in der Nachsorge konkret gehandhabt wird.
Meine Frage: Kennt irgendwer eine Klinik oder eine radiologische Praxis, in der engagierte Ärzt*innen das MRT zur Tumor/Metastasenfrüherkennung nutzen? Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Grund: Ich möchte, weil ich in meinem Leben sehr viel ionisierende Strahlung abbekommen habe (viele radiologische Untersuchungen auch des Abdomens in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit), eine Nachsorge mit CT vermeiden. Alle drei Monate noch eine Dosis drauf ist mir zuviel - zumal, wenn es sich vermeiden liesse. Gleichzeitig will ich natürlich früh wissen, was Sache ist - um alle Optionen der Behandlung etc. gut zu bedenken.
Die großen Hersteller sagen mir, dass ihre MRT natürlich zur Nachsorge/zur Metastasenfrüherkennung eingesetzt werden könn(t)en, sogar bei der Lunge, sogar im Rahmen von MRT-Ganzkörperscans.
Von ärztlich radiologischer Seite höre ich unterschiedliches: einige sagen, dass die Herstellerfirmen oft sehr viel versprechen. Es gibt Radiolg*innen, die das CT präferieren - aber meine Nachfragen nicht erklären können oder wollen. Andere sagen: klar, das geht (theoretisch) schon sehr gut. Bloss leider nicht bei mir.
Denn was auch deutlich wird: ein CT dauert 10 Minuten und kostet 250 EUR, ein MRT dauert 60 Min und kostet 1000 EUR und braucht einen viel erfahreneren Menschen bei der Auswertung und bei der Auswahl der unterstützend interpretierenden KI. Und einfach mehr ärztliche Zeit, die sehr knapp ist.
Mit anderen Worten und mein Eindruck: Was der Bauer nicht kennt… schon gar nicht, wenn es aufwändiger und teurer ist und die Radiolg*innen in den Kliniken (noch) dringend gesucht werden (= mal schauen, wann die bildinterpretierende KI die Situation entspannt).
Mir sagte ein Industrievertreter: „egal ob Philips oder Siemens oder sonstwas - Sie müssen einen Radiologen finden, der Bock auf diese Untersuchung hat, jmd. mit Erfahrung, der sich trotzdem reinfuchsen will. Und einen Arzt, der Ihnen aufgrund Ihrer Anamnese das MRT und nicht das CT verschreibt.“ Letzteres ist eher kein Problem.
Darum nochmal die Frage: kennt irgendwer eine Klinik oder eine radiologische Praxis, in der engagierte Ärzt*innen das MRT zur Tumor/Metastasenfrüherkennung nutzen? Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Was schon sehr auffällt ist, wie stark sich die unterschiedlichen Leitlinien (USA, Japan, Europa…) in Sachen Bildgebung und Nachsorge unterscheiden - es gibt halt nicht viel Evidenz, weil wir zu schnell wegsterben… (sollten wir ändern :-)!
Das ist auch eine häufige (und sicher richtige) Antwort: „Ihre Chemo ist viel krebserregender als das CT.“ Klar, aber die Chemo ist nach jetziger Studienlage aus guten Gründen empfohlen. Beim CT vs MRT sehe ich die guten Gründe eher beim MRT.
Danke,
m.
die Vor- und Nachteile von MRT und CT wurden hier mehrfach thematisiert (u.a. als Teil des threads „unklare Raumforderung“.
Mich interessiert, wie das in der Nachsorge konkret gehandhabt wird.
Meine Frage: Kennt irgendwer eine Klinik oder eine radiologische Praxis, in der engagierte Ärzt*innen das MRT zur Tumor/Metastasenfrüherkennung nutzen? Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Grund: Ich möchte, weil ich in meinem Leben sehr viel ionisierende Strahlung abbekommen habe (viele radiologische Untersuchungen auch des Abdomens in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit), eine Nachsorge mit CT vermeiden. Alle drei Monate noch eine Dosis drauf ist mir zuviel - zumal, wenn es sich vermeiden liesse. Gleichzeitig will ich natürlich früh wissen, was Sache ist - um alle Optionen der Behandlung etc. gut zu bedenken.
Die großen Hersteller sagen mir, dass ihre MRT natürlich zur Nachsorge/zur Metastasenfrüherkennung eingesetzt werden könn(t)en, sogar bei der Lunge, sogar im Rahmen von MRT-Ganzkörperscans.
Von ärztlich radiologischer Seite höre ich unterschiedliches: einige sagen, dass die Herstellerfirmen oft sehr viel versprechen. Es gibt Radiolg*innen, die das CT präferieren - aber meine Nachfragen nicht erklären können oder wollen. Andere sagen: klar, das geht (theoretisch) schon sehr gut. Bloss leider nicht bei mir.
Denn was auch deutlich wird: ein CT dauert 10 Minuten und kostet 250 EUR, ein MRT dauert 60 Min und kostet 1000 EUR und braucht einen viel erfahreneren Menschen bei der Auswertung und bei der Auswahl der unterstützend interpretierenden KI. Und einfach mehr ärztliche Zeit, die sehr knapp ist.
Mit anderen Worten und mein Eindruck: Was der Bauer nicht kennt… schon gar nicht, wenn es aufwändiger und teurer ist und die Radiolg*innen in den Kliniken (noch) dringend gesucht werden (= mal schauen, wann die bildinterpretierende KI die Situation entspannt).
Mir sagte ein Industrievertreter: „egal ob Philips oder Siemens oder sonstwas - Sie müssen einen Radiologen finden, der Bock auf diese Untersuchung hat, jmd. mit Erfahrung, der sich trotzdem reinfuchsen will. Und einen Arzt, der Ihnen aufgrund Ihrer Anamnese das MRT und nicht das CT verschreibt.“ Letzteres ist eher kein Problem.
Darum nochmal die Frage: kennt irgendwer eine Klinik oder eine radiologische Praxis, in der engagierte Ärzt*innen das MRT zur Tumor/Metastasenfrüherkennung nutzen? Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Was schon sehr auffällt ist, wie stark sich die unterschiedlichen Leitlinien (USA, Japan, Europa…) in Sachen Bildgebung und Nachsorge unterscheiden - es gibt halt nicht viel Evidenz, weil wir zu schnell wegsterben… (sollten wir ändern :-)!
Das ist auch eine häufige (und sicher richtige) Antwort: „Ihre Chemo ist viel krebserregender als das CT.“ Klar, aber die Chemo ist nach jetziger Studienlage aus guten Gründen empfohlen. Beim CT vs MRT sehe ich die guten Gründe eher beim MRT.
Danke,
m.