Bitte um Hilfe
Verfasst: 20. Dezember 2025, 15:49
Liebe Forumsmitglieder,
ich wende mich mit diesem Beitrag an euch, da ich seit acht Monaten unter anhaltenden Verdauungsbeschwerden leide, für die trotz umfangreicher Diagnostik bislang keine Ursache gefunden werden konnte. Die Situation belastet mich körperlich wie auch emotional zunehmend.
Ich bin 48 Jahre alt, wiege aktuell 85 kg, bin 1,74 m groß und habe keine bekannten Vorerkrankungen. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass ich in den letzten drei Jahren etwas mehr Alkohol als zuvor konsumiert habe. Ob dies in Zusammenhang mit meinen Beschwerden stehen könnte, kann ich selbst nicht einschätzen, halte es aber für erwähnenswert. Zusätzlich habe ich über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren regelmäßig Natriumhydrogencarbonat (Natron) zur Behandlung von Sodbrennen eingenommen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass ich etwa ein Jahr lang regelmäßig einen Protonenpumpenhemmer (PPI) eingenommen habe, bevor die Beschwerden begannen. Seit Auftreten der Symptome nehme ich keine PPIs mehr.
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Symptome und aktueller Verlauf
Seit Februar 2025 bestehen folgende Beschwerden:
• Sehr schnelle Darmpassage
• Weicher bis breiiger Stuhl mit Gefühl der unvollständigen Entleerung
• Geruchloser Stuhlgang trotz veränderter Konsistenz
• Ausgeprägter Meteorismus, besonders abends und nachts sorry auch geruchlos
• Starke nächtliche Flatulenzen, die mich regelmäßig aus dem Schlaf reißen
• 5–6 Toilettengänge pro Tag
• Diffuse, wechselnde Unterbauchschmerzen
• Laute Darmgeräusche und eine innere Unruhe im Bauchbereich
Zwischen Juni und September 2025 kam es zusätzlich zu einem ungewollten Gewichtsverlust von etwa 4 kg. Seitdem ist das Gewicht stabil, der Verlauf hat mich jedoch deutlich verunsichert.
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Erste Diagnostik beim Hausarzt (03.04.2025)
Die initiale Abklärung erfolgte beim Hausarzt:
• Blutuntersuchungen (Basis- und Entzündungswerte): unauffällig
• Gastrointestinales PCR-Panel: negativ
→ Kein Hinweis auf eine infektiöse Ursache
Aufgrund der anhaltenden Beschwerden erfolgte anschließend die Überweisung zur internistischen Abklärung.
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Weitere Diagnostik und Fachärzte
1. Koloskopie (16.09.2025)
Zuweisung durch Hausärztin
Befunde:
• Ileo-Koloskopie
• Mehrere reizlose Divertikel im Sigma, einzelne im übrigen Kolon
• 3 mm hyperplastischer Polyp entfernt (benigne, keine Dysplasie)
• Terminales Ileum unauffällig
• Keine entzündlichen oder tumorösen Veränderungen
• Hämorrhoiden I. Grades
• Reizlose Marisken
Histologie:
• Dünndarm- und Kolonbiopsien unauffällig
• Keine CED
• Keine mikroskopische Kolitis
• Keine Malignität
Weitere Befunde:
• Pankreas-Elastase zweimal normwertig bei 800 800 µg/g
→ Keine exokrine Pankreasinsuffizienz
Empfehlung: Kontrollkoloskopie in 5 Jahren.
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2. Oberbauch-Sonographie (14.10.2025)
• Beurteilung durch ausgeprägten Meteorismus eingeschränkt
• Oberbauchorgane ansonsten unauffällig
• Empfehlung: Ernährungstagebuch
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Zusammenfassung der bisherigen Befunde
• Keine Pankreasinsuffizienz
• Keine chronisch entzündliche Darmerkrankung
• Keine mikroskopische Kolitis
• Kein Tumorhinweis
• Keine infektiöse Ursache (GI-PCR negativ)
• Keine klare organische Ursache identifizierbar
• Einjährige PPI-Vorgeschichte → möglicher Einfluss auf Darmflora, Motilität oder bakterielle Fehlbesiedlung
• Langjährige Einnahme von Natriumhydrogencarbonat (≈ 25 Jahre) → möglicher Einfluss auf Magensäure, Darmmilieu und Motilität
• Erhöhter Alkoholkonsum in den letzten drei Jahren als möglicher zusätzlicher Einflussfaktor
• Persistierende Beschwerden trotz unauffälliger Basisdiagnostik
• Ungewollter Gewichtsverlust von 4 kg (derzeit stabil)
• Keine relevanten Vorerkrankungen, insgesamt ansonsten gesund
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Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir aus internistischer Sicht helfen könntet, diesen Verlauf besser einzuordnen. Besonders interessieren mich eure Einschätzungen zu folgenden Punkten:
• Welche Differentialdiagnosen kommen trotz unauffälliger Befunde noch in Betracht?
• Ist weiterführende Diagnostik sinnvoll (z. B. SIBO-Atemtest, Dünndarmdiagnostik, Maldigestion, Motilitätsdiagnostik, Mikrobiomanalyse)?
• Kann die langfristige PPI-Einnahme in Kombination mit der jahrzehntelangen Natriumhydrogencarbonat-Einnahme sowie Alkoholkonsum eine Dysbiose oder beschleunigte Darmmotilität begünstigt haben?
• Welche therapeutischen Strategien würdet ihr in vergleichbaren Fällen empfehlen?
Die Beschwerden beeinträchtigen Schlaf, Alltag und Lebensqualität inzwischen deutlich, weshalb ich mich über jede fachliche Einschätzung sehr freuen würde.
