Whipple-OP mit 21
Verfasst: 13. November 2025, 19:56
Guten Tag,
bei mir wurde per Zufallsbefund (Notfallaufnahme Oberbauchschmerzen) eine Zyste im Pankreaskopf (Proc. uncinatus) gefunden. Ich habe lange keinen Termin für ein MRT bekommen, 9Monate später war die Zyste dann im MRT auffällig: septiert, fokale Wandverdickung >5 mm mit Kontrastmittelaufnahme, schien auch solide Anteile zu haben. Die Lymphknoten waren unauffällig. Dann hatte ich eine EUS-Feinnadelpunktion zur histologischen Abklärung. Der Befund war unauffällig, also keine malignen Zellen wurden gefunden, allerdings betonte der Bericht dass die Gewebsprobe nur sehr spärlich gewesen sei. Beim Tumorboard wurde entschieden, die Zyste zu entfernen, weil es sich wahrscheinlich um eine Vorstufe handele und zu viel Entartungsrisiko bestehe. Es ist jetzt für Mitte bis Ende Dezember eine minimalinvasive OP mit dem DaVinci Roboter geplant, bei der die Zyste entfernt wird. Jedoch wurde mir gesagt, es könne gut sein dass sich intraoperativ herausstellt, dass man doch noch mehr entfernen muss wenn die Zyste bösartig wirkt, was aufgrund der Bildgebung wahrscheinlich ist trotz des unauffälligen histologischen Befunds und dann muss man die Whipple-OP machen. Ich habe zugestimmt und auch unterschrieben aber das kann ich ja zurücknehmen.
Ich bin 21, weiblich. In meiner Familie sind schon einige Verwandte an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben.
Meine Frage: Soll ich einer eventuellen Whipple-OP zustimmen oder nicht? Wenn die Zyste bösartig wirkt, würde man sie ohne Wipple-OP anscheinend garnicht rausnehmen wurde mir gesagt. Ich finde das schon einen ziemlich großen Eingriff vorallem in meinem Alter. Es hat vielleicht den Vorteil, dass die Heilungschancen gut sind. Es ist ja aber eigentlich ein unauffälliger histologischer Befund. Und mir ist der Eingriff wirklich etwas suspekt. Hat hier jemand Erfahrung mit der OP, vielleicht auch in einem jüngeren Alter? Wie ist die Lebensqualität, ist das überhaupt ein Eingriff der darauf ausgelegt ist dass das Verdauungssystem noch für 50+ Jahre funktioniert? Ich habe Angst, vielleicht kann mir auch jemand Mut machen dass es nicht so schlimm ist? Würdet ihr den Ärzten vertrauen, gibt es Motive dass sie dieses Verfahren vorschlagen ? Ich will eigentlich keine Whipple-OP wenn es dann intraoperativ ein "unklarer Befund" ist das sollte schon nur passieren wenn es gesichert maligne ist oder nicht?
Ich freue mich auf jede Antwort vielen vielen Dank!
Liebe Grüße
bei mir wurde per Zufallsbefund (Notfallaufnahme Oberbauchschmerzen) eine Zyste im Pankreaskopf (Proc. uncinatus) gefunden. Ich habe lange keinen Termin für ein MRT bekommen, 9Monate später war die Zyste dann im MRT auffällig: septiert, fokale Wandverdickung >5 mm mit Kontrastmittelaufnahme, schien auch solide Anteile zu haben. Die Lymphknoten waren unauffällig. Dann hatte ich eine EUS-Feinnadelpunktion zur histologischen Abklärung. Der Befund war unauffällig, also keine malignen Zellen wurden gefunden, allerdings betonte der Bericht dass die Gewebsprobe nur sehr spärlich gewesen sei. Beim Tumorboard wurde entschieden, die Zyste zu entfernen, weil es sich wahrscheinlich um eine Vorstufe handele und zu viel Entartungsrisiko bestehe. Es ist jetzt für Mitte bis Ende Dezember eine minimalinvasive OP mit dem DaVinci Roboter geplant, bei der die Zyste entfernt wird. Jedoch wurde mir gesagt, es könne gut sein dass sich intraoperativ herausstellt, dass man doch noch mehr entfernen muss wenn die Zyste bösartig wirkt, was aufgrund der Bildgebung wahrscheinlich ist trotz des unauffälligen histologischen Befunds und dann muss man die Whipple-OP machen. Ich habe zugestimmt und auch unterschrieben aber das kann ich ja zurücknehmen.
Ich bin 21, weiblich. In meiner Familie sind schon einige Verwandte an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben.
Meine Frage: Soll ich einer eventuellen Whipple-OP zustimmen oder nicht? Wenn die Zyste bösartig wirkt, würde man sie ohne Wipple-OP anscheinend garnicht rausnehmen wurde mir gesagt. Ich finde das schon einen ziemlich großen Eingriff vorallem in meinem Alter. Es hat vielleicht den Vorteil, dass die Heilungschancen gut sind. Es ist ja aber eigentlich ein unauffälliger histologischer Befund. Und mir ist der Eingriff wirklich etwas suspekt. Hat hier jemand Erfahrung mit der OP, vielleicht auch in einem jüngeren Alter? Wie ist die Lebensqualität, ist das überhaupt ein Eingriff der darauf ausgelegt ist dass das Verdauungssystem noch für 50+ Jahre funktioniert? Ich habe Angst, vielleicht kann mir auch jemand Mut machen dass es nicht so schlimm ist? Würdet ihr den Ärzten vertrauen, gibt es Motive dass sie dieses Verfahren vorschlagen ? Ich will eigentlich keine Whipple-OP wenn es dann intraoperativ ein "unklarer Befund" ist das sollte schon nur passieren wenn es gesichert maligne ist oder nicht?
Ich freue mich auf jede Antwort vielen vielen Dank!
Liebe Grüße