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Pankreasgangerweiterung 5 mm nach Whipple OP 7.7.25 / Stent einsetzen lassen?
Verfasst: 10. Dezember 2025, 09:41
von Ricarda2012
Hallo, Ihr Lieben,
ein Zufallsbefund im CT letzten Freitag in der Notaufnahme hatte ergeben, dass der Pankreasgang auf 5 mm erweitert ist. Obwohl ich keine Bescherden habe, wurde mir angeraten, möglichst schnell einen Termin für die ERCP zu machen, damit an der Nahtstelle zwischen BSD und Magen, die evtl. vernarbt ist, also wahrscheinlich sehr eng, geschnitten wird und ein Plastikstent eingesetzt werden kann.
Habe jetzt etwas recherchiert - auch hier im Forum - und gelesen, dass das meistens gar nicht klappt, weil wie gesagt, die Nahtstellen meistens zu klein sind.
Eure Meinung dazu würde ich sehr gern hören, hab mehrere Anrufe von Oberärzten erhalten, wie gefährlich das ist, wenn ich jetzt noch weiter warte, würde das ganze Organ Schaden nehmen und ich würde auch zusötzlich noch insulinpflichtig werden usw. usf.
Mir kam es vor, als wollten alle mich unbedingt operieren.....Jetzt warte ich erstmal auf den Rückruf für einen Termin bei dem Prof. , der mich operiert hat, und möchte hören, was er dazu meint.
Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte im Voraus.
Liebe Grüße an alle
Ingrid
Re: Pankreasgangerweiterung 5 mm nach Whipple OP 7.7.25 / Stent einsetzen lassen?
Verfasst: 10. Dezember 2025, 13:52
von Andi
Hallo Ingrid,
na das ist ja ein Mist.
Hier ist fachlich guter Rat nötig.
Am Besten noch eine zweite Meinung un einem erfahrenen Pankreaszentrum einholen.
Mit den Stents ist das immer so eine Sache, meist nur vorübergehend eine Lösung.
Eine Dauerlösung sollte möglichst schnell angestrebt werden.
Warum soll es nur einen Plastikstent geben?, bist du schon über 70 Jahre?
Ein Stent aus Titan hält wesentlich länger, kostet aber mehr 🤔, scheue dich nicht nachzufragen.
Liebe Grüße Andi
Re: Pankreasgangerweiterung 5 mm nach Whipple OP 7.7.25 / Stent einsetzen lassen?
Verfasst: 12. Dezember 2025, 10:55
von Ulli
Ricarda2012 hat geschrieben: ↑10. Dezember 2025, 09:41
ein Zufallsbefund im CT letzten Freitag in der Notaufnahme hatte ergeben, dass der Pankreasgang auf 5 mm erweitert ist. Obwohl ich keine Bescherden habe, wurde mir angeraten, möglichst schnell einen Termin für die ERCP zu machen, damit an der Nahtstelle zwischen BSD und Magen, die evtl. vernarbt ist, also wahrscheinlich sehr eng, geschnitten wird und ein Plastikstent eingesetzt werden kann.
Hallo Ingrid, leider kenne ich (und viele andere hier im Forum) das auch, mit den dürftigen Informationen durch Ärzte und Krankenhäuser.
Die Erweiterung des Pankreasganges auf 5 mm muss ja eine Ursache haben, dass evtl. am Ausgang eine Engstelle besteht ? Ich weiß aber nicht, wie der Zustand nach deiner Whipple-Op jetzt ist, ob da auch irgendwo eine Engstelle sein kann. Lass dir das auf jeden Fall genau erklären, warum der Stent gesetzt werden soll.
Ich hatte keine Whipple-Op, aber eine Engstelle am Pankreasausgang und dahinterliegender Gangerweiterung auf 5,5 mm. Zweimal wurde schon ein Plastikstent gesetzt und wieder entfernt. Dass es auch selbstauflösende Stents gibt, habe ich erst hier im Forum erfahren. Berichte bitte mal, wie es bei dir weitergeht.
VG Ulli
Re: Pankreasgangerweiterung 5 mm nach Whipple OP 7.7.25 / Stent einsetzen lassen?
Verfasst: 16. Dezember 2025, 12:09
von Ricarda2012
Hallo an alle,
ich hatte ja gestern das Gespräch mit dem Prof., der mich operiert hat, und ich hab mich drauf eingelassen, morgen eine Endosono machen zu lassen. Anfangs machte er auch ziemlich Druck, dass eine ERP (ohne C wg. fehlender Galle) dringend notwendig wäre und auch ein Stent die beste Lösung wäre.
Ich hatte ihn nach selbstauflösenden Stents gefragt, und ein barsches " sowas gibt es gar nicht" erhalten. Im Lauf des Gesprächs auf meine Rückfragen wurde dies etwas relativiert mit der Möglichkeit, dass manche Stents von allein abgehen können, d.h. ausgeschieden über Magen und Darm.
Ich habe mich jetzt in meiner Verzweiflung an den Dr. vom UKE gewandt per mail, der hier mal als empfehlender Arzt für diesen Stent genannt wurde, ich weiß nicht mehr, von wem, finde den Beitrag grad nicht mehr....
Meine Freundin hat auch Erfahrungen mit dem Druck auf die ERCP gemacht, sie erzählte mir, dass sie noch auf der Trage bedrängt wurde, ihre Entscheidung dagegen zurückzunehmen, und meinte, ich solle morgen darauf bestehen, dass sie wirklich nur reingucken und nichts weiter . Schneiden und Stent rein oder so....
Ich bin jetzt sehr aufgeregt und hoffe, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, um rauszufinden, was die Ursache für die Erweiterung ist.
Ich dachte, mit der OP wäre alles vorbei, und es ist mir wirklich gut gegangen, bis auf die Arie mit den Enzymen, was aber jetzt auch gut klappte, und ich keinerlei Beschwerden mehr habe.
Nebenbei gesagt, bin ich jetzt 76 Jahre alt, und habe keine große Lust, noch weiter an mir "rumschnippeln" zu lassen, aber gibt´s dafür Alternativen?
Lieb Grüße an alle Betroffenen
Ingrid