Vielen Dank für eure Zeit und Unterstützung.
Viele Grüße
ich wende mich mit diesem Beitrag an euch, da ich seit acht Monaten unter anhaltenden Verdauungsbeschwerden leide, für die trotz umfangreicher Diagnostik bislang keine Ursache gefunden werden konnte. Die Situation belastet mich körperlich wie auch emotional zunehmend.
Ich bin 48 Jahre alt, wiege aktuell 85 kg, bin 1,74 m groß und habe keine bekannten Vorerkrankungen. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass ich in den letzten drei Jahren etwas mehr Alkohol als zuvor konsumiert habe. Ob dies in Zusammenhang mit meinen Beschwerden stehen könnte, kann ich selbst nicht einschätzen, halte es aber für erwähnenswert. Zusätzlich habe ich über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren regelmäßig Natriumhydrogencarbonat (Natron) zur Behandlung von Sodbrennen eingenommen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass ich etwa ein Jahr lang regelmäßig einen Protonenpumpenhemmer (PPI) eingenommen habe, bevor die Beschwerden begannen. Seit Auftreten der Symptome nehme ich keine PPIs mehr.
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Symptome und aktueller Verlauf
Seit Februar 2025 bestehen folgende Beschwerden:
• Sehr schnelle Darmpassage
• Weicher bis breiiger Stuhl mit Gefühl der unvollständigen Entleerung
• Geruchloser Stuhlgang trotz veränderter Konsistenz
• Ausgeprägter Meteorismus, besonders abends und nachts sorry auch geruchlos
• Starke nächtliche Flatulenzen, die mich regelmäßig aus dem Schlaf reißen
• 5–6 Toilettengänge pro Tag
• Diffuse, wechselnde Unterbauchschmerzen
• Laute Darmgeräusche und eine innere Unruhe im Bauchbereich
Zwischen Juni und September 2025 kam es zusätzlich zu einem ungewollten Gewichtsverlust von etwa 4 kg. Seitdem ist das Gewicht stabil, der Verlauf hat mich jedoch deutlich verunsichert.
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Erste Diagnostik beim Hausarzt (03.04.2025)
Die initiale Abklärung erfolgte beim Hausarzt:
• Blutuntersuchungen (Basis- und Entzündungswerte): unauffällig
• Gastrointestinales PCR-Panel: negativ
→ Kein Hinweis auf eine infektiöse Ursache
Aufgrund der anhaltenden Beschwerden erfolgte anschließend die Überweisung zur internistischen Abklärung.
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Weitere Diagnostik und Fachärzte
1. Koloskopie (16.09.2025)
Zuweisung durch Hausärztin
Befunde:
• Ileo-Koloskopie
• Mehrere reizlose Divertikel im Sigma, einzelne im übrigen Kolon
• 3 mm hyperplastischer Polyp entfernt (benigne, keine Dysplasie)
• Terminales Ileum unauffällig
• Keine entzündlichen oder tumorösen Veränderungen
• Hämorrhoiden I. Grades
• Reizlose Marisken
Histologie:
• Dünndarm- und Kolonbiopsien unauffällig
• Keine CED
• Keine mikroskopische Kolitis
• Keine Malignität
Weitere Befunde:
• Pankreas-Elastase zweimal normwertig bei 800 800 µg/g
→ Keine exokrine Pankreasinsuffizienz
Empfehlung: Kontrollkoloskopie in 5 Jahren.
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2. Oberbauch-Sonographie (14.10.2025)
• Beurteilung durch ausgeprägten Meteorismus eingeschränkt
• Oberbauchorgane ansonsten unauffällig
• Empfehlung: Ernährungstagebuch
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Zusammenfassung der bisherigen Befunde
• Keine Pankreasinsuffizienz
• Keine chronisch entzündliche Darmerkrankung
• Keine mikroskopische Kolitis
• Kein Tumorhinweis
• Keine infektiöse Ursache (GI-PCR negativ)
• Keine klare organische Ursache identifizierbar
• Einjährige PPI-Vorgeschichte → möglicher Einfluss auf Darmflora, Motilität oder bakterielle Fehlbesiedlung
• Langjährige Einnahme von Natriumhydrogencarbonat (≈ 25 Jahre) → möglicher Einfluss auf Magensäure, Darmmilieu und Motilität
• Erhöhter Alkoholkonsum in den letzten drei Jahren als möglicher zusätzlicher Einflussfaktor
• Persistierende Beschwerden trotz unauffälliger Basisdiagnostik
• Ungewollter Gewichtsverlust von 4 kg (derzeit stabil)
• Keine relevanten Vorerkrankungen, insgesamt ansonsten gesund
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Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir aus internistischer Sicht helfen könntet, diesen Verlauf besser einzuordnen. Besonders interessieren mich eure Einschätzungen zu folgenden Punkten:
• Welche Differentialdiagnosen kommen trotz unauffälliger Befunde noch in Betracht?
• Ist weiterführende Diagnostik sinnvoll (z. B. SIBO-Atemtest, Dünndarmdiagnostik, Maldigestion, Motilitätsdiagnostik, Mikrobiomanalyse)?
• Kann die langfristige PPI-Einnahme in Kombination mit der jahrzehntelangen Natriumhydrogencarbonat-Einnahme sowie Alkoholkonsum eine Dysbiose oder beschleunigte Darmmotilität begünstigt haben?
• Welche therapeutischen Strategien würdet ihr in vergleichbaren Fällen empfehlen?
Die Beschwerden beeinträchtigen Schlaf, Alltag und Lebensqualität inzwischen deutlich, weshalb ich mich über jede fachliche Einschätzung sehr freuen würde.
Vielen Dank für eure Zeit und Unterstützung.
Viele Grüße